Zinksalbe statt Wärmeleitpaste

#4951133
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Geht einwandfrei :-)

(konnte nicht in die Stadt fahren und WLP holen da Auto in der 
Werkstatt)

Ich habe bis vor 30 Minuten nicht mehr darauf gehofft jemals erleben zu 
dürfen daß ich diesen meinen Rechner (der war so im gekauften Zustand!) 
auch unter Vollast permanent unter 60°C halten kann. Endlich keine 
Abstürze beim E:D zocken mehr. Ich bin ernsthaft versucht das jetzt so 
zu lassen, mal beobachten wie das im Sommer wird.
Persönliche Seite #4951137
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Bernd K. schrieb:
> Geht einwandfrei :-)
>
> (konnte nicht in die Stadt fahren und WLP holen da Auto in der
> Werkstatt)
>
> Ich habe bis vor 30 Minuten nicht mehr darauf gehofft jemals erleben zu
> dürfen daß ich diesen meinen Rechner (der war so im gekauften Zustand!)
> auch unter Vollast permanent unter 60°C halten kann. Endlich keine
> Abstürze beim E:D zocken mehr. Ich bin ernsthaft versucht das jetzt so
> zu lassen, mal beobachten wie das im Sommer wird.

Und die sonstigen Bestandteile der Zink-_Salbe_ lösen sich ab 80°C in 
Rauch auf...? :D
#4951141
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Hi,

für kurzzeitige Anwendung mag das funktionieren. Ein Kollege hat sich 
auch schon mal Wärmeleitpaste aus Zahnpasta gebaut, die sogar ziemlich 
gut funktioniert hat. Aber ich bezweifle doch sehr stark, dass das Zeug 
jeweils langzeitstabil ist.

Kauf dir am besten zumindest bei der nächsten Tour in die Stadt 
vernünftige Wärmeleitpaste, wenn du länger Freude an deinem PC haben 
willst.

Ist günstiger als ein vergammeltes Mainboard zu ersetzen.
Beitrag #4951156 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #4951314
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Harald W. schrieb:
> Bernd K. schrieb:
>
>> Zinksalbe statt Wärmeleitpaste
>> Geht einwandfrei :-)
>
> Zinkoxyd wird zwar auch in Wärmeleitpasten verwendet, die anderen
> Bestandteile einer Salbe sind aber eher unpassend. Ich habe aller-
> dings gehört, man könne sich seinen eigenen Wärmeleitkleber aus
> Zinkoxyd und Epoxidharz mischen.

Ich habe gehört, dass die Rente sicher ist. Zinkoxyd & Epoxidharz kling 
nach bombenfester CPU.
#4951581
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Lockman schrieb:

>> Ich habe aller-
>> dings gehört, man könne sich seinen eigenen Wärmeleitkleber aus
>> Zinkoxyd und Epoxidharz mischen.
>
> Ich habe gehört, dass die Rente sicher ist. Zinkoxyd & Epoxidharz kling
> nach bombenfester CPU.

Ich habe nicht gesagt, das Bernd Wärmeleitkleber für seine CPU
nehmen sollte; ich habe gesagt, das er mit Zinkoxyd, so wie es
auch in Salben verwendet wird, im Prinzip richtig liegt.
#4951591
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Erstmal ist es völlig egal was man als WLP benutzt,
solange die Wärmleitfähigkeit besser als die von Luft ist.
Und da Luft ein Gas ist und diese Wärme um eine Größenordnung schlechter 
leiten als feste oder flüssige Stoffe kann man viele Dinge als WLP 
nutzen:

https://www.youtube.com/watch?v=9QzxukpUvbY

Erstmal sind die alle besser als nix und alle fast gleich gut.
Die Kunst der WLP besteht darin, diese Fähigkeit auch zu behalten.

Das Werben mit den metallischen Bestandteilen (Zink, Silber Gold) ist 
daher nur was fürs Gefühl, oder den Geldbeutel.
Aussagekräftiger wären Aussagen über die verwendeten Silikone,
welche die Paste zur Paste machen.
Gast #4951829
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A. K. schrieb:
> Zinksalbe besteht zu 90% aus Lanolin aka Wollwachs. Wer mal ein Schaf
> gekrault hat, der kennt das Zeug. Ob das ein guter Wärmeleiter ist?

Wärmeleitpaste wirkt nicht, weil sie ein besonders guter Wärmeleiter 
ist, sondern weil sie den auf Grund der Oberflächenrauhigkeit immer 
vorhandenen Luftspalt zwischen (meist) zwei Metallplatten überbrückt. 
Damit tauscht man 2x Wärmeübergangswiderstand Metall-Luft gegen 
Metall-Wärmeleitpaste. Die Schichtdicke der Wärmeleitpaste sollte so 
gering sein, das die Wärmeleitung der Paste von absolut untergeordneter 
Bedeutung ist.
Gast #4951830
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Michael B. schrieb:
> Kolja L. schrieb:
>> Erstmal ist es völlig egal was man als WLP benutzt,
>> solange die Wärmleitfähigkeit besser als die von Luft ist.
>
> Nö.
>
> Wichtig ist, daß sie bei höherer Temperatur nicht wegfliesst, und
> Zinksalbe wird bei den Temperaturen, für die man Wärmeleitupaste
> braucht, dünnflüssig, ist also ungeeignet.

