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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Wie hätten die Probleme der Bachelorarbeit verhindert werden können?


Autor: Ex-Student (Gast)
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Hallo,

Im Vorstellungsgespräch zur Arbeit wurde die Aufgabe einer schnellen 
Datenaufzeichnung, Zwischenspeicherung und Übertragung an den PC 
gestellt. Hierbei hieß es dass die Übertragung einzelner Bytes an den PC 
sowie eine Aufzeichnung mit 1MHz bereits zufriedenstallend sei. Zur 
Lösung der Aufgabe wurden 3 Lösungswege vorgegeben. Es heiß in der Firma 
würde es Mitarbeiter geben, die sich mit den Grundsätzlichen nötigen 
Technologien bereits auskennen würden.

Als ich in die Firma kann, wurde ich vom Betreuer gleich auf einen der 3 
Lösungsansätze festgelegt, so entfiel dieser Entscheidungsspielraum 
schon mal. Dann hieß es die zur Lösung der Aufgabe mit dem gewählten 
Lösungsansatz benötigte Hardware sei bereits vor einem Monat bestellt 
worden und könnte jederzeit eintreffen. Jedoch traf die auch nach 3 
Wochen noch nicht ein. Dies veranlasste mich dazu mir die Hardware für 
wenige 100Euro selbst zu beschaffen. Nach 1 Woche hatte ich meine eigene 
Hardware.

In dieser Zeit erarbeitete ich bereits einen ersten Designentwurf. In 
den ersten 3 Wochen fand keine Absprache mit dem Betreuer statt. Bevor 
ich nun mit der Implementierung began, sprach ich mit ihm den Entwurf 
durch. Er meinte "Ich habe davon zwar keine Ahnung, aber dass was du 
tust scheint tendenziell schon sinnvoll. Nach einfach weiter es wird 
schon Funktionieren."

Nun wurde der Designentwurf implementiert, dabei traf ich schon bald auf 
unvorhergesehene Probleme. Schließlich ging ich dazu über die 
Problematik 2 mal pro Woche mit dem Betreuer zu besprechen. Dabei hieß 
es jedoch immer nur in abgewandelter Form: "Ich habe davon zwar keine 
Ahnung, aber dass was du tust scheint tendenziell schon sinnvoll. Nach 
einfach weiter es wird schon Funktionieren."
Ab und zu hatte er auch Ideen, wie Probleme zu lösen sein könnten. Doch 
meist hatte ich dies auch schon in betracht gezogen und aufgrund von 
absehbaren Problemen wieder verworfen. Doch er verlangte dass ich seine 
Ideen, zumindest ausprobiere. Tatsächlich endeten sie in den Sackgassen 
die ich vorher schon erkannt hatte.

Ich hätte ja gerne jemanden in der Firma der sich bereits mit der 
verwendeten Technologie (FPGA) auseinandergesetzt hat zu rate gezogen. 
Doch an meinem Standort der Firma gab es keinen. Mein Betreuer schlug 
jedoch vor bald einen anderen Standort zu besuchen an dem ich mich mit 
einem Fachmann unterhalten kann.

Zu dieser Zeit waren schon 1,5 bis 2 Monate vorbei.
Ebenso war die Konzentration am neuen Arbeitsplatz nicht leicht. Der 1. 
Arbeitsplatz war ruhig gelegen, doch nach 1 Monat sollte ich den wie 
mein Betreuer meinte abgelegenen Platz tauschen. Von nun an war es 
deutlich lauter, ständig liefen Leute an meinem Rücken vorbei und ich 
hatte 4 Telefonisten in der näheren Umgebung. Nach 2 Wochen wollte ich 
den Platz zurücktauschen doch an meinen alten Platz saß nun ein 
Praxissemesterstudent, der nicht mit mir tauschen wollte.
Somit fing ich an meine Arbeit auf früh morgendliche Zeiten zu verlegen 
und war schon um 6:30 da. Somit konnte ich 2 Stunden in Ruhe arbeiten. 
Da ich noch nichts vorweisen konnte blieb ich besonders Freitags lange 
und war nicht selten erster und letzter der Abteilung.

Dann begann die bis zum Ende währende Kritik meines Betreuers dass 4 
monatige Bachelorarbeiten unüblich seien und er so etwas noch nie gehabt 
hätte. Wobei ich mir nur dachte "Warum ist dir dass nicht schon 
spätestens bei der Vertragsunterzeichnung aufgefallen."

Zu meinem schlechten vorankommen meinte er nur, dass es üblich ist mal 
einige Monate keine Fortschritte zu machen. Wir aber bald einen Experten 
am anderen Standort besuchen würden.
Da waren auch schon über 2 Monate herum.

Ich entschloss mich mit dem Design nochmal komplett neu anzufangen. Dass 
2. Design funktionierte schon mit Einschränkungen und einigen Fehlern. 
Es stellte sich jedoch heraus, dass die beschränkte Leistungsfähigkeit 
meines Computers zunehmend zum Problem wurde. Schließlich dauerte es nun 
schon über eine Stunde dass Design zu Kompilieren. Der Task-Manager 
zeigte eine verfügbaren Speicher von 20MB an, es dauerte z.b. 3 Sekunden 
bis ein auf der Tastatur gedrücktes Zeichen auf dem Bildschirm erschein.
Schließlich musste ich darauf hinweisen dass mein Computer zu langsam 
war und mit ihm während des 1,5 Stündigen Kompilirens wirklich nichts 
mehr anzufangen war. Doch erstmal hieß es das kann doch gar nicht sein.

Schließlich 2 Wochen später wurde mit eine Speichererweiterung 
zugesprochen, die den Computer wieder brauchbar machte.

Nach etwa 3 Monaten der Arbeit kam auch die von der Firma bestellte 
Hardware an.
Ich war inzwischen beim 3. Design angekommen (von dem mein Betreuer mir 
abriet) dass die Ursprünglichen Anforderungen aus dem 
Vorstellungsgespräch:
"Hierbei hieß es dass die Übertragung einzelner Bytes an den PC sowie 
eine Aufzeichnung mit 1MHz bereits zufriedenstallend sei."

Ganz deutlich übertraf. Problem war jedoch dass mit jedem meiner 
Fortschritte die Anforderungen meines Betreuers stiegen.
So wurde inzwischen gefordert:
"Eine Abtastrate von 100MHz, eine schnelle Übertragung an den Computer 
und ein Grafisches Analyseprogramm"

Schließlich besuchten wir nach über 3 Monaten den Experten am anderen 
Standort. In dieser Phase der 4 Monatigen Arbeit konnte er mir jedoch 
auch nicht mehr viel weiterhelfen. Zudem hatte ich auch nach über 3 
Monaten noch keine echte Datenquelle für reale Daten. Stattdessen hatte 
ich ein PLD aus meinem Heimbestand als Datenquelle für Testdaten 
Programmiert.

Schließlich meinte mein Betreuer noch in kritischer Ausdrucksweise er 
hätte erwartet dass er durch meine Beschäftigung mit dem Thema VHDL 
lernen würde, was sich nicht erfüllen würde.

Schließlich stellte er mir 2 Wochen vor Abgabe die reale Datenquelle zur 
Verfügung welche extra auf einen Bruchteil ihres Arbeitstaktes Reduziert 
korrekt abgetastet, aufgezeichnet, Zwischengespeichert, an den 
PC-Übertragen und Grafisch Ausgewertet werden konnte.

Fazit ist das zwar alles grundsätzlich Funktioniert, jedoch alles Murks 
ist und kein Teil der Arbeit wirklich was taugt. Da mir nie die Zeit 
gegeben wurde irgendeinen Einzelbestandteil bis zur eigentlichen Reife 
zu bringen. Immer wenn ich vermelden konnte dass etwas einigermaßen 
Funktioniert sofort weitergejagt wurde ohne es zu guter/fehlerfreier 
Funktion zu bringen. Die Dokumentation habe ich zum Großteil zuhause 
abends und am Wochenende geschrieben.

Was hätte ich nun machen können um diese Probleme zu verhindern?

Autor: genervt (Gast)
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Ex-Student schrieb:
> Was hätte ich nun machen können um diese Probleme zu verhindern?

Zuviel "Ja" gesagt? Zuwenig bei den Besprechungen auf die Konsequenzen 
hingewiesen? Zu wenig mit dem Betreuer geredet (Eigeninitiative)?

Autor: Ex-Student (Gast)
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genervt schrieb:
> Zuviel "Ja" gesagt? Zuwenig bei den Besprechungen auf die Konsequenzen
> hingewiesen? Zu wenig mit dem Betreuer geredet (Eigeninitiative)?

Ich habe ab dem 3. Monat fast jeden Tag mit ihm geredet, hatte jedoch 
nicht selten den Eindruck dass ich ihm eher lästig war.

Autor: genervt (Gast)
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Ex-Student schrieb:
> genervt schrieb:
>> Zuviel "Ja" gesagt? Zuwenig bei den Besprechungen auf die Konsequenzen
>> hingewiesen? Zu wenig mit dem Betreuer geredet (Eigeninitiative)?
>
> Ich habe ab dem 3. Monat fast jeden Tag mit ihm geredet, hatte jedoch
> nicht selten den Eindruck dass ich ihm eher lästig war.

Was ja schon viel zu spät ist, normalerweise dauert so eine Arbeit ja 
nur 3 Monate und ein nicht zu verachtender Teil geht für Doku drauf.

