Hallo,
ich benötige Rat.
Zu mir:
Studium ET in der Tasche (TU9). Vertiefungsrichtung Automation und
später Mikrosysteme. Bachelor-& Masterarbeit FEM-Simulation.
Privat hatte ich immer schon ein reges Interesse An Computer und
Netzwerken.
Meine momentane Arbeit:
Prüf-"Programme" anpassen. Dies sind Befehlslisten, die immer gleich
aussehen.
Ab und zu werden kleine Zusatzmodule wie z.B. eine Datenbankverbindung
eingebaut um Prüfdaten abzulegen.
Mein Problem:
Ich merke, wie ich aufgrund der Arbeit mit geringen Niveau innerlich
sterbe. Die Prüfprogramme selbst, sehe ich meist nach Fertigstellung nie
wieder und sind alle sehr ähnlich aufgebaut.
Kurzum, ich arbeite nicht an einem großen Projekt, das sich
kontinuierlich weiterentwickelt und an dem ich etwas lernen könnte.
Somit sinkt auch meine Zufriedenheit.
Zufriedenheit(t)
A
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|.
|.
| .
| .
| .
| --_
| ------__
| -----------___
+-------------------------------> t
Was ich machen möchte:
Objektorientierte Softwareentwicklung in z.B. Java, C++, C#
Bevorzugt im Feld Robotik und IoT.
Meine Frage:
1. Wie kann ich ein Wechsel in die Softwareentwicklung vornehmen?
2. Wie entkomme ich dem Henne-Ei Problem, dass mir die
Programmiererfahrung fehlt?
3. Welcher Zeitpunkt ist der Beste für einen Wechsel? Jetzt oder in
einem Jahr?
4. Sollte ich an einer Uni / Forschungseinrichtung meine Arbeit
aufnehmen? Und wie erhalte ich eine Zusage?
5. Was muss ich beachten, wenn ich mir überlege ins Silicon Valley
auszuwandern?
6. Ist ein zusätzliches Info-Studium sinnvoll?
Ebert schrieb:> 5. Was muss ich beachten, wenn ich mir überlege ins Silicon Valley> auszuwandern?
Wie du an ein Visum mit Arbeitserlaubnis kommst (H1-B oder Greencard).
Solange privat basteln/entwickeln bist du beim Vorstellungsgespräch
mitreden kannst. Dann bist du auch zufriedener und hast freie
Themenwahl. Genug Asche machst du dann halt mit deiner erstmal noch
langweiligen Maloche...
Gruß J
Ebert schrieb:> Meine momentane Arbeit:> Prüf-"Programme" anpassen. Dies sind Befehlslisten, die immer gleich> aussehen.> Ab und zu werden kleine Zusatzmodule wie z.B. eine Datenbankverbindung> eingebaut um Prüfdaten abzulegen.>> Ich merke, wie ich aufgrund der Arbeit mit geringen Niveau innerlich> sterbe. Die Prüfprogramme selbst, sehe ich meist nach Fertigstellung nie> wieder und sind alle sehr ähnlich aufgebaut.> Kurzum, ich arbeite nicht an einem großen Projekt, das sich> kontinuierlich weiterentwickelt und an dem ich etwas lernen könnte.
Dann mach' halt ein ordentliches Projekt daraus. Wenn die Programme sich
ähneln ist es vermutlich eine gute Idee, das Ganze in ein
konfigurierbares, modularisiertes Framework mit einem Hauptprogramm zu
gießen, welches dann verschiedene, ebenfalls konfigurierbare Plugins und
/ oder Module benutzen kann -- oder, je nach Anforderungen und
gewünschter Flexibilität, eine passende Domain Specific Language zu
entwickeln. Und da der erste Entwurf wahrscheinlich einige unerwünschte
Einschränkungen haben wird oder nicht alle Anwendungsfälle abdeckt,
solltest Du die Veranstaltung mit den dabei gewonnenen Erfahrungen dann
redesignen, erweitern und verbessern.
Dabei lernt man schon eine ganze Menge von dem, was in der modernen
Softwareentwicklung nötig ist: Softwarearchitektur,
Schnittstellendesign, Konfigurationsdateien in einem menschenles- und
maschinenverarbeitbaren Format schreiben und verarbyten, Plugins und /
oder Module laden und ausführen, Unittesting und Integrationstests
entwickeln und Refactoring, beispielsweise.
