Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Umrechnung HSV in Wellenlänge


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von Walter T. (nicolas)


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Hallo zusammen,

ich habe vor, die Hintergrundfarbe einer LCD-Beleuchtung an die einer 
anderen anzupassen.

Mein Plan: Ich erzeuge mittels eines WS2812-Streifens den passenden 
Ausschnitt eines HSV-Farbkreises, vergleiche die Farben mit dem bloßen 
Auge, und kann daraus den passenden H-Wert ablesen.

Damit kann ich dann wiederum bei Reichelt die beiden am nächsten 
passenden einfarbigen LEDs aussuchen.

Nur: LED-Datenblätter arbieten mit Wellenlängen. Wie kann ich den 
Farbwinkel in eine Wellenlänge umrechnen?

Viele Grüße
W.T.

von TestX (Gast)


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Im Allgemeinen geht das nicht bzw. nur in bestimmten Grenzen. Google mal 
nach "hsv angle wavelength" ...

Dein RGB Wert ist eine Superposition von 3 mittleren Wellenlängen (LEDs 
leuchten in einem gewissen Spektrum..) - evtl kommt dir jetzt langsam 
eine Idee wodran dein Vorhaben scheitert.

Aber erstmal zum Anfang: WIESO willst du das machen. Stören dich 
unterschiedliche Grüntöne der Displays etc ? In welchen Grenzen soll das 
funktionieren ?

von guest (Gast)


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Walter T. schrieb:
> HSV-Farbkreises

Ich dache immer beim HSV wäre die Raute gesetzt ;-)
Die hat auch nur 3 Farben....

von Harald W. (wilhelms)


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guest schrieb:
> Walter T. schrieb:
>> HSV-Farbkreises
>
> Ich dache immer beim HSV wäre die Raute gesetzt ;-)
> Die hat auch nur 3 Farben....

...aber alle Fans schreien mit der gleichen Wellenlänge.

von Walter T. (nicolas)


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TestX schrieb:
> Google mal
> nach "hsv angle wavelength" ...

Tja, da ist dieser Thread auf Platz 1 gelandet...

... aber der zweite Treffer sieht vielversprechend aus. Dort steht die 
Formel:

L = 620 - 170 / 270 * H

Ich werde mal statt der HUE-Farbskala eine "Wellenlängen-Farbskala" mit 
den WS2812 implementieren und damit den Vergleich durchführen.

TestX schrieb:
> evtl kommt dir jetzt langsam
> eine Idee wodran dein Vorhaben scheitert.

Ich sehe noch nicht, woran mein Vorhaben scheitern sollte. Display 1 hat 
eine Farbe, die definitiv von einer einzigen Wellenlänge herrührt. Zu 
einer Wellenlänge wird es einen Hue-Wert geben. Daß es umgekehrt nicht 
zu jedem Hue-Wert eine Wellenlänge geben muß (Mischfarbe), stört mich 
bei der Fragestellung ja nicht.

TestX schrieb:
> Stören dich
> unterschiedliche Grüntöne der Displays etc ?

Ein Display ist rot, das andere gelbgrün. Beide nebeneinander sehen 
furchtbar aus. Die Farben müssen nicht zu 100% passen, weil ein Display 
Positiv- und das andere Negativdarstellung hat. Aber neue LEDs muß ich 
auf jeden Fall verbauen. (Die Hintergrundbeleuchtung besteht aus 
einzelnen LEDs mit einem großen Diffusor.) Dann will ich auch direkt die 
LEDs verbauen, die am besten passen.

Viele Grüße
W.T.

P.S.: Vielleicht brauche ich den Umweg über die WS2812 gar nicht... 
vielleicht reicht es schon hiermit mit dem Handy zu probieren:

https://academo.org/demos/wavelength-to-colour-relationship/

Bei rot wird der Gamma-Wert des Handy-Displays ja keinen großen Einfluß 
haben.

: Bearbeitet durch User
von Patrick J. (ho-bit-hun-ter)


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Hi

Interessant!

Bitte berichten, wie Du weiter vor gegangen bist.
Deine Idee stelle ich mir aber als durchaus sinnvoll vor - an den 
Drehknöpfen so lange rumspielen, bis die Farbe der Wunschfarbe 
entspricht und auf dem Display wird dazu die nominale Wellenlänge 
angezeigt.

Wenn's so wird, gerne ausführlich beschreiben!

MfG

von Wolfgang (Gast)


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Walter T. schrieb:
> Wie kann ich den Farbwinkel in eine Wellenlänge umrechnen?

Gar nicht.

Das geht prinzipiell nicht, weil der RGB-Farbraum Farben enthält, die im 
Spektrum nicht enthalten sind.

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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In der professionellen Farbmetrik ist der Cie-LAB-Farbraum die Basis von 
Allem.

Und dann wäre Messen deutlich besser als betrachten. HSV/HSB ist nur ein 
Farbmodell, kein definierter Farbraum (Fachbegriff: "Gamut") und deshalb 
nicht oder nur bedingt für Vergleiche geeignet.

Mit einem Colorimeter (oder besser, aber teurer: Spektralfotometer) 
sollte es aber möglich sein, von einem RGB-Gemisch den LAB-Wert zu 
bestimmen.

Wenn du dann die in Frage kommenden LED ebenfalls vermisst, kanst du 
zwischen den beiden Werten das sog. "Delta-E" bestimmen, volkstümlich 
auch "Farbdistanz" genannt ... je kleiner dieses Delta-E, desto besser 
stimmen die Farben überein.

von Walter T. (nicolas)


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Nachtrag:

Die WS2812-LED-Methode hat nicht funktioniert. Dazu ist im Rot-Bereich 
die Farbauflösung zu gering. Außerdem ist Richtung rot die Eigenfarbe 
der roten Teil-LED der begrenzende Faktor.

Ganz anders sah es mit der Handy-Display-Methode aus: Ich habe man die 
am Handy angezeigte Farbe von

https://academo.org/demos/wavelength-to-colour-relationship/

mit ein paar LEDs mit mir bekannter Wellenlänge verglichen und die 
Übereinstimmung war (vom Seheindruck) hinreichend genau. Ein 
Fotocolorimeter habe ich mir für die Änderung eines LCDs dann doch nicht 
gekauft.

Damit ließ sich dann die LED-Farbe hinreichend genau bestimmen, daß ich 
im Reichelt-Katalog die passendste Farbe bestellen kann.

Viele Grüße
W.T.

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