Liebe Community,
ich bin für ein Projekt auf der Suche nach einen simplen Class-D Audio
Verstärkers in form eines ICs. Dieser soll am besten mit 3,7 Volt
versorgt werden können (Lithium Ionen Akku).
Ich hab mich im Internet, im Speziellen auf der Texas Instruments Seite
schon etwas schlau gemacht, jedoch sind alle die ich da finde zu komplex
für meine Zwecke. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
>Den hatte ich prinzipiell auch schon im Auge jedoch such ich etwas mit>ein bisschen mehr Leistung, für eine Art DIY Lautsprecher zum mitnehmen
Wie viel Leistung?
Lass dir nicht alles aus der Nase ziehen.
Werner H. schrieb:> MP7720 von Dallas, 8 Füsschen und 20Watt.
Aus 3.7 (2.5 bis 4.2) Volt ? Kaum.
Wenigstens die dürftigen angegebenen Bedingungen kann man lesen.
Der PAM8403 bringt aus 3.7V wenigstens 0.8W.
Mehr ist bei 4 Ohm Lautsprechern auch kaum drin.
Die Leistung eines Verstärker hängt von
der Spannung ab
Für die Sinusleistung rechnet man
zum Beisiel 3,7V /Wurzel 2 =1,8
Die Leistung wird berechnet
U² / Widerstand des Lautsprecher
Bei 4 Ohm ca. 0,8 Watt
Class D nichts mit der leistung
nur mit dem Wirkungsgrad zu
tun
Michael B. schrieb:> us 3.7 (2.5 bis 4.2) Volt ? Kaum.> Wenigstens die dürftigen angegebenen Bedingungen kann man lesen.
Steppup?
Audiomann schrieb:> Und per Batterie sind 20W auch zuviel.> Alles Murks!
Man muss ja nicht voll aufdrehen.
Werner H. schrieb:> Audiomann schrieb:>> Und per Batterie sind 20W auch zuviel.>> Alles Murks!>> Man muss ja nicht voll aufdrehen.
Keine Angst, ein kleiner LiIon Akku liefert mehr als genug Strom.
Davon abgesehen: Mein Werkstatt-Ghettoblaster hat 10W und damit fallen
einem (bei Maximallautstärke) die Ohren ab.
Zimmerlautstärke liegt bei 0,1W
Schreiber schrieb:> Werner H. schrieb:>> Audiomann schrieb:>>> Und per Batterie sind 20W auch zuviel.>>> Alles Murks!>>>> Man muss ja nicht voll aufdrehen.>> Keine Angst, ein kleiner LiIon Akku liefert mehr als genug Strom.
Die Frage ist halt, für wie lange. Was nutzt dir ein transportabler
Lautsprecher, der nur 5 Minuten durchhält?
Aber den Knackpunkt scheint bisher nur ein einziger verstanden zu haben:
es gibt einen festen Zusammenhang zwischen Betriebsspannung, Lastwider-
stand und erzielbarer Leistung. Zumindest wenn man von Trafo-gekoppelten
Endstufen oder vorgeschalteten Spannungswandlern absieht.
Die Details hängen von der Topologie ab, aber die Leistung steigt bei
konstantem Lastwiderstand quadratisch mit der verfügbaren Spannung.
Mit 3.7V kommt man da nicht weit. Eine Gegentakt-Endstufe kann daraus
auch im besten Fall nur einen Sinus mit 3.7V peak-peak machen. Das
ergibt 3.7V/(2*sqrt(2)) ~= 1.3V Effektivwert. Gemäß P = U²/R kommt man
damit auf 210mW an 8R oder 420mW an 4R. Eine Brückenschaltung (BTL)
schafft knapp die vierfache Leistung. Aber auch dann ist man noch weit
von 20W entfernt. Außerdem sind die genannten Zahlen rein theoretisch.
In der Praxis steuert eine Endstufe nie komplett durch. Wenn wir 0.5V
Sättigungsspannung annehmen, dann sind wir gerade mal bei 230mW (4R)
bzw. 910mW (4R, BTL).
