Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 2x USB 3.0 zu SATA


von Philipp B. (philipp_b993)


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Hallo Leute,

ich wollte mal wissen, ob ihr eine USB 3.0 zu SATA Bridge kennt, die 
zwei USB 3.0 auf einen SATA Port bridged. Zusammen wuerden sie ja 10 
Gbit/s ergeben, was deutlich besser ist, als nur 5 Gbit/s. SATA III oder 
SATA Express waere super.

von Jim M. (turboj)


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Philipp B. schrieb:
> Zusammen wuerden sie ja 10
> Gbit/s ergeben, was deutlich besser ist, als nur 5 Gbit/s.

Nö, auch zusammen nur 5 GBit/s. USB ist ein BUS, da teilen sich alle 
die Bandbreite.

Für 10GBit/s bräuchte man 2 Hostcontroller - das haben nur Gaming 
Boards, und die dann auch meistens gleich USB 3.1 mit 10GBit/sec.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Jim M. schrieb:
> da teilen sich alle die Bandbreite.

Das muss zwar nicht so sein, man könnte einen separaten USB-Host-Adapter 
verwenden (d.h. in den PC eine PCIe-USB3-Karte stecken), aber die 
Anforderungen an die gewünschte "Kanalbündelung" wären so unendlich 
bizarr, daß es das nicht gibt und auch nicht geben wird.

Warum auch, mit einem USB3.1-Hostadapter, der im 10GBit-Modus läuft, ist 
das Problem ja eleganter lösbarer.

Noch eleganter (d.h. deutlich schneller) ist der Einsatz von 
Thunderbolt. Das kann in der aktuellen Inkarnation 40 GBit/sec im 
Vollduplex transportieren, was derzeit auch für etwas schnellere 
Massenspeicher genügen sollte.

von MM (Gast)


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Ist eSata zu einfach gedacht?

von Philipp B. (philipp_b993)


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Jim M. schrieb:
> Philipp B. schrieb:
>> Zusammen wuerden sie ja 10
>> Gbit/s ergeben, was deutlich besser ist, als nur 5 Gbit/s.
>
> Nö, auch zusammen nur 5 GBit/s. USB ist ein BUS, da teilen sich alle
> die Bandbreite.
>
> Für 10GBit/s bräuchte man 2 Hostcontroller - das haben nur Gaming
> Boards, und die dann auch meistens gleich USB 3.1 mit 10GBit/sec.

Geht um den RK3399 (http://rockchip.wikidot.com/rk3399) Soweit ich 
bisher gesehen habe, sind das tatsaechlich zwei USB Controller.

von Philipp B. (philipp_b993)


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MM schrieb:
> Ist eSata zu einfach gedacht?

Bisschen zu langsam, wenn man ueberlegt das heutige SSD an der 6 Gbit/s 
Marke kratzen. Die m.2 SSD brechen sie ja sogar.

von Philipp B. (philipp_b993)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Jim M. schrieb:
>> da teilen sich alle die Bandbreite.
>
> Das muss zwar nicht so sein, man könnte einen separaten USB-Host-Adapter
> verwenden (d.h. in den PC eine PCIe-USB3-Karte stecken), aber die
> Anforderungen an die gewünschte "Kanalbündelung" wären so unendlich
> bizarr, daß es das nicht gibt und auch nicht geben wird.
>
> Warum auch, mit einem USB3.1-Hostadapter, der im 10GBit-Modus läuft, ist
> das Problem ja eleganter lösbarer.
>
> Noch eleganter (d.h. deutlich schneller) ist der Einsatz von
> Thunderbolt. Das kann in der aktuellen Inkarnation 40 GBit/sec im
> Vollduplex transportieren, was derzeit auch für etwas schnellere
> Massenspeicher genügen sollte.

Okay, dann bleibt wohl einfach nur USB 3.0 zu SATA.
Aber ein RAID Controller waere dann noch ganz huebsch. Jemand ne 
Empfehlung?

