Hallo Manfred,
Mein Posting bezog sich auf das letzte von Thomas O., in dem er sagte,
dass er, wenn er die gleichgerichtete Spannung mit dem Oszi messen
will, keine gleichgerichtete Spannung misst. Und das ist genau das
Problem an der Messung ohne galvanische Trennung, weil er sich das
Schutzleiterpotenzial, das praktisch dem Nulleiterpotenzial entspricht
(bzw. entsprechen sollte), auf die Gleichspannungsseite verschleppt.
Solange er den L vom Netz an den Anschluss mit dem Widerstand
anschließt, kriegt er nur eine verfälschte Messung, weil die Diode
zwischen Nulleiter und dem Außenleiter seines Oszi über die Oszi-Masse
kurzgeschlossen ist. Wenn er die Schaltung andersrum anschließt, dann
fliegt (wenn vorhanden) der FI. Wenn er nur eine Diode an L
anschließt, dann misst er auch die korrekte (Einweg-) gleichgerichtete
Spannung (sofern der Außenleiter vom Tastkopf am N liegt). Wenn er die
Diode an N anschließt oder den Tastkopf umdreht, dann siehe oben.
Deshalb sollte man für Testzwecke wenn möglich grundsätzlich mit
galvanische Trennung arbeiten und sich vor allem im Klaren darüber
sein, wie die Potenzialverhältnisse in der Schaltung und am Messgerät
sind.
Gruß
Johnny