Tja Leute, es steht ja eigentlich schon da. Habe da ein gewöhnliches
Thermometer, dessen Quecksilbersäule nicht mehr durchgängig ist, sondern
einen Bereich mit Luft bzw. Vakuum enthält.
Habe schon versucht, durch recht ordentliches Schnipsen von unten die
Trägheit zu bemühen, aber es passiert nichts.
Gibt es Tricks, oder ist das Ding reif fürs Recycling?
Hallo Fragender.
Fragender schrieb:> Habe schon versucht, durch recht ordentliches Schnipsen von unten die> Trägheit zu bemühen, aber es passiert nichts.>> Gibt es Tricks, oder ist das Ding reif fürs Recycling?
Dein Ansatz ist schon richtig. Aber Du must mehr Geduld haben. Für den
Effekt ist übrigens mehr die Beschleunigung beim abstoppen als die
Energie des Stosses wichtig.
Dazu stuckerst Du das Teil vorsichtig mit dem Reservoir auf eine
(Hart)holzplatte oder einen harten Kunststoff. Nur relativ leicht, um
nur ja das Glass nicht zu zerbrechen, aber eben halt sehr oft (eigenlich
eher ein Vibrieren). Und das ganze dauert dann.....nach einer
Viertelstunde solltest Du aber erste sichtbare Ergebnisse haben.
Das ganze kann man nebenher bei einer anderen Tätigkeit machen. z.B.
beim Lesen (nicht gerade ein Fachbuch, da stört das die Konzentration),
oder beim Musikhören.
Die Methode funktioniert generell mit Flüssigkeitsthermometern, nicht
nur mit Quecksilberthermometern.
Wenn es ein Fieberthermometer ist, die haben eine spezielle Art von
Einschnürung unten am Übergang Reservoir zur Säule, wo die Säule beim
zurückziehen abreist, so dass Du eigentlich den maximalstand Abliest.
Für eine erneute Verwendung mussten sie erst heruntergeschlagen werden.
Dazu schlägt man sie frei mit dem Arm nach unten und stoppt sie abruppt
(durch die endliche Länge des Arms), so dass die Verzögerung die Säule
zurück in das Reservoir treibt.
Lass Dir das am besten mal von jemanden, der das kennt vormachen. Es ist
mit Worten schwer zu beschreiben. Und sie zu, dass Du Platz dabei hast,
und nicht versehentlich Deine Gliedmassen oder das Thermometer irgendwo
anschlägst und beschädigst.
Viel Erfolg.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Hallo Cyborg.
Cyborg schrieb:> Erhitzen?
So sprengst Du das Teil eher. ;O)
Sobald die Blasen weg sind, sprengt die Säule das Glas. Die
"therapeutische Breite" zwischen nicht genug und zuviel ist sehr sehr
klein.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Bernd W. schrieb:> So sprengst Du das Teil eher.
Von unkontrolliert hab ich nichts geschrieben und wie weit das
"gewöhnliche" Thermometer misst, der TO auch nicht.
Hallo Cyborg.
Cyborg schrieb:>> So sprengst Du das Teil eher.>> Von unkontrolliert hab ich nichts geschrieben und wie weit das> "gewöhnliche" Thermometer misst, der TO auch nicht.
Und ich hatte geschrieben: "Die
"therapeutische Breite" zwischen nicht genug und zuviel ist sehr sehr
klein." was heisst, dass es sehr schwer ist, das zu kontrollieren. ;O)
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
frag die Oma, die Krankenschwester war: mit den alten
Hg-Fieberthermometer mussten die das immer vor weiterer A*-Anwendung
machen. Nicht um die Bazillen des vorigen A* loszuwerden, sondern des
"Resets" wegen.
Das wurde zwar schon gesagt, aber noch nicht mit Bazillen von allen
A*ern beschmutzt.
Bernd W. schrieb:> Sobald die Blasen weg sind, sprengt die Säule das Glas. Die> "therapeutische Breite" zwischen nicht genug und zuviel ist sehr sehr> klein.
Hast Du das ausprobiert oder ausgerechnet?
Soweit ich mich errinnere, ist das Kompressionsmodul von Glas und
Quecksilber ähnlich groß...
Kritisch ist sicher nicht die Kapillare selbst, sondern das Reservoir,
weil dort ein großes Hg Volumen von dünnwandigem Glas umschlossen wird.
