Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Schutzbeschaltung I/O-Pin am Controller


von Da M. (da_ma)


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Hallo Leute,

ich will eine kleine Controllerschaltung aufbauen. Über ein langes Kabel 
sollen Störungen eingekoppelt werden. Diese Störungen sollen auf einen 
Interrupt-Pin gehen, damit man z.B mit einem Zähler die Störungen sehen 
kann. Jetzt will ich eine Schutzbeschaltung für den Pin basteln, damit 
mir die Störungen den Controller nicht zerschießen. Ich habe da an 2 
Dioden, eine gegen V+ und eine gegen GND, gedacht. Damit würde ich aber 
eine Begrenzung von ca. 5,7V bzw. -0,7V erreichen. Im Datenblatt vom 
ATMega16 z.B. steht aber das Maximum liegt bei 5,5V und -0,5V. Hab diese 
Variante hier im Forum schon mal gelesen. Da steht aber leider nicht ob 
das auch geklappt hat. Wie ist eure Meinung dazu?


Grüße

von Ingo L. (corrtexx)


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Da M. schrieb:
> Da steht aber leider nicht ob
> das auch geklappt hat. Wie ist eure Meinung dazu?
Die Begrenzung auf die 5,7V und -0,7V kommt durch die internen 
Schutzdioden. Du musst also nur dafür sorge tragen, dass der Strom durch 
die Dioden die 20mA nicht überschreitet. Das tust du mit einem 
Widerstand in Reihe zum Pin, abhängig von der erwartet Höhe der 
Störungen + 100% Reserve.

Grundsätzlich solltest du aber ruhig ne Z-Diode hinter deinen 
Spannungsregler schalten, z.B. 5,7V, weil sich dein Spannungsregler 
vermutlich nicht gegen eine Rückwärtsspannung wehren kann.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Da M. schrieb:
> Ich habe da an 2 Dioden, eine gegen V+ und eine gegen GND, gedacht.
> Damit würde ich aber eine Begrenzung von ca. 5,7V bzw. -0,7V erreichen.
Für geringe Ströme stimmen die 0,7V aber nicht. Dort gehts bei 
Kleinsignaldioden bei 0,5V los. Oder nimm Schottkydioden...

> Im Datenblatt vom ATMega16 z.B. steht aber das Maximum liegt bei 5,5V
> und -0,5V. Hab diese Variante hier im Forum schon mal gelesen. Da steht
> aber leider nicht ob das auch geklappt hat. Wie ist eure Meinung dazu?
Die Schaltung aus 2 Dioden und Vorwiderstnad ist üblich und ausreichend. 
Wagemutige Gesellen lassen die Dioden weg und vertrauen auf die 
Schutzdioen im Pintreiber.

von Ingo L. (corrtexx)


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Lothar M. schrieb:
> Wagemutige Gesellen lassen die Dioden weg und vertrauen auf die
> Schutzdioen im Pintreiber.
Hehe, hallo ;). Gibts einen Grund diesen Dioden nicht zu trauen wenn man 
den Strom anständig begrenzt?

von Conny G. (conny_g)


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Ingo L. schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> Wagemutige Gesellen lassen die Dioden weg und vertrauen auf die
>> Schutzdioen im Pintreiber.
> Hehe, hallo ;). Gibts einen Grund diesen Dioden nicht zu trauen wenn man
> den Strom anständig begrenzt?

Das hängt davon ab, welche Art von Störungen Du messen willst. 
Blitzschlag? :-)

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Ingo L. schrieb:
> Gibts einen Grund diesen Dioden nicht zu trauen wenn man den Strom
> anständig begrenzt?
Sie sind nirgends genau spezifiziert.
Ich traue mir das ohne externe Dioden nicht. Im Besonderen auch deshalb, 
weil ich mit den Dioden eine "Überspannung" direkt am Schaltungseingang 
abblocken kann und nicht erst quer über die ganze Platine fahren muss.

von Ingo L. (corrtexx)


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Lothar M. schrieb:
> Sie sind nirgends genau spezifiziert.
> Ich traue mir das ohne externe Dioden nicht. Im Besonderen auch deshalb,
> weil ich mit den Dioden eine "Überspannung" direkt am Schaltungseingang
> abblocken kann und nicht erst quer über die ganze Platine fahren muss.
Ok, das sind gute Argumente.

Conny G. schrieb:
> Blitzschlag? :-)
...

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