Hat schon jemand einen Versuch gemacht
Eine Magnetschwebebahn zu bauen???
Hatte in der Schule einen Versuch gemacht
Mit Selbst gewickelten E Kernen Spulen.
Alle spulen aneinander gepolt ( Norden Süden wie bei Magneten)
Dann probiert ob ein Magnet stäbchen auch schwebt und
Fährt, leider hatte es nur ruckartig bewegt:(
Könnte es trotzdem machbar sein eine
Eigene Bahn herzustellen???
Martin schrieb:> Alle spulen aneinander gepolt ( Norden Süden wie bei Magneten)> Dann probiert ob ein Magnet stäbchen auch schwebt und> Fährt, leider hatte es nur ruckartig bewegt:(> Könnte es trotzdem machbar sein eine> Eigene Bahn herzustellen???
Martin, darf ich fragen nach Deinem Alter bzw. würdest Du meine
Frage beantworten wollen?
Martin schrieb:> Hat schon jemand einen Versuch gemacht> Eine Magnetschwebebahn zu bauen???
Ja, habe ich. Das ist gar nicht so schwer. Die meisten
Magnetschwebebahnen funktionieren so, dass die Bahn unter dem Gleis
"hängend" schwebt und nicht etwa, dass sie oben drüber schweben. Es ist
in der Regel nur die Passagier-Kabine, die oben rüber ragt. Nach diesem
Prinzip kann man eine einfach Magnetschwebebahn bauen. Da du schonmal
einen Elektromagneten gebaut hast, hast du schon die halbe Miete. Wenn
du zusätzlich in der Lage bist, eine einfach elektronische Schaltung
nachzubauen, bist du sogar noch ein ganzes Stück weiter. Du musst sie
gar nicht bis ins Detail verstehen, es reicht, wenn du sie aufbauen
kannst. Eine sehr einfache Schaltung, die nur aus Analog-Elektronik
besteht, bei der du also nichts programmieren musst, findest du z.B.
hier http://www.bis0uhr.de/projekte/schwebekugel/index.html . Diese
Schaltung benutzt allerdings einen Magnetfeldsensor (Hallsensor)., um
die Positin des schwebenden Magneten zu erfassen. Das ist für den
Aufbau, den ich dir vorschlage ungünstig. Statt dessen kannst du die
Schaltung auch mit einer Lichtschranke aufbauen. So einen Aufbau siehst
du auf dem Foto. In der Mitte siehst du den Schwebekörper. Statt des
Schwebekörpers stell dir nun eine Eisenschiene vor. Stell dir außerdem
vor, dass der Elektromagnet, die Elektronik und die Lichtschranke auf
ein leichtes Chassis gebaut ist und stell dir das ganze auf den Kopf
gestellt vor (zweites Foto). Fertig ist die Magnetschwebebahn. Damit
hast du zwar noch keinen Antrieb, aber die Bahn schwebt. Wenn man ihr
nun mit dem Finger einen kleinen Schubs gibt, gleitet sie schwebend die
Schiene entlang. Ich habe das so aufgebaut und es funktioniert. Ich habe
dazu auch mal ein Video gesehen, weiß aber nicht mehr wo, danach
müsstest du selber suchen. Ich glaube das war ein Franzose bei Youtube.
Viel erfolg!
Md M. schrieb:> Diese Schaltung benutzt allerdings einen Magnetfeldsensor (Hallsensor).,> um die Positin des schwebenden Magneten zu erfassen.
Der Witz an der Schwebebahn ist, dass nicht ein Magent angezogen und
aufwändig in der Lage geregelt wird. Sondern er wird einfach
abgestoßen. Weil die Wirkung dieses abstoßenden Magnetfelds dann mit
dem Abstand schnell abnimmt "fliegt" 1. die abgestoßene Bahn nicht weg
und muss 2. nicht aufwändig in der Lage geregelt werden.
> Damit hast du zwar noch keinen Antrieb, aber die Bahn schwebt.
