Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Sicheres USB-Netzteil


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von unestb (Gast)


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Hallo,

ich hoffe ich bin hier im Forum richtig.

Ich habe gestern mein Handy an einem USB-Netzteil (3,90 € inkl. Versand 
von Ebay) aufladen. Und das hat dann ganz leise „gefiept“, dann habe ich 
es rausgezogen und beim wieder einstecken, habe ich aus der 
Steckerleiste (aus dem Schlitz zwischen beiden Seiten) „etwas Helles“ 
(?so wie ein Funken?) gesehen, dann habe ich schnell den Stecker der 
Leiste gezogen und heute mal das Netzteil auf gemacht.
Ich weiß nicht, ob es wichtig ist, ich habe mein Handy (Xiaomi Redmi 1S) 
während des Aufladens genutzt und ich habe so ein Magnet-Ladekabel 
(siehe auch Beispielbilder: 
https://cdn-reichelt.de/bilder/web/xxl_ws/E910/GOOBAY_40912_01.png , 
https://www.satchef.de/media/image/product/1070/lg/usb-ladegeraet-netzteil-universell-5v-1a-new-black-edition.jpg).
Das Netzteil wird bei Aufladen auch immer (also nicht nur gestern) heiß, 
ein Apple-Netzteil (ich weiß allerdings nicht, ob dieses echt oder 
gefälscht ist), welches ich heute stattdessen verwendet habe, wird aber 
auch heiß.
Ich habe hier einige Fotos von dem Innenleben des Netzteils hochgeladen.

Ist dieses Netzteil sicher?
Dass die Lötstelle von den „beiden 230 V-Steckern“ ungeschützt sind, 
sieht für mich als Laie schon mal nicht vertrauenserweckend aus. Des 
Weiteren ist dieses Netzteil auch wesentlich leichter als das von Apple 
(ich weiß allerdings nicht, ob dieses echt oder gefälscht ist)!?

Deswegen wollte ich ein neues Netzteil kaufen und jetzt stellen sich mir 
die Fragen:
Auf was muss man bei einem sicheren USB-Netzteil achten?
Und wie kann man ein gefährliches Netzteil erkennen?


Ich danke allen schon im Voraus!

von Einhart P. (einhart)


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Billigste Chinaware. Viel zu kleiner Isolationsabstand. Ab in die Tonne 
damit.

von Waldemar Z. (waldemar_z)


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Ein bisschen Schrumpfschlauch drauf und läuft...

Der Transistor scheint aber übermäßig warm zu werden, weil die 
Grundplatte blau ist.

Funktioniert denn das Teil überhaupt noch?

Der USB-Anschluss ist jedenfalls galvanisch getrennt vom Netz, also ist 
alles sicher sobald du alles wieder zusammengebaut hast :)

: Bearbeitet durch User
von Einhart P. (einhart)


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Waldemar Z. schrieb:
> Der USB-Anschluss ist jedenfalls galvanisch getrennt vom Netz, also ist
> alles sicher sobald du alles wieder zusammengebaut hast :)

Den Abstand hälst du wirklich für sicher? Der Lötstopp solls wohl 
richten.

Beitrag #4950525 wurde vom Autor gelöscht.
von Einhart P. (einhart)


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Schrumpfschlauch ändert an der Isolation zwischen Netz und USB-Ausgang 
nichts. Der bringt nur Berührungsschutz bei offenem Gehäuse.

Hoppla - der Beitrag wurde gelöscht.

: Bearbeitet durch User
von unestb (Gast)


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Erstmal danke für die Antworten!

Ich weiß nicht, ob das Netzteil noch funktioniert, ich möchte es auch 
lieber nicht mehr ausprobieren, auch nachdem ich gelesen habe, dass es 
Stromschläge oder Brände gab.

von Löter (Gast)


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unestb schrieb:
> Netzteil (3,90 € inkl. Versand von Ebay)
[...]
> Ist dieses Netzteil sicher?

Hast du dir doch selbst schon beantwortet... Bleibt nur die Frage, wieso 
kaufst du sowas?

von Irgendwer (Gast)


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Mit dem Mini-Isolationsabstand ist das Ding der Tod persönlich.

