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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AVCC Entstoerung beim Atmega


Autor: Marco (Gast)
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Hallo!

Ich bastel mir gerad was zusammen und knobel nun ueber
den AVCC Anschluss. Im Datenblatt steht ja die
LC-Kombination von 10uH und 100nF.

Nun wollt ich mir eine Induktivitaet bei Reich** raussuchen,
da kam mir ne Frage auf: Welche nehm ich denn? :-)

Es gibt die Drosselspulen und die Funkentstoerspulen, die
sich auf'm ersten Blick elektrisch nur durch den ohmischen
Widerstand unterscheiden.
Wenn ich mir jetzt das Ersatzschaltbild des Tiefpasses anschaue,
ergibt ein groesserer R eine kleinerere Grenzfrequenz. Hoert sich
doch erstmal gut an, wenn ich richtig liege, oder?

Aber mit welchen Stoer-Frequenzen muss ich den rechnen?
Insbesondere wenn ich Batteriebetrieb habe, da faellt ja das
Netzbrummen aus!? Vielleicht mit der Taktfrequenz des uC? Oder
die doppelte davon?
Gibt es sonst noch typische Stoerfrequenzbaender?

Wie macht ihr das? Oder achtet ihr da nicht so drauf?

   MFG
      Marco

Autor: A.K. (Gast)
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Weder Drossel- noch Funkentstörspule. Was du suchst läuft unter
"Festinduktivität".

Für die Störungen sorgt der Controller schon selbst. Der zieht
mitnichten Konstantstrom, und diese schnellen Lastwechsel im VCC sind
beim ADC etwas hinderlich.

Autor: Marco (Gast)
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Hi!

Mmhh, ja?! Im Katalog steht bei beiden Festinduktivitaet.

Also meinst du, die groesste Stoerung macht der Controller
selbst (mal davon ausgegangen, dass nicht's anderes auf der
Platine ist)?

Waer das denn dann die doppelte Taktfrequenz?

  MFG
     Marco

Autor: A.K. (Gast)
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Für die Störfrequenzen ist übrigens eher dein Programm verantwortlich.
Je nachdem, was da in welchen Intervallen womit passiert, kommen dabei
völlig unterschiedliche Spektren raus.

Wenn du diese selbst fabrizierten Störungen des Controllers loswerden
willst, lies mal dessen Datasheet, unter "ADC Noise Reduction Mode".

Autor: A.K. (Gast)
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"Im Katalog steht bei beiden Festinduktivitaet"

Ich bin jetzt grad zu faul im Papier zu blättern. Im Internet
jedenfalls läuft es unter der o.A. Bezeichnung.

Autor: Marco (Gast)
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Jupp stimmt, im webshop steht's n bisschen anders drin.

Aehnliche Baustelle:
In wie weit ist denn die interne Spgs-Referenz temperaturabhaengig?
(hab keine Kennlinie im Datenblatt gefunden)

Wenn ich das richtig sehe, muesste ich z.B. den LM336
auch kalibrieren. Wenn die interne nun 'brauchbar' waere,
dann kann man ja an AREF nachmessen und dies
softwareseitig kalibrieren!?

Autor: A.K. (Gast)
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In den Datasheets findet sich eine U/T-abhängige Kurve für die 1,22V
Bandgap-Referenz. Bischen weiter hinten.

Autor: Marco (Gast)
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Hab gar nicht gewusst, dass die interne Referenzspannung
aus der Bandgap-Spg generiert wird. Danke.

Allerdings ist das Diagram nicht wirklich gut
nach der Temperatur aufgeloest und die
Bandgap-Spg ist noch relativ stark
von der Versorgungsspannung abhaengig.

Mein Fazit:
Der LM336 lohn sich. Er ist weniger temperaturabhaengig
und er ist 'unabhaengig' von der Versorgungsspg.

 Marco

Autor: A.K. (Gast)
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Ist schwer zu bewerten, da du das AVR-Modell nicht genannt hast. In der
U/T-Abhängikeit sind die von Modell zu Modell recht verschieden. Aber
so viel schlechter als ein nicht gemäss Datasheet auf 2,490V
kalibrierter LM336 sind sie allesamt nicht.

Autor: Marco (Gast)
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Ich arbeite hauptsaechlich mit dem Atmega8, manchmal
mit Atmega32. Hab' mal nachgeschaut, innerhalb der
Atmega Familie sind die U/T-Abhaengigkeit unterschiedlich,
aber vom Fehler her vergleichbar.

Der Atmega8 hat von -40 bis 85 einen max Temp-Fehler von
etwa 0.5% (bezogen auf 25 Grad C). Der durch die
VCC-Abhaengigkeit bis auf etwa 1% ansteigen kann.

Der LM336-2.5 hat von -55 bis 85 Grad C eine Abweichung
von weniger als 0.5%. Im eingeschraenkten Bereich von
5 bis 45 Grad C ist sie aus der Kennlinie kaum ablesbar.
Allerdings sind die Kennlinien auf 1mA bezogen. Wenn die
Versorgungsspannung und somit der Strom schwankt, kann
das noch anders aussehen (entgegen meinem Statement im letzten
Beitrag).

A.K. hast recht. Ist schwer zu bewerten. Ich aender wohl
mein Fazit :-) Aufgrund Platinenplatz und Kosten ist
der LM336 schwer zu rechtfertigen.
Die VCC-Abhaengigkeit koennt man immerhin verpuffen lassen,
indem man VCC konstant haelt oder VCC misst und korrigiert.
(wird wohl ein Regelkreis ergeben, wenn er seine eigene
Spannung misst und darauf die Referenz aendert)

Gibt es noch ne Atmel-Familie, die mehr auf ADC getrimmt ist?
-bevor ich mir alle datasheets reinziehen muss-



   Marco

Autor: A.K. (Gast)
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Bei kontrollierten 3V sehen Mega48/88/168 nicht übel aus.

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