Hallo zusammen, ich hatte bereits ein wenig im Internet gelesen, bin daraus allerdings nicht wirklich schlauer geworden. Hat hier irgend jemand Erfahrungsberichte was "alte Leute" und Pc's angeht? Es geht darum das sich eine ältere Person, 85 Jahre geistig und körperlich noch gut beisammen, sich ein wenig die Zeit vertreiben kann. Videotelefonie, im Internet recherchieren, lesen, eventuell Multimediainhalte anschauen\hören, etc. Im Prinzip sollte es leicht bedienbar sein, genauer gesagt physisch und psychisch. Stellt sich nur die Frage was sich am besten eignet?
Ein Laptop, da ist der Bildschirm durch die Klappe geschützt. Ein Laptop ist transportabel, gut wenn er in eine vorhandene Tasche geht. Im Moment sind dünne Laptops mode, etwas dicker ist oft billiger. Irgendwas aktuelles bei 700 EURO, was von ALDI für 599 EURO.
ipad pro 12zoll - schweineteuer aber mit dem großen Bildschirm auch verwendbar wenn man die Brille gerade nicht findet. Und die Lautsprecher sind auch laut genug. walta
Meine Mama (76) kommt auch gut mit dem iPad klar. Sie hat ein älteres iPad 2 für billig von der Metro, aber für Wetter, Nachrichten, Kochrezepte usw. ist es immer noch prima.
Ich finde ein Tablet ja eigentlich nicht schlecht. Recht einfach zu bedienen, lange Akkulaufzeit, leicht, weniger Abwärme... Bei einem Laptop muß man dagegen nicht so viel auf den Speicherplatz achten, kann auch mal eine CD einwerfen oder sogar brennen, hat einen großen Bildschirm, eine Maus (für Koordination evtl. recht hilfreich) und eine Tastatur. Schaue ab und an Quizsendungen, was mir da aufgefallen ist das ältere Leute häufig Probleme mit den Touchpads haben, bei einer Tastatur hat man immer gleich eine Rückmeldung beim Touch wohl nicht. Der Tipp mit dem Ton war Gold wert, daran hatte ich noch gar nicht gedacht.
Holger L. schrieb: > Ich finde ein Tablet ja eigentlich nicht schlecht. Saublöd, wenn man auch mal Mails schreiben will und keine separate echte Tastatur hat. Eigene Erfahrung mit dieser Altersklasse: Tablet ist Mist, weil immer was Unerwünschtes passiert, egal wo man das Ding anfasst. Mal erwischte er eine Taste am Rand und stellte die Lautstärke auf 0, mal traf es den Ausschalter im Dauerdruck, mal ein Icon am Bildschirmrand. Auf dem Bildschirm was zeigen ist bei einem empfindlichen Touchscreen auch keine gute Idee. Tastatur ist besser. Ich selbst sitze für Web und Forum meist an einem EeeBook. 11,6" no-Touchscreen, 11h Akku indoor. ~220€. Kein Rennpferd, aber für Web, Youtube, Mail usw ausreichend. https://www.heise.de/preisvergleich/asus-eeebook-x206ha-fd0051t-weiss-90nl0072-m05730-a1551151.html?hloc=at&hloc=de
Test mit iPhone zeigte eine böse Falle von Apples Oberfläche, wenn das Bild- und Situationsgedächtnis nicht mehr perfekt arbeitet: Es gibt keinen einfachen Weg zurück auf den Ausgangsschirm innerhalb der Anwendungen. Meist geht es mit Klick links oben, aber wenn man dann angekommen ist, wechselt die Bedeutung von "links oben" und man läuft wieder zurück ins Labyrinth. Dann kommt ein Anruf "ich weiss nicht weiter". Man kann zwar mit der Taste auf den Homescreen, aber wenn man dann die App anklickt, dann landet man wieder genau da im Labyrinth der App-Schirme, wo man vorher war. Man kann Apps zwar abschiessen, aber ganz so trivial ist das auch wieder nicht und dieses Verfahren muss man erst einmal verinnerlicht haben. Android ist da tatsächlich einfacher, weil es ein "Zurück" gibt, mit der man praktisch jede Anwendung wieder auf den Ausgangsschirm zurück kriegt, ggf. auch beendet. Senior muss sich nur merken, so lange auf "Zurück" zu gehen, bis man sich wieder zu Hause fühlt. Ausserdem kann man bei Android einen weniger stressigen Launcher installieren, da gibts ein paar für Senioren wesentlich besser geeignete. Mit etwas Glück findet man sogar eins mit funktionsfähigem Teamviewer. Ganz nützlich, wenn der Support nicht direkt ums Eck wohnt.
Ohne einen Streit zwischen Windows und Linux auslösen zu wollen: Auf dem alten Senior-Desktop lief noch Windows XP und das musste nun endlich ersetzt werden. Die Aussicht auf zwei völlig verschieden arbeitende Desktops nebeneinander, klassisch und Kacheln, roch sehr nach Problemen im Verständnis und dem Hilfeschrei "ich will hier raus!". Das Ergebnis war statt dessen Linux Mint/Mate. Das ist XP ähnlicher als neuere Windows Versionen es sind. Die Umstellung klappte dann auch problemlos.
