Forum: Offtopic Netzfrequenzanzeige und Anzeige der primären Regelleistung


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Jens M. (jeprotec)


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Hallo Leute,
ich möchte euch mein Netzfrequenzprojekt vorstellen:

Netzfrequenzanzeige und Anzeige der primären Regelleistung

privates, nicht kommerzielles Projekt
aufgebaut auf einer Platine mit 2 X 5 7-Seg-Anzeige
keine SMD-Bauteile
sehr einfach nachzubauen
RS232-Schnittstelle (TTL-Pegel)
Universell einstellbar für jedes AC-Netz
(Lastkoeffizienz kann eingestellt werden)
Verschiedene Alarmausgänge / Summer
Vorbereitet für verschiedene Tischgehäuse
Universelles Zubehör (auch für ähnliche Projekte)

Interessiert?

Bitte schaut euch mein Crowd-Funding an!

Ihr könnt mir helfen:

Unterstütz mich beim Crowdfunding
     oder
sagt es einfach weiter...
vielleicht kennt Ihr noch Leute, die sich für mein Projekt 
interessieren...


Webseite: http://www.pc-projekte.de

Projektlink (Webseite):
http://pc-projekte.bplaced.net/Netzfrequenz/Netzmessung/netzmessung.html

CrowdFunding:
https://www.kickstarter.com/projects/430713797/power-frequency-measurement-and-primary-control-di

Viel Spaß beim gucken... :)


Gruß aus Wuppertal.

Jens Müller

: Verschoben durch User
von Jens P. (picler)


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Interessantes Projekt.

Jens M. schrieb:
> privates, nicht kommerzielles Projekt

> Unterstütz mich beim Crowdfunding

Passt irgendwie nicht zusammen.

von Jens M. (jeprotec)


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... und es passt doch!!

- die Platinen und die ganzen Bauteile kosten eine ganze Menge Geld.
- für das Platinenlayout-Programm brauche ich eine Lizenz, damit ich die 
Platinen in der Größe herstellen lassen kann.

Ich denke, dass jeder, der schonmal in dieser Richtung entwickelt hat, 
sich in meinen Zeilen wiederfindet.

Meine Intention ist einfach: privat, nicht kommerziell, aber 
Unterstützer sind willkommen...

Gegenfrage: warum soll nicht auch ein CrowdFunding die private, nicht 
kommerzielle Ausrichtung unterstützen?


Freu mich auf fachliche Fragen zum Projekt...

von Harald W. (wilhelms)


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Jens M. schrieb:

> ich möchte euch mein Netzfrequenzprojekt vorstellen:

...und wozu braucht man ein derartiges Meßgerät?

von Jens M. (jeprotec)


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Die Netzfrequenzanzeige zeigt die Abweichung der Energie im Stromnetz 
an.
Nach diesem Prinzip werden Kraftwerke geregelt, aber auch die 
Vermarktung an der Strombörse kann damit erklärt werden.

Man kann sich die Dynamik unserers Stromnetzes live anschauen.

Schau doch mal dieses Video an:
https://youtu.be/Bj6E1GLD76Y
dort habe ich eine Fahrplanänderung von zwei Kraftwerken aufgezeichnet.


ein weiterer interessanter Link:
https://youtu.be/EDANCfE-zao

von Stefan S. (chiefeinherjar)


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Also ein Sinn erschließt sich mir nicht. Zumal... Wo ist eigentlich auf 
dem Board ein Quarz?! Mag sein, dass ich den übersehen habe... Aber ohne 
Quarz ist das nicht mal ein Schätzeisen.
Und selbst mit Quarz lässt zweifle ich die Präzision der Messung 
deutlich an.

Und wozu Crowdfunding?! Stell es auf Github, wenn du es veröffentlichen 
willst. Das wäre nicht-kommerziell.
Du willst Geld, also ist es kommerziell.

Das ganze hatten wir doch vor ein paar Monaten, mit so einem Kerl, der 
sich eine Art Sabbath-Jahr finanzieren lassen wollte um seinen Code für 
sein Smart Home überarbeiten und kommentieren zu können. Und das ganze 
dann veröffentlichen.

von Stefan S. (chiefeinherjar)


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Jens M. schrieb:
> - für das Platinenlayout-Programm brauche ich eine Lizenz, damit ich die
> Platinen in der Größe herstellen lassen kann.

Quatsch! Nimm Kicad, das kostet nichts und ist sehr potent. Gibs zu, du 
willst Geld damit verdienen...

von Jens M. (jeprotec)


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Genauigkeit:
der Quarz ist unter dem µController, so erreiche ich eine sehr hohe 
Genaugigkeit (ich hatte in einem Prototyp den Quarz mit kleinen Abstand 
neben dem µController, und schon war die Netzfrequenz ungenauer. Aber es 
gibt auch eine Kalibrierungsmöglichkeit.