Auf der einen Seite ist es dein Betreuer auf der anderen Seite hast du 
auch eine gewisse Verantwortung, dass dein Projekt erfolgreich ist.

=> Versuche daraus zu lernen und künftig früher gegenzusteuern.

Autor: dh (Gast)
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ganz am Anfang absprechen und Dokumentieren was gewollt ist (quasi 
Lastenheft).

Dann Abstrahieren. Heißt z.B. es soll irgendeine Drehzahl auf 600rpm und 
800rpm einstellbar sein, gehst du davon aus das du sie vom Programm her 
frei einstellbar machst und nur in der GUI 600 und 800 rpm als 
Einstellung zur Verfügung steht. So bist du auf evtl. Änderungen 
vorbereitet und dein Projekt bleibt wartbar.

Dann Überlegen wie dies Realisiert wird (quasi Pflichtenheft).

(Mit diesen Punkten hast du dann auch gleich alle Daten auf welche du 
dein Endresultat Testen muss.)

Dann Implementieren und Testen und evtl ändern.

Als Bachelor ist ein Projekt auch in der Regel das erste. Jedenfalls ist 
es halt was anderes ob man sein eigenes privates Projekt, welches man 
ohnehin schon im Kopf hat, realisiert oder eben das eines Arbeitgebers.

War bei mir ähnlich. Hatte im Prinzip zu wenig Erfahrung um überhaupt 
überblicken zu könne ob mein Projekt in den paar Monaten überhaupt 
realisierbar ist, weshalb dann meine Ausarbeitung selber dann aufgrund 
Zeitdrucks nicht so schön wurde. Aber der Prof war kulant. War auch sehr 
umfangreich.

Das war meine Erfahrung welche ich jetzt hoffe mir für meine 
Masterarbeit zu gute kommen zu lassen.

Autor: oszi40 (Gast)
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Ex-Student schrieb:
> Was hätte ich nun machen können um diese Probleme zu verhindern?

Am Anfang mehr fragen! Oft wird nur eine A-Klasse bestellt und eine 
S-Klasse soll geliefert werden für das gleiche Geld. Das ist immer so.

Autor: genervt (Gast)
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oszi40 schrieb:
> Am Anfang mehr fragen! Oft wird nur eine A-Klasse bestellt und eine
> S-Klasse soll geliefert werden für das gleiche Geld. Das ist immer so.

In dem Zusammenhang auch immer wieder:

https://www.thevettebarn.com/forums/off-topic/8722...

Leider verstehen das nur Leidgeprüfte auf Anhieb. ;)

Autor: Cyborg (Gast)
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Solche Probleme kann man gar nicht lösen, weil hier ein Kompetenz-
und Strukturproblem im Unternehmen vorliegt. Da kann man nur sein
Bestes geben, verspricht möglichst nichts und wenns an die Beurteilung
der Arbeit geht, einfach eine gute einfordern oder erzwingen.
Für die Probleme ist man weder verantwortlich, noch hätte man die
schultern können. Man muss sich nicht von inkompetenten Nerds verarschen
lassen. Auf deren Stirn steht schon das Stigma ihres Untergangs,
wissen es häufig auch und es ist nur noch eine Zeitfrage wann
solche Idioten abgesägt werden. Hab ich selbst ähnlich auch mehrmals
erlebt. Eine faire Chance hatte man da nie.

Autor: Kolja L. (kolja82)
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Oma sagte immer: Das Leben ist nicht immer fair.

Autor: Achim S. (achs)
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Mir ist nicht ganz klar, wie Dein Professor da eingebunden ist.

Wenn Du von Betreuer sprichst, meinst Du doch einen Mann der Firma, 
oder?

Wenn die Firma nicht liefern kann (Equipment, Know-How) dann ist der 
Professor m.E. der Ansprechpartner, ein sinnvolles, ereichbares Teilziel 
zu definieren.

Eine Entwicklung dauert halt, Prioritäten verschieben sich, Gelder sind 
nicht immer da, genauso wie Mitarbeiter oder Liferanten. Wenn Dein 
Betreuer meint, durch Deine Arbeit VHDL zu lernen, dann ist der Mensch 
wohl nicht dazu geeignet und Dein Professor erste Anlaufstelle.

Autor: Robert Malle (andro86)
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@Ex-Student

Deine Beschreibung erinnert mich an eine Firma in der ich zu meiner 
Studienzeit kurz tätig war. Von dieser weiß ich, dass sie gerade 
Studenten für Abschlussarbeiten sucht, in der es überwiegend um FPGA 
Entwicklung geht. Ein Gebiet auf dem die Firma zu meiner Zeit noch keine 
wirkliche Expertise hatte. In welcher Stadt ist denn die Firma in der du 
deine BA schreibst ansässig?

@Topic

Meine Studienarbeit fertigte ich in einem staatl. Forschungsinstitut an. 
Meine Hauptbetreuung konnte mir dabei nicht viel weiter helfen, da diese 
selber Fachfremd war und Jemand brauchte, der das Thema leicht 
zugänglich machte. Als meine praktische Arbeit fertig war und in 
Laborversuche akzeptable Werte erhielt, wollte ich diese dann final am 
realen Prüfling verifizieren. Von Seiten der Betreuung hieß es ständig 
der Prüfling befinde sich gerade am anderen Standort und man bemühe sich 
diesen baldmöglichst herzuholen. Irgendwann hieß es dann der Versuch am 
Prüfling sei gestrichen da man nicht die Gefahr eingehen will, dass 
dieser zerstört wird. Um meine Arbei nicht zu überziehen habe ich diese 
nur mit den Ergebnissen der Laborversuche abgegeben. Mein Professor hat 
das problemlos angenommen und zusätzlich noch seine Missgunst gegenüber 
dem Forschungsinstitut ausgesprochen, da diese mir den Abschluss meiner 
Arbeit verbaut haben.

Von daher mein Rat, wende dich an deinen Professor. Erklär ihm deine 
Situation und such gemeinsam mit ihm nach einer Lösung.

: Bearbeitet durch User
Autor: meckerziege (Gast)
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Hi, ich betreue selbst Studenten und möchte dir ein paar Anregungen 
geben. Grundsätzlich denke ich, dass du ein Bastler bist, stimmts? Liest 
man zwischen den Zeilen so durch.

Habt ihr einen Zeitplan vereinbart? Musstest du da was aufstellen 
(Gantt-Chart etc.?)

Ex-Student schrieb:
> Hallo,
>
> Im Vorstellungsgespräch zur Arbeit wurde die Aufgabe einer schnellen
> Datenaufzeichnung, Zwischenspeicherung und Übertragung an den PC
> gestellt. Hierbei hieß es dass die Übertragung einzelner Bytes an den PC
> sowie eine Aufzeichnung mit 1MHz bereits zufriedenstallend sei. Zur
> Lösung der Aufgabe wurden 3 Lösungswege vorgegeben. Es heiß in der Firma
> würde es Mitarbeiter geben, die sich mit den Grundsätzlichen nötigen
> Technologien bereits auskennen würden.
Sehe ich das korrekt, dass sich dein BETREUER gar nicht SELBST mit der 
Technologie auskennt? Wir lösen so etwas meist mit einer Doppelbetreuung 
wenn Wissen in X und Y notwendig ist, d.h. Betreuer A kennt sich mit 
Thema X aus, Betreuer B mit Thema Y. Wobei der eher locker ist, 
jenachdem wer gerade da ist, betreut den Student. Wobei jeder der 
Betreuer sich auch grob auskennt mit dem Gesamtthema.


> Als ich in die Firma kann, wurde ich vom Betreuer gleich auf einen der 3
> Lösungsansätze festgelegt, so entfiel dieser Entscheidungsspielraum
> schon mal.
Begründung hierfür? Finde ich unprofessionell. Es ist ein guter Einstieg 
für einen Studenten, die drei Methoden gegenüberzustellen, zu 
vergleichen und dann zu entscheiden. War dieser Entscheidung denn 
richtig?

> Dann hieß es die zur Lösung der Aufgabe mit dem gewählten
> Lösungsansatz benötigte Hardware sei bereits vor einem Monat bestellt
> worden und könnte jederzeit eintreffen.
Das kommt leider häufiger vor und ist nicht unbedingt Schuld deines 
Betreuers. Das Problem haben wir hier auch. Oft hängts an der Abteilung, 
welche die Beschaffungen macht. Oder an Lieferproblemen bei einem 
Lieferanten, der 5 cent günstiger ist.

> Jedoch traf die auch nach 3
> Wochen noch nicht ein.
Ich hätte mal knapp ein Jahr warten müssen, wo davon die Rede war, es 
solle demnächst eintreffen. ;-) Danach ist man immer schlauer.

> Dies veranlasste mich dazu mir die Hardware für
> wenige 100Euro selbst zu beschaffen. Nach 1 Woche hatte ich meine eigene
> Hardware.
Sowas in die Richtung hab ich dann auch gemacht. Ein guter Betreuer 
hätte sich aber darum gekümmert, dass die Hardware kommt. Zur Not selbst 
bestellen als Betreuer und dann von der Firma bezahlen lassen. Ich würde 
mich als Betreuer schämen, wenn mein Studi nicht richtig arbeiten könnte 
weil die Hardware nicht da ist.