NXT schrieb:> Versorgungsspannung 0,8V bis 1,8V und 100Watt Spitzenleistung.
Wow. Da klemm ich statt Lautsprecher einen Trafo dahinter, speise ein
50Hz-Signal ein, fertig ist der Wechselrichter.
Angeblich liefert das Teil mit einem Batteriesatz 900 Stunden lang 100
Watt.
(Zehn Monate * 3 Stunden/Tag laut deren COO).
Macht also 90kWh. Selbst mit der geringen Einspeise-Vergütung für
Nicht-Erneuerbare Energie kann ich mir damit mindestens zwei Sätze neue
Batterien kaufen.
Dann vier.
Dann acht.
....
Massivgoldener Swimmingpool mit Champagner-Füllung.
Axel S. schrieb:> Die Frage ist halt, für wie lange. Was nutzt dir ein transportabler> Lautsprecher, der nur 5 Minuten durchhält?
Bei 10W Sinus und 3,7V reicht ein 3Ah-Akku für eine Stunde. Man aber
erstens kein Dauer-Sinus-Ton mit Maximallautstärke hören möchte und
zweitens Akkus auch eine höhere Kapazität haben können
(Paralellschaltung ist bei LiIon-Akkus praktischer wie Serienschaltung)
sollte ein gemütlicher Nachmittag am Badesee mit ausreichender
Beschallung problemlos möglich sein.
>> Aber den Knackpunkt scheint bisher nur ein einziger verstanden zu haben:> es gibt einen festen Zusammenhang zwischen Betriebsspannung, Lastwider-> stand und erzielbarer Leistung. Zumindest wenn man von Trafo-gekoppelten> Endstufen oder vorgeschalteten Spannungswandlern absieht.
Korrekt. Nur sind wir nicht mehr im Jahre 1960. Vorgeschaltete
Spannungswandler sind heute völlig normal.
So melde mich wieder zurück, fand leider nicht die Zeit Gestern bzw.
heute zu antworten bzw. zu lesen. Jetzt aber endlich, Danke auf jeden
Fall für die Ideen.
Noch mal zur Ergänzung Ic hätte schon gerne ein paar Watt sprich
irgendwas zwischen 4 und 10 an nem 4 Ohm oder 8 Ohm Lautsprecher je
nachdem.
Zum Thema Step-Up Wandler prinzipiell Ja; Nur ich dachte mir halt, dass
ich relativ Effizient bleiben möchte (weil Batterie) und das ein Step-Up
Wandler trotz des relativ guten Wirkungsgrades meine Effizient
beeinträchtige würde, wie es aber aussieht komm ich eh nicht drum rum
oder?
Schreiber schrieb:> Axel S. schrieb:>> Die Frage ist halt, für wie lange. Was nutzt dir ein transportabler>> Lautsprecher, der nur 5 Minuten durchhält?>> Bei 10W Sinus und 3,7V reicht ein 3Ah-Akku für eine Stunde.
Nur wenn du einen Verstärker mit 100% Wirkungsgrad hast. Gibts schon mal
nicht. Und außerdem war gerade noch von 20W die Rede. Die nutzbare
Kapazität des Akkus ist bei hohem Strom auch kleiner als der Nennwert.
> Man aber> ... kein Dauer-Sinus-Ton mit Maximallautstärke hören möchte
Dann braucht man auch keinen so fetten Verstärker.
> Nur sind wir nicht mehr im Jahre 1960. Vorgeschaltete> Spannungswandler sind heute völlig normal.
Und reduzieren den Wirkungsgrad weiter.
Versteh mich recht: man kann durchaus kleine mobile Lautsprecher bauen,
die einen Nachmittag aus einer Li-Ion Zelle laufen. Nur haben die halt
keinen 20W Verstärker eingebaut. Ist auch akustisch vollkommen
überdimensioniert.