Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Einstellbarer Spannungsregler AP2210 - Widerstände


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von Karl (Gast)


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Hallo,

ich verwende folgenden Spannungsregler: 
http://www.mouser.com/ds/2/115/AP2210-271459.pdf

Ich verwende den Spannungsregler in der ADJ Version, also mit 
einstellbarer Spannung. Als Widerstand R1 habe ich 75kOhm gewählt, als 
R2 24kOhm.
Nach der Angabe in der Dokumentation komme ich damit auf 1.25V*(1+R2/R1) 
= 1.65V.
Ich habe eine Beispielschaltung aufgebaut mit einer Eingangsspannung von 
5V, allerdings messe ich ~3,2V Ausgangspannung ohne Last am Ausgang. Mit 
steigendem Ausgangstrom geht die Spannung dann Richtung 1,62V (für etwa 
300mA gemessen).

In der Dokumentation ist eine Load Regulation mit max 30mV in einem 
Bereich von 0,1mA bis 300mA angegeben. Daher habe ich angenommen, dass 
der Spannungregler keine hohe Last am Ausgang braucht. Aber warum passt 
die Ausgangsspannung nicht? Müssen die Einstellwiderstände kleiner 
gewählt werden?

Danke für die Hilfe!

Karl

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von zaga (Gast)


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Karl schrieb:
> steigendem Ausgangstrom geht die Spannung dann Richtung 1,62V (für etwa
> 300mA gemessen).
Damit überschreitest du die maximale Verlustleistung. Ist aber nicht das 
Kernproblem.

> Müssen die Einstellwiderstände kleiner gewählt werden?
Kann sein, das Datenblatt gibt dazu aber keinen Hinweis (nicht einamal 
Iadj angegeben) - also ausprobieren.
Zuvor würde ich aber prüfen, ob der Regler schwingt und gegebenenfalls 
einen Cout mit passendem ESR (siehe ESR vs. Output Current Seite 22) 
wählen.

Ansonsten kann es eigentlich nur mehr am Layout liegen.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Zeig mal ein Bild von deinem Aufbau um sicherzustellen, dass du nicht 
nur die Widerstände vertauscht hast...

: Bearbeitet durch Moderator
von Karl (Gast)


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Ich denke ich habe das Problem gefunden. Ich verwende einen 10uF 
Keramikkondensator, d.h. ich liege wohl unter der Grenze von 0.02Ohm ESR 
welche den stabilen Bereich nach unten begrenzt (für 4.7uF).

Habe mir naiver weise gleich ein paar China Platinen drucken lassen. Die 
waren zum Glück ganz günstig (Layout im Anhang).

Vielen Dank für die Hilfe!

von Wolfgang (Gast)


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Was ist mit den ganzen Pads, die in dem gezeigten Layout in der Luft 
hängen?
Wie sieht dein Layout wirklich aus?
Wie groß ist dein Bypass-Kondensator? Der schlägt auf die Phasenreserve.

von Karl (Gast)


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Zu früh gefreut, am ESR liegt es nicht. Habe es geschafft einen 
bedrahteten 6Ohm Widerstand zwischen C22 und R4 einzulöten (Die 
Leiterbahn hab ich mit dem Cuttermesser bearbeitet und Messe auch 6Ohm 
zwischen den Kontakten).
Die unbelastete Ausgangsspannung ist aber gleich geblieben.

Die Widerstände sollten richtig sein, R4 hat 75kOhm und R3 hat 24kOhm

von Karl (Gast)


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Wolfgang schrieb:
> Was ist mit den ganzen Pads, die in dem gezeigten Layout in der
> Luft
> hängen?
> Wie sieht dein Layout wirklich aus?
> Wie groß ist dein Bypass-Kondensator? Der schlägt auf die Phasenreserve.

Das wirkliche Layout im Anhang. C22 hat 1uF, wie im Datenblatt 
gefordert.

von Manfred (Gast)


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zaga schrieb:
>> Müssen die Einstellwiderstände kleiner gewählt werden?
> Kann sein, das Datenblatt gibt dazu aber keinen Hinweis (nicht einamal
> Iadj angegeben) - also ausprobieren.
Die Sinnhaftigkeit des Widerstandverhältnises des Teilers bezweifele 
ich. Leider habe ich im Datenblatt keine Angabe der Referenzspannung 
gefunden.

75k von Out und 24k nach Gnd - das wären bei 1,64V-Out gerade mal 400mV 
am Adj-Pin. Passt irgendwie nicht zu der 1,25 im Rechenbeispiel.

von Karl (Gast)


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Manfred schrieb:
> zaga schrieb:
>>> Müssen die Einstellwiderstände kleiner gewählt werden?
>> Kann sein, das Datenblatt gibt dazu aber keinen Hinweis (nicht einamal
>> Iadj angegeben) - also ausprobieren.
> Die Sinnhaftigkeit des Widerstandverhältnises des Teilers bezweifele
> ich. Leider habe ich im Datenblatt keine Angabe der Referenzspannung
> gefunden.
>
> 75k von Out und 24k nach Gnd - das wären bei 1,64V-Out gerade mal 400mV
> am Adj-Pin. Passt irgendwie nicht zu der 1,25 im Rechenbeispiel.

Die einzige Angabe dazu befindet sich auf Seite 2 unterhalb vom Bild 
"For Adjustable Version"

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Manfred schrieb:
> 75k von Out und 24k nach Gnd - das wären bei 1,64V-Out gerade mal 400mV
> am Adj-Pin. Passt irgendwie nicht zu der 1,25 im Rechenbeispiel.
Tausche mal die Widerstände in dieser (mentalen) Schaltung aus, dann 
kommen auf 1,25 nochmal ca. 0,4V drauf...

: Bearbeitet durch Moderator
von zaga (Gast)


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Hast du das Schwingen auch gemessen (Oszi)?
Nicht, dass die ADJ-Version gar nicht bis 1,65V heruntergeregelt werden 
kann. Das DB sagt dazu nichts, allerdings bleiben für die interne 
Referenzspannungsquelle nur 500mV (1,65-1,25) übrig und 
Festspannungsregler vom gleichen Typ gibt es erst ab 2,5V.

von Karl (Gast)


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zaga schrieb:
> Hast du das Schwingen auch gemessen (Oszi)?
> Nicht, dass die ADJ-Version gar nicht bis 1,65V heruntergeregelt werden
> kann. Das DB sagt dazu nichts, allerdings bleiben für die interne
> Referenzspannungsquelle nur 500mV (1,65-1,25) übrig und
> Festspannungsregler vom gleichen Typ gibt es erst ab 2,5V.

Hallo,

besser spät als nie: nein keine Schwingungen zu messen. Ich denke du 
hast mit der letzten Anmerkung recht, das Ding kann einfach nicht 
weniger als 2,5V.

Tolles Datenblatt.

von Christian L. (cyan)


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Im Datenblatt sind R1 und R2 vertauscht. Die Schaltung passt nicht zur 
Formel.

von Karl (Gast)


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Christian L. schrieb:
> Im Datenblatt sind R1 und R2 vertauscht. Die Schaltung passt nicht
> zur
> Formel.

Dann liegen 5,1V am Ausgang an :o)

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