Kabelsalatfunke schrieb:
> Somit müsste ich doch auf der gegenseite in AM oder SSB nichts hören.
An Stelle des BFO kommen auch andere Quellen in Frage, die den BFO
eretzen können und zu hörbarem Pfeifen führen.
Das können z.B. andere Träger sein, oder deren Oberwellen, wenn sie sich
nur wenig von der Nutzfrequenz unterscheiden.
Bei einem AM-Radio und Rundfunksendern führte oft eine schlechte
Spiegelfrequenzunterdrückung zu Pfeifstörungen, deren Tonhöhe sich mit
dem Abstimmknopf verändern ließ.
Beispiel:
Bekanntlich sind die Frequenzen der Mittelwellensender in einem
9kHz-Raster vergeben. Ganz grob reicht das Mittelwellenband von 550kHz
bis 1600kHz.
Die ZF deines Radios sei 465 kHz.
Wenn du nun einen Sender bei 603 kHz (67*9) empfangen willst, stellst du
den Oszillator (LO) deines Empfängers idealer Weise auf 603+465 = 1068
kHz ein.
Falls nun im Bereich der Spiegelfrequenz (1068+465 =1533) ein starker
Rundfunksender auf 1530kHz (170*9) arbeitet, so wird dessen Träger von
deinem LO auf 462 kHz heruntergemischt und überlagert sich dort mit dem
Träger des ersten Senders. Im Demodulator ergibt das dann ein
permanentes Pfeifen mit 3kHz.
Die Tonhöhe dieses Pfeiftons reagiert sehr empfindlich auf Änderungen
der Abstimmung, weil sich dabei die Mischfrequenzen in entgegengesetzter
Weise verschieben. Schon eine Fehlabstimmung von 500 Hz reicht aus um
diesen Pfeifton auf 2kHz oder 4kHz zu verschieben.
Weitere Quellen für Pfeifstörungen, also das, was du zum Empfang von CW
brauchst, können z.B. durch Oszillatoroberwellen oder Nichtlinearitäten
der Eingangsstufe entstehen.