Ich habe bei meinen neueren Prototypen eine Genaugikeit im Bereich von 
+- 2mHz ohne Kalibrierung gemessen.

Wir wollen in den nächsten Tagen in einer Prüfstelle die Genauigkeit der 
Anzeigen nachweisen.


@Github... ich werde das Projekt als OpenSource veröffentlichen und es 
wird weitere Entwicklungen geben.
Aber Software-Lizenzen und (vor allem die) Elektronik-Paltinen als 
Prototypen sind nun mal sehr teuer. Das CrowdFunding ist eher ein 
Versuch, Projektsponsoren und Unterstützer zu finden...

Ich denke, dass die Netzfrequenzanzeige nicht wirklich ein kommerzielles 
Produkt darstellt.

von Timo (Gast)


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Wer soll sowas kaufen ? Das ist selbst für den Schreibtisch zu 
Altbacken.

Firmen die ihr Netz überwachen kaufen sich anständige Power Quality 
Messgeräte, die können schon ein bisschen mehr als nur die Frequenz 
messen.

von Jens M. (jeprotec)


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Stefan S. schrieb:
> Jens M. schrieb:
>> - für das Platinenlayout-Programm brauche ich eine Lizenz, damit ich die
>> Platinen in der Größe herstellen lassen kann.
>
> Quatsch! Nimm Kicad, das kostet nichts und ist sehr potent. Gibs zu, du
> willst Geld damit verdienen...


...ich gebe zu, dass ich Unterstüzer suche...

weißt Du eigetlich, wieviel Arbeit so ein Projekt macht?
Web-Seite gestalten und pflegen,
Projektdokumentation schreiben, in Deusch und Englisch
(wirlich teure) Prototypplatinen und Bauteile bestellen,
die Elektronik bauen, testen und verbessern...
die Sofware schreiben (für µController und PC)
dann die Videos, die Fotos usw...

Ganz ehrlich:
ich hab mir KiCad angesehen... ich hab einfach keine Zeit, jetzt das 
ganze Elektronikprojekt umzustellen.

ich fände es klasse, wenn es Leute gibt, die mich unterstützen.
Denn das habe ich im Crowdfunding angekündigt: Es wird ein nicht 
kommerzielles Projekt bleiben und es wird OpenSource werden.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Jens M. schrieb:
> ich hatte in einem Prototyp den Quarz mit kleinen Abstand neben dem
> µController, und schon war die Netzfrequenz ungenauer.

Da stimmt irgendwas nicht.

von Michael B. (laberkopp)


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Harald W. schrieb:
> ...und wozu braucht man ein derartiges Meßgerät?

Wer kein Internet hat und nicht gucken kann:
http://www.netzfrequenzmessung.de/

von Jens M. (jeprotec)


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Es ist ein Projekt für den Schreibtisch...

Klar kannst Du Dir ein PowerQuality-Messgerät kaufen... aber mein 
Projekt richtet sich ja nicht auf PowerQuality aus, sondern ist 
tatsächlich zur Beobachtung der Netzdynamik.

Ich habe es bewußt ohne smd-Tecunik entwickelt, damit auch z.B. 
Elektro-Azubis diese Anzeige nachbauen können...

es ist ein "nice-to-have"-Projekt... und macht sich gut auf dem 
Schreibtisch

einfach nachbaubar, einfach nachvollziehbar

von Jens M. (jeprotec)


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Michael B. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> ...und wozu braucht man ein derartiges Meßgerät?
>
> Wer kein Internet hat und nicht gucken kann:
> http://www.netzfrequenzmessung.de/

ich empfehle die Seite:

https://www.netzfrequenz.info/

die finde ich eigentlich noch besser...

: Bearbeitet durch User
von Timo (Gast)


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@Jens Müller
Kannst Du kurz die Herausforderungen an diesem Projekt beschreiben.
Meine das nicht böse aber ich hätte jetzt aus dem Stehgreif gesagt dass 
es total trivial ist die Netzfrequenz zu messen.

Ein Atmega mit so einem Quarz hätte ich für eine Präzisionsmessung nicht 
erwartet.

Wie sauber detektierst Du die Nullstellen ?

> ich hatte in einem Prototyp den Quarz mit kleinen Abstand neben dem
> µController, und schon war die Netzfrequenz ungenauer.
Das zweifele ich ebenfalls an

von Peter II (Gast)


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Timo schrieb:
> Wie sauber detektierst Du die Nullstellen ?

scheinbar so:

http://pc-projekte.bplaced.net/Netzfrequenz/Teiler/teiler.html

ganz schöner aufwand, da hätte man viele Bauteile sparen können, wenn 
man es einfach auf den ADC gibt und den Rest in Software.

von Gerd E. (robberknight)


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Jens M. schrieb:
> Ich habe es bewußt ohne smd-Tecunik entwickelt, damit auch z.B.
> Elektro-Azubis diese Anzeige nachbauen können...