A. K. schrieb: > dann landet man wieder genau da im Labyrinth der > App-Schirme, wo man vorher war. Öh, dann solltest du mit zwei Fingern den Bildschirm zusammenziehen, dann kommst du auf die Zwergfenster und kannst da schliessen, was du möchtest. Also meine Ma hats kapiert und freut sich über die Bedienung. Hatten es ursprünglich gegen Papas Langeweile gekauft, aber der liest lieber Zeitung und so ist das iPad bei Ma gelandet. Allerdings ist mein alter Herr auch nochmal 10 Jahre älter als die Zielperson des TE.
Matthias S. schrieb: > Öh, dann solltest du mit zwei Fingern den Bildschirm zusammenziehen, > dann kommst du auf die Zwergfenster und kannst da schliessen, was du > möchtest. Ich schrieb selbst bereits, dass es Wege gibt. Nur funktionieren in meiner Erfahrung mit einem Senior von an die 90 Lenzen jene Wege besser, die auf dem Gerät selbst zu sehen sind. Der von dir beschriebene Weg ist jedoch etwas, das man im Kopf haben muss. Und zwar vorzugsweise auch nach ein paar Wochen Pause noch. Oder man muss es aus einer Schritt-für-Schritt Doku auf Papier hervorkramen. Die Universal-Lösung für Alle gibts hier sowieso nicht. Die Leute sind zu verschieden. Hilft ihm als technisch und algorithmisch Denkendem eine Schritt-für-Schritt Anleitung weiter, ist das für sie (viel jünger) völlig sinnlos, weil sie, ganzheitlich chaotisch denkend, damit auch schon in jüngeren Jahren nichts anfangen konnte.
Schau dir mal die Bedienhilfen des iPad an. Das Ding kann man ziemlich gut auf besondere Bedürfnisse einstellen. walta
Ich phantasiere diese Probleme nicht zusammen. Das ist aus dem realen Leben gegriffen. Was nicht direkt zum Anklicken und in verständlichen Worten auf dem Bildschirm steht, das solltest du weitgehend als nicht existent betrachten. Und zwar muss es dann draufstehen, wenn du es benötigst. Wenn du erst einmal zu einer Hilfeseite musst, ist die Originalseite weg. Unverständliche Piktogramme sind keine Hilfe. Wieso führt ein Klick auf ein Dreieck, oder das wie eine Füllfederspitze aussieht, dazu, dass die laufende Mail versendet wird (diverse Mailprogs in Android)? Rückfrage: "Ja warum schreiben die das nicht einfach ran?" Antwort: "Vati, das geht nach Design, nicht nach Funktion. Text hässlich, Bild schön.". Und weshalb sieht das in jeder major release völlig anders aus, bloss weil Google die Designrichtlinien auf den Kopf gestellt hat. Du willst von Fenster B zu Fenster D, findest aber auf dem Schirm kein D, sondern nur A und C. Kenner wissen, dass man von C nach D kommt. Senioren nicht. Junioren klicken und wischen einfach so lange rum, bis sie da sind. Erstens trauen sie sich das, während Senioren viel zu viel Angst davor haben, alles mal durchzuprobieren. Zweitens können Junioren dir hinterher grob den Weg aus dem Gedächtnis aufpinseln, während Senioren kurz drauf vor dem gleichen Problem stehen. Und worauf reagiert ein Smartphone. Das man auf ein Icon draufklicken kann, das liegt ziemlich nahe, das geht. Bei nicht entsprechend hervorgehobenem Text wird das schon weniger selbstverständlich. Und irgendwelche Wischerei ist nur dann naheliegend, wenn damit eine entsprechende Verschiebung einhergeht. Nicht aber, wenn das was auslöst, das mit einer Wischbewegung nicht zu tun hat. Von magischem Verhalten bei Schütteln und Umdrehen ganz zu schweigen. Oder wieso der Schirm ausgeht, wenn man mit irgendwas zu nah am Näherungssensor landet. Mit Tremor einen empfindlichen Touchscreen zu bedienen ist echt spannend. Der regiert nämlich schon einige Millimeter vor dem Glas. Tastatur und Maus geht problemlos. Aber ein Touchscreen macht gerne eine Wischbewegung aus etwas, was keine sein sollte.
Wenn man älter ist und einem schneller kalt wird nimmt man sich eine Decke, wird dann den Laptop auf die Beine gestellt ist das wohl nicht so gut. Das Gewicht ist auch nicht unerheblich, ich kannte jemanden für den dickere Bücher durchgeschnitten wurden. Nach den Erfahrungsberichten bisher denke ich an eine Hybridlösung. Laptop mit abnehmbaren Display oder Tablet mit Tastatur.
Holger L. schrieb: > Wenn man älter ist und einem schneller kalt wird nimmt man sich eine > Decke, wird dann den Laptop auf die Beine gestellt ist das wohl nicht so > gut. Obigem lüfterlosen EeeBook ist das egal. Steckt sowieso Tablet-Hardware drin.