Nun ist die Frage, wie stark sich das Glas dehnt, bevor es gesprengt
wird.
Und zum Thema -- kräftige Rotationsbewegung, Fliehkraft. Bei
Alkoholthermometer geht das gut. Bei Hg sollte es auch gehen, wenn im
Zwischenraum nur Hg Dampf vorliegt. Wenn da natürlich ein minimaler
Luftanteil enthalten ist, dann nicht. Dann würde ich das Thermometer
soweit abkühlen, bis alles Hg im Reservoir ist -- wenn es sich dann
wieder ausdehnt, werden alle Restgase an die Oberfläche verdrängt.
Ob es das Thermometer verkraftet, wenn man es in flüssigen Stickstoff
taucht, ist wieder eine andere Frage :-)
Stefan Sa. schrieb:> Ob es das Thermometer verkraftet, wenn man es in flüssigen Stickstoff> taucht, ist wieder eine andere Frage :-)
das verkraftet es ganz bestimmt, wenn die Abkühlung (und Erwaermung
danach) langsam genug vorgenommen wird.
Thermische Schocks hingengen, moegen Glaeser i.A. eher nicht.
Hallo Stefan.
Stefan Sa. schrieb:> Hast Du das ausprobiert oder ausgerechnet?
Ausprobiert. Schon mit 12.
>> Und zum Thema -- kräftige Rotationsbewegung, Fliehkraft. Bei> Alkoholthermometer geht das gut. Bei Hg sollte es auch gehen, wenn im> Zwischenraum nur Hg Dampf vorliegt.
Das war früher bei Quecksilberfieberthermometern allgemein üblich. ;O)
Bin ich eigentlich der einzige alte Sack hier, der das noch kenn?
> Ob es das Thermometer verkraftet, wenn man es in flüssigen Stickstoff> taucht, ist wieder eine andere Frage :-)
Wenn es langsam genug geht.....
aber wie gesagt, speziell bei Fieberthermometern war unten eine
besondere "Düse", um ein Abreissen der Säule zu bewerkstelligen. Kühlen
würde bei denen nicht langen, da geht NUR die Fliehkraft/Trägheits-G
Methode.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Bernd W. schrieb:> Ausprobiert. Schon mit 12.
...und wissenschaftlich fundiert.
Stefan Sa. schrieb:> Nun ist die Frage, wie stark sich das Glas dehnt, bevor es gesprengt> wird.
Der Lufteinschluss und darum gehts hier ja wohl, wird wohl eher
schlapp machen.
Bernd W. schrieb:> Bin ich eigentlich der einzige alte Sack hier, der das noch kennt?
nee, gewiss nicht.
ich darf z.B. seit mehr Jahren Auto fahren als so einiger hier alt sind
Frostbeule schrieb:>> Ob es das Thermometer verkraftet, wenn man es in flüssigen Stickstoff>> taucht, ist wieder eine andere Frage :-)>> das verkraftet es ganz bestimmt, wenn die Abkühlung (und Erwaermung> danach) langsam genug vorgenommen wird.
Ja, den Stickstoff so lange abkühlen, bis er flüssig wird. :-)
Hallo Cyborg.
Cyborg schrieb:>> Ausprobiert. Schon mit 12.>> ...und wissenschaftlich fundiert.
Wenn ich so ein Thermometer erhitze, bis die letzte freie Stelle in der
Säule verschwunden ist, platzt es unmittelbar danach, weil wenn ich mit
dem Aufheizen zu diesem Zeitpunkt aufhöre, heizt es immer aus diversen
Wärmereservoirs nach, so dass die Gefahr, die Glasröhre zu zersprengen
unmittelbar gegeben ist. Glas ist in diesem Zusammenhang relativ
unelastisch.
Ich müsste also zu irgendeinem Zeitpunkt vorher aufhören mit dem Heizen,
damit das hinkommt.
Das ganze ist abhängig von der Geometrie und Materialparametern und den
Temperaturen, was man alles erst einmal genau genug ermitteln
müsste.....das wurde mir nach Überlegungen nach diesem Fehlversuch auch
mit 12 schnell klar. ;O)
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Bernd W. schrieb:> Wenn ich so ein Thermometer erhitze, bis die letzte freie Stelle in der> Säule verschwunden ist, platzt es unmittelbar danach,
Ja, das ist eben die Frage...