> In dieser Zeit erarbeitete ich bereits einen ersten Designentwurf. In
> den ersten 3 Wochen fand keine Absprache mit dem Betreuer statt.
Hier hab ich den ersten kleinen Kritikpunkt auch an deinem Verhalten 
gefunden: Warum gab es keine Absprache? Du hast auch als Betreuter das 
Recht und die PFLICHT dazu, deinen Betreuer über Probleme zu 
informieren.

> Bevor
> ich nun mit der Implementierung began, sprach ich mit ihm den Entwurf
> durch. Er meinte "Ich habe davon zwar keine Ahnung, aber dass was du
> tust scheint tendenziell schon sinnvoll. Nach einfach weiter es wird
> schon Funktionieren."
Er wirkt überarbeitet. Grundsätzlich kann man Studenten erst mal freie 
Hand lassen, aber irgendeine grobe Hilfestellung sollte schon drin sein.

> Nun wurde der Designentwurf implementiert, dabei traf ich schon bald auf
> unvorhergesehene Probleme. Schließlich ging ich dazu über die
> Problematik 2 mal pro Woche mit dem Betreuer zu besprechen. Dabei hieß
> es jedoch immer nur in abgewandelter Form: "Ich habe davon zwar keine
> Ahnung, aber dass was du tust scheint tendenziell schon sinnvoll. Nach
> einfach weiter es wird schon Funktionieren."
Unfähiger Betreuer. Vermutlich wirklich keine Ahnung und auch keine 
Lust.

> Ab und zu hatte er auch Ideen, wie Probleme zu lösen sein könnten. Doch
> meist hatte ich dies auch schon in betracht gezogen und aufgrund von
> absehbaren Problemen wieder verworfen. Doch er verlangte dass ich seine
> Ideen, zumindest ausprobiere. Tatsächlich endeten sie in den Sackgassen
> die ich vorher schon erkannt hatte.
Und für Überlegen hält er sich auch noch. Wobei ggf. auch das Problem 
hier ist, dass er nicht nachvollziehen konnte, welche Schwierigkeiten du 
hervorsiehst. (weil er nicht weit genug in der Thematik drin ist).
Ja, Studenten dürfen auch mal recht haben ;-)

> Ich hätte ja gerne jemanden in der Firma der sich bereits mit der
> verwendeten Technologie (FPGA) auseinandergesetzt hat zu rate gezogen.
> Doch an meinem Standort der Firma gab es keinen. Mein Betreuer schlug
> jedoch vor bald einen anderen Standort zu besuchen an dem ich mich mit
> einem Fachmann unterhalten kann.
"bald"... Als könnte man da nicht mal schnell anrufen oder mailen. 
Hinhaltetaktik.

> Zu dieser Zeit waren schon 1,5 bis 2 Monate vorbei.
Spätestens hier hättest du gehen sollen.

> Ebenso war die Konzentration am neuen Arbeitsplatz nicht leicht. Der 1.
> Arbeitsplatz war ruhig gelegen, doch nach 1 Monat sollte ich den wie
> mein Betreuer meinte abgelegenen Platz tauschen. Von nun an war es
> deutlich lauter, ständig liefen Leute an meinem Rücken vorbei und ich
> hatte 4 Telefonisten in der näheren Umgebung. Nach 2 Wochen wollte ich
> den Platz zurücktauschen doch an meinen alten Platz saß nun ein
> Praxissemesterstudent, der nicht mit mir tauschen wollte.
> Somit fing ich an meine Arbeit auf früh morgendliche Zeiten zu verlegen
> und war schon um 6:30 da. Somit konnte ich 2 Stunden in Ruhe arbeiten.
> Da ich noch nichts vorweisen konnte blieb ich besonders Freitags lange
> und war nicht selten erster und letzter der Abteilung.
Das ist ein übliches Problem. Platz ist Mangelware... Finde ich nicht 
schön, mit Studenten so umzugehen, hab ich auch hier schon öfters 
bemängelt (ähnliche Situation!) interessiert aber den Chef im Einzelbüro 
nicht ;-)

> Dann begann die bis zum Ende währende Kritik meines Betreuers dass 4
> monatige Bachelorarbeiten unüblich seien und er so etwas noch nie gehabt
> hätte. Wobei ich mir nur dachte "Warum ist dir dass nicht schon
> spätestens bei der Vertragsunterzeichnung aufgefallen."
LOL. Wenn ich als Betreuer sehe, dass mein Studi nicht mitkommen bzw. 
dem Zeitplan hinterher ist, dann muss ich was tun. Und mich nicht nach 4 
Monaten aufregen, dass er so langsam ist.

>
> Zu meinem schlechten vorankommen meinte er nur, dass es üblich ist mal
> einige Monate keine Fortschritte zu machen.
So ein Stuss... Eine Bachelorarbeit ist keine Promotion. "Einige Monate" 
ist viel zu lange. Nach wenigen Tagen müsste man als Betreuer schon 
eingreifen. Es bringt doch nichts nen Studenten Ewigkeiten aufzuhalten.

> Wir aber bald einen Experten
> am anderen Standort besuchen würden.
> Da waren auch schon über 2 Monate herum.
>
> Ich entschloss mich mit dem Design nochmal komplett neu anzufangen. Dass
> 2. Design funktionierte schon mit Einschränkungen und einigen Fehlern.
> Es stellte sich jedoch heraus, dass die beschränkte Leistungsfähigkeit
> meines Computers zunehmend zum Problem wurde. Schließlich dauerte es nun
> schon über eine Stunde dass Design zu Kompilieren. Der Task-Manager
> zeigte eine verfügbaren Speicher von 20MB an, es dauerte z.b. 3 Sekunden
> bis ein auf der Tastatur gedrücktes Zeichen auf dem Bildschirm erschein.
> Schließlich musste ich darauf hinweisen dass mein Computer zu langsam
> war und mit ihm während des 1,5 Stündigen Kompilirens wirklich nichts
> mehr anzufangen war. Doch erstmal hieß es das kann doch gar nicht sein.
>
> Schließlich 2 Wochen später wurde mit eine Speichererweiterung
> zugesprochen, die den Computer wieder brauchbar machte.
Übliches Problem: Schlechte Hardware.


> Nach etwa 3 Monaten der Arbeit kam auch die von der Firma bestellte
> Hardware an.
> Ich war inzwischen beim 3. Design angekommen (von dem mein Betreuer mir
> abriet) dass die Ursprünglichen Anforderungen aus dem
> Vorstellungsgespräch:
> "Hierbei hieß es dass die Übertragung einzelner Bytes an den PC sowie
> eine Aufzeichnung mit 1MHz bereits zufriedenstallend sei."
>
> Ganz deutlich übertraf.
Sehr gut! Also Bachelorarbeit fertig schreiben und abgeben, Thema 
erledigt ;-)

> Problem war jedoch dass mit jedem meiner
> Fortschritte die Anforderungen meines Betreuers stiegen.
> So wurde inzwischen gefordert:
> "Eine Abtastrate von 100MHz, eine schnelle Übertragung an den Computer
> und ein Grafisches Analyseprogramm"
Solche grundlegenden Änderungen sind unprofessionell. Kleinere Sachen 
(1.5 MHz statt 1.0 MHz) würde ich ja noch als OK ansehen, aber kein 
Faktor 100.

> Schließlich besuchten wir nach über 3 Monaten den Experten am anderen
> Standort. In dieser Phase der 4 Monatigen Arbeit konnte er mir jedoch
> auch nicht mehr viel weiterhelfen.
Welch Wunder...

> Zudem hatte ich auch nach über 3
> Monaten noch keine echte Datenquelle für reale Daten. Stattdessen hatte
> ich ein PLD aus meinem Heimbestand als Datenquelle für Testdaten
> Programmiert.
>
> Schließlich meinte mein Betreuer noch in kritischer Ausdrucksweise er
> hätte erwartet dass er durch meine Beschäftigung mit dem Thema VHDL
> lernen würde, was sich nicht erfüllen würde.
Ja, der Studi arbeitet, der Betreuer lernt. Diese Vorstellung treffe ich 
des öfteren an. Das funktioniert aber nicht. Beide Seiten müssen 
voneinander lernen können. Der Betreuer muss die Grundlagen mitgeben 
bzw. einen Weg vorgeben, der Student arbeitet daran weiter und 
erarbeitet neues Wissen.
Aber: Nicht dein Problem.

> Schließlich stellte er mir 2 Wochen vor Abgabe die reale Datenquelle zur
> Verfügung welche extra auf einen Bruchteil ihres Arbeitstaktes Reduziert
> korrekt abgetastet, aufgezeichnet, Zwischengespeichert, an den
> PC-Übertragen und Grafisch Ausgewertet werden konnte.
>
> Fazit ist das zwar alles grundsätzlich Funktioniert, jedoch alles Murks
> ist und kein Teil der Arbeit wirklich was taugt.
Das ist aber oft der Fall. Schade, aber ist so.

> Da mir nie die Zeit
> gegeben wurde irgendeinen Einzelbestandteil bis zur eigentlichen Reife
> zu bringen. Immer wenn ich vermelden konnte dass etwas einigermaßen
> Funktioniert sofort weitergejagt wurde ohne es zu guter/fehlerfreier
> Funktion zu bringen.
Man muss auch mal "nein" sagen können. Ich lass mich auch mal von meinen 
Studis umstimmen, wenn sie eine gute Idee haben bzw. was ausprobieren 
wollen.

