Hi, mein N56 Akku ist so gut wie tot. Windows meckert, er soll ausgetauscht werden und die Laufzeit ist im unteren 2stelligen Bereich. Bringt es was, die Zellen durch neue zu ersetzen, oder merkt sich die Elektronik irgendwelche stände, so dass auch ein Speicher gelöscht werden müsste? Hat jemand erfahrung mit so was?
Kenne deinen Akku nicht, aber manche BMS legen den Akku permanent still, wenn einmal eine Zellenspannung zuweit abgesunken ist. (Idee dahinter: Tiefentladene Zellen keinesfalls wieder aufladen) Kann also nötig sein, während des Wechsels dem BMS entsprechende Zellenspannungen vorzugaukeln. Oder hoffen, dass man irgendwo per I2C oder so rankommt, um den zu resetten.
Vlad T. schrieb: > oder merkt sich die Elektronik irgendwelche stände, so dass auch ein > Speicher gelöscht werden müsste? Das ist bei Notebook-Akkus der Regelfall. Oft werden dazu irgendwelche Ladecontroller-ICs von benchmarq (jetzt TI) verbaut, zu denen es keine Datenblätter gibt, so daß das Zurücksetzen/Neutrainieren des Ladecontrollers unnötig erschwert/verunmöglicht wird.
In der Bucht gibt es für ca. 20€ einen Neuen. Lohnt da das probieren überhaupt?
pegel schrieb: > In der Bucht gibt es für ca. 20€ einen Neuen. > Lohnt da das probieren überhaupt? wahrscheinlich hast du recht. Bei dem Preis für einzelne Zellen, is man mit 6 stück auch in dem Bereich.
Rufus Τ. F. schrieb: > Oft werden dazu irgendwelche > Ladecontroller-ICs von benchmarq (jetzt TI) verbaut, zu denen es keine > Datenblätter gibt Ich verbaue sogar solche ominösen undokumentierten Bausteine…verrückterweise habe ich dazu scheinbar aus meinem Paralleluniversum Informationen direkt in meinem Kopf behalten. Aber den Akku aufzuhebeln, um unter einem Klecks Silikonkleber eine Gruppe winziger Glyphen zu suchen ist sicher drin, wenn er ohnehin die Zellen tauschen will, samt Löten von Nickel-Blech an Li-Ion-Zellen, denn ein Punktschweißgerät hat er sicher nicht usf.
Boris O. schrieb: > verrückterweise habe ich dazu scheinbar aus meinem Paralleluniversum > Informationen direkt in meinem Kopf behalten. Ich habe nicht geschrieben, daß Bausteine von benchmarq prinzipiell undokumentiert wären. Das ist nicht der Fall, natürlich gibt es auch welche mit anständigen Datenblättern. Aber die, die man in Akkupacks diverser Notebooks findet, die gehören leider oft in die undokumentierte Ecke. Und da wird auch Dein Paralleluniversum Dir kaum weiterhelfen (es sei denn, Du hast dort Kontakte zu den Hardwareentwicklern, die sich die Dinger von benchmarq/TI nach ihren Volumenwünschen schnitzen lassen).
Boris O. schrieb: > samt Löten von Nickel-Blech an Li-Ion-Zellen, denn ein > Punktschweißgerät hat er sicher nicht usf. nein, ich hätte welche mit lötfahne gesucht, da direkt dran rumzubrutzeln wäre mir auch zu heikel.
Also ich habe das bei meinem LG Laptop gemacht. Ich habe auch einige Dutzend 18650 Zellen aus alten Notebook-Akkus ausgeschlachtet. I.d.R. waren 90% davon noch in Ordnung, nur der BMC war halt der Meinung nicht mehr Laden zu müssen. Fallen sie einmal zu weit unter die Schwellspannung, sodass der BMC meint, die Akkus wären tiefenentladen, werden sie offensichtlich auch nicht mehr voll geladen. Oftmals findet man in Notebook Akkus 3s2p,3s3p, 4s2p oder 4s3p. In meinem Fall waren alle Akkus noch über 2V und ich habe die parallel geschalteten Akkus jeweils separat mehrmals geladen und entladen und bin bei allen auf ca. 4000mAh gekommen (bei einem Cut-Off von 3,4V, also 2000 mAh pro Zelle). Das ist für diese Akkus noch ein recht normaler Wert. Nach dem einzelnen Aufladen der Zellen hat das Notebook fast wieder die gleiche Laufzeit vor anfangs. Vorher hat er noch ca. 3 Minuten gehalten. Jetzt lässt sich das Akkupack auch wieder über das mitgelieferte Ladegerät ganz normal aufladen. Das muss natürlich so nicht immer der Fall sein. Aber von den einigen Das größte Problem ist bei Notebook-Akkus eigentlich das Gehäuse. Diese sind nämlich meist verklebt/verschweißt sodass man es eigentlich fast nicht heile auseinander geschweige denn zusammen bekommt. Es gibt aber auch "intelligente" BMCs die in einem EEPROM speichern wie oft der Akku geladen wurde und wie der Kapazitätsverlauf ist. Irgendwann sagen sie dann "Akku kaputt... bitte für teures Geld austauschen"
Selbst wenn die Akkus noch nicht tot waren und man durch Puffern während dem Zellentausch eine Spannungslosigkeit des BMS verhindert merken sich viele BMS die zuletzt vorhandene Restlaufzeit der Akkus und lassen sich auch nicht mit nun mehr Kapazität von 15min auf 2Stunden oder mehr rekalibrieren.
Habe auch einen NB Akku zerlegt. Neben einem SSOP28 und Hühnerfutter ist auf der Rückseite noch ein winziger 8 Beiner. Nicht lesbare Bezeichnung, aber vermutlich EEPROM.
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