Zunächst ist Glas ja auch nicht so völlig starr. Soweit ich mich
errinnere -- eine Glasscheibe, etwa 1 Meter Kantenlänge, ca. 6 mm stark,
kann man an den Enden unterstützen und dann schon 2 bis drei Millimeter
in der Mitte nach unten drücken, ohne das es gleich bricht. Eine gewisse
Dehnung ist also möglich. Und wenn das Kompressionsmodul von Hg in der
gleichen Größenordnung wie das von Glas liegt, wird bei Überdruck das Hg
auch minimal komprimiert. Klar, so ein Fieberthermometer, dass bei 45
Grad Celsius voll ausgefüllt ist, mag bei 60 Grad gesprengt werden.
Was statt Zetrifugalkraft ja noch gehen müsste: Das obere Ende der
Kapillare leicht erwärmen, dann steigt dort der Gasdruck und drückt die
Hg Säule nach unten. Geht natürlich wieder nur, wenn da keine Grössere
Menge Fremdgas eingeschlossen ist. Wobei ich mich Frage, wie es denn
passieren könnte, das Fremdgas mitten in die Kapillare gelangen könnte.
Eigentlich doch nur, wenn man es so stark abkühlt, dass alles Hg im
Reservoir ist, und es dann waagerecht liegend erwärmt. So könnte eine
Gasblase womöglich eingeschlossen werden.
Hat die EU Hg-Thermometer eigentlich schon verboten?
Danke erstmal für alle Tips!
Habe das mit dem Klopfen probiert, nach sicher 20 Minuten war da noch
gar nichts zu sehen. Und es ist eigentlich auch logisch, denn es muss
doch ein Gas sein, das zwischen den HG-Säulen liegt. Sonst würde der
obere Teil sich ja nicht analog zum Unteren mitbewegen.
Habe das Klopfen sogar noch ganz erheblich optimiert, indem ich das
Thermometer mit einer Wasserpumpenzange und weicher Zwischenlage direkt
am (sehr stabilen) Kapillarrohr gegriffen haben und dann mit einem
kleinen Hammer schnell gegen die Zange geschlagen habe. Funktionierte
auch nicht, obwohl die Trägheit da um ein Vielfaches höher sein dürfte.
Das Gas zwischen den einzelnen Säulen hat halt gar keine Möglichkeit,
nach oben zu gelangen, weil die obere HG-Säule ja sehr gleichmäßig drauf
drückt und ja auch so winzig klein ist.
Solche Thermometer mit getrennter HG-Säule sehe ich übrigens beileibe
nicht das erste Mal, also selten ist das eher nicht. Wie es entsteht,
keine Ahnung...
Das mit den extrem niedrigen Temperaturen wäre einen Versuch wert, bei
dem Messbereich könnte ein Tiefkühler evtl. schon genügen. Teste ich
gleich mal.
Zu hohe Temperaturen sind natürlich Quark, da platzt jedes Thermometer
sofort.
Das mit den gleichen Ausdehnungskoeffizienten mag stimmen, aber da muss
dann was Anderes nicht passen, denn wenn Glas und Hg sich gleich stark
ausdehnen würden, könnte die Säule ja niemals steigen oder fallen...
Fragender schrieb:> Habe das mit dem Klopfen probiert, nach sicher 20 Minuten war da noch> gar nichts zu sehen. Und es ist eigentlich auch logisch, denn es muss> doch ein Gas sein, das zwischen den HG-Säulen liegt. Sonst würde der> obere Teil sich ja nicht analog zum Unteren mitbewegen.
Na ich glaube Du hast meine Überlegungen noch nicht wirklich
durchgearbeitet?
Von Klopfen hatte ich nichts geschrieben. Klopfen macht eine kurze,
starke Beschleunigung. Zu stark: Kaputt. Zu kurz:; kein Effekt.
Und natürlich ist es ein Gas. Die Frage war: Ist es nur Hg-Dampf oder
ein Fremdgas.
Und Schluss für heute!
Also meine Mutter und Oma haben das Fieberthermometer immer mit
ausholenden Armbewegungen zusätzlich zu einem harten Ruck aus dem
Handgelenk extrem kräftig geschüttelt. Dabei hielten sie es so in der
Hand, dass das Quecksilber aus der Kapillare in den Behälter gedrängt
wurde.