Die Spannungsregelung wird auch unter aller Sau sein. Lastabhängig, 
ungenau und Ripple.

Ab in die Tonne damit!

von Waldemar Z. (waldemar_z)


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@Einhart

Ja diese Stelle ist nicht gut aber mit wenig Aufwand korrigierbar.
Aber die heutige Wegwerfgesellschaft wirft das Geld gerne aus dem 
Fenster raus...

von Einhart P. (einhart)


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Hier hat ein Däne einigen Netzgeräten auf den Zahn gefühlt:
http://www.lygte-info.dk/info/indexUSB%20UK.html

von Einhart P. (einhart)


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Ich würde z.B. dieses nehmen:
https://www.amazon.de/Ladeger%C3%A4t-BlitzWolf-Ladeadapter-Charger-Technologie/dp/B01BGBNMYC?language=de_DE
Ich habe es noch nicht von innen gesehen, aber andere Blitzwolf 
Netzgeräte sind vernünftig aufgebaut.

von Gerd E. (robberknight)


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Waldemar Z. schrieb:
> Ja diese Stelle ist nicht gut aber mit wenig Aufwand korrigierbar.

Wenig Aufwand?

Du weißt daß die 60950-1 mindestens 4mm fordert?

Mit wegkratzen ist es da nicht getan, da wäre eine ganze neue Platine 
nötig.

von Wolfgang (Gast)


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unestb schrieb:
> ... habe ich aus der Steckerleiste (aus dem Schlitz zwischen beiden
> Seiten) „etwas Helles“ (?so wie ein Funken?) gesehen, ...

Das war ein Funke und der zugehörige Strom nennt sich auf Neudeutsch 
"inrush current" oder deutsch "Einschaltstrom". Der fließt, wenn sich 
beim Einstecken/Einschalten ein Kondensator aufladen muss und kann ein 
Vielfaches des Nennstromes der Sicherung sein - nur eben ziemlich kurz.

von Wolfgang (Gast)


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Gerd E. schrieb:
> Wenig Aufwand?
>
> Du weißt daß die 60950-1 mindestens 4mm fordert?

- Leiterbahn weg nehmen
- Draht "hinten rum" legen
- ggf. Schlitz in die Platine fräsen - spätestens dann sind die 4mm 
sichergestellt.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Wolfgang schrieb:
> - ggf. Schlitz in die Platine fräsen - spätestens dann sind die 4mm
> sichergestellt.

Und vor allem viel Gottvertrauen (oder eben Lao-Tse), das der Trafo auch 
alle nötigen Isolationen bereitstellt. Das ist nämlich das Teil, in das 
man nicht reingucken kann.
Und der Inrush Current Limiter ist doch richtig süss. Da hat jemand 
einfach das amerikanische Schaltsymbol für einen Widerstand aufgemalt 
und hofft, das das so klappt. Als nächstes werden dann die 
Siebkondensatoren auch nur noch als Striche auf die Platine gemacht :-)

: Bearbeitet durch User
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Du hast einen Funken gesehen, der in dem Moment entsteht, wo die Stifte 
des Steckers noch nicht richtig Kontakt haben. Das ist völlig normal und 
harmlos.

> Ist dieses Netzteil sicher?

Nein. Es ist sogar ganz besonders gefählich, das schlimmste Netzteil, 
das ich bisher gesehen habe!

Man kann deutlich sehen, dass der Abstand zwischen primär und 
Sekundär-Seite vierl zu gering ist, vermutlich ca 1mm. Es müssen aber 
mehr als 5mm sein - empfohlen werden 8mm. Wenn im 230V Netz eine kurze 
Spitze auftritt, kann ein Funke auf die Ausgangsseite überspringen und 
den Benutzer des angeschlossenen Gerätes töten.

Das Problem ist nichtmal der kurze Funke, sondern dass der Strom danach 
noch lange weiter fließen kann, weil ein Funke leitfähiges Plasma 
erzeugt.