Tablet mit Tastatur ist eine gute Idee da die Tastatur eine Erweiterung bzw. Erleicherung darstellt. Bei einem Laptop ist Tastatur und Touchpad in die Bedieung fix eingeplant. Ohne ist das Ding schwerer zu bedienen. walta
A. K. schrieb: > Die Aussicht auf zwei völlig verschieden arbeitende > Desktops nebeneinander, klassisch und Kacheln, roch sehr nach Problemen > im Verständnis und dem Hilfeschrei "ich will hier raus!". Da mußt Du aber lange geschlafen haben. Die Kacheln aus W8 sind vorbei. W10 sieht fast wieder so aus, wie W7.
A. K. schrieb: > Mit Tremor einen empfindlichen Touchscreen zu bedienen ist echt > spannend. Der regiert nämlich schon einige Millimeter vor dem Glas. > Tastatur und Maus geht problemlos. Aber ein Touchscreen macht gerne eine > Wischbewegung aus etwas, was keine sein sollte. Das habe ich neulich bei einem Bekannten gesehen; ein Touchpad auf dem Laptop geht damit überhaupt nicht mehr zu bedienen, weil er bei jedem Zitterer draufklickt und dann alle möglichen Sachen aufgehen, was man a) nicht will und b) sich dann damit nicht auskennt und damit in c) Panic Mode verfällt. Da gibt es bei Personen mit Einschränkungen im Bewegungsapparat Schwierigkeiten, an die wir glücklicherweise (noch) nicht Betroffenen nicht im Traum drandenken daß es sie geben kann. Meine Empfehlung für ältere Personen ist daher immer noch ein "altmodischer" Laptop (oder auch Desktop, je nach Platz) mit großem Bildschirm und Maus. Hat sich auch bei meinen Eltern gut bewährt. Zoe
Holger L. schrieb: > Im Prinzip sollte es leicht bedienbar sein, genauer gesagt physisch und > psychisch. Für alte Leute ist ein großer Bildschirm wichtig, also 17". Ich kenne auch viele ältere Leute, die mit dem Touchpad nicht zurecht kommen und eine Maus anschließen.
Peter D. schrieb: > Da mußt Du aber lange geschlafen haben. Eher vermieden als geschlafen. > Die Kacheln aus W8 sind vorbei. Win10 kenne ich nicht. In Win2016 sind sie drin, aber nicht als separater Schirm.
Ich denke auch, dass ein Notebook oder Tablet die beste Alternative ist. Momentan sind die Preise eh am Fallen. Und eine Highend-Ausstattung brauchst du für die Aufgaben nun auch nicht. Schau mal bei http://www.chip.de/artikel/2-in-1-Tablets-Notebooks-guenstig-Alle-Modelle-im-Preis-Leistungs-Ranking_93365376.html zum Beispiel.
Ich empfehle immer noch ein iPad besonders wenn es um alte oder geistig oder körperlich Behinderte Personen geht. Ich sag das deshalb weil ich mit solchen Personen sehr viel Erfahrung habe und ich mich mit den Einstellmöglichkeiten eines iPad bestens auskenne. Praktiker halt. walta
Walta S. schrieb: > Ich empfehle immer noch ein iPad besonders wenn es um alte oder geistig > oder körperlich Behinderte Personen geht. Im Klartext: Du empfiehlst allen ein iPad. Weil du es kennst.
Walta S. schrieb: > Ich empfehle immer noch ein iPad besonders wenn es um alte oder geistig > oder körperlich Behinderte Personen geht. Ich sag das deshalb weil ich > mit solchen Personen sehr viel Erfahrung habe und ich mich mit den > Einstellmöglichkeiten eines iPad bestens auskenne. Praktiker halt. > > walta Da pflichte ich bei, richtig voreingestellt ist das sehr bedienerfreundlich inklusive Eingabehilfen. Wir haben 2 in Gebrauch. Allerdings für längere Texte verwende ich inzwischen lieber das Macbook Pro noch ohne Touchleiste nur Touchpad und Funkmaus dazu. Namaste
Wenn ein vernünftiger Schreibtisch vorhanden ist würde ich nie was anderes als einen normalen PC nehmen. Mindestens 27" Bildschirm damit man was sehen kann und ordentlich große Tastatur, Mouse oder Trackball. I3 oder i5 Prozessor, 8GB Ram 256GB SSD. Ob als NUC hinter dem Bildschirm oder als Miditower unter dem Tisch ist egal. Laptop und Notebook hat seine Berechtigung aber mit zunehmendem alter wird eine Mindestergonomie wichtiger. mfG Michael
Aus eigener Erfahrung auf jeden Fall ein Tablet. Des Preises Wegen eines mit Android angeschafft und verschenkt, aber würde ich nun nicht mehr. Andauernd updates etc. Da ist mein ipad pflegeleichter und würde da auch bei einer neuanschaffung dieses Empfehlen Ein PC stand auch lange Zeit rum, wurde aber nie benutzt, da in einem anderen Raum, das anschalten kompliziert war etc
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