Was stimmt an der Schaltung nicht?

Gast #320405
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Hallo,

habe mir eine Nullpunkterkennung nachgebaut aber es funktioniert nicht
so wie es soll.

Normalerweise habe ich ja nach dem Gleichrichter eine pulsierende
Gleichspannung so das jede Halbwelle den Optokoppler durchschalten
sollte, bei meinem Aufbau passiert das aber nur bei jeder 2ten
Halbwelle, es scheint als wäre der Gleichrichter defekt oder könnt ihr
es euch anderst erklären? Habe jetzt leider keinen im passendem
DIP-Gehäuse da, um ihn einfach auszutauschen und Platz für 4
Einzeldioden ist auch keiner mehr auf der Platine.
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Gast #320409
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Es gibt Optokoppler mit AC-Eingang (mit 2 antiparallel geschalteten
Sendedioden) - da sparst Du Dir die Gleichrichtung.

Zum Messen: Du solltest auch wissen (und dieses Wissen uns mitteilen),
was Du misst, also wo ist Gnd angeschlossen und wo die Mess-Spitze?
Netzspannung mit einem Vollweggleichrichter ist nicht einfach zu
messen, da das Netz auf PE bezogen ist, der Minus-Ausgang des
Gleichrichters aber ein anderes Potential besitzt! Wenn Du gegen dieses
messen willst, brauchst Du einen netzgetrennten Oszi oder eine
Differenzmessung mit 2 Tastköpfen.
Gast #320410
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Wenn ich das richtig sehe (laut erstem Bild) leitet der Fototransistor
die meiste Zeit und läßt kurz mal los, richtig? Und das mit 50 Hertz...
Hast wohl kein Oszi. Was ist das für ein Gleichrichter? Packt der die
230V, mit denen Du ihn anfährst? Wenn d'rauf steht B80xxx hast Du
leider verloren :-)
Gast #320411
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habe im Moment leider kein Multimeter da, vermute fast das der
Gleichrichter hinüber ist. Da ich mit dem Oszi die reine
Wechselspannung nach dem Gleichrichter sehe. Natürlich habe ich da nen
Gleichrichter genommen der auch mit 230V klar kommt ist ein B500C1000.

Danke für den Tip mit dem Optokoppler der 2 Dioden drin hat.
Gast #320412
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wenn ich ne Diode ans Netz hänge und das Oszi dahinter anschließe dann
sehe ich korrekt die positive Halbwelle. Beim DIP-Gleichrichter der ja
die klassische Brückengleichrichtung machen soll sehe ich die reine
Wechselspannung.
Gast #320413
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Hast du den Gleichrichter richtig angeschlossen?
Hast du eventuell eine Lötbrucke?
Zu deinem ersten Bild, kannst du beide Signale übereinander
darstellen?
Für mich siehr das Signal okay aus. Das High-Signal ist um den
Null-Punkt. Das Low-Signal ist bei durchgesteuertem Optokoppler. Da
alle High- und Low-Signale identisch aussehen, sehe ich keine fehlende
Halbwelle. Jedes zweite High-Signal müßte viel breiter sein.

Gruß

Manfred
Gast #320414
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Wenn Du einen direkt am Netz hängenden Brückengleichrichter mit nem Oszi
misst und keinen Differentialtastkopf benutzt, dann misst Du eh nur
Murks, weil Du über die Oszi-Masse je nach Anschluss eine Diode der
Brücke kurzschließt. Je nachdem, wie Du den Tastkopf angeschlossen
hast, kriegste dann in einer Halbwelle nen satten Kurzschluss, der nur
durch Deine 100k begrenzt wird! Tipp: Schaltung über nen Trenntrafo
anschließen. Dann misst Du auch korrekt.

Gruß

Johnny
Gast #320416
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@Johnny

Verstehe ich nicht. Wieso schließt er eine Diode kurz? Das Gehäuse des
Oszilloskops ist mit PE verbunden und der Masse-Anschluß ist mit dem
Gehäuse verbunden. Wenn er den 100k-Widerstand entsprechend klein
machen würde, dann würde der FI "fliegen".
Wenn er eine Diode kurzschließt, warum stimmt dann die Signalform?
Siehe hierzu meinen letzten Beitrag.
Wo ist mein Denkfehler?

Gruß

Manfred
Gast #320417
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Hallo Manfred,

Mein Posting bezog sich auf das letzte von Thomas O., in dem er sagte,
dass er, wenn er die gleichgerichtete Spannung mit dem Oszi messen
will, keine gleichgerichtete Spannung misst. Und das ist genau das
Problem an der Messung ohne galvanische Trennung, weil er sich das
Schutzleiterpotenzial, das praktisch dem Nulleiterpotenzial entspricht
(bzw. entsprechen sollte), auf die Gleichspannungsseite verschleppt.
Solange er den L vom Netz an den Anschluss mit dem Widerstand
anschließt, kriegt er nur eine verfälschte Messung, weil die Diode
zwischen Nulleiter und dem Außenleiter seines Oszi über die Oszi-Masse
kurzgeschlossen ist. Wenn er die Schaltung andersrum anschließt, dann
fliegt (wenn vorhanden) der FI.  Wenn er nur eine Diode an L
anschließt, dann misst er auch die korrekte (Einweg-) gleichgerichtete
Spannung (sofern der Außenleiter vom Tastkopf am N liegt). Wenn er die
Diode an N anschließt oder den Tastkopf umdreht, dann siehe oben.
Deshalb sollte man für Testzwecke wenn möglich grundsätzlich mit
galvanische Trennung arbeiten und sich vor allem im Klaren darüber
sein, wie die Potenzialverhältnisse in der Schaltung und am Messgerät
sind.

Gruß

Johnny
Gast #320419
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Arno hat völlig recht: Die meisten Optokoppler brauchen schon einige mA
um sicher durchzuschalten. Für eine vernünftige Nullpunkterkennung ist
ein Komparator eigentlich unumgänglich. Der braucht dann natürlich
wieder eine separate und konstante Versorgungsspannung... Habe so was
selber bei der Diplomarbeit mal gebraucht. Mit nem LM311 und nem CNY17
glaub ich war das. Funktionierte hervorragend. Wenns wirklich um
Genauigkeit geht (Synchronisation) ist eine Zusatzschaltung mit
hochohmigem Eingang nicht zu vermeiden.

Gruß

Johnny
Gast #320420
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Hallo,

leider fehlt mir diese ganze Differenz-Messtechnik. Habe jetzt einen
Trafo davor gehängt so das ich jetzt beide Halbwellen angezeigt
bekomme. Nun das Signal schaut aber schon etwas sonderbar aus. Woran
liegt es jetzt schon wieder das ich keine sauberen Halbwellen habe. Ich
habe keinerlei Kapazität verwenden.

Der 2te Wiederstand ist dazu da das man steht der 230V auch einfach mit
einer geringeren Spannung von einem Trafo auskommt. Man ist also nicht
umbedingt auf die 230V angewiesen. Ich werde der Schaltung jetzt einen
ganz kleinen Trafo spendieren.
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