Der Unterschied ist der, dass ja ein Fieberthermometer extra so
konstruiert ist, dass der Quecksilberfaden bei Temperaturfall abreisst,
damit der Maximalwert "gespeichert" bleibt. Aber im Prinzip sollte das
Schütteln auch bei einem Laborthermometer wieder zum Zusammenführen der
Säule führen ...
Stefan Sa. schrieb:> Das obere Ende der> Kapillare leicht erwärmen, dann steigt dort der Gasdruck und drückt die> Hg Säule nach unten.
Welcher Gasdruck? Vacuum kann sich weder erwärmen noch ausdehnen.
> Hat die EU Hg-Thermometer eigentlich schon verboten?
Das wäre schade, denn gute HG-Thermometer sind über Jahrzehnte
gesehen, stabiler als elektronische.
Harald W. schrieb:> Welcher Gasdruck? Vacuum kann sich weder erwärmen noch ausdehnen.
Denk noch mal etwas nach!
Und noch mal kurz zum Klopfen: Klopfen bring oft etwas bei Starren
Systemen. Hier liegt aber eher ein elastischer Fall vor, so eine Art
Rückfederung.
Und was ich oben mit Rotationsbewegung/Fliehkraft geschrieben hatte: Für
den Hausgebrauch entspricht das natürlich genau dem was Frank Esselbach
eben noch mal so schön formuliert hatte. Einige Kids kennen das wohl gar
nicht mehr.
Ich würde es mit Erwärmen versuchen: Thermometer in ein Wasserbad und
langsam aufheizen, am Ende der Skala in der Größenordnung 1°/Minute. Hab
das mal mit einem Alkoholthermometer (blaue Flüssigkeit) gemacht,
funktionierte problemlos. Beim Klopfen oder sonstigen mechanischen
Aktionen ist die Gefahr des Glasbruchs deutlich höher. Wenn sich das
Quecksilber dann in eine Bodenritze zurückgezogen hat, kannst Du den
Fussboden komplett herausreißen und als Sondermüll entsorgen lassen.
Stefan Sa. schrieb:> Bernd W. schrieb:>> Wenn ich so ein Thermometer erhitze, bis die letzte freie Stelle in der>> Säule verschwunden ist, platzt es unmittelbar danach,>> Ja, das ist eben die Frage...
Das ist für Männer die vor ca. 1970 geboren wurden keine Frage.
Die Antwort wurde experimentell ermittelt und tausendfach verifiziert.
Der Vorgang ist beliebig oft wiederholbar, allerdings nicht mit ein und
demselben Thermometer.
Und die Antwort: Hinterher ist das Thermometer irreparabel zerstört.
LOL, das is'n dämliches Fieberthermometer. Das rubble ich zwischen
Daumen und Zeigefinger bis sich das HG wieder berührt. Dann wird das wie
in der Gebrauchsanweisung beschrieben, nach unten geschüttelt.
Das war's mehr Geheimnisse gibt's nich..... :(
Bernd W. schrieb:> Ich müsste also zu irgendeinem Zeitpunkt vorher aufhören mit dem Heizen,> damit das hinkommt.
Nichts anderes hätte ich erwartet.
Stefan Salewski schrieb:> Und was ich oben mit Rotationsbewegung/Fliehkraft geschrieben hatte:
Ne Zentrifuge wird der TO wohl nicht zur Verfügung haben, denke ich.
Ich hab´s mal durch Reibung mit dem Daumen unten am Vorratsgefäß
wieder hinbekommen.
Den Schutz vom Vorratsgefäß vorher entfernen und das Glasgefäß
so lange reiben, bis die Quecksilber-Säule ganz oben und
der Spalt dazwischen nicht mehr zu sehen ist.
In dem Spalt ist ja ein Vakuum, deshalb müsste es bei dir
auch funktionieren.
Mein Urgroßvater hatte eine Thermometerfabrik, aber den kann
ich leider nicht mehr fragen...RIP :(
Michael B. schrieb:> Stefan Sa. schrieb:>> Bernd W. schrieb:>>> Wenn ich so ein Thermometer erhitze, bis die letzte freie Stelle in der>>> Säule verschwunden ist, platzt es unmittelbar danach,>>>> Ja, das ist eben die Frage...>> Das ist für Männer die vor ca. 1970 geboren wurden keine Frage.> Die Antwort wurde experimentell ermittelt und tausendfach verifiziert.> Der Vorgang ist beliebig oft wiederholbar, allerdings nicht mit ein und> demselben Thermometer.> Und die Antwort: Hinterher ist das Thermometer irreparabel zerstört.