Beitrag #4936419 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Es gibt diverse USB3-Festplattengehäuse mit integriertem 
RAID-Controller, willst Du das Rad neu erfinden oder was hast Du vor?

von Εrnst B. (ernst)


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Philipp B. schrieb:
> Die m.2 SSD brechen sie ja sogar

Die sind ja auch über PCIe (NVME) angebunden, nicht über SATA. Zumindest 
wenn es schnelle sind.

Also: Vergiss USB3.0 und SATA, nimm PCIe. Am einfachsten über 
Thunderbolt, da liegt das an der Buchse.

Und, oh Wunder, es gibt auch fertige externe SSDs mit 
Thunderbolt-Interface, die dann auch 2.5 GB/sec über die Leitung jagen.
Nimm sowas.

Wenn dir dein Opel zu langsam ist, steigt du ja auch lieber auf einen 
Porsche um, anstatt zu versuchen eine extra Achse dazuzubasteln...

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Εrnst B. schrieb:
> Also: Vergiss USB3.0 und SATA, nimm PCIe. Am einfachsten über
> Thunderbolt, da liegt das an der Buchse.

Es scheint um die Anbindung an ein SOC von Rockchip zu gehen, da gibts 
kein PCIe und auch kein Thunderbolt.

von Εrnst B. (ernst)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Es scheint um die Anbindung an ein SOC von Rockchip zu gehen, da gibts
> kein PCIe und auch kein Thunderbolt

Sicher?
Ich finde zu dem RK3399:
1
External Interfaces
2
    2x USB 3.0 ports with type-C support
3
    PCIe 2.1, 4 lanes, 5Gbps per lane
4
    8 channels TX/RX audio for playback and record

bzw
1
PCIe: One PCIe port Compatible with PCI Express Base Specification Revision 2.1

von Philipp B. (philipp_b993)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Εrnst B. schrieb:
>> Also: Vergiss USB3.0 und SATA, nimm PCIe. Am einfachsten über
>> Thunderbolt, da liegt das an der Buchse.
>
> Es scheint um die Anbindung an ein SOC von Rockchip zu gehen, da gibts
> kein PCIe und auch kein Thunderbolt.

PCIe 2.0 x4 gibt es schon, aber kein Thunderbolt. Der Einwand mit dem 
RAID Controller in USB Festplatten ist gut. Wusste ich nicht, dass es 
die gibt. Dann besorg ich mir lieber so eine. Die PCIe moechte ich 
allerdings fuer etwas anderes verwenden. (Kommunikation mit anderen 
Boards)

von Philipp B. (philipp_b993)


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Εrnst B. schrieb:
> Philipp B. schrieb:
>> Die m.2 SSD brechen sie ja sogar
>
> Die sind ja auch über PCIe (NVME) angebunden, nicht über SATA. Zumindest
> wenn es schnelle sind.
>
Das ist mir klar. Der Satz war nur darauf bezogen die 1 gbit/s nicht 
noch mitzunehmen, wenn die SSDs das doch locker schaffen. Aber gut, dann 
suche ich mir SSDs, die nicht an den 6 gbit/s kratzen. Ist dann auch 
preislich etwas guenstiger.

> Also: Vergiss USB3.0 und SATA, nimm PCIe. Am einfachsten über
> Thunderbolt, da liegt das an der Buchse.
Wie bereits erwaehnt, moechte ich das fuer die Kommunikation mit anderen 
Boards nutzen. Daher das Thema mit USB3.0.

>
> Wenn dir dein Opel zu langsam ist, steigt du ja auch lieber auf einen
> Porsche um, anstatt zu versuchen eine extra Achse dazuzubasteln...

Der Porsche ist aber deutlich zu teuer ;) Daher muss ich schauen, was 
ich mit dem alten, gebrauchten, 3er BMW so umsetzen kann :D

Zu den externen Festplatten mit RAID Controller. Wie siehts mit RAID 0 
aus?

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Philipp B. schrieb:
> Der Einwand mit dem RAID Controller in USB Festplatten ist gut. Wusste
> ich nicht, dass es die gibt. Dann besorg ich mir lieber so eine.

Ein Beispiel:

https://www.wdc.com/de-de/products/external-storage/my-book-duo.html

> Wie siehts mit RAID 0 aus?