> Die Dokumentation habe ich zum Großteil zuhause
> abends und am Wochenende geschrieben.
>
> Was hätte ich nun machen können um diese Probleme zu verhindern?

Ich sehe ein paar kleine Probleme auf deiner Seite: Die Kommunikation am 
Anfang. Ansonsten sehe ich viele Probleme auf Seite des Betreuers, den 
wir hier aber nicht hören.  Die Betreuung war einfach unglaublich 
schlecht und auf mich macht es den Eindruck, als hätte dein Betreuer gar 
kein großes Interesse mehr am Thema gehabt bzw. dich eher als Störfaktor 
gesehen. Nimm das nicht persönlich, es gibt solche Betreuer. Ich bin 
ihnen zum Glück entkommen, ein paar Bekannte hats aber schlimmer 
erwischt. Auch in die Richtung von: Messdaten erst nach MONATEN bekommen 
etc.
Irgendwas ist hier aber definitiv falsch gelaufen!

Was sagt eigentlich dein Prof dazu? Wenn sich mein Studi beim Prof 
beschweren würde, ich würde ihn nicht richtig betreuen ... da könnte ich 
mir dann was anhören!
Ich hoffe, dass wenigstens die Note dann dem Aufwand entsprechend gut 
war :-)

Autor: Jacques Naidoo (Gast)
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Ganz ehrlich, wenn ich mir deinen Text anschaue und ganz objektiv die 
Länge sehe, vermute ich, du hast deinen Betreuer so zugelabert, das er 
nur noch seine Ruhe wollte und dir deshalb gesagt hat, du sollst einfach 
weiter machen er vertraut dir...

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Ex-Student (Gast)

>Als ich in die Firma kann, wurde ich vom Betreuer gleich auf einen der 3
>Lösungsansätze festgelegt, so entfiel dieser Entscheidungsspielraum
>schon mal.

Sowas ist immer ein Warnzeichen. Das hatte ich bei meiner Diplomarbeit 
auch. Nach einiger Überlegung und einigen Bauchschmerzen hab ich das 
Thema dann abgelehnt!

> Dann hieß es die zur Lösung der Aufgabe mit dem gewählten
>Lösungsansatz benötigte Hardware sei bereits vor einem Monat bestellt
>worden und könnte jederzeit eintreffen. Jedoch traf die auch nach 3
>Wochen noch nicht ein.

Schlecht.

> Dies veranlasste mich dazu mir die Hardware für
>wenige 100Euro selbst zu beschaffen. Nach 1 Woche hatte ich meine eigene
>Hardware.

Gut!

>In dieser Zeit erarbeitete ich bereits einen ersten Designentwurf. In
>den ersten 3 Wochen fand keine Absprache mit dem Betreuer statt.

Ganz schlecht! Kommunikation ist das A und O!

>Nun wurde der Designentwurf implementiert, dabei traf ich schon bald auf
>unvorhergesehene Probleme.

Das sit Entwicklung, erst recht als Anfänger.

> Schließlich ging ich dazu über die
>Problematik 2 mal pro Woche mit dem Betreuer zu besprechen. Dabei hieß
>es jedoch immer nur in abgewandelter Form: "Ich habe davon zwar keine
>Ahnung, aber dass was du tust scheint tendenziell schon sinnvoll. Nach
>einfach weiter es wird schon Funktionieren."

Das ist Rotz.

>Ab und zu hatte er auch Ideen, wie Probleme zu lösen sein könnten.

Konjunktive sind hier nciht sonderlich vertrauenserweckend . . .

>Ich hätte ja gerne jemanden in der Firma der sich bereits mit der
>verwendeten Technologie (FPGA) auseinandergesetzt hat zu rate gezogen.
>Doch an meinem Standort der Firma gab es keinen.

Ganz schlecht.

>deutlich lauter, ständig liefen Leute an meinem Rücken vorbei und ich
>hatte 4 Telefonisten in der näheren Umgebung.

Arschkarte.

> Nach 2 Wochen wollte ich
>den Platz zurücktauschen doch an meinen alten Platz saß nun ein
>Praxissemesterstudent, der nicht mit mir tauschen wollte.

Da muss man ggf. auch ein wenig Druck machen und eine gewisse Portion 
Egoismus an den Tag legen.

>Dann begann die bis zum Ende währende Kritik meines Betreuers dass 4
>monatige Bachelorarbeiten unüblich seien und er so etwas noch nie gehabt
>hätte.

Scheint ein Schlaumeier zu sein, von allem irgendwie Ahung aber ohne 
Substanz.

>Es stellte sich jedoch heraus, dass die beschränkte Leistungsfähigkeit
>meines Computers zunehmend zum Problem wurde. Schließlich dauerte es nun
>schon über eine Stunde dass Design zu Kompilieren. Der Task-Manager
>zeigte eine verfügbaren Speicher von 20MB an, es dauerte z.b. 3 Sekunden
>bis ein auf der Tastatur gedrücktes Zeichen auf dem Bildschirm erschein.

Wirklich? Mit was hast du gearbeitet? 486er SX?

>abriet) dass die Ursprünglichen Anforderungen aus dem
>Vorstellungsgespräch:
>"Hierbei hieß es dass die Übertragung einzelner Bytes an den PC sowie
>eine Aufzeichnung mit 1MHz bereits zufriedenstallend sei."

>Ganz deutlich übertraf.

Das war aber gar nicht gefordert!

>Problem war jedoch dass mit jedem meiner
>Fortschritte die Anforderungen meines Betreuers stiegen.
>So wurde inzwischen gefordert:
>"Eine Abtastrate von 100MHz, eine schnelle Übertragung an den Computer
>und ein Grafisches Analyseprogramm"

Schwachsinn^3! Solche Featuritis ist der Tod eines jeden Projekts!

>Schließlich besuchten wir nach über 3 Monaten den Experten am anderen
>Standort.

Viel zu spät.

>Schließlich meinte mein Betreuer noch in kritischer Ausdrucksweise er
>hätte erwartet dass er durch meine Beschäftigung mit dem Thema VHDL
>lernen würde, was sich nicht erfüllen würde.

Pech gehabt! Selber machen!

>Fazit ist das zwar alles grundsätzlich Funktioniert, jedoch alles Murks
>ist und kein Teil der Arbeit wirklich was taugt.

Also eine akademische Lösung ;-)

> Da mir nie die Zeit
>gegeben wurde irgendeinen Einzelbestandteil bis zur eigentlichen Reife
>zu bringen. Immer wenn ich vermelden konnte dass etwas einigermaßen
>Funktioniert sofort weitergejagt wurde ohne es zu guter/fehlerfreier
>Funktion zu bringen.

Das sit aber vor allem ein Versagen deiner Betreuer, denn DIE sind quasi 
die Qualitätsmanager! Erst recht bei einer Bachelorarbeit!

> Die Dokumentation habe ich zum Großteil zuhause
>abends und am Wochenende geschrieben.

>Was hätte ich nun machen können um diese Probleme zu verhindern?

Besser kommunizieren.
Klare Ziele und NICHT-Ziele schriftlich definieren!
Auch mal Nein sagen.
Experten FRÜHZEITIG konsultieren und nicht ewig durchwurschteln!

Kopf hoch, es kann nur besser werden.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@meckerziege (Gast)

>Was sagt eigentlich dein Prof dazu? Wenn sich mein Studi beim Prof
>beschweren würde, ich würde ihn nicht richtig betreuen ... da könnte ich
>mir dann was anhören!

Ist jetzt viel zu spät.

>Ich hoffe, dass wenigstens die Note dann dem Aufwand entsprechend gut
>war :-)

Man bekommt keine Note für den Aufwand sondern für's Ergebnis! Und das 
war anscheinend eher mau!

Autor: Bummsfallera (Gast)
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Ex-Student schrieb:
> Fazit ist das zwar alles grundsätzlich Funktioniert, jedoch alles Murks
> ist und kein Teil der Arbeit wirklich was taugt.

Hmm. Das klingt doch gar nicht schlecht.

Jetzt musst du das nur noch verkaufen, und du bist in der besseren 
Hälfte aller Batch... dingens Arbeiten.

Nach X Projekten in der freien Wirtschaft kann ich dir sagen: Wenn das 
Projekt mit irgendeinem halbwegs lauffähigen Ergebnis daherkommt, ist es 
schon ein Erfolg :-)

Ein schlechtes Ergebnis gut verkauft ist ein besseres Ergebnis als ein 
gutes Ergebnis schlecht verkauft.

Autor: waflija (Gast)
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Jetzt das ernüchterne Statement: Das war ein durchschnittliches Projekt 
in fast allen belangen. Gewöhn dich dran oder mach ne eigene Firma auf 
und mach "alles besser".

Autor: Sapperlot W. (jetztnicht)
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Der Absolvent haette gar nichts anders machen koennen. Es lief ja alles 
gut. Willkommen in der Realitaet.
Der Support des Betreuers haette besser sein koennen, der Support des 
Professors war irgendwie nicht vorhanden.
Sicher viel gelernt, in mancherlei Hinsicht. Dazu ist eine solche Arbeit 
da. Jetzt muss nur noch eine gute Story her. Im Sinne von :

-Problemstellung (sachlich).
-Versuchte Loesungsmoeglichkeiten.
-Was wurde erreicht, was wurde nicht erreicht.
-Was waeren die folgenden Schritte.