Letztlich müssen bei einer Magnetschwebebahn also nur Magnetfelder ein-
und ausgeschaltet, aber eben nicht lagegeregelt werden. Man kann auf
diese Art ganz einfach Magnete schweben lassen:
http://www.kids-and-science.de/experimente-fuer-kinder/detailansicht/datum/2016/10/27/magnete-schweben-lassen.htmlMartin schrieb:> Dann probiert ob ein Magnet stäbchen auch schwebt und Fährt, leider> hatte es nur ruckartig bewegt:(
Du musst jezt einfach entweder viel kleinere Elektromagnete bauen, damit
der "Ruckelabstand" nicht so groß wird, oder du musst die "Weitergabe"
des Magentfelds mit einer Stromrampe (z.B. mit PWM-Ansteuerung) gleitend
machen. Und diesem "gleitenden" Magentfeld folgt dann auch der Magent
"gleitend"...
Ich habe noch einen Witz zur Magnetschwebebahn: die Lichter im Innenraum
und die Anzeigen im Cockpit usf. werden nicht über eine
Verlängerungsschnur und Schuko-Stecker am Bahnhof versorgt.
Boris O. schrieb:> Ich habe noch einen Witz zur Magnetschwebebahn
Das Wesen eines Witzes ist es, witzig zu sein. Dein "Witz" ist überhaupt
nicht witzig und somit auch kein Witz.
Lothar M. schrieb:> Md M. schrieb:>> Diese Schaltung benutzt allerdings einen Magnetfeldsensor (Hallsensor).,>> um die Positin des schwebenden Magneten zu erfassen.> Der Witz an der Schwebebahn ist, dass nicht ein Magent angezogen und> aufwändig in der Lage geregelt wird. Sondern er wird einfach> abgestoßen. Weil die Wirkung dieses abstoßenden Magnetfelds dann mit> dem Abstand schnell abnimmt "fliegt" 1. die abgestoßene Bahn nicht weg> und muss 2. nicht aufwändig in der Lage geregelt werden.
Nee, das stimmt glaube ich so nicht ganz. Es gibt zwar Technologien, bei
denen das etwas anders aussieht (z.B. Supraleiter, elektrodynamisch,
diamagnetisch,...), aber bei elektromagnetischem Schweben muss
ausnahmslos immer geregelt werden. Wenn nicht die Schwebehöhe, dann muss
man per Regelung das seitliche Ausbrechen verhindern. Man kommt nicht
drumrum. Und wenn man irgendwas mit Abstoßung machen würde, müsste die
gesamte Strecke mit Permanentmagneten gepflastert sein. Das würde man
niemals machen, denn die Strecke ist beim Bau einer Magnetschwebebahn
der eigentliche Kostenfaktor und durch den Antriebsmotor ohnehin schon
teuer genug. Bei keiner ausgereiften Magnetschwebebahn, von der ich
gelesen habe (Linimo, ECOBEE, SUMA550, Transrapid), ist es anders: Sie
hängen drunter und ein Elektromagnet zieht sich, unterstützt von
Permanentmagneten, an ein Gleis aus einfachem Stahl. Der Luftspalt
beträgt dabei idR nur etwa 10mm, weshalb der Transrapid z.B. für sein
Levitationssystem weniger Energie verbraucht, als für seine
Klimatisierung.
Edit: Ich korrigiere. Es gab wohl mal eine Bahn, bei der 85% des
Gewichts von sich abstoßenden Magneten getragen wurde. Seitlich wurde
sie allerdings mit Rollen stabilisiert. Wirkliches Schweben war es
allerdings nicht. Weiterhin gibt es Konzepte mit Halbach-Arrays. Wie da
die Bahenn genau funktionieren, hab ich aber jetzt nicht auf dem Schirm.
Lothar M. schrieb:> Weil die Wirkung dieses abstoßenden Magnetfelds dann mit> dem Abstand schnell abnimmt "fliegt" 1. die abgestoßene Bahn nicht weg> und muss 2. nicht aufwändig in der Lage geregelt werden.
Du möchtest Dich über Earnshaws Theorem informieren:
https://de.wikipedia.org/wiki/Earnshaw-Theorem
tl;dr: Geht nicht. Du brauchst immer eine mechanische Führung oder eine
elektronische Stabilisierung.
Md M. schrieb:> Gute Seite, aber das Prinzip der Bahn, die ich meinte, wird da nicht> beschrieben. Ich bezog mich auf das Teil hier:> https://de.wikipedia.org/wiki/M-Bahn
Ein Wagen der alten M-Bahn steht übrigens schon seit Jahren auf dem
Gelände einer Autovermietung in Braunschweig.