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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Stromversorgung für Belichtungsgerät


Autor: Chris (Gast)
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Hallo zusammen,

ich hätte da mal eine Frage an die Experten: da mich die ewige 
"Aufbockerei" meines Gesichtsbräuners zum Platinenbelichten nervt, plane 
ich grade dabei, das Teil in ne Kiste zu verfrachten und eine mehr oder 
weniger simple Timer- und Lüftersteuerung zu basteln (der übliche Umbau 
eines Gesichtsbräuners in ne Kiste halt, wie hier schon mehrfach 
beschrieben...).
Features sind bislang ein einfacher ATTiny2313 gesteuerter Timer, der 
beim Start des Timers ein Relais für die Röhren schaltet und 
gleichzeitig einen 12V PC Lüfter, den ich hier noch rumfliegen habe, zur 
Kühlung der Röhren zu verwenden (ggf per PWM gebremst, muß mal sehen, 
wie laut das Teil wird - deshalb an nem Extra-Pin) anschaltet, also auch 
nix besonderes.

Konkret hadere ich grade bei der Stromversorgung: ich habe von einem 
älteren Projekt noch einen Gerth Trafo 230V->2x7,5V rumfliegen, den ich 
nach Möglichkeit gerne verwenden würde.
Meine erste Idee war, am Trafo den Mittelabgriff zusammenzuschalten und 
dann die "äußeren" Abgriffe (also kombiniert 15V) zuerst durch nen 7812 
für Lüfter und Relais (wenn ich denn ein 12V Relais nehme) zu verwenden, 
und hinter den 7812 nen 7805 für den ATTiny samt Display zu schalten.

Nun kam mir vorhin grade die (vllt nicht ganz so glorreiche) Idee, daß 
ich stattdessen die eine Hälfte des Trafos direkt an den 7805 packen 
könnte, und den 7812 trotzdem an die äußeren Abgriffe, siehe angehängte 
Schaltungsidee.

Die Frage nun: würde das überhaupt funktionieren? Wie ist das mit der 
Erde? Mir kommen da grade selber Zweifel, aber vielleicht hat ja jemand 
nen besseren (simpleren) Vorschlag?

Schöne Grüße,
Chris
PS: und bitte keinen Flamewar lostreten, bin Hobbyist und kein 
E-Techniker und denke manchmal einfach zu kompliziert... ;)

: Verschoben durch Admin
Autor: Chris (Gast)
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(edit leider nicht möglich, da Gast) - ogottogott, ich hätte vllt doch 
noch einmal mehr Korrektur lesen sollen. Definitiv vorhandene Fehler im 
Satzbau bitte ich einfach zu ignorieren... ;)

Autor: Micha W. (blackxiiv)
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Hi,

sieht doch ganz nett aus. Die 5V über nur eine Wicklung laufen zu lassen 
hat natürlich den Vorteil, dass dein 7805 nicht so viel Verlust 
verbraten muss - aber der Controller und der Rest werden eh nicht viel 
Strom ziehen. Allerdings sieht das im 12V Pfad schon anders aus und ich 
weiß nicht, ob die Belastung dann irgendwas mit deinen 5V anstellt und 
Du dir eventuell etwas einfängst, was dem Controller nicht gefällt.
Ich würde den 7805 hinter den 7812 legen. Du sparrst Dir eine 
Gleichrichtung und belastest den Trafo schön synchron.

Gruß,
Micha

Autor: MaWin (Gast)
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So geht's:
   2 x 9V~                 +----+
 o--+ +--+-----|>|--+---+--|7812|--+--------------- +12V
    S:S  |          |   |  +----+  |
    S:S  |  +--|>|--+   C1    |  100nF
    S:S  |  |           |     |    |    +----+
    S:+--)--)-----------+-----(----(----|7805|--+-- +5V
    S:S  |  |           |     |    |    +----+  |
    S:S  +--)--|<|--+   C2    |    |       |  100nF
    S:S     |       |   |     |    |       |    |
 o--+ +-----+--|<|--+---+-----+----+-------+----+-- GND

http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm

Aber 7.5V~ sind für einen 7805 recht knapp, selbst wenn auf Grund der 
nuedrigen Stromaufnahmr kaum Spannungsabfall am Siebelko auftritt.

Autor: Chris (Gast)
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Hi!

Super, vielen Dank für den Input! Werde mir die Vorschläge nochmal durch 
den Kopf gehen lassen...

@Micha: ja, die Idee dahinter war tatsächlich, die Verlustleistung des 
7805 etwas zu reduzieren - der zweite GL ist natürlich etwas blöde, aber 
der Vorschlag von MaWin sieht ja ganz gut aus.

@MaWin: hm, stimmt, die 7,5V könnten etwas knapp sein. Müsste ich mal 
ausprobieren. Vllt reichts ja noch so grade.

Schöne Grüße,
Chris

Autor: Manfred (Gast)
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MaWin schrieb:
> Aber 7.5V~ sind für einen 7805 recht knapp, selbst wenn auf Grund der
> nuedrigen Stromaufnahmr kaum Spannungsabfall am Siebelko auftritt.
Ich sehe in der Schaltung keinen Siebelko!