Man kann die Platine zerteilen, um den Abstand zu erhöhen. Dann müsste 
man allerdings noch klären, wie viel Spannung der hellblaue Kondensator, 
die Spule und der Optokoppler vertragen. Denn diese drei Bauteile liegen 
zwischen Primär und Sekundär Seite. Mindestens 4000V sind erforderlich.

Außerdem sollte man die Zickezacke-Linie durch eine Sicherung ersetzen.

Des Weiteren muss das Gehäuse stabilisiert werden. Die Stecker-Stifte 
müssen gegen Verdrehen und herausziehen gesichert sein. Und der ganze 
Stecker-Block darf nicht versehentlich aus dem Gehäuse herausgezogen 
werden können - was Dir offensichtlich mühelos gelungen ist.

Beim USB Stecker vermisse ich eine ordentliche mechanische Befestigung. 
Offensichtlich hängt er nur an den 5 Lötpins, die werden sicher bald 
abbrechen.

Die beiden Blauen Zuleitungen müssen meines Wissens nach 16A aushalten 
können, sie sehen mir dazu viel zu dünn aus.

Die Takterzeugung und Regelung des Netzteils besteht offensichtlich nur 
aus zwei Transistoren und einem Optokoppler. Damit bekommt man keinen 
angemessenen Wirkungsgrad hin und die Regelungseigenschaften dürften 
auch mieserabel sein. Ich würde da nur genau so billige Geräte 
anschließen, die gerne kaputt gehen dürfen.

USB Netzteile sollten meiner Meinung nach eine Strombegrenzung oder 
Kutzschluss-Schutz enthalten. Die Warscheinlichkeit ist nämlich recht 
hoch, dass man durch ein mangelhaftes Kabel, einen verformten Stecker 
oder unerwünschte Metallteile in der Buchse einen Kurzschluss 
verursacht.

Ich finde auch, dass die dunkle Stelle auf der Platine ein Hinweis für 
zu viel Temperatur ist.

> Ja diese Stelle ist nicht gut aber mit wenig Aufwand korrigierbar.
Diese Stelle (Leiterbahn-Abstand) ich jedoch nicht der einzige 
Sicherheits-Mangel!

: Bearbeitet durch User
von c.m. (Gast)


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das ist was man bekommt wenn alles klein und billig sein muss.
geht mir auf den sack. ich hätte lieber ordentlich aufgebaute geräte, 
gerne auch mit erdung.

gibts halt nicht - oder man muss halt viele kaufen, aufbrechen und 
nachschauen ob zumindest die mindeststandards eingehalten werden.
verbuche ich unter "dikatatur der ignoranten mehrheit", welche die 
industrie dahin drängt (~ausschließlich) sowas zu produzieren, und mir 
damit die möglichkeit nimmt etwas anderes als schrott kaufen zu können.

von unestb (Gast)


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Löter schrieb:
> unestb schrieb:
>> Netzteil (3,90 € inkl. Versand von Ebay)
> [...]
>> Ist dieses Netzteil sicher?
>
> Hast du dir doch selbst schon beantwortet... Bleibt nur die Frage, wieso
> kaufst du sowas?

Ich habe das Netzteil gekauft, da bei dem Handy kein EU-Ladegerät dabei 
war und der mitgelieferte EU-Adapter (der sieht so aus: 
http://i.ebayimg.com/00/s/MTEwMlgxNjAw/z/b64AAOxydyxSPu2P/$T2eC16dHJGQFFh)I6,nTBSPu2ONO1Q~~60_57.JPG) 
nicht in die Steckdose gepasst hat (zum Glück habe ich das nicht 
genutzt, da dieses Original-Ladegerät mittlerweile zurückgerufen wurde 
https://ec.europa.eu/consumers/consumers_safety/safety_products/rapex/alerts/?event=viewProduct&reference=A12/0476/16). 
Und dann habe ich schnell ein Ladegerät bestellt, um das Handy zu nutzen 
und ich wusste nicht, dass es da so große Qualitätsunterschiede gibt, da 
die Netzteile von außen gleich aussehen. Jetzt weiß ich natürlich, dass 
etwas billiges keine gute Qualität sein kann ;-)

Einhart P. schrieb:
> Hier hat ein Däne einigen Netzgeräten auf den Zahn gefühlt:
> http://www.lygte-info.dk/info/indexUSB%20UK.html

Okay, danke für den Link, werde ich mir mal ansehen.