Das hast du doch bestimmt nicht ausprobiert, Laberkopp.
#4955639
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Christoph K. schrieb:
> Ist in Penatencreme überhaupt noch Zink drin?

Hersteller: "Petrolatum, Zinc Oxide, Lanolin, Talc, Aqua, Panthenol, 
Hamamelis Virginiana Extract, Hamamelis Virginiana Water, Allantoin, 
Sorbitan Sesquioleate, Cetylpyridinium Chloride, Paraffinum Liquidum, 
Glycine Soja Oil, Tocopherol, Alcohol, Parfum, CI 40800"

Von besonderer Bedeutung sind im hiesigen Zusammenhang sicherlich die 
Duftstoffe, die sich möglicherweise zu grober Temperaturkontrolle 
eignen. ;-)
Gast #4955709
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WLP schrieb:
> Ich empfehle einfach eine Tube Arctic MX4 zu bestellen, die kommt
> dann
> nach Hause und gut ist. Kostet nicht die Welt und ist schon sehr gut -
> wird also sicher mit der Wollwachspaste mithalten können. Und dann kann
> man auch in Zukunft noch E:D zocken ohne Rauchzeichen vom Computer...

Das war eine Lösung "auf die Schnelle", keine Dauerlösung!

Bernd K. schrieb:
> (konnte nicht in die Stadt fahren und WLP holen da Auto in der
> Werkstatt)
#4955950
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Harald W. schrieb:
> Lockman schrieb:
>
>>> Ich habe aller-
>>> dings gehört, man könne sich seinen eigenen Wärmeleitkleber aus
>>> Zinkoxyd und Epoxidharz mischen.
>>
>> Ich habe gehört, dass die Rente sicher ist. Zinkoxyd & Epoxidharz kling
>> nach bombenfester CPU.
>
> Ich habe nicht gesagt, das Bernd Wärmeleitkleber für seine CPU
> nehmen sollte; ich habe gesagt, das er mit Zinkoxyd, so wie es
> auch in Salben verwendet wird, im Prinzip richtig liegt.

Im Prinzip ja. Wie schon erwähnt wurde, ist der Füllstoff nachrangig. 
Was noch nicht erwähnt wurde, ist, dass der volumetrische Füllgrad in 
erster Linie zählt. Man kann also Silber, Kohlenstoffnanoröhren mit 
6000W/mk oder was auch immer rein mischen. Solange der volumetrische 
Großteil aus dem Polymer besteht, definiert dieser auch hauptsächlich 
die Wärmeleitfähigkeit.

Kolja L. schrieb:
> Aussagekräftiger wären Aussagen über die verwendeten Silikone,
> welche die Paste zur Paste machen.
Jein. Wie schon gesagt, ist ein möglichst großer volumentrischer 
Füllgrad anzustreben, dann steigt aber die Viskosität immer weiter an. 
Wenn dann das eigentliche Polymer schon sehr viskos ist, kriegt man gar 
nicht erst einen anständigen Füllgrad hin und die Wärmeleitfähigkeit 
fällt selbst mit Silber etc. nicht sonderlich gut aus. Aber es stimmt 
natürlich, dass rein mathematisch die Schichtdicke normalerweise einen 
weitaus größeren Einfluss hat, siehe die dazugehörige Formel.
#4956003
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Harald W. schrieb:
> E. S. schrieb:
>
>> Im Prinzip ja. Wie schon erwähnt wurde, ist der Füllstoff nachrangig.
>
> Der ist aber für die gute Wärmeleitfähigkeit zuständig.

Das schwächste Glied in der Wärmeleitkette zählt aber.;) Natürlich 
sollte der Füllstoff idealerweise die Wärme so gut es geht leiten, wenn 
man aber aus welchen Gründen auch immer (Kosten und Viskosität zum 
Beispiel) nur sagen wir mal 5 Volumenprozent drinne hat, liegt die 
Wärmeleitfähigkeit des Gemisches kaum über der des Polymers. Selbst mit 
einwandigen CNTs als Füllstoff.
#4956092
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früher waren sie weniger auskunftsfreudig
(man bewahrt ja alles auf, kann man doch noch brauchen - vielleicht - 
irgendwann)
da fehlen noch sodom und gomorrha (oder sodium und potassium?) die 
Drogistenbezeichnungen sind schon originell.
Allergieverdächtiges wurde jedenfalls entfernt.
Angehängte Dateien:
Gast #4956191
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Harald W. schrieb:
> Der ist aber für die gute Wärmeleitfähigkeit zuständig.

In der mathematischen Beschreibung für die Wärmeleitfähigkeit steht als 
ganz entscheidender Faktor die Schichtdicke mit drin, i.e. eine 
möglichst dünn Schicht, die aber auf Dauer nicht eintrocknen darf, ist 
das Ziel.

Und nicht zu vergessen - neben der Wärmeleitfähigkeit der Paste ist viel 
wichtiger, dass durch die Paste der thermische Widerstand der 
Wärmeübergänge zwischen Wärmequelle und Kühlkörper kräftig reduziert 
wird.

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