uC Ausgangstreiberstärke

Gast #4942664
Hallo zusammen,

Die I/O Pads eines uC lassen sich ja individuell konfigurieren.
In Datenblättern findet man zu den outputs häufig eine Angabe der PMOS 
oder NMOS Ausgangs Impedanz.
Wie kann ich mir diese Ausgangsimpedanz in einem Ersatzschaltbild 
vorstellen?
Als einfachen pu/pd Widerstand?
Da es sich um eine Impedanz handelt, gehe ich von einer 
Frequenzabhängigkeit aus, welche für meine Anwendung nicht wirklich 
relevant ist.
Ist es dann ausreichend einen seriellen Widerstand anzunehmen?

Vielen Dank im Voraus
Gast
Heiko S. schrieb:
> Wie kann ich mir diese Ausgangsimpedanz in einem Ersatzschaltbild
> vorstellen?
> Als einfachen pu/pd Widerstand?

Eher als Serienwiderstand zu den FETs. Im Prinzip ist das der 
Kanalwiderstand.

Impedanz ist die Verallgemeinerung von reelem Widerstand auf komplexen 
Widerstand. Das impliziert nicht unbedingt eine Frequenzabhängigkeit 
sondern erlaubt eben deren Beschreibung, auch wenn natürlich jeder reale 
"ohmsche" Widerstand wegen parasitäerer Effekte in Wirklichkeit immer 
komplex ist.
Gast
Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Die Ausgänge wirken eher wie 
eine Konstantstromquelle mit einem geringen Widerstand in Reihe.

Zum Beispiel messe ich bei 5V einen Kurzschlusstrom von 40mA, was 
zunächst 125 Ohm vermuten lässt. Wenn ich den Ausgang nun mit einer LED 
OHNE Vorwiederstand belaste (ja, das tut der LED nicht gut), die 2,2V 
Flusspannung hat, würde ich einen Strom von 22mA erwarten. Tasächlich 
ist der Strom aber deutlich höher, nämlich um die 30mA.

Außerdem hängt die Stromstärke von der Versorgungsspannung ab. Bei 
halber Versorgungsspannung fließt nur noch etwa der halbe Strom.
Gast
Stefan U. schrieb:
> Die Ausgänge wirken eher wie
> eine Konstantstromquelle mit einem geringen Widerstand in Reihe.

Ja, so stell ich mir die "Schaltung" ebenfalls vor.
Kannst du deine Rechnung etwas detaillierter ausformulieren?

Ist die Ausgangsimpedanz, die in Datenblaettern angegeben wird, der in 
deinem Beispiel genannte Widerstand von 125Ohm?

Vielen Dank und Gruss
Gast
> Ist die Ausgangsimpedanz, die in Datenblaettern angegeben wird,
> der in deinem Beispiel genannte Widerstand von 125Ohm?

Es gibt keine Ausgangsimpedanz. Schau mal bei Wikipedia nach, was eine 
Impedanz ist.

Die Eigenschaften von µC Ausgängen beschreibt man wie bereits getan eher 
als Konstantstromquelle mit Reihenwiderstand. Da die Datenblätter 
übrigens keine konkreten Werte zu Strom und Widerstand nennen, werde ich 
mich hüten, hier jetzt irgendeinen Widerstandswert zu nennen.

125 Ohm sind es wie bereits geschrieben jedenfalls nicht.

> In Datenblättern findet man zu den outputs häufig eine Angabe der
> PMOS oder NMOS Ausgangs Impedanz.

Ist mir nicht bekannt. Kannst du mal ein konkretes Beispiel nennen?

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 9 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.