Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Unterschiede internationaler FH- und Uniabschlüsse


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von DibaDu (Gast)


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Hallo Community,

in einen der letzten Threads kam unter andere, die Frage auf, "Was man 
dafür tun muss um als Entwickler im Silicon Valley" anzufangen.
Die Antworten waren eher ernüchternd, da die einschlägige Meinung war 
das unseren akademischen Abschlüsse mit den Anforderungen des SV nicht 
mithalten können.
Nun stellt sich für mich die Frage, inwieweit deutsche Unis und 
Hochschulen mit internationalen Colleges und Unis in der Vermittlung von 
Wissen mithalten können?
Kann man wirklich einen Uni Abschluss in Deutschland vom Niveau mit dem 
z.B. einer amerikanischen Uni vergleichen, bzw. inwiefern hinken wir da 
hinterher?

Klar gilt es natürlich noch zwischen renommierten privaten Hochschulen 
wie Stanford, MIT, Harvard, Princeton etc. zu unterscheiden, aber auch 
hier wäre der Vergleich mit unseren privaten Elite Unis interessant.

Bin mal auf eure Meinungen gespannt

Beitrag #4981541 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Claus M. (energy)


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In Deutschland ist das Niveau an allen Unis relativ gleich und den 
meisten US-Unis weit überlegen. An den US Unis schwankt es nämlich sehr, 
sehr stark. Da ist es vor allem wichtig auf welcher Uni man war.

DibaDu schrieb:
> hier wäre der Vergleich mit unseren privaten Elite Unis interessant.

In Deutschland gibt es keine Elite-Unis und das ist auch gut so. Daran 
ändert auch ein lächerlicher Versuch der Politik nichts.

DibaDu schrieb:
> "Was man
> dafür tun muss um als Entwickler im Silicon Valley" anzufangen.

Vor allem einen harten Einstellungstest und Auswahlverfahren bestehen.

von Laser (Gast)


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Was mir bei meinem Master in England aufgefallen ist. Den ausländischen 
Hochschulen ist es sehr wichtig, wie sie bei Rankings international und 
national abschneiden. Viel mehr als es an Unis und Hochschulen in 
Deutschland der Fall ist. Der Grund hierfür ist sehr naheliegend. Die 
Unis kosten einen Haufen Geld. D.h. je höher sie in den Rankings sind, 
desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sich Leute aus dem Innland und 
vor allem aus dem Ausland gerade für diese Uni und keine andere 
entscheiden. D.h. einfach ausgedrückt, je höher das Ranking, desto mehr 
Geld. Und logischerweise fließt deswegen auch viel Geld in Marketing 
ein.

Da Unis in Deutschland größtenteils gebührenfrei sind, kümmerts hier 
keinen richtig. Deswegen ist Werbung machen auch nicht höchste Priorität 
... die Unis sind ja primär nicht dafür da, Geld einzubringen. Aus 
diesem Grund sind vielleicht auch viele ausländische Unis einfach 
bekannter als deutsche, obwohl die Lehre eigentlich in nichts nachsteht 
und in manchen Bereichen wahrscheinlich sogar besser ist.

von genervt (Gast)


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Laser schrieb:
> je höher das Ranking, desto mehr
> Geld. Und logischerweise fließt deswegen auch viel Geld in Marketing
> ein.

Und das führt dann auch zu einer verteuerung der Studentenbuden, da sich 
da besonders viele und vor allem die reichen tummeln.

Laser schrieb:
> Aus
> diesem Grund sind vielleicht auch viele ausländische Unis einfach
> bekannter als deutsche, obwohl die Lehre eigentlich in nichts nachsteht
> und in manchen Bereichen wahrscheinlich sogar besser ist.

Eben, da wird einfach viel Werbung gemacht und daher sind die viel 
bekannter.

Was wohl das MIT für einen Aufwand betrieben hat, damit Wolowitz dort 
studiert hat? ;)

Beitrag #4981587 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #4981592 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #4981601 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #4981603 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #4981608 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dussel (Gast)


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Ich war mal in ein paar Vorlesungen in einer Hochschule (ob vergleichbar 
mit FH oder Uni weiß ich nicht mehr) in Irland, und wirklich, nicht 
übertrieben, im dritten Jahr (fünftes oder sechstes Semester) haben die 
Sachen gemacht, die hier maximal Oberstufenniveau (in der Schule in 
Nordrhein-Westfalen) wären.

von A. S. (achs)


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Wie gut die Hochschulen Wissen vermitteln ist ein Sache.

Silikon-Valley ist aber vor allem mit SW-Entwicklung konnotiert. Und SW 
entwickeln kann eine Hochschule nicht lehren. So wenig wie Englisch oder 
Chinesisch oder Klavier. Ein paar allgemeine Aspekte und Techniken, 
einige Schlüsselelemente in der Tiefe.

