Forum: Offtopic Idee für Windsensor: Sinnvoll?


von Fred Sahlstedt (Gast)


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Hallo,

für einen einfachen, stromsparenden, robusten Windsensor frei aller 
Mechanik, der eigentlich nur eine ungefähre Aussage darüber treffen soll 
wie windig es ist, hätte ich mir folgendes Prinzip vorgestellt:
Ein Hallsensor baumelt samt Schaltung an der versorgenden Leitung in 
einem kleinen Gehäuse (großes Überraschungsei) über einem Magneten. Die 
Zeiten der Sensor Nicht-Auslösung (= weht in irgendeine Richtung, nicht 
in Ruhe über dem Magneten) werden pro einer bestimmten Zeiteinheit 
(vielleicht 10 min) gezählt.

Gibts da von Eurer Seite irgendwelche Einwände? Verbesserungen?

von Der Andere (Gast)


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Fred Sahlstedt schrieb:
> frei aller Mechanik,

Fred Sahlstedt schrieb:
> Ein Hallsensor baumelt samt Schaltung an der versorgenden Leitung in
> einem kleinen Gehäuse (großes Überraschungsei) über einem Magneten.

Hmm, und das ist jetzt keine mechanische Lösung?
Da die Pendelfrequenz unabhängig von der Windstärke ist dürfte das 
Prinzip ziemlich ungeeignet sein. Du misst wenn eher die Anzahl an 
Windböen pro Zeiteinheit.
Siehe auch Pendel https://de.wikipedia.org/wiki/Mathematisches_Pendel

Bau dir einen Hitzedrahtanemomenter. Kann man mit einem kleinen 
Glühbirnchen machen, bei dem man vorsichtig den Glaskörper entfernt.

Gut Stromsparend ist das nicht ganz.

von Karls Q. (karlsquell)


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Ich würde einfach mal nen Test machen und beobachten, wie sich so ein 
Gehäuse im Wind bewegt.

Meine Zweifel wären:
- Gehäuse pendelt nicht, sondern kommt ins schlingern bzw kommt in eine 
kreisförmige Bahn.
-Anzahl der Pendelhübe ist nicht linear mit der Windstärke, sondern mit 
der Böhigkeit

Wieso nicht das gute alte Windrad benutzen? Wenn die Achse genug Spiel 
hat, wird da nichts festgehen, auch bei Korrosion.

Zu kaufen gibt es ja die Dinger auch, aber das kann ja jeder.

Ich würde es einfach mal ausprobieren!

von Md M. (Firma: Potilatormanufaktur) (mdma)


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Fred Sahlstedt schrieb:
> Gibts da von Eurer Seite irgendwelche Einwände?

Das klingt nach dem so ziemlich schlechtesten Windsensor, den ich mir 
vorstellen kann.

> Verbesserungen?

Verschlechterung geht kaum. Hier mein Verbesserungsvorschlag: Vergiss 
dein Konzept ohne Mechanik, welches gar kein Konzept ohne Mechanik war. 
Statt dessen schlachtest du ein altes CD-ROM-Laufwerk. Darin findest du 
einen Motor, der digitale Hallsensoren enthält. Diese kannst du 
auswerten. Bis dahin brauchst du also gar nicht viel bauen. Auf die 
Achse des Motors bastelst du einen Vertikalrotor (siehe 
https://de.wikipedia.org/wiki/Vertikalrotor_(Windturbine) ). Das hat den 
Vorteil, dass es egal ist, aus welcher Richtung der Wind kommt und ob er 
dreht. Den Roto kannst du bequem aus Plastik- oder soghar Papierstreifen 
bauen.

von Willi R. (roemer)


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Md M. schrieb:
> Das klingt nach dem so ziemlich schlechtesten Windsensor