Obendrein vereinfachst Du Dir damit nicht nur Deine aktuelle Arbeit,
sondern erarbeitest Dir auch vorzeigbare Erfahrungen in der Entwicklung,
die Dir nicht nur langfristig nutzen, sondern sich auch im Lebenslauf
und Deinem Arbeitszeugnis gut machen, wenn Du dann wirklich in die
Entwicklung gehen willst.
Ein Wort zum Schluß: auch professionelle Softwareentwicklung ist nur in
einigen Teilen spannend und herausfordernd; stattdessen geht es oft um
Fehlersuche und -Behebung, einfache Erweiterungen -- zum Beispiel um ein
anderes Datenformat oder Daten aus anderen Quellen zu verarbeiten oder
um die Umstellung auf neue Versionen externer Bibliotheken -- und viele
sehr stupide, langweilige Aufgaben, die einfach gemacht werden müssen.
Ebert schrieb:> 1. Wie kann ich ein Wechsel in die Softwareentwicklung vornehmen?
Auf Jobs bewerben!? Vielleicht nicht grad auf den Senior oder Lead
Developer Posten, aber "normale" Entwickler-Jobs sind aus meiner Sicht
nicht so unerreichbar.
> 2. Wie entkomme ich dem Henne-Ei Problem, dass mir die> Programmiererfahrung fehlt?
Such dir was spannendes in deiner Freizeit und mach ein Projekt draus.
Entwickel ein Haushaltsbuch mit Client-Server-Architektur. Bastel mit
Lego Mindstorm.
Wenn man dir wirklich sagen muss, wie du an Programmiererfahrung kommst,
solltest du bei deinem jetzigen Job bleiben.
> 3. Welcher Zeitpunkt ist der Beste für einen Wechsel? Jetzt oder in> einem Jahr?
Du du schon ein paar Wochen und Monate für ne Jobsuche einplanen
solltest, eher Jetzt.
> 5. Was muss ich beachten, wenn ich mir überlege ins Silicon Valley> auszuwandern?
Dass dort auf jede Stelle min. 100 Leute kommen, die besser ausgebildet
sind als du. Von dem Problem der Arbeitsgenehmigung gar nicht zu
sprechen.
> Was ich machen möchte: Objektorientierte Softwareentwicklung in z.B. Java, C++,
C#. Bevorzugt im Feld Robotik und IoT.
Alles Hype subjects. Die machst du nicht auf's Mal, vielleicht
hintereinander. Und schon gar nicht zu Beginn, zumindest die Letzteren
nicht.
Robotik ist im Wesentlichen Mechanik, Mathematik und Physik. Das Code
reinzukloppen kommt ganz am Schluss und ist eher der triviale Teil.
IoT ist im Wesentlichen Normen, Kommunikationsprotokolle, Sicherheit,
Zuverlaessigkeit. Also eher viele Sitzungen mit und von aelteren Leuten.
Hat mit allem Vornedran wenig bis gar nichts zu tun, ausser dass
diejenigen, die man den Sitzungen trifft, das auch schon mal gemacht
haben.
> Meine Frage:
1. Wie kann ich ein Wechsel in die Softwareentwicklung vornehmen?
Wie finde ich : durch suchen.
3. Welcher Zeitpunkt ist der Beste für einen Wechsel? Jetzt oder in
einem Jahr?
Jetzt ? Zumindet jetzt damit beginnen.
> 4. Sollte ich an einer Uni / Forschungseinrichtung meine Arbeit
aufnehmen? Und wie erhalte ich eine Zusage?
An Unis erzaehlen die, die's eher noch nie richtig gemacht haben zu
solchen, die's gerne lernen moechten. Falls du dort zur Infrastruktur
moechtest, um dasjenige auch den Leuten anzubieten, solltest du's schon
koennen.
> 5. Was muss ich beachten, wenn ich mir überlege ins Silicon Valley
auszuwandern?
Vergiss das mal. Die suchen Fachleute. Fachleute, die schon vom ersten
Tag weg ihr Geld wert sind. Resp nur solche bekommen ueberhaupt erst ein
solches Visum.
> 6. Ist ein zusätzliches Info-Studium sinnvoll?
Eher nicht. Ein studium ist eine verduennte Schnellbleiche, die Vieles
abdeckt, aber nichts richtig. Das grosse Lernen kommt immer erst in den
Jahren (Dekaden) nachher.
Sheeva P. schrieb:> Dann mach' halt ein ordentliches Projekt daraus.
Das müsste der TO von seinem Vorgesetzten absegnen lassen,
denn das belastet Resourcen, worüber er nicht zu entscheiden
hat. Klar, hoch fliegende Pläne aber keine Kompetenz diese
auch verwirklichen zu dürfen.
