Graphit als Leiter

#4950729
Hier würde es drauf ankommen, wie stark der Skin Effekt bei schlechteren 
Leitern wirksam ist. Also schlechter als Silber oder Kupfer leitet 
Grafit ja.
Möglicherweise hat die schlechtere Leitfähigkeit eine negative 
Auswirkung auf den Skineffekt, weil ja auch die Leitfähigkeit quer zur 
Stromrichtung schlechter ist, also das weiß ich nicht genau.

Hat der Skineffekt keine besondere Eigenschaften bei Grafit, weil ja der 
Grafit auch ein relativ homogener Leiter ist, muss man zuerst 
herausfinden, was wohl ein guter HF Leiter sein soll, und dann die 
Leitfähigkeit des Grafites mit der Verschlechterung durch den Skin 
Effekt bei verschiedenen Frequenzen verrechnen=Multiplikation oder 
Division. Sounds easy.

MfG
Gast #4950986
Ansatz:

Der Graphit-Leiter habe den Querschnitt A.
Für jede (frei angenommene) Länge bzw. Abstand d hat man dann den 
ohmschen Widerstand R.
Diesen Querschnitt A kann man mit diesem Abstand d als 
Plattenkondensator betrachten:
  C= ε*A/d.

Dieses C hat bekanntlich die Reaktanz :
  X=1/(ωC).

Also kann man (z.B.) die Frequenz bestimmen, für die gilt:

  R=X
Gast #4951559
Matthias K. schrieb:

> Hat der Skineffekt keine besondere Eigenschaften bei Grafit,
> weil ja der Grafit auch ein relativ homogener Leiter ist,
> muss man zuerst herausfinden, was wohl ein guter HF Leiter
> sein soll, und dann die Leitfähigkeit des Grafites mit der
> Verschlechterung durch den Skin Effekt bei verschiedenen
> Frequenzen verrechnen=Multiplikation oder Division. Sounds
> easy.

Ist es aber nicht :)

Je geringer die Eindringtiefe, desto staerker schlaegt die
Oberflaechenrauhigkeit zu (weil sich der Stromweg verlaengert).
#4954454
Ist die Leitfähigkeit auch noch richtungsabhängig?
Grafit (ist das die neue Rechtschreibung? Ich lege auch Wert auf mein 
"ph") zerfällt ja leicht in einzelne Scheiben von der Kristallstruktur 
her, daher kann man mit Bleistiften schreiben.
Das "Guter Leiter" muss auch irgendwie definiert werden, irgendein 
3dB-Abfall oder sowas.
Persönliche Seite #4954776
@Christoph:
Dann müßtest du mit Tensoren rechnen. Willst du das?
Grafit ist neue Rechtschreibung.


Hm, da müssen wohl die Einheiten noch korrigiert werden, denn hier sind 
es wohl mm2:
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/grd/1305211.htm

Naja, das Prinzip ist dargestellt. Ich bin durch. Die Werte wären für 
obige Sim:
C=44pF
R=8.3 Ohm


Übrigens kann man im Ofen hauchdünne Graphitschichten herstellen, wenn 
man die Luftzufuhr eher schwächeln läßt, die Ofentemperatur aber noch 
recht hoch ist. An einer Glassscheibe kann man die Folie dann abziehen. 
Muß aber erst wieder Winter werden...

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