Ist bei o.g. Gerät der Default, kann auch zu RAID 1 oder JBOD geändert 
werden.

von guest (Gast)


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Hier gibt es noch ein paar mehr Beispiele:
http://www.raidon.com.tw/RAIDON2016/all.php?main=SafeTANK

Und die hier sind eigentlich auch zwei SanDisk Ultra II SSDs im Raid 0 
(zumindest beim größten Modell):
https://www.sandisk.com/home/ssd/extreme-900-ssd

von Planlos (Gast)


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Philipp B. schrieb:
> Zu den externen Festplatten mit RAID Controller. Wie siehts mit RAID 0
> aus?

Zuerst war dir 1× USB3.0->1× SATA zu langsam, und jetzt willst du 1× 
USB3.0->2× SATA Raid0?
Damit werden deine USB-Bandbreitenprobleme doch eher mehr und nicht 
weniger.

Wenn die beiden USB3-Ports am SoC wirklich unabhängig sind, und nicht 
per Root-HUB ihre Bandbreite sharen:

An jedem Port einen eigenen USB3->SATA Wandler hängen, RAID0 in Software 
wäre eine Konfiguration, die sich m.M.n. auf jedenfall zu Testen lohnt.

von Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)


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Der Rockchip ist doch von Haus aus kein Rennpferd. Was nutzt da mehr als 
6Gb an Plattendurchsatz wenn die beiden Cores nicht hinterherkommen?

von Philipp B. (philipp_b993)


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Planlos schrieb:
> Philipp B. schrieb:
>> Zu den externen Festplatten mit RAID Controller. Wie siehts mit RAID 0
>> aus?
>
> Zuerst war dir 1× USB3.0->1× SATA zu langsam, und jetzt willst du 1×
> USB3.0->2× SATA Raid0?
> Damit werden deine USB-Bandbreitenprobleme doch eher mehr und nicht
> weniger.
>
> Wenn die beiden USB3-Ports am SoC wirklich unabhängig sind, und nicht
> per Root-HUB ihre Bandbreite sharen:
>
> An jedem Port einen eigenen USB3->SATA Wandler hängen, RAID0 in Software
> wäre eine Konfiguration, die sich m.M.n. auf jedenfall zu Testen lohnt.

Das war der Gedanke hinter dem RAID. Ich dachte man kann mit zwei Ports 
einen Hardware RAID 0 schalten. Aber das geht scheinbar nur ueber einen 
Software-RAID.

von Philipp B. (philipp_b993)


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Michael X. schrieb:
> Der Rockchip ist doch von Haus aus kein Rennpferd. Was nutzt da mehr als
> 6Gb an Plattendurchsatz wenn die beiden Cores nicht hinterherkommen?

Muesste man mal schauen. Rein theoretisch muessten der Prozessor das 
schon schaffen. 2x A72 2.0Ghz Kerne und 4x A53 1.5Ghz. Ich wollte nur 
wissen, was fuer Optionen es gibt. Werde sie alle mal austesten und 
schauen, welches Setup den moeglichst kleinsten Bottleneck erzeugt. Egal 
wo.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Philipp B. schrieb:
> Planlos schrieb:

>> An jedem Port einen eigenen USB3->SATA Wandler hängen, RAID0 in Software
>> wäre eine Konfiguration, die sich m.M.n. auf jedenfall zu Testen lohnt.
>
> Das war der Gedanke hinter dem RAID. Ich dachte man kann mit zwei Ports
> einen Hardware RAID 0 schalten. Aber das geht scheinbar nur ueber einen
> Software-RAID.

Bei RAID Level 0 ist es witzlos, über Hardware-Support auch nur 
nachzudenken. Blöcke einfach wechselweise von dem einen oder anderen 
Gerät zu lesen (bzw. drauf zu schreiben) ist nun wirklich gar kein 
merkbarer Overhead, wenn man es in Software macht.

Nach meiner persönlichen Erfahrung/Überzeugung hat sich Hardware-RAID 
seit ca. 10 Jahren erledigt. Der einzige Grund, warum man das evtl. doch 
noch haben wollen würde, ist ein batteriegepufferter Schreibcache.

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