Bj: 1963
Ich habe das früher ein paar mal gemacht und wenn man sich nicht
anstellt wie ein Huhn zum Pinkeln funktioniert das durchaus auch ohne
zerstörtes Thermometer. Man sollte das T. aber impulsartig erwärmen und
die Reaktion beobachten denn die Sache wird am Ende der Skala durchaus
kitzlig.
Die Gap wird immer schmaler gegen Ende der Skale, wenn man Schwein hat
erfolgt die "Wiedervereinigung" noch relativ weit vom Skalenende
entfernt.
btdt.
Gruß,
Holm
Harald W. schrieb:> Ja, den Stickstoff so lange abkühlen, bis er flüssig wird. :-)
Quecksilber ist bei -40°C längst hart, da bewegt es sich nicht mehr
viel.
Schmelzpunkt -38komma...
Stickstoff braucht es dafür nicht.
Bernd W. schrieb:> Hallo Stefan.>> Stefan Sa. schrieb:>>> Hast Du das ausprobiert oder ausgerechnet?>> Ausprobiert. Schon mit 12.>>>>> Und zum Thema -- kräftige Rotationsbewegung, Fliehkraft. Bei>> Alkoholthermometer geht das gut. Bei Hg sollte es auch gehen, wenn im>> Zwischenraum nur Hg Dampf vorliegt.>> Das war früher bei Quecksilberfieberthermometern allgemein üblich. ;O)>> Bin ich eigentlich der einzige alte Sack hier, der das noch kenn?>
Nein.
Auch das Erwärmen und dann das Platzen des Glases kenn ich, da war ich
aber schon ein bischen älter.
MiWi
Danke für den Tipp mit dem Schütteln wie bei dem Fieberthermometer. Mein
Thermometer hatte nach 3x kräftigen ausschütteln mit der Hand wieder
eine durchgängige Quecksibersäule.
Hallo!
Wir hatten früher in alten Eisenbahnwagen Raumthermostate mit
Quecksilberschaltern verbaut. Da waren in der Glasröhre Kontakte
vorhanden, die vom Quecksilber bei entsprechender Temperatur elektrisch
verbunden wurden. So wurde der Heizungssteuerung das Erreichen der
geforderten Temperatur mitgeteilt.
Wenn nun die Quecksilbersäule unterbrochen war, hat die Heizung seltsame
Dinge gemacht. Es ist auch vorgekommen, dass das Glas kaum sichtbare
Haarrisse hatte, durch die dann Luft reingekommen ist, die die
Unterbrechung verursacht hat.
Wenn man die Glasröhre vorsichtig und mit wenig Kraft verdreht hat
(Torsion), konnte man ein leises knirschen hören. Die Thermostate wurden
später durch elektronische ersetzt und das ist gut so.
Schöne Grüße!
Ich hatte gerade das gleiche Problem mit meinem Tee-Thermometer, das bis
über 100 °C geht. Habe die Säule mit kochendem Wasser hochgetrieben und
siehe da - jetzt ist sie wieder geschlossen. Freu!
5 Jahre altes Thema aufwärmen wegen einer Tasse Tee.
Du verwendest ein Quecksilberthermometer für Lebensmittel?
Nein ich will es eigentlich nicht wissen.
Wall-E schrieb:> Ob Quecksilber oder nicht - jedenfalls war die Säule unterbrochen. Und> meine Antwort war unkomplizierter als alles, was ich hier gelesen habe.
Dann hast Du den Thread also gar nicht erst gelesen?
Hallo Thomas.
Thomas F. schrieb:> 5 Jahre altes Thema aufwärmen wegen einer Tasse Tee.
A) Es waren nur vier Jahre.
B) *Ein Thema ist dann aktuell, wenn es jemanden interessiert* ! ;O)
> Du verwendest ein Quecksilberthermometer für Lebensmittel?
A) Hat der Thread Wiedererwecker nichts von Qecksilber geschrieben.
B) Quecksilberthermometer sind aus gutem Grund heute nicht mehr
verbreitet, aber zum einen war das Quecksilber ja in einem Glasrohr
eingeschlossen, und zum anderen würde selbst der Verzehr von
metallischme Quecksilber in der Menge für eine erwachsene Person bei nur
einem Ereignis keine Probleme bereiten. Was anderes wären
Kinder/Heranwachsende oder eine Dauerexposition.