... Wir haben viel geleistet, viel erreicht, es gibt noch viel zu tun, 
wir sind sooo verdammt gut, wir glauben's selbst kaum !


Das ist eigentlich immer so, in dem Sinne, ueberall. Die Note 
interessiert nachher niemanden mehr, es geht um die Erfahrung. Der Prof 
soll da nicht so zickig sein, er soll die Bestnote rausruecken.

: Bearbeitet durch User
Autor: Markus (Gast)
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Aus eben den aufgeführten Problemen hätte ich meine Studien- und 
Diplomarbeit niemals in der Industrie geschrieben. Kann unter Umständen 
auf die erste Stelle nach dem Studium hinauslaufen, kann aber auch böse 
enden.
Abschlußarbeiten am Institut erscheinen mir da erheblich 
unkomplizierter.

Autor: Martin Schwaikert (sirnails)
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Also aus meiner Sicht - ich habe ähnliches erlebt - hast Du zwei 
elementare Fehler gemacht:

1) Du hast zu Anfangs viel zu lange "vor dich hingewurstelt". Gerade die 
ersten Wochen sind ganz Elementar. Auftretende Probleme sind frühzeitig 
zu klären. Der Betreuer erwartet sicher Anlaufschwierigkeiten, aber er 
will sicherlich auch sehen, dass es irgendwann von selbst läuft. Du hast 
es genau umgekehrt gemacht: Erstmal alle Probleme gesammelt, und bist 
dann in den Augen des Betreuers zur Meckerziege mutiert. Das 
verursacht ausschließlich Ablehnung - egal wie recht Du hast.

2) Du hast auch an der Fakultät einen Betreuer. Und DER ist für DICH 
zuständig und DEIN Ansprechpartner. Du hättest Dich darum bemühen 
müssen, diese früh auftretenden Probleme mit Deinem Prof zu 
kommunizieren. ER ist derjenige, der DEINE Arbeite bewertet - nicht der 
Betreuer der Firma. Hättest Du ihn von Anfang an involviert, als Du 
gesehen hast: Hoppla, hier holpert es, dann hätte er Dir zumindest mit 
Rat zur Seite stehen können. Er hätte auch seinen Anspruch abgrenzen 
können. Mit Sicherheit hätte er gesagt "Wenn Du das bis hierhin sauber 
hinbekommst, dann reicht mir das."

Meine BA ist voll baden gegangen. Aber dann war auch GENAU DAS das 
Fazit. Problemstellung nicht lösbar mit den gegebenen Mitteln. Eine 
Arbeit muss nicht immer zu einem erfolgreichen Ziel führen - auch eine 
Niederlage kann das Problem vollumfänglich behandeln. Ich habe mir im 
ersten Drittel an meinen Prof gewandt, und damals mit ihm darüber 
gesprochen; ihm gesagt, dass es vermutlich eng wird mit der gegebenen 
Hardware. Er sagte dann "Mach weiter. Schau wie weit Du kommst. 
Dokumentiere die Probleme und zeige in der Arbeit, warum die Aufgabe 
u.U. nicht lösbar ist".

Hinterher habe ich auf die Arbeit eine 1,3 bekommen.

Mein Rat an Dich: Wende Dich an Deinen fakultativen Betreuer. Kläre die 
Probleme mit ihm (ohne zu jammern!). Erörtere nüchtern, warum die Arbeit 
nicht das erwünschte Ziel erreicht hat. Und verfasse das auch ganz klar 
und nüchtern in der Arbeit. Du musst nicht sagen "Ich hab ewig keine 
Hardware bekommen, und die, die ich dann irgendwann mal bekam, war 
schrott", sondern "Der vorgegebene Lösungsweg mit der vorgegebenen 
Hardware konnte nicht erreicht werden. In der Arbeit werden verschiedene 
Lösungsansätze gegenübergestellt und umfassend erörtert, an welchen 
Stellen die gegebene Hardware einer Lösung der Aufgabe im Wege stand".

Autor: Bummsfallera (Gast)
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waflija schrieb:
> Jetzt das ernüchterne Statement: Das war ein durchschnittliches
> Projekt
> in fast allen belangen. Gewöhn dich dran oder mach ne eigene Firma auf
> und mach "alles besser".

So ist es.

Das ist die gemeinsame Eigenschaft aller Teams. Kompetenz und Effizienz 
sind umgekehrt proportional zur Anzahl der beteiligten Personen.

Wenn man bedenkt, was das für das globale Kernwaffenarsenal bedeutet... 
nein, den Gedenken sollte man nicht vertiefen :-(

Autor: Cyborg (Gast)
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Falk B. schrieb:
> Man bekommt keine Note für den Aufwand sondern für's Ergebnis! Und das
> war anscheinend eher mau!

Und wer hat es nach außen hin nachhaltig versaut?
Wenn man dir nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stellt,
was willst du da machen? So schnell und leicht wechseln ist in der
Regel nicht möglich und ob es dann besser wird weiß man auch nicht
vorher.

meckerziege schrieb:
> Man muss auch mal "nein" sagen können. Ich lass mich auch mal von meinen
> Studis umstimmen, wenn sie eine gute Idee haben bzw. was ausprobieren
> wollen.

Wenn du eine Bringschuld hast, die bewertet wird, dann muss man aber
schon ziemlich selbstbewusst sein. Über viele Vorgänge, insbesondere
der Bewertung und wie die zustande kommt, hat man doch keine Kontrolle.

Übel ist, wenn durch solche Machenschaften, wie Inkompetenz auf
Betreuerseite dem Betreuten ein Rufschaden entsteht, für den die
Firma haftbar sein müsste, aber wie will man das beweisen und noch 
wichtiger, wie soll man den Schaden beziffern?

Ich habe so den Eindruck, dass sich einige hier das Problem schön reden,
nach dem Motto: Ich hätte so und so entschieden, gefordert usw. usf.
Ein Student in der Ausbildung ist da doch noch viel zu grün hinter den
Ohren um so was zu entscheiden. Da fehlt einfach die berufliche 
Lebenserfahrung, die die meisten HEUTE haben, aber sicher nicht damals.

Autor: Guest (Gast)
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Die Leute an der Uni/FH sind auch nicht immer die tollen Retter. Das 
Problem des TO gibt es nämlich auch in die andere Richtung:

Abschlussarbeit mit hohem Aufwand in einer Firma geschrieben, alle Ziele 
mehr als erfüllt, Firma sehr zufrieden. An der Uni/FH werden dann im 
Nachhinein plötzlich Anforderungen gestellt die sowohl der 
Themenstellung alsauch sich selbst widersprechen. Natürlich auch erst am 
Ende des Projekts, da sich in der Uni zur Laufzeit der Arbeit natürlich 
niemand kümmert, "wird ja in der Firma betreut".

Das Ende vom Lied: Firma mit der Arbeit total glücklich, Absolvent mit 
sich selbst zufrieden, an der Uni interessiert das Thema nicht wirklich, 
erfüllt aber alle wissenschaftlichen Anforderungen und hat eine gute 
Ausarbeitung, trotzdem über das Votum der Firma hinweg schlechte Note 
kassiert ("benotet wird ja in der Uni/FH").

Will sagen: der TO soll mal ganz vorsichtig sein wem er an der Uni/FH 
was erzählt, das sind nämlich auch nicht immer die Freunde und Helfer 
als die sie sich gerne darstellen.

Autor: acab42 (Gast)
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Hatte in meiner Masterarbeit ein ähnliches Problem:

Interessantes Thema bekommen, wo später immer mehr Constraints 
durchgesickert sind (Befristeter Vertrag des Betreuers, Vorgaben bei 
seiner Promotion, endloses Hinhalten mit Hardware und Spezifikationen, 
Last Minute Wünsche).

Ich hab das Thema dann nach 1/3 der Zeit abgebrochen, da ich es noch 
nicht angemeldet hatte. Gab ein sehr ernstes Gespräch - ging mir aber am 
Arsch vorbei.

Ein Semester geopfert, anderer Fachbereich: Masterarbeit mit 1.3 an 
einer TU und einem fachlich als auch charakterlich exzellenten Betreuer.

Klappt doch :-)

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Markus (Gast)

>Aus eben den aufgeführten Problemen hätte ich meine Studien- und
>Diplomarbeit niemals in der Industrie geschrieben.

Dann bist du ein Angsthase. Wie passend zu Ostern ;-)

Autor: Guest (Gast)
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Markus schrieb:
> Aus eben den aufgeführten Problemen hätte ich meine Studien- und
> Diplomarbeit niemals in der Industrie geschrieben. Kann unter Umständen
> auf die erste Stelle nach dem Studium hinauslaufen, kann aber auch böse
> enden.
> Abschlußarbeiten am Institut erscheinen mir da erheblich
> unkomplizierter.

Das ist natürlich völliger Unsinn. Denkst du am Institut/Uni/FH, wo du 
noch nichtmal bezahlt wirst interessiert es irgendjemand woran du da 
arbeitest? Oder ob sich die Spezifikationen 10 mal ändern? Oder ob du 
ein halbes Jahr länger brauchst? Im Gegenteil, wenn dem Betreuer 
zwischendurch Einfällt dass er jetzt doch etwas ganz anderes für seine 
Promotion brauchst bist du ihm völlig egal. Deine Arbeit muss dann nicht 
fertig werden, du kostest ihn ja auch kein Geld.

