Wie ist der Elko zu dimensionieren, bei folgendem Fall?: Blocktrafo
(15V, 75VA), Brückengleichrichter (35VAC, 6A) und dann der Elko. Wie
berechne ich, wieviel uF dieser haben sollte. Gibts dazu eine Formel?
Gruß Nils
Harald W. schrieb:> Patrick J. schrieb:>>> Hab noch 1000µF/A im Kopf,>> Dann solltest Du Deinen Kopf mal neu justieren. Dein Vorschlag ist> genaoso alt wie falsch.
So habe ich das auch noch im Kopf, jedoch habe ich für meine
Trafonetzteile dann 2200µ - 4700µ pro Ampere eingesetzt...
Ohne Berechnung!
Unter der Annahme, dass: U=15V, I=4A und Ripple = 20%,
käme ich auf 105266µF. Nehme ich dann 2x 4700µF oder aber mehr?
Zulässige Ripple beträgt laut
http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm
20% bei Standardnetzteilen.
Nils schrieb:> Unter der Annahme, dass: U=15V, I=4A und Ripple = 20%,>> käme ich auf 105266µF. Nehme ich dann 2x 4700µF oder aber mehr?
Ich schätze mal, Du hast Deine Berechnung falsch dargestellt, so mit
Komma...
Nils schrieb:> Unter der Annahme,>> käme ich auf 105266µF.>> Zulässige Ripple beträgt...
Im Endeffekt kommt es darauf an, was Du mit der gleichgerichteten
Spannung machen willst.
Nils schrieb:> Tippfehler, sollte 10526uF lauten.
Nimm 3 x 4700µ dann wirds etwas weniger Ripple...
Nils schrieb:> Unter der Annahme, dass: U=15V, I=4A und Ripple = 20%,
Harald hat völlig recht. Hängt vom Einsatzgebiet ab. Wenn du z.b
Audioanwendungen im Sinn hast, solltest du ordentlich sieben. Bei meinem
DAC Netzteil z.B. Nutze ich knapp 25000uF bei nur 12V und ca 500mA. Man
sollte meinen, da wäre total übertrieben, aber gerade bei Audio ist
überdimensioniert besser als zu knapp. Gerade was langlebigket angeht,
sollte man bedenken, dass ein Elko nach einigen Jahren nicht mehr seine
volle Kapazität ausweist. Auch Snubber am Gleichtichter bringen eine
schönere Ausgangsspannung. Natürlich ist das alles ziemlich egal, wenn
du einfach nur eine Halogenlampe betreiben möchtest ;)
Nils schrieb:> In diesem Fall geht es um die Spannungsversorgung einer Lötstation.> Sprich, das Beheizen der Spitze.
Für Heizdraht braucht man doch nicht einmal einen Gleichrichter, von
Elkos ganz zu schweigen.
Ein Trafo, der über Gleichrichter und Elko geglättete Gleichspannung
liefern soll, muss erheblich grösser dimensioniert werden, als einer,
der bei gleicher resistiver Last nur Wechselspannung liefern muss.
Wenn der Trafo sekundärseitig relativ hochohmig ist (ohmscher
Kupferwiderstand), kann der Elko möglicherweise etwas kleiner ausfallen.
Bei älteren Hifi-Verstärkern sieht man auch schon mal einen R von 0,1
Ohm vor dem Elko.
Oder ein Pi-Filter, also hinter dem Gleichrichter ein Elko, dann ca. 0,1
Ohm, dann wieder ein Elko.
Damit wollte man vermutlich aus Kostengründen Elko-Kapazität sparen.
Eventuell waren die Gleichrichter damals auch nur für kleinere
kapazitive Lasten ausgelegt.