Wenn das Zeug aus dem Rohr kommt, hätte ich bei Lebensmitteln eher
Bedenken wegen Glassplitter im Essen. Aber die hast Du bei einem
Alkoholthermometer auch.
C) Das Problem mit der abgerissenen Säule stellt sich bei
Alkoholthermometern eigentlich in genau der gleichen Weise. ;O)
> Nein ich will es eigentlich nicht wissen.
Ich finde es eher schräg, wenn jemand überhaupt ein Thermometer
verwendet, um Tee aufzubrühen. Für schwarzen Tee ist meine
Vorgehensweise: Wasser zum Kochen bringen, und dann beim Abkühlen,
sobald das Sprudeln aufgehört hat, den Tee damit ziehen lassen. 2,5 bis
8 Minuten, je nachdem, für welchen Zweck. ;O)
Heisser als bei sprudelnd kochend bekommst Du es ohne Drucktank sowieso
nicht hin. ;O)
Ok, irgendwelche abgefahrenen Kräutertees benötigen möglicherweise eine
Mindest- oder Maximaltemperatur. Aber damit kenne ich mich nicht aus.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Hochwertige Thermometer haben oben noch eine 'Blase', so dass ein
Überhitzen nicht sofort zum Platzen führt.
Ein Quecky und einen Alky hab ich im Tiefkühler bei ~ -40 °c wieder
fixen können.
Ein Quecky wartet noch auf ein flüssig Stickstoff Bad....jedenfalls hat
die Kühltruhe es nicht geschafft.. aber was die Truhe nach >20a anzeigt
und was sie noch schafft... Müsste man Mal messen ;)
Henrik V. schrieb:> Ein Quecky wartet noch auf ein flüssig Stickstoff Bad....jedenfalls hat> die Kühltruhe es nicht geschafft
es gibt sonst auch "Dosenwinter",
für den der keinen Stickes flüssig da hat.
Henrik V. schrieb:> Ein Quecky und einen Alky hab ich im Tiefkühler bei ~ -40 °c wieder> fixen können.
Welcher haushaltsübliche Tiefkühler schafft -40°C?
Oder war das eher ein industrielles Gerät?
Ergänzungsfrage: Ich habe zwei dieser Min/Max-Thermometer. Ein Glasbogen
mit Quecksilber, zwei kurze Stäbchen als Schwimmer (die dann klemmen
bleiben und Min und Max anzeigen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Minimum-Maximum-Thermometer
Bei beiden Thermometern ist, vermutlich durch Sturz, ein winziges
Quecksilberkügelchen neben dem Stäbchen gelandet. Also das Stäbchen wird
von dem Kügelchen etwas festgeklemmt und will beim Rücksetzen nicht mehr
richtig. Außerdem fehlt die kleine Menge natürlich. Die ebenfalls
unterbrochene Quecksilbersäule ließ sich durch Schleudern an einer
langen Schnur wieder zuammenführen, aber diese Tröpfchen kommen nicht am
verdickten Ende der Stäbchen vorbei.
Gibt es einen Trick, die Tröpfchen zu zerstäuben, ohne das mit dem
umgebenden Glasrohr ebenfalls zu tun?
Wollvieh W. schrieb:> Gibt es einen Trick, die Tröpfchen zu zerstäuben, ohne das mit dem> umgebenden Glasrohr ebenfalls zu tun?
Man könnte das Thermometer an der Quecksilbergefüllten Seite kühlen und
an der anderen, mit dem Stäbchen, erhitzen. Maximum dürfte ca. 360°C
sein, dann vedampft das Quecksilber und würde am gekühlten Rest
kondensieren. Allerdings bezweifle ich, bei näherer Überlegung, dass das
ein praktikables Verfahren ist. Das Glas könnte die, dabei auftretenden,
großen Temperaturunterschiede mit einem Bruch quittieren.
Wollvieh W. schrieb:> Also das Stäbchen wird> von dem Kügelchen etwas festgeklemmt und will beim Rücksetzen nicht mehr> richtig.
Nimm mal einen richtig starken Magnet.
●DesIntegrator ●. schrieb:> wie ein Fieberthermometer runterschütteln.
Japp.
Wollvieh W. schrieb:> Gibt es einen Trick, die Tröpfchen zu zerstäuben
Ultraschall Kleingerät f. Brillen usw...