Na ja ganz so dumm ist die simple Idee vermutlich nicht.
Der andauernden Auslenkung des geeignet lang aufgehängten, geeignet 
schweren, pendelnden Sensorgehäuses entspricht ganz klar eine 
Energiemenge, die der Wind liefert. Diese Energiemenge korreliert ganz 
unzweideutig mit der Windgeschwindigkeit. Zumindest die Auflösung von 
keinem, sehr schwachem bis hin zu starkem Wind sollte so in ein paar 
Stufen und bezogen auf einen längeren Zeitraum möglich sein. Im Chaos 
kreiselnder Bewegungen ist die Umrechenbarkeit in irgendwelche m/s 
Windgeschwindigkeit freilich von vornherein ausgeschlossen. Ein 
Windflügelrad hingegen summiert und mittelt ganz unchaotisch alle 
kleinen Windstöße zu einem eindeutigen, hochaufgelösten Wert. Zum Preis 
von mehr mechanischem Aufwand natürlich.

von Heinz V. (heinz_v)


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Venturirohr plus Drucksensor

von Md M. (Firma: Potilatormanufaktur) (mdma)


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Willi R. schrieb:
> Md M. schrieb:
>> Das klingt nach dem so ziemlich schlechtesten Windsensor
>
> Na ja ganz so dumm ist die simple Idee vermutlich nicht.

War etwas überspitzt ausgedrückt, sollte gar nicht ganz so negativ 
klingen.

> Der andauernden Auslenkung des geeignet lang aufgehängten, geeignet
> schweren, pendelnden Sensorgehäuses entspricht ganz klar eine
> Energiemenge, die der Wind liefert. Diese Energiemenge korreliert ganz
> unzweideutig mit der Windgeschwindigkeit. Zumindest die Auflösung von
> keinem, sehr schwachem bis hin zu starkem Wind sollte so in ein paar
> Stufen und bezogen auf einen längeren Zeitraum möglich sein. Im Chaos
> kreiselnder Bewegungen ist die Umrechenbarkeit in irgendwelche m/s
> Windgeschwindigkeit freilich von vornherein ausgeschlossen.

Eben. Besser wär z.B. statt einem Band oder den Zuleitungsstrippen einen 
etwas elastischen Stab zu nehmen. Oder eine elastische Fläche, Pappe 
oder so. Dann müsste man wieder die Richtung nachführen.

> Ein
> Windflügelrad hingegen summiert und mittelt ganz unchaotisch alle
> kleinen Windstöße zu einem eindeutigen, hochaufgelösten Wert. Zum Preis
> von mehr mechanischem Aufwand natürlich.

Deswegen dachte ich ja dran, ein CD-ROM-Laufwerk zu schlachten. Da kann 
man quasi direkt einen Arduino an die Hallsensoren dranhängen, für den 
Fall, dass es dem TO um eine Anwendung von Hallsensoren ging. Und ein 
Windrad ist halt schnell gebastelt.

von Harald W. (wilhelms)


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Fred Sahlstedt schrieb:

> für einen einfachen, stromsparenden, robusten Windsensor frei aller
> Mechanik, der eigentlich nur eine ungefähre Aussage darüber treffen soll
> wie windig es ist, hätte ich mir folgendes Prinzip vorgestellt:

http://1.bp.blogspot.com/-VL8XzFbou_E/VKL-0TIsQ3I/AAAAAAAACBY/7lLm9M-rj-s/s1600/Eselsbarometer.jpg

von Mani W. (e-doc)


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Nimm einen kleinen, leicht laufenden DC-Motor (Kassettenrecorder oder 
ähnliches) und montiere 3 Halbschalen auf die Achse
(halbes Überraschungsei oder halber Ping-Pong Ball), fertig ist das 
Selbstbauanemometer...

So wie bei fertigen Windmessern, nur billiger...

https://www.google.at/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwiu2fXMoI7TAhUEQJoKHbNHB3kQFggaMAA&url=http%3A%2F%2Fwww.bauanleitung.org%2Fselbstbau%2Fanemometer-bauanleitung%2F&usg=AFQjCNEF6Lvw59UIPCxs89ZiXgt1_7aHaQ

Das braucht keinen Strom, sondern gibt analog Spannung und Strom aus,
Zeigerinstrument dran und fertig...

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