Forum: Platinen Masseführung analog/digital kurze Frage


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von Jan (Gast)


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Hallo,

wie führt man auf einer Leiterplatte die digitale und die analoge Masse 
korrekt zusammen?

Bei analogen oder digitalen Schaltungen habe ich bisher die Masse immer 
sternförmig am Elko zusammengeführt (niederohmigster Punkt). Die 
Schaltung war aber nur entweder komplett analog oder komplett digital. 
Wie geht man vor, wenn beides vorkommt?

: Verschoben durch Moderator
von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Ich fuercht', dass es da kein fuer alle mixed-Signal-Faelle 
allgemeingueltiges Kochrezept gibt. Du musst dir halt angucken, auf 
welchem Weg dein Digitalsignal z.b. in den Analogteil reinspratzeln kann 
oder ob's auch andersrum sein koennte, dass aus deinem Analogteil 
irgendwas an der Signalintegritaet im Digitalteil schrauben kann...

Gruss
WK

von Jan (Gast)


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Mit meinem bisherigen Wissen würde ich einfach alle digitalen und 
analogen Masseleitungen sternförmig am Elko zusammenführen.

Man liest aber immer wieder, man solle die analoge und die digitale 
Masse getrennt behandeln - jetzt frage ich mich (und euch) wie das gehen 
soll.

von Sebastian K. (sek)


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Masseführung ist eine Wissenschaft für sich und es gibt hunderte von 
Abhandlungen darüber, teils mit unterschiedlichen Meinungen.

Das Hauptaugenmerk solltest du auf den Verlauf der Ströme legen. Die 
Ströme der digitalen Signale sollten nicht mit dem Analogteil ins Gehege 
kommen. Das gilt sowohl für die hin- als auch die rücklaufenden Ströme.

Ein guter Startpunkt ist immer der: Ist ein AD Wandler verbaut, dann 
gilt die Regel, die beiden Massen sternförmig unter dem AD Wandler 
zusammenzuführen.

von Jan (Gast)


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Danke für die Antworten!

Sebastian K. schrieb:
> Ein guter Startpunkt ist immer der: Ist ein AD Wandler verbaut, dann
> gilt die Regel, die beiden Massen sternförmig unter dem AD Wandler
> zusammenzuführen.

Also sternförmig an der AD-Wandler-Masse anschließen und den Sieb-Elko 
der Spannungsversorgung in die Nähe setzen??

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Sebastian K. schrieb:
> Ein guter Startpunkt ist immer der: Ist ein AD Wandler verbaut, dann
> gilt die Regel, die beiden Massen sternförmig unter dem AD Wandler
> zusammenzuführen.
Und dann kommt die legendäre Stromschleife ins Spiel,  die immer 
möglichst klein sein soll: jede Signalleitung braucht in unmittelbarer 
Nähe ihre Masserückleitung. Es wäre ganz schlecht, wenn ein Strom über 
eine kurze Signalleitung von Ausgang A nach Eingang E käme, dann aber 
beim zurückfließen einen Umweg über einen entfernen Sternpunkt nehmen 
müsste.
Deshalb ist eine durchgehende(!) Massefläche und sinnvolle 
Bauteilplatzierung meist die beste und am einfachsten beherrschbare 
Lösung.

von il Conte (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> Deshalb ist eine durchgehende(!) Massefläche und sinnvolle
> Bauteilplatzierung meist die beste und am einfachsten beherrschbare
> Lösung.

How, der grosse Meister hat gesprochen ;-)

Es stimmt, genau so wirds gemacht.

von Gustl B. (-gb-)


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Das hat mich auch immer gewundert bei der Stern-Empfehlung, man hat ja 
auch Versorgungsspannungen für den Analogteil vor dem ADC. Die 
Rückleitung ist da auch die Masse. Man könnte also alles, auch die 
Versorgungen unter dem ADC durchführen oder auf den Stern verzichten und 
eine große Massefläche machen.

von Wühlhase (Gast)


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Wieso lese ich hier eine Frage, aber keinerlei Informationen zu den 
Rahmenbedinungen?

Planst du ein Layout im GHz-Bereich? Dann dürften die meisten 
Forennutzer (einschließlich mir) hier raus sein. Oder besteht dein 
Digitalteil aus einem AVR der mit lumpigen 16MHz vor sich hindümpelt?

Was heißt Analogteil genau? Willst du Magnetfelder im nT-Bereich messen? 
Hast du Instrumentenverstärker für DMS-Streifen? Oder geht es nur darum 
mit einem 8-Bit-AD-Wandler abzuschätzen, ob eine Gleichspannung eher 2V 
oder eher 4V beträgt?

Einfach nur nach irgendwelchen Regeln (weil macht man so) spielen ist 
dämlich. Auch wenn die Masseführung gelegentlich Kern des Problems 
ist-so, wie die Massetrennung hier bisher diskutiert wurde, kann man 
genausogut alles verschlimmern.

Der Grund, warum die "Layout-Regeln" oft funktionieren und warum es oft 
unterschiedliche bis gegensätzliche Meinungen gibt ist: es ist oft egal.
Sei es, weil die Leute ihre eigenen Anforderungen maßlos überschätzen, 
sie nur eine funktionierende Schaltung ehen, den HF-Dreck den das Ding 
absondert jedoch nicht oder aus anderen Gründen.
Und ich will nicht wissen, wieviele Schaltungen nicht wegen, sondern 
trotz dieser "Layout-Regeln" noch funktionieren.

@TO:
Warum hast du denn deine Masse in eine für Analog- und eine für den 
Digitalteil aufgetrennt? Bring doch mal deinen Schaltplan...ich bin mir 
fast sicher daß du keine Massetrennung brauchst oder sogar ohne besser 
fährst.

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