Hallo,
ich möchte eine Küchenwaage zweckentfremden und dafür ein zweites LCD
anschließen. Dafür habe ich zwei identische Waagen gekauft und hatte mir
gedacht, ich könnte aus der einen das Display ausbauen und es parallel
an den Controller der zweiten Waage anschließen. Beim auseinanderbauen
musste ich jedoch feststellen, dass das Display gar nicht über ein Kabel
angeschlossen wird sondern lediglich auf die Kontakte gepresst wird.
Könnt ihr mir sagen wie man den Anschluss nennt mit dem das Display
ausgestattet ist?
Eventuell Vorschläge wie ich beide Displays angeschlossen bekomme?
Freue mich für über Hilfe und danke bereits im Voraus :)!
tobi schrieb:> Könnt ihr mir sagen wie man den Anschluss nennt mit dem das Display> ausgestattet ist?
Leitgummi auf metallisierte Anschlusspads auf dem Glas.
https://de.wikipedia.org/wiki/Leitgummi> Eventuell Vorschläge wie ich beide Displays angeschlossen bekomme?
Naja, du musst diesen Platinenanschluss "verdoppeln". Schneide einfach
an der übrigen Platine den Kontaktstreifen ab (oder trenne die
Leiterbahnen auf oder bohre den schwarzen Klecks in der Mitte raus,
oder, oder), löte dünne Drähte an die runden Pads und verbinde so die
entsprechenden LCD-Pads der beiden Platinen.
Lothar M. schrieb:> Leitgummi auf metallisierte Anschlusspads auf dem Glas.> https://de.wikipedia.org/wiki/Leitgummi
Umgangssprachlich werden diese Gummikontaktstreifen auch gerne mal
'Zebragummi' genannt. Mögl. müsstest du gar nicht die zweite Platine
zerstören, wenn das ein übliches Rastermass wäre, dann tuts auch eine
Streifenleiterplatine.
Ist auf dieser Platine die gesamte Elektronik der Waage zu sehen, oder
ist das unter dem schwarzen Klecks lediglich der Display-Controller?
Falls letzteres würde ich versuchen die Datenleitungen zu diesem
Controller ausfindig zu machen, und das 2. Display-Controller-PCB
einfach parallel dranzuhängen.
Danke für die schnellen Antworten :).
Leitgummi war mir neu.
Die Platine beinhaltet die gesamte Elektronik der Waage, nicht nur die
des Displays.
Das Rastermaß beträgt ca. 1,7 mm. Kein Standard oder gibt es da doch
etwas?
Ich wollte eigentlich keine der Platinen zerstören, also falls noch
jemand eine Idee hat was ich als Gegenstück an die Leitgummis pressen
kann um den Kontakt via Kabel herstellen, gerne raus damit :)
Ist doch alles super... der Hersteller hat für jede Displayleitung schon
ein Lötpad auf der Platine integriert.
Auf der 2. Platine den schwarzen Klecks entfernen und die Datenleitungen
1:1 durchverbinden. Absägen würde ich die nicht, ebenso keine eine
eigene Platine anfertigen, da es schwierig wird, das Ganze wieder
mechanisch sauber hinzubekommen.
Achtung: Darauf achten, dass kein Lötzinn auf die Kontakte kommt, die
für das Zebra bestimmt sind.
LCDs sollte man ja parallel schalten können (evtl wirds etwas
kontrastärmer)
Gruß
Roland
Wenn ich für das zweite LCD die original-Platine nutze, dann sollte der
schwarze Klecks vorher zerstört werden, damit der uC funktionsunfähig
wird, oder?
Es würde also reichen mit einem dünnen Bohrer hineinzubohren oder muss
tatsächlich das ganz Teil runter?
einfach die Kupferbahn hinter den runden Kontakstellen Richtung IC
"schwarzer Klecks" unterbrechen. Dann kann man per Leitung zwischen den
korrespondierenden runden Kontaktstellen einfach die Displays parallel
schalten. Und auch die orig. Funktionalität im Notfall wieder
herstellen.
Ev. wäre es zur Kontaktierung günstiger, in die runden Kontaktstellen
feine (0.5mm) Löcher zu bohren, dann kann man von hinten dünne Cu-Lack
Drähte einlöten und behindert so den korrekten Sitz des Displayrahmen
nicht.
tobi schrieb:> Wenn ich für das zweite LCD die original-Platine nutze, dann sollte der> schwarze Klecks vorher zerstört werden, damit der uC funktionsunfähig> wird, oder?
Ja, so wie wiederholt geschrieben.
> Es würde also reichen mit einem dünnen Bohrer hineinzubohren oder muss> tatsächlich das ganz Teil runter?
Du musst dann einfach messen, ob die pads noch irgendeine Verbindung
irgendwo hin haben. Insofern würde ich den Bohrer groß genug wählen,
dass der schwarze Klecks ganz weg ist.
G. H. schrieb:> Ev. wäre es zur Kontaktierung günstiger, in die runden Kontaktstellen> feine (0.5mm) Löcher zu bohren, dann kann man von hinten dünne Cu-Lack> Drähte einlöten und behindert so den korrekten Sitz des Displayrahmen> nicht.
Wenn der schwarze Klecks rausgebohrt ist, kann man ganz einfach die
Drähte dort durchfädeln. Allerdings darf man das auf der "Senderseite"
natürlich nicht machen. Hier wäre die "Aufbohrtechnik" tatsächlich
sinnvoll...
Lothar M. schrieb:> Wenn der schwarze Klecks rausgebohrt ist,
gilt das nicht mehr weil
tobi schrieb:> Ich wollte eigentlich keine der Platinen zerstören,
minimal wäre wenn auch nicht ganz ohne "Platinen zerstören"
G. H. schrieb:> einfach die Kupferbahn hinter den runden Kontakstellen Richtung IC> "schwarzer Klecks" unterbrechen. Dann kann man per Leitung zwischen den
kann aber leicher repariert werden mit kleinen Brücken
> korrespondierenden runden Kontaktstellen einfach die Displays parallel> schalten. Und auch die orig. Funktionalität im Notfall wieder> herstellen.>> Ev. wäre es zur Kontaktierung günstiger, in die runden Kontaktstellen> feine (0.5mm) Löcher zu bohren, dann kann man von hinten dünne Cu-Lack> Drähte einlöten und behindert so den korrekten Sitz des Displayrahmen> nicht.
bester Tipp von allen, genauso würde ich vorgehen
Hey, ich danke euch für die Vorschläge. Habe die Lötpads durchbohrt und
dann die beiden Platinen mit einem Flachbandkabel verbunden. Außerdem
auf der zweiten Platine die Leiterbahnen mit einem Messer unterbrochen.
--> funktioniert super :)! Also nochmals danke