In der Industrie hast du wenigstens ein Projekt das bis zu einem 
bestimmten Datum fertig sein muss. Du hast einen Vertrag der irgendwann 
abläuft nach dem du nichtmal mehr das Gelände betreten kannst. Wenn du 
den ganzen Tag nichts tust kostest du Geld und jemand anderes muss die 
Arbeit machen.

Nein, am Institut/Uni/FH sehen die Arbeiten bei weitem nicht besser aus. 
Der einzige Vorteil: der, der dich Benotet arbeitet länger mit dir 
zusammen, daher ist es für ihn blöd dir eine schlechte Note zu 
verpassen.

Autor: Markus (Gast)
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Falk B. schrieb:
> Dann bist du ein Angsthase. Wie passend zu Ostern ;-)

Das mag stimmen, wenngleich ich selbst es eher mit 'faule Socke' 
umschrieben hätte g

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Um was geht`s?

Autor: djm (Gast)
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Grobe Fehler aus meiner Sicht:

1. Du hast die veränderten Bedingungen der Bachelorarbeit einfach so 
akzeptiert:
> "Als ich in die Firma kann, wurde ich vom Betreuer gleich auf einen der 3
> Lösungsansätze festgelegt, so entfiel dieser Entscheidungsspielraum schon
> mal.
Obwohl das den ganzen Charakter deiner BA verändert (oder zumindest 
verändern kann). Hier hättest du umgehend deinen betreuenden Prof 
aufsuchen müssen.

2. In den darauf folgenden Wochen hast du viel zu lange vor dich 
hingewurstelt. Wenn seitens des Unternehmens keine Unterstützung kommt, 
hättest du dich auch hier an deinen Prof wenden MÜSSEN. Verzögerungen 
kannst du dir bei der knappen Zeit einer BA nicht leisten.

Jetzt ist der Prof je nach Ausprägung natürlich kein Allheilmittel, aber 
du hättest dadurch zumindest folgendes erreichen können:
* Der Prof macht dem Laden Dampf, sodass sich die Bedingungen dort etwas 
ändern.
* Dem Prof ist es egal. Ist kacke, aber zumindest hättest du frühzeitig 
kommuniziert, dass da was nicht passt.

War bei meiner DA ähnlich. Der Firmen-Betreuer war echt super, hat mir 
immer geholfen und auch helfen können. Ich hab dann immer wieder sowohl 
an ihn als auch an meinen Prof den aktuellen Stand der DA verschickt, 
mit der Bitte jeweils nen Blick drüber zu werfen und mir ggf. 
Änderungswünsche mitzuteilen. Da kam dann lange nichts bis er quasi 2 
Wochen vor Abgabe die komplette DA umgekrempelt haben wollte. Das habe 
ich natürlich verweigert. Er wollte mir dann bei meinem Prof etwas ans 
Bein pissen, mein Prof wusste aber eben durch die Mails, dass er den 
aktuellen Stand immer hatte. Er hat ihm dann mal gehörig den Wind aus 
den Segeln genommen.

Wie immer: Wenn du nicht kommunizierst, wirst du früher oder später 
gnadenlos auf die Fresse fallen.

Autor: Ex-Student (Gast)
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dh schrieb:
> ganz am Anfang absprechen und Dokumentieren was gewollt ist (quasi
> Lastenheft).

Hatten wir gemacht, darin wurden die Anforderungen den 
Vorstellungsgesprächs bereits erhöht. Dass letztendlich erreichte 
Ergebnis war auch weit über diesen Anforderungen. Allerdings wurden die 
Anforderungen im Arbeitsverlauf immer weiter erhöht.

Cyborg schrieb:
> Da kann man nur sein
> Bestes geben, verspricht möglichst nichts und wenns an die Beurteilung
> der Arbeit geht, einfach eine gute einfordern oder erzwingen.

Mein Betreuer war leider nicht mit der Arbeit zufrieden. Am Ende meinte 
er, dass er von mir deutlich mehr erwartet hätte. Der Professor war 
zufrieden, meinte jedoch dass man mit einem Strukturierteren vorgehen 
wesentlich mehr aus der Arbeit hätte holen können.

Achim S. schrieb:
> Dein Professor erste Anlaufstelle.

Wollte ich, doch der Professor verwies mich auf Internetforen und 
Publikationen. Dabei gab es zu dem Thema keine sinnvollen Publikationen. 
Zudem gab es 2 Geheimhaltungsverträge sodass ich in keinem Forum dazu 
nachfragen hätte dürfen.

meckerziege schrieb:
> Habt ihr einen Zeitplan vereinbart? Musstest du da was aufstellen
> (Gantt-Chart etc.?)

Ich habe zu Beginn ein Gantt-Chart aber schon nach ein paar Wochen war 
der Arbeitsverlauf durch die vielen auftretenden Probleme nicht mehr 
absehbar.
Einmal habe ich 2 Wochen nach einem Fehler im Code gesucht, den jemand 
mit Know-How in Minuten hätte finden können.

meckerziege schrieb:
> Was sagt eigentlich dein Prof dazu? Wenn sich mein Studi beim Prof
> beschweren würde, ich würde ihn nicht richtig betreuen ... da könnte ich
> mir dann was anhören!

Ich habe dem Prof gesagt, dass die größte Herausforderung darin besteht, 
dass ich wirklich ganz allein arbeite und niemanden habe den ich irgend 
etwas fragen kann und mein Betreuer mir auch nicht weiterhelfen kann da 
er selbst immer wieder betont keine Ahnung zu haben. Aber wie gesagt:
der Professor verwies mich auf Internetforen und Publikationen.

Falk B. schrieb:
> Klare Ziele und NICHT-Ziele schriftlich definieren!
> Auch mal Nein sagen.
> Experten FRÜHZEITIG konsultieren und nicht ewig durchwurschteln!

Zukünftig werde ich auch nein Sagen, vor allem zur nachträglichen 
Änderung der Ziele.

Da ich in der Firma keine Hilfe hatte, wurde mir auch bald bewusst dass 
ich mich intensiv mit dem Prof auseinandersetzen muss. Wollte mich 
regelmäßig mit ihm Treffen, ihm meine Entwurfe erläutern.
Um mir die Expertise darüber zu holen, ob meine entwürfe sinvoll/gut 
sind oder wo er schwächen sieht. Einfach damit mal jemand mit Erfahrung 
darüber sieht.
Aber er wollte sie nicht sehen. Wir haben uns nur 2 mal während der 
gesamten Arbeit unterhalten. Auf die ersten 2 E-Mail's die ich ihm 
schickte brauchte er schon 2~3 Wochen um zu antworten.

Danke für eure guten und ausführlichen Beiträge :-)

Autor: Stefan (Gast)
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Ich habe meine Bachelorarbeit auch in der Industrie geschrieben.
Das war eine Katastrophe. Ständig musste ich andere Arbeiten erledigen, 
so dass während der Arbeitszeit keine Zeit dafür übrig blieb. Insgesamt 
durfte ich nur 1 Woche an meiner Bachelorarbeit werkeln.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Der Prof scheint eine Pfeife mit Null Ahnung gewesen zu sein. Nicht 
unueblich. Zur Aenderung der Ziele .. geschieht in der Wirtschaft 
dauernd. Man arbeitet eigentlich immer mit beweglichen Zielen.

Autor: Martin Schwaikert (sirnails)
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Ex-Student schrieb:
> dh schrieb:
>> ganz am Anfang absprechen und Dokumentieren was gewollt ist (quasi
>> Lastenheft).
>
> Hatten wir gemacht, darin wurden die Anforderungen den
> Vorstellungsgesprächs bereits erhöht. Dass letztendlich erreichte
> Ergebnis war auch weit über diesen Anforderungen. Allerdings wurden die
> Anforderungen im Arbeitsverlauf immer weiter erhöht.

Verstehe ich ehrlichgesagt nicht. Wenn eine Arbeit extern gemacht wird, 
dann wird die Aufgabenstellung VORHER klar definiert. Die FH/UNI gibt 
dann sein OK dazu. Hinterher wird die Aufgabenstellung vor der 
Prüfungskommission eingereicht.

Wenn die BA dann etwas anderes umfasst, als in der Anmeldung zur Aufgabe 
steht, dann ist das eine 5 mit Themaverfehlung.

> Cyborg schrieb:
>> Da kann man nur sein
>> Bestes geben, verspricht möglichst nichts und wenns an die Beurteilung
>> der Arbeit geht, einfach eine gute einfordern oder erzwingen.
>
> Mein Betreuer war leider nicht mit der Arbeit zufrieden. Am Ende meinte
> er, dass er von mir deutlich mehr erwartet hätte.

Ja klar. Was soll er sonst sagen?

> Der Professor war
> zufrieden, meinte jedoch dass man mit einem Strukturierteren vorgehen
> wesentlich mehr aus der Arbeit hätte holen können.

Ahhh das ist natürlich bitter. Dann war also auch Dein Prof der Meinung, 
dass Deine Vorgehensweise nicht optimal war.

> Achim S. schrieb:
>> Dein Professor erste Anlaufstelle.
>
> Wollte ich, doch der Professor verwies mich auf Internetforen und
> Publikationen. Dabei gab es zu dem Thema keine sinnvollen Publikationen.

Wenn Du natürlich geglaubt hast, dass er Dir mit Rat und Tat zur Seite 
steht - nein, das macht der Prof nicht. Das ist auch nicht seine 
Aufgabe. Zumindest nicht ganz.

