Defekter Transformator?

Gast #4970138
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Hallo,

ich besitze einen Yamaha EMX 640 Powermixer, der leider defekt ist. Ich 
habe die Vermutung, dass der Trafo defekt ist, da auf der Primärseite, 
wenn er nicht unter Spannung steht, zwischen Neutralleiter und Phase nur 
6Ω Widerstand ist. Was meine Theorie bestätigen würde ist, dass die 
Feinsicherung auf der Primärseite durchgebrannt ist. Auf der 
Sekundärseite schließen sich die roten Leitungen und die schwarze 
Leitung sogar kurz. Leider sind auf dem Trafo keine Angaben. Auf der 
Platine stehen an dem Steckverbinder die Angaben "~21 G ~21 ~65 G ~65". 
Habe ich richtig gemessen bzw. ist der Trafo defekt oder nicht?

Paul
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#4970150
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https://www.manualslib.com/manual/196753/Yamaha-Emx640.html?page=15#manual
da gibt es zwar ein Blockschaltbild, aber die Stromversorgung ist nicht 
gezeigt. 230V und 200Watt sind schon ein größerer Trafo, dessen 
DC-Widerstand so klein sein könnte. Ein Induktivitätsmessgerät würde 
etwas mehr aussagen.
Hier muss man sich registrieren, dann gibts anscheinend auch ein 
Servicehandbuch
https://www.hifiengine.com/manual_library/yamaha/emx-640.shtml
#4970182
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Wenn ein Regeltrenntrafo vorhanden ist ( sollte man bei solchen 
Reparaturen immer haben ) würde ich den Trafo mal primäseitig über einen 
Ampermeter an den Regeltrenntrafo hängen die Sekundär offen lassen.

Dann kann man unter Beobachtung des Ampermeters die Spannung langsam 
hoch drehen. Man sieht ja ob der Trafo zuviel Ruhestrom zieht, was dann 
auf einen Windungsschluss schließen lässt.

Sollte sich der Trafo hier normal verhalten ( Ruhestrom bei maximal 
100mA )

dann die Sekundärseite des Trafos an die Schaltung anschließen und 
Primärspannung nochmal langsam hochregeln. Hier könnte man den defekte 
Gleichrichter Netzelco oder defekte Endtransistoren aufdecken.

Ralph Berres
#4970203
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Paul schrieb:
> Ich
> habe die Vermutung, dass der Trafo defekt ist, da auf der Primärseite,
> wenn er nicht unter Spannung steht, zwischen Neutralleiter und Phase nur
> 6Ω Widerstand ist.

Völlig in Ordnnug.

> Was meine Theorie bestätigen würde ist, dass die
> Feinsicherung auf der Primärseite durchgebrannt ist.

Die brennt auch durch, wenn die Gleichrichter oder Siebelkos Kurzschluss 
haben.

> Auf der
> Sekundärseite schließen sich die roten Leitungen und die schwarze
> Leitung sogar kurz

Du meinst, der Widerstand ist gering. Na freu dich, sind auch weniger 
Verluste.

Ein Trafo funktioniert nur mit Wechselspannung. Wäre der Widerstandswert 
unendlich wäre das schlimmer, dann hätte eine interne 
Temperatursicherung ausgelöst.
Gast #4970306
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alles in allem ist der Trafo mit großer Wahrscheinlichkeit ok.
Hattest Du mal versucht, die Feinsicherung zu ersetzen?
Das wäre mein erster Schritt gewesen.
Und wenn der Ersatz auch gleich aufbrennt, heißt das meistens, dass der 
Trafo sekundärseitig kurzgeschlossen ist.
Hauptverdächtige sind dann durchgebrannte Endtransistoren, in deren 
Gefolge noch eine Reihe weiterer Bauteile über den Deister gegangen sein 
dürften.
#4970321
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Dann trenne die Sekundärwicklung ab und schalte den Trafo einfach mal 
ans Netz. Wenn Primärsicherung dann immer noch durchbrennt ist es der 
Trafo wenn nicht, würde ich die Teile was hinter der Sekundärwicklung 
kommt mal durchmessen. Dazu genügt zunächst mal ein Ohmmeter.

Gleichrichter Ladeleco und Endtransistoren wären für mich dann 
verdächtig.

Wenn die Endtransistoren einen Kurzschluss haben sollten ( zwischen 
Emitter und Kollektor ) dann wirst du bei deinen Kenntnisstand Hilfe 
benötigen.

Eine Endstufe zu reparieren ist nicht mehr so einfach, weil defekte 
Endtransistoren Folgefehler verursachen, was bis zu kompletten wechseln 
aller Bauteile in der Endstufe führen kann.

Für die Inbetriebnahme ist dann wieder ein Regeltrenntrafo oder 
zumindest ein passendes Labornetzteil welche auch die Betriebsspannungen 
und Ströme bereitstellen kann vonnöten.