Ebert schrieb:> 1. Wie kann ich ein Wechsel in die Softwareentwicklung vornehmen?
Kündigen sobald ein neuer Vertrag auf dem Tisch liegt.
> 2. Wie entkomme ich dem Henne-Ei Problem, dass mir die> Programmiererfahrung fehlt?
Das Problem haben andere ja auch, also muss es einen Weg geben.
> 3. Welcher Zeitpunkt ist der Beste für einen Wechsel? Jetzt oder in> einem Jahr?
Da gibts keinen Zeitpunkt. Man entscheidet sich.
> 4. Sollte ich an einer Uni / Forschungseinrichtung meine Arbeit> aufnehmen? Und wie erhalte ich eine Zusage?
Kontakte, Beziehungen.
> 5. Was muss ich beachten, wenn ich mir überlege ins Silicon Valley> auszuwandern?
Das würde ich mir aus dem Kopf schlagen.
> 6. Ist ein zusätzliches Info-Studium sinnvoll?
Der Schuss kann auch nach hinten los gehen, nämlich das man dann
überqualifiziert ist und es Absagen hagelt.
Cyborg schrieb:>> 2. Wie entkomme ich dem Henne-Ei Problem, dass mir die>> Programmiererfahrung fehlt?>> Das Problem haben andere ja auch, also muss es einen Weg geben.
Nein das Problem haben andere nicht, weil die schon vor dem Studium
Programmiererfahrung hatten und weiterhin gesammelt haben. Und zwar
nicht auf Hobbyniveau sondern bereits weit darüber hinaus. Sei es bei
Open-Source Projekten oder nebenberuflich.
Wem es nach einem ET Studium dann irgendwann mit 30 mal einfällt, ach
man könnte ja auch in die SW-Entwicklung, nur lernen muss ich es halt
leider noch, dem kann man auch nicht mehr helfen.
Wie schaut's firmenintern aus? Vielleicht kannst ja in der Entwicklung
ein kleines Projekt übernehmen, oder gar in die Entwicklung wechseln?
Dann sammelst Erfahrungen die dir beim nächsten Bewerbungsgespräch
dann helfen.
Wenn das nicht geht, such die ne grössere Firma und fang in der
Prüfabteilung an. Dann nach 1 oder 2 Jahren in die Entwicklung wechseln.
Ebert schrieb:> 1. Wie kann ich ein Wechsel in die Softwareentwicklung vornehmen?
...
> 2. Wie entkomme ich dem Henne-Ei Problem, dass mir die> Programmiererfahrung fehlt?
Das kenne ich; bin ebenfalls ETler, aber seit Jahren in der SW
Entwicklung tätig.
Dir fehlt nicht nur Erfahrung, sondern fundierte Kenntnisse und die
kommen auch im Job nicht von alleine. Selbststudium ist angesagt!
Auf SW lastige Stellen kannste dich zwar mal auf gut Glük bewerben, aber
am Ende bekommst die Stelle und gehst ggf. mit wehenden Fahnen unter.
Wenn möglich, intern Wechseln oder versuchen aus dem akt. Job mehr
interessantere Projekte herauszuholen. Scheffe ansprechen?
Bei mir verlief der Wechsel in die SW über 10 Jahre hinweg schleichend.
Von mini SW Projekten bis akt. zu Datenbankanwendungen. Glück war auch
dabei.
> 3. Welcher Zeitpunkt ist der Beste für einen Wechsel? Jetzt oder in> einem Jahr?
Schwer zu beantworten. Suchen&Bewerben geht immer. Aber ich würde im VS
ehrlich sein und ggf. auch bereit, mich für unter Marktpreis zu
verkaufen. Aber ehrlich: SW Abteilungen werden dich nicht als
Wunschkandidaten sehen und wenn doch, stimmt da was nicht.
Nicht schaden könnten ein paar private Referenzen auf eigene SW
Projekte, z.B. auf Github.
> 4. Sollte ich an einer Uni / Forschungseinrichtung meine Arbeit> aufnehmen? Und wie erhalte ich eine Zusage?
Als was? Und warum sollte es da für dich als Quereinsteiger einfacher
sein?
> 5. Was muss ich beachten, wenn ich mir überlege ins Silicon Valley> auszuwandern?
Dass das eine bescheuerte Idee ist.
> 6. Ist ein zusätzliches Info-Studium sinnvoll?
Wenn dir (noch mal) nach wenig Schlaf, Prüfungsstreß, Termindruck und
einigen finanziell mauen Jahren als Student ist...bitte.