Ansonsten schickt man eine Email: "Terminvereinbarung Besprechung BA" 
mit Inhalt "Sehr geehrter Herr Professor, ich möchte gerne mit Ihnen 
einen Termin für ein kurzes persönliches Gespräch über die Zielsetzung 
meiner BA vereinbaren. Bitte teilen Sie mir mit, wann ich bei Ihnen 
vorstellig werden könnte. Vielen Dank, mit freundlichen Grüßen, Max 
Mustermann".

Außerdem hat jeder Professor Sprechzeiten. Zu denen hättest du einfach 
erscheinen können.

> Zudem gab es 2 Geheimhaltungsverträge sodass ich in keinem Forum dazu
> nachfragen hätte dürfen.

Ach komm. Einen NDA auszuhebeln, ist kein Problem. Dann abstrahiert man 
das aktuelle Problem halt. Schon ist die Sache in Ordnung.

> Einmal habe ich 2 Wochen nach einem Fehler im Code gesucht, den jemand
> mit Know-How in Minuten hätte finden können.

Und jetzt überlege mal, was Du dabei gelernt hast!

> meckerziege schrieb:
>> Was sagt eigentlich dein Prof dazu? Wenn sich mein Studi beim Prof
>> beschweren würde, ich würde ihn nicht richtig betreuen ... da könnte ich
>> mir dann was anhören!
>
> Ich habe dem Prof gesagt, dass die größte Herausforderung darin besteht,
> dass ich wirklich ganz allein arbeite und niemanden habe den ich irgend
> etwas fragen kann und mein Betreuer mir auch nicht weiterhelfen kann da
> er selbst immer wieder betont keine Ahnung zu haben. Aber wie gesagt:
> der Professor verwies mich auf Internetforen und Publikationen.

Ja klar tat er das. Was soll er denn sonst machen? Natürlich zeichnet 
sich ein guter Prof dadurch aus, dass er Tipps gibt. Und ein schlechter, 
dass es ihm egal ist. Deshalb sucht man sich seinen Betreuer ja auch 
aus.

Ansonsten gibt es auch noch andere Professoren an der Fakultät. Dann 
geht man halt zu einem anderen, bei dem das Fach passt. Es ist 
erstaunlich, wie verbissen manche Profs sein können, wenn man mit einem 
Problem zu ihnen kommt, das sie selbst nicht sofort lösen können.

Meine Mathedozentin hat mir auch schonmal nachts um 3 eine Email mit 
einem Lösungsweg geschickt, auf den sie nicht gekommen war. Das hat sie 
selbst so geärgert, dass sie es löschen musste :)

> Falk B. schrieb:
>> Klare Ziele und NICHT-Ziele schriftlich definieren!
>> Auch mal Nein sagen.
>> Experten FRÜHZEITIG konsultieren und nicht ewig durchwurschteln!
>
> Zukünftig werde ich auch nein Sagen, vor allem zur nachträglichen
> Änderung der Ziele.

Naja, ganz so einfach ist das nicht... Es sei denn, Du willst dich im 
echten Berufsleben innerhalb weniger Tage komplett ins Aus schießen.

> Da ich in der Firma keine Hilfe hatte, wurde mir auch bald bewusst dass
> ich mich intensiv mit dem Prof auseinandersetzen muss. Wollte mich
> regelmäßig mit ihm Treffen, ihm meine Entwurfe erläutern.
> Um mir die Expertise darüber zu holen, ob meine entwürfe sinvoll/gut
> sind oder wo er schwächen sieht. Einfach damit mal jemand mit Erfahrung
> darüber sieht.
> Aber er wollte sie nicht sehen. Wir haben uns nur 2 mal während der
> gesamten Arbeit unterhalten. Auf die ersten 2 E-Mail's die ich ihm
> schickte brauchte er schon 2~3 Wochen um zu antworten.

Dann hat er wohl selbst keine Ahnung vom Thema gehabt, hatte keine Lust, 
sich da etwas hineinzudenken, und macht halt Dienst nach Vorschrift. 
Gibt's leider auch. Da hilft dann nur ein anderer Betreuer. Aber den 
kann man sich danach halt nicht mehr aussuchen.

Hake es ab. Life is a bitch. Im Berufsleben wird es noch viel 
schlimmeres geben.

Autor: Manuel (Gast)
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Was hier beschrieben ist, ist wirklich nichts neues.
Ich habe auch eine ähnliche Problem während meines DA.
Ich habe meinen DA in der Industrie gemacht und von vorne an haben wir 
einen Ziel vereinbart dazu der notwendige HW und ....
Monate sind vorbei bis ich die HW bekommen haben und der war nicht mal 
funktionsfähig.Ich gehe zu meinen Betreuer aber er war im Ausland. zwei 
Wochen später ist meinen prof gestorben.Geld habe ich auch nichts 
bekommen immer mit der Begründung ja wir sind dabei....

Es sind dann 4 Moante vorbei und immer noch nichts.Ich habe dann einen 
neues Prof ausgesucht und mit ihm was neues angefangen.

Also so was gibt es leider und vorallem wenn man unerfahren ist, ist 
noch schlimmer.Da weiss man nicht wie soll ich vorgehen.

Autor: Ex-Student (Gast)
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Martin S. schrieb:
> "Terminvereinbarung Besprechung BA"
> mit Inhalt "Sehr geehrter Herr Professor, ich möchte gerne mit Ihnen
> einen Termin für ein kurzes persönliches Gespräch über die Zielsetzung
> meiner BA vereinbaren. Bitte teilen Sie mir mit, wann ich bei Ihnen
> vorstellig werden könnte. Vielen Dank, mit freundlichen Grüßen, Max
> Mustermann".

Tat ich, aber bis zur Antwort vergingen Wochen.
Die Antwort enthielt dann einen Termin in ~1 Monat.

Martin S. schrieb:
> Außerdem hat jeder Professor Sprechzeiten. Zu denen hättest du einfach
> erscheinen können.

Da war ich, doch er hatte nur <10 Minuten Zeit.

Martin S. schrieb:
> Deshalb sucht man sich seinen Betreuer ja auch
> aus.

Hatte mir einen anderen Prof ausgesucht, doch er verwies mich auf den 
Betreuer-Prof, da dieser sich besser mit dem Thema auskennt.

Ich hacke es ab..

Autor: Martin Schwaikert (sirnails)
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Ex-Student schrieb:
> Ich hacke es ab..

Vermutlich ist es das beste.

Scheiße gelaufen.

Lektion draus lernen und nächstes mal besser machen :)

Autor: Qwertz (Gast)
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Martin S. schrieb:
> Ex-Student schrieb:
>> Ich hacke es ab..
>
> Vermutlich ist es das beste.

Wirklich? Das ist doch grausam. Welches Körperteil soll er sich denn 
abhacken?

Autor: Martin Schwaikert (sirnails)
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Qwertz schrieb:
> Martin S. schrieb:
> Ex-Student schrieb:
> Ich hacke es ab..
>
> Vermutlich ist es das beste.
>
> Wirklich? Das ist doch grausam. Welches Körperteil soll er sich denn
> abhacken?

Den Finger, der das c schrieb :)

Autor: EGS TI (egs_ti)
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Ex-Student schrieb:
> Fazit ist das zwar alles grundsätzlich Funktioniert, jedoch alles Murks
> ist und kein Teil der Arbeit wirklich was taugt.

Erinnert mich irgendwie an das was wir hier tagtäglich produzieren.

Autor: Martin Schwaikert (sirnails)
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EGS T. schrieb:
> Ex-Student schrieb:
>> Fazit ist das zwar alles grundsätzlich Funktioniert, jedoch alles Murks
>> ist und kein Teil der Arbeit wirklich was taugt.
>
> Erinnert mich irgendwie an das was wir hier tagtäglich produzieren.

Ist das nicht Standard in Deutschland?

Quality Made in Germany heißt doch nur, dass der Pfusch so gut versteckt 
ist, dass es keiner merkt.

Wir bauen in meiner Firma auch sehr hochwertige Komponenten und sind 
damit an der Weltspitze in unserer Branche. Aber fakt ist auch: Der 
Indienmarkt, der Chinamarkt und zukünftig der Afrikamarkt sind alles 
Märkte ohne Geld. Es müssen Abstriche gemacht werden, um überhaupt 
konkurrenzfähig zu sein.

Einen Kunden interessiert es unterm Strich nicht, ob ein Gerät mit 5Hz 
oder mit 7Hz maximaler Störfrequenz arbeiten kann, wenn das 5Hz Gerät 
nur die Hälfte kostet.

Also investiert man gar nicht da hinein, aus den 7 Hz .... 70 zu machen 
und baut halt das System so, dass es irgendwie die 7 schafft, ohne viel 
Geld bei der Entwicklung zu kosten.

Gekonnter Pfusch quasi :)

Autor: Dipl.- Gott (hipot)
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Falk B. schrieb:

> Man bekommt keine Note für den Aufwand sondern fürs Ergebnis! Und das
> war anscheinend eher mau!

Seit wann? Was ist, wenn sich am Ende herausstellt "Huch, das geht ja 
gar nicht so..."? Ein Arbeitsergebnis, das durchaus akzeptabel in den 
Ingenieurwissenschaften ist, insbesondere bei Doktorarbeiten.

