Forum: PC Hard- und Software PC-Gehäuse und EMV kein Thema mehr?


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von prg (Gast)


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Mir ist aufgefallen, dass immer mehr ATX Gehäuse für den PC mit 
Sichtfenstern angeboten werden. Seit neustem mit rel. edel wirkendem 
sog. Tempered Glas anstatt schnödem Plexiglas.

Das Thema EMV scheint dabei aber kaum einen Hersteller mehr zu stören. 
Und auch die Fachzeitschriften schweigen still oder habe ich es etwa nur 
überlesen?

Will mir demnächst ein neues Gehäuse als Basis für einen neuen PC 
anschaffen und bin nun selber am überlegen, ob so ein 
Sichtfensterdingens mit Einblick oder der doch gute alte blickdichte 
aber bullig wirkende Stahlkoloss in Frage kommt.

Meinungen dazu?

von Hugo (Gast)


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Heutzutage strahlt WLAN und PowerLAN viel stärker als ein moderner PC.

von Winfried M. (win)


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Verkauft wird das, was gefällt. Aber vermutlich ist vieles nicht konform 
mit europäischem Recht.

Die physikalischen Grundlagen haben sich nicht geändert und die 
Richtlinien für Abstrahlung und Störfestigkeit auch nicht.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Winfried M. schrieb:
> Verkauft wird das, was gefällt. Aber vermutlich ist vieles nicht konform
> mit europäischem Recht.

Der Verkauf des nackten Gehäuses verstößt auf keinen Fall gegen 
irgendwelches Recht. Man kann sich mit solch einem Produkt so lange in 
die EMV-Kammer hocken und nach Emissionen suchen wie man will.

Allerdings muss natürlich der Inverkehrbringer des Gesamtgeräts 
ebenfalls die Einhaltung der relevanten Vorschriften, z.B. auch EMV, 
gewährleisten und ggf. auch die Einhaltung auch nachweisen. Und da sieht 
es schon etwas anders aus. Ich kann mir durchaus sehr gut vorstellen, 
dass sich so mancher PC-Schrauber überhaupt keine Gedanken über EMV 
macht, denn ansonsten wäre ja auch so manche andere Komponente in 
Deutschland bzw. der EU verkaufsfähig. Erstaunlicherweise findet man 
diese PCs mit Fenster auch nur im Selbstbau oder bei kleineren lokalen 
PC-Händlern, aber nicht bei der großen Händlern, die ggf. eher in den 
Fokus der Marktüberwachung geraten oder eben auch Mitarbeiter haben, die 
sich tatsächlich um die ganzen Konformitätsangelegenheite kümmern.


> Die physikalischen Grundlagen haben sich nicht geändert und die
> Richtlinien für Abstrahlung und Störfestigkeit auch nicht.

Naja, Herr Maxwell hat zwar in der letzten Zeit seine Gesetze nicht 
überarbeitet, aber es hat sich im PC-Bereich schon sehr viel geändert. 
Während man bei den traditionellen Bussen ((E)ISA, Microchannel, VLB, 
PCI) einen Haufen HF-technisch nicht abgeschlossener Leitungen hatte, 
die zudem noch mit mehr oder weniger vielen Stichleitungen versehen 
wurden, gibt es heutzutage fast ausschließlich 
Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, z.B. bei PCI Express, SATA/SAS, USB, bei 
denen zudem auch noch eine Erkennung offener Leitungsenden erfolgt. 
Weiterhin hat man (bei USB nur eingeschränkt) eine streng 
differentielle, impedanzkontrollierte Signalisierung ohne Massebezug, so 
dass auch keine großen Leiterschleifen über die Versorgungspotentiale 
entstehen.

Andererseits verwendet man dementsprechend höherfrequente Signale mit 
wesentlich steileren Signalflanken als früher, aufgrunddessen natürlich 
schon der kürzeste Stummel als Antenne fungiert.

von Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)


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Die Zulassung gilt ja nicht für Einzelkomponenten sondern nur für das 
gesamte Gerät. Wenn du einen störenden Rechner zusammennagelst bekommst 
du Besuch vom Gilb.
Oder -wie kürzlich im Bekanntenkreis- von den Feldjägern. Da hat der 
offene Aufbau die Mil-Funkstrecke gestört.

Das ist mit Powerline ähnlich. Wenn sich jemand über Störungen beschwert 
steht ebenfalls der Gilb vor der Haustür und legt die Anlage still. Es 
gibt ja immernoch keine Allgemeinzulassung für den Rotz.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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zu all der Thematik von wegen Sicherheit, EMV etcpp sage ich nur:

mach 'ne Kleinkrauterfirma auf und versuche nur mal einen Kopfhörer,
ganz normal kabelgebunden mit Stecker auf den Markt zu bringen.

Du glaubst garnicht,
was einem da alles für Dinge zwischen die Beine geworfen werden.

da ist eine Hundehütte mit zigfachen Störquellen drin
doch überaupt nix dagegen.
wie ein Hersteller sowas auch immer hinbekommt.

wahrscheinlich haben selbst die klein aussehenden Firmen,
die sowas anbieten Rückendeckung durch Grosskonzerne,
da diese eigentlich dazu gehören.
Oder das Politbüro in PRC übernimmt das.
Backschisch-Zahlungen können dann entsprechend ausfallen.

von Ich A. (alopecosa)


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Hat überhaupt mal jemand der EMV Verfechter hier, eine aussagekräftige 
Messreihe mit einem aktuellen PC im "Standardgehäuse" und dann nochmal 
im "Fenstergehäuse" gemacht?

Ich glaube kaum...

Aber das Thema ist nicht so "brisant" wie manche vielleicht meinen...

Und abgesehen davon, Natürlich verkaufen auch große Hersteller 
mittlerweile Zuahus PCS mit Fenster und alelrlei Schnickschnack, einfach 
weil man damit Geld verdienen kann, denn wenn der X-te Progamer seinen 
Namen für einen Komplett PC hergibt, dann wird der natürlich auch 
gekauft, der Feld-Wald-und-Wiesen Gamer will ja schließlich mit dem 
gleichen Equipment aufwarten...

Oo

von Georg (Gast)


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prg schrieb:
> Das Thema EMV scheint dabei aber kaum einen Hersteller mehr zu stören.

Warum auch, der verkauft ja nur ein Blechgehäuse. Wie es mit der EDV 
aussieht, wenn du irgendwas einbaust, ist deine Verantwortung. Der 
Gehäusehersteller kann das garnicht beurteilen, vielleicht hast du ja 
ein nichtstrahlendes Motherboard...

Georg

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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aber man kann sich wundern.

Aus nem Plexi-Fenster kann so gut wie nix rauskommen,
während ein nicht ganz so 100%ig eingesetztes Slotblech
nen Schlitz frei lässt und das da raus trötet (oder rein kommen kann).
Das hat dann zusammen mit dem Entstehungsort
irgendwie genau die Wellenlänge der einzigen vagabundierenden Welle,
die das dann natürlich gerne zum Anlass nimmt, rauszukommen

;)  O_°

irgendwas is' immer...

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