Einfach einschalten führt nach wechseln der Bauteile zumeist wieder zum 
durchbrennen der Endtransistoren, weil der Ruhestrom neu eingestellt 
werden muss.

Notfalls hilft statt Regeltrenntrafo auch eine 100 W Glühlampe welches 
in Reihe zur 230 V geschaltet wird direkte Rauchwölkchen zu vermeiden.

Ralph Berres
Gast #4970328
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Okay, danke!

Leider habe ich gerade keine Passenden da. Ich werde mir mal welche 
bestellen und sehen, ob sie wieder durchbrennt. Am besten teste ich es 
dann erst einmal ohne Last an den Sekündärwicklungen. Auf der 
Verstärkerplatine habe ich mal alle Transistoren, die für das Verstärken 
zuständig sind durchgemessen. Wenn ich sie im eingelöteten Zustand 
messe, sind bei vier Stück Emitter und Kollektor kurzgeschlossen. Zwei 
davon habe ich auch schon im ausgelöteten Zustand gemessen. Dort ist das 
nicht der Fall.
Gast #4970434
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Wenn ich auf der Platine den DC-Widerstand zwischen der + und - Leitung 
messe, besteht erst ein Kurzschluss und nach einiger Zeit steigt der 
Widerstand auf ca. 17kΩ, bleibt allerdings nicht konstant. Könnte das 
von den Elkos stammen?
Persönliche Seite #4970534
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Paul schrieb:
> Ich habe nochmal nachgemessen. Sie sind nicht kurzgeschlossen
> sondern
> weisen nur einen geringen Gleichstromwiderstand auf. (ca. 47Ω).

Paul schrieb:
> Wahrscheinlich wird der geringe Widerstand zwischen Emitter und
> Kollektor, wenn ich auf der Platine messe, durch ein anderes Bauteil
> verursacht, oder?

Entweder misst du irrtümlich zwischen Basis und Emitter, oder die 
kleineren Transen (2SA1708/2SC4488) sind durchlegiert.
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Gast #4970635
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Ich habe immer an den beiden Außenleitungen gemessen.

Ich habe beide durchgemessen. Der C4488 hat im ausgelöteten Zustand 
einige Megaohm Gleichstromwiderstand zwischen Emitter und Kollektor. 
Allerdings hat er im eingelöteten Zustand (auch, wenn er ausgelötet ist 
und ich an den Lötpads messe, wo normalerweise Emitter und Kollektor des 
C4488 liegen) 2,2Ohm DC-Widerstand. Der A1708 hat im eingelöteten 
Zustand einen DC-Widerstand von ca. 4 Megaohm, weswegen ich ihn noch 
nicht ausgelötet habe. Wo kommen die 2,2Ohm bei dem C4488 her?

Paul
Gast #4971576
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Christoph K. schrieb:
> https://www.manualslib.com/manual/196753/Yamaha-Em...
> da gibt es zwar ein Blockschaltbild, aber die Stromversorgung ist nicht
> gezeigt. 230V und 200Watt sind schon ein größerer Trafo, dessen
> DC-Widerstand so klein sein könnte. Ein Induktivitätsmessgerät würde
> etwas mehr aussagen.
> Hier muss man sich registrieren, dann gibts anscheinend auch ein
> Servicehandbuch
> https://www.hifiengine.com/manual_library/yamaha/e...

Danke!
Ich habe mich mal registriert. Da gibts tatsächlich einen Schaltplan.

Paul
Gast #4971855
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Die 47Ohm zwischen Basis und Emitter sind ganz normal. Da ich jetzt den 
Schaltplan habe, habe ich gesehen, dass dort ein 47Ohm Widerstand 
verbaut ist. Die Beine des Brückengleichrichters sehen etwas angelaufen 
aus. Ich habe ihn mal an einen 9V Trafo gehangen und er liefert 9V 
Gleichspannung mit 5V Wechselspannungsanteil. Eine LED leutet jedoch 
ohne erkennbares Flackern.

Paul
Persönliche Seite #4971962
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Paul schrieb:
> Die 47Ohm zwischen Basis und Emitter sind ganz normal. Da ich
> jetzt den
> Schaltplan habe, habe ich gesehen, dass dort ein 47Ohm Widerstand
> verbaut ist.

Das hättest Du in meinem Beitrag auch schon sehen können (ich hatte dort 
einen kleinen Schaltplanauszug angehängt).

Magnus M. schrieb:
> Paul schrieb:
>> Ich habe nochmal nachgemessen. Sie sind nicht kurzgeschlossen
>> sondern
>> weisen nur einen geringen Gleichstromwiderstand auf. (ca. 47Ω).
>
> Paul schrieb:
>> Wahrscheinlich wird der geringe Widerstand zwischen Emitter und
>> Kollektor, wenn ich auf der Platine messe, durch ein anderes Bauteil
>> verursacht, oder?
>
> Entweder misst du irrtümlich zwischen Basis und Emitter, oder die
> kleineren Transen (2SA1708/2SC4488) sind durchlegiert.

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