Stefan U. schrieb:
> Des Weiteren muss das Gehäuse stabilisiert werden. Die Stecker-Stifte
> müssen gegen Verdrehen und herausziehen gesichert sein. Und der ganze
> Stecker-Block darf nicht versehentlich aus dem Gehäuse herausgezogen
> werden können - was Dir offensichtlich mühelos gelungen ist.

Ja, ging ganz einfach mit einer kleinen Schere. Das Innenleben hält nur 
durch so kleine „Plastik-Einkerbungen“ in dem Gehäuse.

Stefan U. schrieb:
> Die beiden Blauen Zuleitungen müssen meines Wissens nach 16A aushalten
> können, sie sehen mir dazu viel zu dünn aus.

Das Kabel hat einen Durchmesser von ca. 1 mm, beim Nachmessen sich mir 
die beiden Kabel von der Lötstelle an den Steckern angebrochen, so 
konnte ich auch das innere des Kabeln sehen und habe die „blaue 
Isolation“ abgezogen. Im Inneren des Kabels sind 8 (Kupfer?-)Drähte, 
siehe auch Foto.


Des Weiteren danke ich allen für die Antworten!

von unestb (Gast)


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Hat jemand Erfahrungen mit dem Ansmann-Netzteil „High Speed USB 
Ladegerät 1.2A 1001-0030“?

Mal so interessehalber, wie hoch sind die (Produktions)Kosten eines 
qualitativ hochwertigen und sicheren Netzteils?

von Georg (Gast)


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Waldemar Z. schrieb:
> Der USB-Anschluss ist jedenfalls galvanisch getrennt vom Netz, also ist
> alles sicher sobald du alles wieder zusammengebaut hast :)

So eine Behauptung ist vollkommen unverantwortlich - selbst als Scherz.

Georg

von Georg (Gast)


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unestb schrieb:
> an einem USB-Netzteil (3,90 € inkl. Versand
> von Ebay) aufladen

Zeig doch mal ein Foto von der CE-Kennzeichnung.

Georg

von unestb (Gast)


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Georg schrieb:
> unestb schrieb:
>> an einem USB-Netzteil (3,90 € inkl. Versand
>> von Ebay) aufladen
>
> Zeig doch mal ein Foto von der CE-Kennzeichnung.
>
> Georg

von Grump (Gast)


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CE == China Export?

von Falk B. (falk)


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@ Einhart Pape (einhart)

>Hier hat ein Däne einigen Netzgeräten auf den Zahn gefühlt:
>http://www.lygte-info.dk/info/indexUSB%20UK.html

Denn Dänen lügen nicht ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=RS9GaBs137A

von kaPuff... (Gast)


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vor kurzem nachts durch einen kleinen Knall geweckt worden ...

von (prx) A. K. (prx)


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unestb schrieb:
> Steckerleiste (aus dem Schlitz zwischen beiden Seiten) „etwas Helles“
> (?so wie ein Funken?) gesehen

Ein klarer Vorteil von Schukosteckern. Da blitzt es zwar u.U. auch, aber 
du siehst es nicht. ;-)

von Georg (Gast)


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Grump schrieb:
> CE == China Export?

Jedenfalls ein klarer Fall unberechtigter CE-Kennzeichnung.

Georg

von Schreiber (Gast)


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unestb schrieb:
> Das Netzteil wird bei Aufladen auch immer (also nicht nur gestern) heiß,
> ein Apple-Netzteil (ich weiß allerdings nicht, ob dieses echt oder
> gefälscht ist), welches ich heute stattdessen verwendet habe, wird aber
> auch heiß.

Definitiv gefälscht.
Die Apple-Original sind gut, aber exorbitant teuer. Wenns gut und 
halbwegs günstig werden soll, kann ich die Amazon Basics empfehlen.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Ich würde das Netzteil den Behörden (Zoll?) schicken, damit er diesem 
Händler das Handwerk legt.

von SeenTheWorld (Gast)


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Kann man den Händler eigentlich verklagen, weil er CE nicht erfüllt.