> 1. Wie kann ich ein Wechsel in die Softwareentwicklung vornehmen?
Indem Du's machst. Meld Dich einfach auf diverse Angebote als
(Junior)Entwickler, sei ehrlich und erklär dass Dir eben der
professionelle Background als Developer fehlt, dass Du dafür eben Deinen
anderen Background mitbringst. Such Dir einen Bereich, bei dem Du mit
Deiner Masterarbeit über FEM-Sim punkten kannst, ich könnt mir
vorstellen, dass Autohersteller die Idee nicht uninteressant fänden, so
jemanden in das interne Softwaredevelopment Team zu holen.
> 2. Wie entkomme ich dem Henne-Ei Problem, dass mir die> Programmiererfahrung fehlt?
Leicht gar nicht. Es wird Dir nichts anderes übrig bleiben als Dir die
Programmierkenntnisse selbst ranzuschaffen. Das wird Zeit benötigen, und
zwar Deine Freizeit. Zahlen wird Dir das niemand.
> 3. Welcher Zeitpunkt ist der Beste für einen Wechsel? Jetzt oder in> einem Jahr?
Wenn Du aktuell noch keine Programmiererfahrung hast, solltest Du damit
anfangen. Wann Du wechselst hängt davon ab wann Du etwas findest.
> 4. Sollte ich an einer Uni / Forschungseinrichtung meine Arbeit> aufnehmen? Und wie erhalte ich eine Zusage?
Gegenfrage, würde eine Uni Dich nehmen? Um welches Gehalt? Und wofür?
> 5. Was muss ich beachten, wenn ich mir überlege ins Silicon Valley> auszuwandern?
Ganz wichtig dabei ist, und das ist wirklich essentiell und damit
solltest Du anfangen, Dir das aus dem Kopf zu schlagen. Ganz, ganz fest.
SV sucht zwei Sorten Leute: Einmalige Talente mit Jahren an
professioneller Erfahrung die wesentliche Teile von Open Source Systemen
nicht nur entwickelt sondern jahrelang auch betreut haben (wie, sagen
wir mal, iptables) und Inder die für 'n Euro Fuffzich die Stunde 20
Stunden am Tag Code rauspressen. Erstes bist Du nicht und zweites willst
du nicht sein. Und Du könntest es nicht mal sein mit Deinem aktuellen
Wissensstand.
> 6. Ist ein zusätzliches Info-Studium sinnvoll?
Um einen Job als Programmierer zu bekommen? Nein. Beim Informatikstudium
lernst Du nicht programmieren. Es wird davon ausgegangen dass Du es
kannst wenn Du damit anfängst. Was du dort lernst ist, warum Du's bisher
falsch gemacht hast und wie Du es besser machen kannst. Du kriegst den
theoretischen Unterbau für das was Du praktisch eigentlich bereits
können solltest.
Quatsch mit Sosse, der Ebert hat ein TU Diplom als ETler, bei uns gibt's
auch viele ETler, die SW entwickeln, nach 2-3 Monaten ist ein guter
ETler drin und entwickelt.
Wenn du dir unsicher bist, machst du halt daheim als Hobby nebenbei ein
paar Tutorials bzw arbeitest an Opensource Projekten mit, dann hast du
auch gleich was vorzuweisen, zusammen mit deinem jetzigen Job, kein
Problem.
Die HRler können ja oft nicht mal Äpfel von Birnen unterscheiden, also
du hast Interesse, hast auch an Prüfung "Programmen" gearbeitet, also
ich sehe da kein Problem!
Nur nicht unter Wert verkaufen! Kann nämlich auch ein Grund sein warum
sie dich nicht nehmen. Nochmal: die haben keine Ahnung was du gemacht
hast, wenn du sagst du hast irgendwas mit Programmen gemacht, reicht das
schon.
SW Leute werden immer gesucht..
Mein Gott bewirb dich einfach auf entspr. Stellen.
Wie entwickelt ihr Software wenn ihr schon Stützräder zum Kacken
braucht, fragen wie im Kindergarten.
Ebert schrieb:> 1. Wie kann ich ein Wechsel in die Softwareentwicklung vornehmen?> ....> 6. Ist ein zusätzliches Info-Studium sinnvoll?
7. Soll ich Mammi fragen?
8. Soll ich morgen Butter aufs Nutellabrot machen oder Kellogs essen?
Was meint eure Mutti dazu?
Bleib wo du bist, kannst froh sein dass sie dich überhaupt
beaufsichtigen äh beschäftigen.