Bei den knappen 7,5V kann man hoffen, dass der Trafo unter geringer Last 
etwas überhöht, dann kann das gehen. Hier könnte ich mir anstatt der 
7805 auch einen LowDrop vorstellen.

Würde es Deiner Meinung nach Sinn machen, den Gleichrichter aus 
Schottkydioden zu bauen?

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

>Ich sehe in der Schaltung keinen Siebelko!

Was soll wohl C1/C2 sein?

MfG Spess

Autor: Chris (Gast)
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Hi,

kleines Update: hab die Schaltung grade mal komplett mit Trafo, Lüfter 
und nem 12V Relais gebreadboarded (gut, daß den Aufbau niemand sieht, 
entspricht wohl definitiv nicht den VDE Richtlinien ;) ) und mein Oszi 
rangehängt: klappt selbst unter Last mit dem 7,5V Trafo. :D
Hab für C2 220uF genommen (flog grad rum, laut DB vllt etwas zu klein), 
ist superstabil. C1 muß etwas dicker, da hatt ich mit 220uF deutliche 
Schwankungen auf dem Oszi. Da taste ich mich mal ran...

Auf jeden Fall nochmal vielen Dank für die Tipps! :)

Schönen Abend,
Chris

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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Chris schrieb:
> klappt selbst unter Last mit dem 7,5V Trafo

Auch bei 10% Netzunterspannung ? (Regelstelltrafo).

Autor: Chris (Gast)
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Sowas besitze ich leider nicht... mache nur äußerst selten was mit 
Spannungen >12V (genaugenommen ist dies das 3. Mal seit 2014 oder so), 
das lohnt sich für mich schlicht nicht (wie ich schon schrieb: Hobbyist, 
kein Profi, der täglich damit arbeitet).
Für meine Zwecke wird's denke ich reichen, das fertige Teil läuft ja nur 
ab und zu mal für ein paar Minuten (und falls es dann doch später 
Probleme gibt wird halt optimiert und ein anderer Trafo eingebaut - aus 
Fehlern lernt man schließlich).

Autor: Händisch Regler (Gast)
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Michael B. schrieb:
> Regelstelltrafo

Regelung ist nicht erforderlich. Zuallererst sollte die vorhandene 
Netzspannung festgestellt werden.

Ein (Spar-)Stelltrafo würde für den Funktionstest reichen. Zusätzlicher 
Trenn-, oder gleich Kombi draus: Stell-Trenn-Trafo wäre besser, wenn man 
auch Messungen machen will.

Es gibt auch Trafos mit Abgriffen für 207V / 253V - die passen für 
exakte 230V.

Notfalls kann man einen simplen Trenntrafo mit einigen Windungen 
zusätzlich ausstatten - die man bei 230V sowohl für Über- als auch 
Unterspannung verschalten kann. Davon abweichend wären aber separate 
Wcklg. nötig - genaugenommen.

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Ist ja lustig, ich bastele auch gerade Sowas auch mit einem 
Pollin-Encoder,
allerdings einem 89C52 und 24C02 ..weil das Zeuch mal alle werden muß 
und ich sdcc mal testen wollte..

Wozu denkst Du, mußt Du die Röhren kühlen?

Gruß,

Holm

: Bearbeitet durch User
Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Chris schrieb:
> Für meine Zwecke wird's denke ich reichen,

Du kannst ja mal die Spannung über Ausgang und Eingang des 7805 messen. 
Wenn da mehr als etwa 3V stehen, reichts auch mit Reserve aus - Minimum 
wären 2,5V.

Autor: Tany (Gast)
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Holm T. schrieb:
> Wozu denkst Du, mußt Du die Röhren kühlen?

Für paar Minuten Belichtungszeit müssen die Röhren nicht unbedingt 
gekühlt werden.
Und für paar mA Stromaufnahme von ATTiny2313 reicht dicke die 
Trafospannung von 7,5V, selbst bei einer Schwankung von 20 %. Der 
ATTiny2313 hat Internal Oscillator (max. 8 Mhz), also ext. Oszilator 
wäre überflüssig.

Autor: Manfred (Gast)
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spess53 schrieb:
> Was soll wohl C1/C2 sein?
Das sind die Ladeelkos.

Autor: Händisch Regler (Gast)
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Manfred schrieb:
> spess53 schrieb:
>> Was soll wohl C1/C2 sein?
> Das sind die Ladeelkos.

Hmm. So hießen die zumindest bei CLC/CRC Siebung. "Die Cs mit den
ungesiebten Nachlade-Stromspitzen, direkt hinter Gleichrichter"
wäre dann eine mögliche Definition. (Korrektur?)

Doch IMHO ist/wäre diese Zuweisung bei Spannungsreglern zwar nicht
unmöglich, oder direkt verboten, aber doch nicht zwingend. Oder?

Interessant, wenn doch - hielt "C1/C2=Sieb-Elkos" hier f. korrekt.

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