Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik laptop akku Frischzellenkur?


von Vlad T. (vlad_tepesch)


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Hi,

mein N56 Akku ist so gut wie tot. Windows meckert, er soll ausgetauscht 
werden und die Laufzeit ist im unteren 2stelligen Bereich.

Bringt es was, die Zellen durch neue zu ersetzen, oder merkt sich die 
Elektronik irgendwelche stände, so dass auch ein Speicher gelöscht 
werden müsste?
Hat jemand erfahrung mit so was?

von Εrnst B. (ernst)


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Kenne deinen Akku nicht, aber manche BMS legen den Akku permanent still, 
wenn einmal eine Zellenspannung zuweit abgesunken ist.
(Idee dahinter: Tiefentladene Zellen keinesfalls wieder aufladen)

Kann also nötig sein, während des Wechsels dem BMS entsprechende 
Zellenspannungen vorzugaukeln. Oder hoffen, dass man irgendwo per I2C 
oder so rankommt, um den zu resetten.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Vlad T. schrieb:
> oder merkt sich die Elektronik irgendwelche stände, so dass auch ein
> Speicher gelöscht werden müsste?

Das ist bei Notebook-Akkus der Regelfall. Oft werden dazu irgendwelche 
Ladecontroller-ICs von benchmarq (jetzt TI) verbaut, zu denen es keine 
Datenblätter gibt, so daß das Zurücksetzen/Neutrainieren des 
Ladecontrollers unnötig erschwert/verunmöglicht wird.

von pegel (Gast)


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In der Bucht gibt es für ca. 20€ einen Neuen.
Lohnt da das probieren überhaupt?

von Vlad T. (vlad_tepesch)


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pegel schrieb:
> In der Bucht gibt es für ca. 20€ einen Neuen.
> Lohnt da das probieren überhaupt?

wahrscheinlich hast du recht. Bei dem Preis für einzelne Zellen, is man 
mit 6 stück auch in dem Bereich.

von Boris O. (bohnsorg) Benutzerseite


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Oft werden dazu irgendwelche
> Ladecontroller-ICs von benchmarq (jetzt TI) verbaut, zu denen es keine
> Datenblätter gibt

Ich verbaue sogar solche ominösen undokumentierten 
Bausteine…verrückterweise habe ich dazu scheinbar aus meinem 
Paralleluniversum Informationen direkt in meinem Kopf behalten. Aber den 
Akku aufzuhebeln, um unter einem Klecks Silikonkleber eine Gruppe 
winziger Glyphen zu suchen ist sicher drin, wenn er ohnehin die Zellen 
tauschen will, samt Löten von Nickel-Blech an Li-Ion-Zellen, denn ein 
Punktschweißgerät hat er sicher nicht usf.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Boris O. schrieb:
> verrückterweise habe ich dazu scheinbar aus meinem Paralleluniversum
> Informationen direkt in meinem Kopf behalten.

Ich habe nicht geschrieben, daß Bausteine von benchmarq prinzipiell 
undokumentiert wären. Das ist nicht der Fall, natürlich gibt es auch 
welche mit anständigen Datenblättern.

Aber die, die man in Akkupacks diverser Notebooks findet, die gehören 
leider oft in die undokumentierte Ecke. Und da wird auch Dein 
Paralleluniversum Dir kaum weiterhelfen (es sei denn, Du hast dort 
Kontakte zu den Hardwareentwicklern, die sich die Dinger von 
benchmarq/TI nach ihren Volumenwünschen schnitzen lassen).

von Vlad T. (vlad_tepesch)


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Boris O. schrieb:
> samt Löten von Nickel-Blech an Li-Ion-Zellen, denn ein
> Punktschweißgerät hat er sicher nicht usf.

nein, ich hätte welche mit lötfahne gesucht, da direkt dran 
rumzubrutzeln wäre mir auch zu heikel.

von Timmo H. (masterfx)


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Also ich habe das bei meinem LG Laptop gemacht. Ich habe auch einige 
Dutzend 18650 Zellen aus alten Notebook-Akkus ausgeschlachtet. I.d.R. 
waren 90% davon noch in Ordnung, nur der BMC war halt der Meinung nicht 
mehr Laden zu müssen.

Fallen sie einmal zu weit unter die Schwellspannung, sodass der BMC 
meint, die Akkus wären tiefenentladen, werden sie offensichtlich auch 
nicht mehr voll geladen.
Oftmals findet man in Notebook Akkus 3s2p,3s3p, 4s2p oder 4s3p.
In meinem Fall waren alle Akkus noch über 2V und ich habe die parallel 
geschalteten Akkus jeweils separat mehrmals geladen und entladen und bin 
bei allen auf ca. 4000mAh gekommen (bei einem Cut-Off von 3,4V, also 
2000 mAh pro Zelle). Das ist für diese Akkus noch ein recht normaler 
Wert.
Nach dem einzelnen Aufladen der Zellen hat das Notebook fast wieder die 
gleiche Laufzeit vor anfangs. Vorher hat er noch ca. 3 Minuten gehalten. 
Jetzt lässt sich das Akkupack auch wieder über das mitgelieferte 
Ladegerät ganz normal aufladen.
Das muss natürlich so nicht immer der Fall sein. Aber von den einigen

Das größte Problem ist bei Notebook-Akkus eigentlich das Gehäuse. Diese 
sind nämlich meist verklebt/verschweißt sodass man es eigentlich fast 
nicht heile auseinander geschweige denn zusammen bekommt.

Es gibt aber auch "intelligente" BMCs die in einem EEPROM speichern wie 
oft der Akku geladen wurde und wie der Kapazitätsverlauf ist. Irgendwann 
sagen sie dann "Akku kaputt... bitte für teures Geld austauschen"

von ichbin (Gast)


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Selbst wenn die Akkus noch nicht tot waren und man durch Puffern während 
dem Zellentausch eine Spannungslosigkeit des BMS verhindert merken sich 
viele BMS die zuletzt vorhandene Restlaufzeit der Akkus und lassen sich 
auch nicht mit nun mehr Kapazität von 15min auf 2Stunden oder mehr 
rekalibrieren.

von pegel (Gast)


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Habe auch einen NB Akku zerlegt.
Neben einem SSOP28 und Hühnerfutter ist auf der Rückseite noch ein 
winziger 8 Beiner. Nicht lesbare Bezeichnung, aber vermutlich EEPROM.

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