Ob Du im SV anfangen kannst, hängt daher viel mehr davon ab, was Du 
außerhalb der Uni so machst. Wenn Du beispielsweise einen Objective-C 
Compiler in einem Open-Source-Projekt voranbringst, offeriert Dir Apple 
für ein Praktikum mehr Geld als hier als einfacher Web-Entwickler in der 
Werbeklitsche.

von Dipl. Ing. (FH) (Gast)


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[Mod: Trollfutter entfernt]

Zum Thema: Problem dürfte sein, dass sich die deutschen Abschlüsse nicht 
ohne weiteres vergleichen lassen.

: Bearbeitet durch Moderator
von Expat (Gast)


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Ich kenne paar ehemalige BWL-Studenten der FH Köln, die ihren letzten 
Versuch für einen der Mathe-Scheine an der staatlichen Uni in San Diego 
CA geschrieben haben und mit einem A zurück nach DE sind, wo sie 
deswegen fast das Studium hätten abbrechen müssten.

Die Hochschullandschaft ist in Deutschland viel homogener als in 
Frankreich oder den USA, wo es mehr starke Ausreisser in BEIDE 
Richtungen gibt. Selbst mit dem Abschluss an einer Dorf-FH hat man gute 
Voraussetzungen.

ABER wie schon gesagt: Softwareentwicklung im Silicon Valley ist nicht 
das was im Studium gelehrt wird. Dort greifen die Unternehmen die besten 
der besten ab, also auch aus dem Ausland wie Indien.

von djm (Gast)


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DibaDu schrieb:
> Die Antworten waren eher ernüchternd, da die einschlägige Meinung war
> das unseren akademischen Abschlüsse mit den Anforderungen des SV nicht
> mithalten können.

Völliger Quark. Das hat nix mit akademischen Abschlüssen zu tun. Das SV 
beschäftigt genug Studienabbrecher. Da ist also rein vom Abschluss her 
selbst der schlechteste deutsche Absolvent besser.

Das SV sucht Leute, die einen voranbringen. Wer sich auf seinem 
Studienabschluss ausruht, hat da eh schon verloren. Viel wichtiger sind 
da die praktischen Erfahrung, die man auch nicht nur mit DnV sammelt.

Ein großer Recruiting-Punkt dort sind Hackathons, Code Camps oder 
sonstige blumig benannte Nerd-Festivals. Wenn du dort überzeugst, ist 
dein Abschluss egal.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Claus M. schrieb:
> In Deutschland ist das Niveau an allen Unis relativ gleich und den
> meisten US-Unis weit überlegen.
Nein, eher ist das Niveau der Lehrenden wit besser.
Bei den Amis fliegt ein HS-Lehrer auch mal raus.
Bei uns sind das alles "BEAMTE"!
> An den US Unis schwankt es nämlich sehr,
> sehr stark. Da ist es vor allem wichtig auf welcher Uni man war.
Ja, aber da gibt`s auch Rankings die das Wort auch Wert sind!
> DibaDu schrieb:
>> hier wäre der Vergleich mit unseren privaten Elite Unis interessant.
Privaten Elite Unis in D-land?
HoGoGoGO
> In Deutschland gibt es keine Elite-Unis und das ist auch gut so.

Warum?
> Daran
> ändert auch ein lächerlicher Versuch der Politik nichts.
Versuch?
> DibaDu schrieb:
>> "Was man
>> dafür tun muss um als Entwickler im Silicon Valley" anzufangen.
>
> Vor allem einen harten Einstellungstest und Auswahlverfahren bestehen.

U.U., kann aber auch so laufen wie bei uns:
Entwickelt wird in low-cost Ländern!

von klausi (Gast)


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Mein Major Fach in Informationstechnik war Softwareengineering.

Da haben wir sehr wohl gängige Konzepte, Theorien und Ansätze gelehrt 
bekommen. Auch gab es Praxisprojekte, wo man wirklich gecodet hat, inkl. 
Architekturdesign, mit Businesslayer zB als Datenbank eine Opensource DB 
wie Postgresql ausgewählt und los gings.
Gab auch genug Papers zu lesen, was eigentlich SW Engineering wirklich 
ist usw.
Warum soll das nicht wissenschaftlich sein?
Im Gegenteil, ich finde es sehr spannend, SW steckt einfach überall drin 
und ich kann mich in verschiedenen Bereichen somit austoben.

von Thomas1 (Gast)


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Andere Länder wie Frankreich, England, USA haben Eliteunis. Dort sind 
die Bedingungen deutlich besser.

von klausi (Gast)


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Thomas1 schrieb:
> Andere Länder wie Frankreich, England, USA haben Eliteunis. Dort
> sind die Bedingungen deutlich besser.