Autor: EGS TI (egs_ti)
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Ja eben, kommt es nicht eher auf die wissenschaftliche Bearbeitung eines 
Themas an? Und wenn dabei eben heraus kommt dass es nicht funktioniert, 
aber alles einwandfrei dokumentiert wurde, dann ist das doch auch eine 
großartige Leistung.

: Bearbeitet durch User
Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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EGS T. schrieb:
> Ja eben, kommt es nicht eher auf die wissenschaftliche Bearbeitung eines
> Themas an?
Ein Bachelor soll nicht "wissenschaftlich" arbeiten. Und auch die 
wenigsten Master tun das. Sogar der durchschnittliche Ingenieur in der 
tagtäglichen Arbeit tut das nicht.
Was mit dieser Arbeit gezeigt werden soll, ist, ob er "analytisch" und 
"lösungsorientiert" arbeitet. Das wird im täglichen Leben benötigt.

Dipl.- G. schrieb:
> Was ist, wenn sich am Ende herausstellt "Huch, das geht ja gar nicht
> so..."? Ein Arbeitsergebnis, das durchaus akzeptabel in den
> Ingenieurwissenschaften ist
Das ist doch gut, wenn man nach Abschluss der Arbeit weiß, dass man auf 
diesen Ansatz fürderhin keine Ressourcen mehr verbraten muß, sondern 
dass das Problem auf andere Weise angegangen werden muss.

Allerdings würde ich im hier vorliegenden Fall die Kompetenz des 
Betreuers sehr in Frage stellen. Einen Bacheloranden einzustellen um von 
ihm zu "lernen" finde ich gewagt. Das geht in den allermeisten Fällen 
schief.
Wenn man aber so einen Absolventen hat, der einem nach 4 Monaten was 
zeigen und beibringen kann, dann sollte man den unbedingt gleich 
hinterher einstellen.

Autor: Sebastian S. (amateur)
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Früher (tm) hat man bei einem etwas größeren Projekt ein Pflichtenheft 
erstellt, indem man möglichst genau festlegt was man machen will, und 
was man von anderen erwartet.

Bei einem Neubau könnte das heißen:
Bis zum 33.4. haben die Elektriker ihre Leitungen zu legen; ab dem 1.5. 
(Feiertag seit Adolf H's Zeiten) kommen dann die Putzer...

Bei einer Bachelorarbeit könnte ein Passus heißen:
Bis (hier Datum einsetzen) sind folgende Messgeräte oder 
Simulationsquellen bereitzustellen, bis dahin will ich (hier Status 
einsetzen) erreicht haben.

Angeblich bezeichnet man so etwas als zielgerichtetes Arbeiten. Im 
Gegensatz zum Rumwurschteln nach dem Motto: Mach'mer Mal.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Sebastian S. schrieb:
> Früher (tm) hat man bei einem etwas größeren Projekt ein Pflichtenheft
> erstellt
Eine Bachelorarbeit ist kein "größeres" Projekt. Der Betreuer sollte den 
Aufwand und das dafür nötige Wissen für die Arbeit abschätzen und den 
Fortschritt lenken können. Sonst ist er ungeeignet...

Sebastian S. schrieb:
> Bis (hier Datum einsetzen) sind folgende Messgeräte oder
> Simulationsquellen bereitzustellen
Und das fordert dann der Bachelorand?
Man könnte (und ich würde) es umdrehen und sagen: bis (obiges Datum) 
sind vom Bacheloranden folgende Messgeräte und Simulationsquellen zu 
beschaffen.

Ex-Student schrieb:
> Hardware sei bereits vor einem Monat bestellt worden und könnte
> jederzeit eintreffen. Jedoch traf die auch nach 3 Wochen noch nicht ein.
> Dies veranlasste mich dazu mir die Hardware für wenige 100Euro selbst zu
> beschaffen. Nach 1 Woche hatte ich meine eigene Hardware.
Warum hast du da nicht im Versorgungspfad des Unternehmens nachgebohrt, 
sondern bist den "einfachen" Weg des Selbskaufs gegangen?
Im späteren Leben kann ich als Ing. dann ja auch nicht hinsitzen und 
sagen: "Es geht nicht voran, weil die das nicht liefern!", sondern du 
musst dort Druck machen, wo die Verstopfung sitzt, damit was nachgeht. 
Und das ist nicht dein Betreuer, sondern der Einkäufer, der 
Wareneingang, das Lager...

Autor: Schreiber (Gast)
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Lothar M. schrieb:
> Warum hast du da nicht im Versorgungspfad des Unternehmens nachgebohrt,
> sondern bist den "einfachen" Weg des Selbskaufs gegangen?
> Im späteren Leben kann ich als Ing. dann ja auch nicht hinsitzen und
> sagen: "Es geht nicht voran, weil die das nicht liefern!", sondern du
> musst dort Druck machen, wo die Verstopfung sitzt, damit was nachgeht.
> Und das ist nicht dein Betreuer, sondern der Einkäufer, der
> Wareneingang, das Lager...

Ganz einfach: ER hätte ein Problem gehabt, wenn er nicht hätte loslegen 
können. Eine durchgefallene Bachelorarbeit ist "suboptimal"

Im Arbeitsleben sieht das später anders aus: Man wird auch für das 
Blumen gießen bezahlt. Oder man vertreibt sich die Zeit mit 
Produktpflege, Dokumentation und Fehlerbeseitigung. Das wissen auch die 
Vorgesetzten und melden macht frei.

Martin S. schrieb:
>> Falk B. schrieb:
>>> Klare Ziele und NICHT-Ziele schriftlich definieren!
>>> Auch mal Nein sagen.
>>> Experten FRÜHZEITIG konsultieren und nicht ewig durchwurschteln!
>>
>> Zukünftig werde ich auch nein Sagen, vor allem zur nachträglichen
>> Änderung der Ziele.
>
> Naja, ganz so einfach ist das nicht... Es sei denn, Du willst dich im
> echten Berufsleben innerhalb weniger Tage komplett ins Aus schießen.

Das muss man eleganter ausdrücken:
"Für die Änderung des Analogteils benötigen wir etwa 2 Wochen, für das 
Wlan-Modul haben wir schon vorsorglich einen Steckplatz vorgesehen, die 
hierzu erforderliche Softwareunterstützung sowie die gewünschten 
Features X Y und Z werden wir per Firmwareupdate ausliefern.
Mit der Entwicklung der App werden wir in Kürze beginnen."

Übersetzung in normaler Sprache:
1. dauert 2 Wochen länger wegen Hardware
2. Wlan-Modul kann der Kunde später kaufen und selber nachrüsten
3. Die Features X Y und Z entwickeln wir nur dann, wenn die Kunden laut 
genug brüllen. Oder auch gar nicht...
4. App wird irgendwie zusammengeflickt und als Alpha-Version auf der 
Messe vorgeführt. Vor der Auslieferung noch das "Alpha" aus der 
Versionsbezeichnung entfernen!!!
5. Software ist wie eine Banane. Wird grün ausgeliefert und reift beim 
Kunden.

Der BWL-Vertrieb versteht:
Dauert 2 Wochen länger, wird aber immer noch fristgerecht fertig. Auf 
der Messe können wir alle Bling-Bling-BWL-Angeber-Funktionen vorführen.
Häufige Firmwareupdates sind, aus Kundensicht, Zeichen guter 
Produktpflege!

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Dipl.- Gott (hipot)

>> Man bekommt keine Note für den Aufwand sondern fürs Ergebnis! Und das
>> war anscheinend eher mau!

>Seit wann?

Schon immer, mehr oder weniger.

> Was ist, wenn sich am Ende herausstellt "Huch, das geht ja
>gar nicht so..."?

Dann ist das auch ein Ergebnis. Allerdings sollten dann schon in der 
Arbeit erkennbar sein, daß es technisch nicht geht und nicht, weil der 
Bearbeiter faul und unfähig ist.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ EGS TI (egs_ti)

>Ja eben, kommt es nicht eher auf die wissenschaftliche Bearbeitung eines
>Themas an?

Ja, aber.

> Und wenn dabei eben heraus kommt dass es nicht funktioniert,
>aber alles einwandfrei dokumentiert wurde, dann ist das doch auch eine
>großartige Leistung.

Und ISO9001 gerecht. Nix funktioniert, aber alles tip top dokumentiert 
;-)

Autor: Feldstecher (Gast)
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Ex-Student schrieb:
> Was hätte ich nun machen können um diese Probleme zu verhindern?
Verhindern wohl nicht, aber den Schaden haettest du vielleicht 
minimieren koennen.
Das du dich rechtzeotig an den Prof gewandt hast, ist schon richtig, 
aber nicht um dir bei der Arbeit zu helfen/fachliche Tipps zu geben.
Dem Professor haettest du nur mitteilen sollen, dass es klemmpt und die 
Aufgabenstellung mit ihm konkretisieren. Nach dem Motto: Das Unternehmen 
moechte jetzt was anderes/ist sich nicht sicher, aber ICH erfuelle die 
vorgegebene Aufgabe.

Wenn du dich an den Prof bzgl. inhaltlicher Fragen wendest, dann ist das 
ein falsches Vorgehen deinerseits, und du schmierst es ihm auch noch 
aufs Butterbrot.

Ansonsten abhaken,
man lernt nicht unbedingt aus Fehlern.
Also Kopf hoch, wenn der Hals auch dreckig ist.

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