Kann man mit einem Anwalt die Händler nicht abmahnen, weil Sie CE nicht 
erfüllen? Und Schadensersatz von 10k Euro verlangen, wegen Täuschung?

von Michael B. (laberkopp)


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SeenTheWorld schrieb:
> Kann man den Händler eigentlich verklagen, weil er CE nicht erfüllt.

Nein, das kannst du nur als Wettbewerber, nicht als Kunde.
Oder als Verbraucherberatung aber die will eher nicht.

Stefan U. schrieb:
> Ich würde das Netzteil den Behörden (Zoll?) schicken

Rapex.
http://ec.europa.eu/consumers/cons_safe/prod_safe/gpsd/danger_def_de.pdf

von Praktiker (Gast)


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Hallo

ist wohl stark an zu nehmen das man das kann, und es werden sich auch 
genug Anwälte finden die den Job liebend gerne übernehmen.

Aber: Niemand arbeitet kostenlos - ein Prozess kann lange Dauern, sehr 
teuer werden (und besonders hier könnten viele teure Sachverständige in 
das Spiel kommen). Und letztendlich, ganz trivial, kann man so einen 
Prozess natürlich auch verlieren...;-)

Das Risiko als nur besorgte (es ist kein weiterer Schaden 
entstanden)Privatperson eingehen?
Also ohne mich und wohl auch 98% der anderen Privatpersonen.

Man kann ja versuchen das an eine Verbrauchschutzorganisation abzugeben, 
oder irgendeine Behörde (Zoll?) auf das Auge zu drücken.
Ansonsten:
Als Lehrgeld "abschreiben" oder versuchen sich an den Verkäufer zu 
wenden - was wohl oft erstaunlich gut funktioniert.
Das ist zwar nicht die "ehrenhafte" und "moralisch richtige" Lösung - 
aber kein Schwanz (sorry) wird sich an deine Kosten und deine 
verbrauchte Lebenszeit beteiligen wenn du verlierst.

"Undank ist der Welten Lohn" lehrt immer wieder die Realität.

Praktiker

von SeenTheWorld (Gast)


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Mir kommt gerade so ein Abmahn-Modell in den Sinn:
-Billigige Netzteile kaufen
-Hochgehen provozieren / Krichstrecke analysieren
-Verklagen
-Schadensersatz einstreichen

Das würde dem ganzen billig import-scheiß ziemlich schnell den Riegel 
vorschieben und den Tod von Menschen vorbeugen.

Wir deutschen Hersteller müssen uns an alles halten. Dann kommt 
irgendein Türke und verkauft die getürkten Produkte als Orginalware, die 
aber Lebensgefährlich ist, bleibt aber ungestraft. Sowas geht nicht.

Das ist das gleiche, wie bei Ebay bei den Power Banks von der Kapazität 
gelogen wird, dass sich die Balken biegen. Solche Hersteller müsste man 
auch verklagen, wegen Täuschung.

**Was man verspricht / wirbt muss man auch halten**

von Praktiker (Gast)


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Ok wenn man  Michael Bertrandt glauben darf geht das wohl nicht.
Aber ansonsten stehe ich ganz Allgemein trotzdem zu meiner Aussage.

von Georg (Gast)


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SeenTheWorld schrieb:
> Mir kommt gerade so ein Abmahn-Modell in den Sinn:

Wenn das so funktionieren würde, dann würden das die deutschen 
Abmahnfabriken längst tun, die machen alles was viel Geld für wenig 
Arbeit verspricht. Aber da man in diesem Fall ein 
Sachverständigen-Gutachten über nicht eingehaltene Sicherheitsabstände 
braucht, lohnt sich das nicht - es ist doch einfacher, alte Omas wegen 
angeblich heruntergeladener Por-nos abzumahnen, da ist die 
Rechtsprechung klar auf Seiten der Anwälte und niemand will Beweise 
sehen.

Georg

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