Naja. Belegt ein paar Kurse an der ETH Zürich im Bereich SW Engineering.

Kann ich nur empfehlen. Gibt ein eigenes SW Institute.

http://se.inf.ethz.ch

von Klausi Fan (Gast)


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klausi schrieb:
> Thomas1 schrieb:
>> Andere Länder wie Frankreich, England, USA haben Eliteunis. Dort
>> sind die Bedingungen deutlich besser.
>
> Naja. Belegt ein paar Kurse an der ETH Zürich im Bereich SW Engineering.
>
> Kann ich nur empfehlen. Gibt ein eigenes SW Institute.
>
> http://se.inf.ethz.ch

Oh Klausi, sorry aber die ETH mag nicht schlecht sein, aber sie mit 
Eliteunis zu vergleichen.... tzzz.

von klausi (Gast)


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Klausi Fan schrieb:
> Oh Klausi, sorry aber die ETH mag nicht schlecht sein, aber sie mit
> Eliteunis zu vergleichen.... tzzz.

Was sind für dich Elite Unis? Wo man viel zahlt, um reinzukommen, oder 
anderes?
Dein klausi..

Beitrag #4984829 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #4984840 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Berufsrevolutionär (Gast)


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DibaDu schrieb:

> in einen der letzten Threads kam unter andere, die Frage auf, "Was man
> dafür tun muss um als Entwickler im Silicon Valley" anzufangen.
> Die Antworten waren eher ernüchternd, da die einschlägige Meinung war
> das unseren akademischen Abschlüsse mit den Anforderungen des SV nicht
> mithalten können.

> Kann man wirklich einen Uni Abschluss in Deutschland vom Niveau mit dem
> z.B. einer amerikanischen Uni vergleichen, bzw. inwiefern hinken wir da
> hinterher?

Das ist keine Frage der Uni ,das ist eine Frage der Wissbegier und der 
Fähigkeit autodidaktisch zum Experten zu werden!

 Viele der Cracks im Silicon Valley sind Studienabbrecher, auch 
hierzulande laufen einem excellenten "Self-Made-Engineer" über den Weg 
die sich eher zum Abschluss gequält haben.
Also vergiss das "Ich schreib fürs richtige Studium ein und alles wird 
gut"! Besorg dir lieber einen RasPi und programmier bare metal zur 
DronenKunstFlug-Steuerung - dann brauchst Du dir um einen 
Entwicklerkarriere keine Sorgen zu machen.

von Harald W. (wilhelms)


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klausi schrieb:

> Was sind Elite Unis?

Alle, die nur eine Elite bezahlen kann. Da braucht man dann als
Fabrikantensohn nicht neben einem Arbeitersohn sitzen.

von Berufsrevolutionär (Gast)


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Harald W. schrieb:

> Alle, die nur eine Elite bezahlen kann. Da braucht man dann als
> Fabrikantensohn nicht neben einem Arbeitersohn sitzen.

Darauf kann man sich im Zeitalter der Neureichen auch nicht mehr 
verlassen. Ich sag nur Carsten Maschmeyer, Robert Geiss, Anton 
Schlecker, ..

von Thomas1 (Gast)


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von Henry G. (gtem-zelle)


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Thomas1 schrieb:
> Andere Länder wie Frankreich, England, USA haben Eliteunis. Dort
> sind
> die Bedingungen deutlich besser.

Aber nur wenn man reich, richtig reich ist oder sich für den Rest seines 
Lebens verschuldet. Dann doch lieber deutsche Uni.

von Berufsrevolutionär (Gast)


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Thomas1 schrieb:
> Andere Länder wie Frankreich, England, USA haben Eliteunis. Dort sind
> die Bedingungen deutlich besser.

Ja, aber dem Otto Normal Ingenieurs Student hilft auch eine 
Eliteuniversität nicht zur erfolgreichen Entwicklerkarriere. Wer Talent 
und Leidenschaft hat, der braucht keine zur Elite Deklamierte 
Bidungseinrichtung.

Die Bedingungen für eine Entwicklerkarriere sind grösstenteils glaich:
-erforderliches Wissen ist frei verfügbar
-Hardware und Netzzugang auch für Schüler bezahlbar
-es ist ein leichtes für mehrere Stunden am Tag andere Verpflichtungen 
zurückzustellen

Die Kultur der Autoditakten und das gegenseitige Helfen (bspw. 
HAM-Spirit, Hacker-Ethics) könnte besser sein ist aber (zumindest in 
Grossstädten) vorhanden - Gleichgesinnte sollte sich immer finden 
lassen, nicht zuletzt über Internetforen.

Beitrag #4985476 wurde von einem Moderator gelöscht.

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