Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Modulares System für Kommunikationsschnittstellen


von nils (Gast)


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Hallo,

zum Testen unserer Produktpalette bin ich auf der Suche nach einer 
Mikrocontroller-Platform, welche einfach mit verschiedenen 
Kommunikationsschnittstellen erweitert werden kann.
U.a.
- USB
- Ethernet (auch aktives PoE)
- RS485
- RS232
- UART
- Bluetooth
- W-Lan
- ....

Idealerweise wäre ein Bussystem, damit es möglich ist alle benötigten 
Schnittstellen für ein Produkt auf einem Board unterzubringen und dann 
mit einem Stecker mit dem Mikrocontroller-Board zu verbinden.

Es geht mir nur um eine HW-Platform bzw. eine standarisiertes Bussystem 
mit dem das möglich ist. Software würde selbst entwickelt werden.

Da in Zukunft verschiedene Kommunikationsschnittstellen dazukommen 
können, wäre ein Hersteller-übergreifendes System wünschenswert.

Vielen Dank,
nils

von Strubi (Gast)


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Du brauchst also einen modularen (Embedded) PC.
Was anderes, standardisiertes und bezahlbares ist mir nicht bekannt.
Aber typischerweise ist die eierlegende Wollmilchsau nie vorhanden oder 
so teuer, dass man sich dann doch einen ganzen Bauchladen mit 
Einzelgeräten für die Testbench zurechtlegt...

von nils (Gast)


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Danke für deine Antwort!

Strubi schrieb:
> Du brauchst also einen modularen (Embedded) PC.

Ich brauche keinen PC, da auf dem Gerät kein Betriebssystem laufen soll, 
sondern eine eigenentwickelte Firmware.

von Georg G. (df2au)


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Auch, wenn gleich wieder ein paar Leute aufheulen werden: Die Arduino 
Baureihe mit ihren Shields bietet dir doch genau das verlangte.
Und niemand zwingt dich, auch die Arduino Software zu verwenden.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Eventuell wären die Anybus CompactCom von HMS das Richtige für Deinen 
Anwendungsfall:

https://www.anybus.com/products/embedded-index

Gerade wenn es um Verbindungen zu zertifizierungspflichtigen 
Feldbussystemen geht und man als Hersteller mehrere davon unterstützen 
muss, kommen solche Module zum Einsatz. Allerdings sei auch nicht 
verschwiegen, dass diese Module RICHTIG teuer sind, d.h. selbst in 
großen Stückzahlen legt man noch über 100,- EUR pro Stück hin.

von Strubi (Gast)


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nils schrieb:
> Danke für deine Antwort!
>
> Strubi schrieb:
>> Du brauchst also einen modularen (Embedded) PC.
>
> Ich brauche keinen PC, da auf dem Gerät kein Betriebssystem laufen soll,
> sondern eine eigenentwickelte Firmware.

Und du willst die ganzen Netzwerk/USB/BT-Stacks selber schreiben?

Für mich gibt's eine Regel: Bei der goldenen Referenz/Testbench auf 
Bewährtes verlassen. ("Avoid having to debug your debugger")

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Strubi schrieb:
> Und du willst die ganzen Netzwerk/USB/BT-Stacks selber schreiben?

Das wäre bei den Anybus-Modulen nicht erforderlich. Stattdessen 
implementiert man nur das UART-basierte Protokoll zwischen uC und 
Anybus-Modul, welches für alle Module eingermaßen gleich aussieht. 
Allerdings kann man damit in Sachen Durchsatz und Funktionalität leider 
wirklich keine Rekorde aufstellen.

> Für mich gibt's eine Regel: Bei der goldenen Referenz/Testbench auf
> Bewährtes verlassen. ("Avoid having to debug your debugger")

Genau, insbesondere bei kleinen Stückzahlen. Oder wenn man ein 
Großserienprodukt hat, bei dem wichtige Kunden darauf bestehen, dass man 
es statt mit X auch mit Y anschließen können soll, aber hinter Y nur 
homöopathische Stückzahlen stecken.

von Peter Z. (hangloose)


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