Azubis können kein SMD löten?

Vielleicht noch nicht im ersten Lehrjahr. Aber danach hat entweder der 
Meister/Ausbildungsbeauftragte was übersehen oder es handelt sich um die 
Azubis, die wegen Defiziten nicht übernommen werden.

Solange Du es nicht mit Bauteilen in 0201 oder BGAs mit vielen hundert 
Balls auf die Spitze treibst ist SMD löten echt kein Hexenwerk und 
meiner Meinung nach auch für jeden Hobbyisten gut erlernbar.

von Wolfgang (Gast)


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Harald W. schrieb:
> ...und wozu braucht man ein derartiges Meßgerät?

Das fragt man sich bei so manchen Dingen in dieser Welt ;-)

Stefan S. schrieb:
> Und selbst mit Quarz lässt zweifle ich die Präzision der Messung
> deutlich an.

In Bezug auf Präzision wird man damit den Atomuhren der PTB kein 
Konkurrenz machen. Aber einem Quarz eine praxistaugliche Stabilität von 
vielleicht 20ppm zu entlocken, gilt nun wahrlich noch nicht als 
Hexenwerk.

von Jens M. (jeprotec)


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Timo schrieb:
> @Jens Müller
> Kannst Du kurz die Herausforderungen an diesem Projekt beschreiben.
> Meine das nicht böse aber ich hätte jetzt aus dem Stehgreif gesagt dass
> es total trivial ist die Netzfrequenz zu messen.
>
> Ein Atmega mit so einem Quarz hätte ich für eine Präzisionsmessung nicht
> erwartet.
>
> Wie sauber detektierst Du die Nullstellen ?
>
>> ich hatte in einem Prototyp den Quarz mit kleinen Abstand neben dem
>> µController, und schon war die Netzfrequenz ungenauer.
> Das zweifele ich ebenfalls an


Ich war selbst über die Genauigkeit der Messung überrascht...
Die Messungen und Tests habe ich mit einem Prüfgerät der Fa. Omicron 
durchgeführt (https://www.omicronenergy.com/de/).
Ausserdem zeigt meine Netzfrequenzanzeige die gleichen Messwerte wie die 
Messungen der Webseiten (im Bereich +- 2mHz).

@Nullstelle, du meinst die Nulldurchgänge der Netzfrequenzmessung?

von Jens M. (jeprotec)


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Wolfgang schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> ...und wozu braucht man ein derartiges Meßgerät?
>
> Das fragt man sich bei so manchen Dingen in dieser Welt ;-)
>
> Stefan S. schrieb:
>> Und selbst mit Quarz lässt zweifle ich die Präzision der Messung
>> deutlich an.
>
> In Bezug auf Präzision wird man damit den Atomuhren der PTB kein
> Konkurrenz machen. Aber einem Quarz eine praxistaugliche Stabilität von
> vielleicht 20ppm zu entlocken, gilt nun wahrlich noch nicht als
> Hexenwerk.


es gibt immer noch eine bessere Messmethode, ein besseren Zeitgeber usw.

Ich hatte tatsächlich überlegt, eine GPS-Zeitzsynchonisierung zu 
verwenden.
Aber habe mich für die günstige und einfache Variante entschieden.

von Jens M. (jeprotec)


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Gerd E. schrieb:
> Jens M. schrieb:
>> Ich habe es bewußt ohne smd-Tecunik entwickelt, damit auch z.B.
>> Elektro-Azubis diese Anzeige nachbauen können...
>
> Azubis können kein SMD löten?
>
> Vielleicht noch nicht im ersten Lehrjahr. Aber danach hat entweder der
> Meister/Ausbildungsbeauftragte was übersehen oder es handelt sich um die
> Azubis, die wegen Defiziten nicht übernommen werden.
>
> Solange Du es nicht mit Bauteilen in 0201 oder BGAs mit vielen hundert
> Balls auf die Spitze treibst ist SMD löten echt kein Hexenwerk und
> meiner Meinung nach auch für jeden Hobbyisten gut erlernbar.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Azubis (zumindest im Bereich 
Elektroniker Betriebstechnik) keine Lötübungen oder Löterfahrungen im 
smd-Bereich machen oder haben.

ich wollte die Nachbaubarkeit es so einfach und universell wie möglich 
gestalten, damit auch Elektronikanfänger die Möglichkeit haben, das 
Projekt nachzubauen...

von Baldrian (Gast)


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Das Projekt ist wirklich interessant.

Wenn ich das Gerät erwerbe, welchen Nutzen kann ich aus der genauen 
Bestimmung der Frequenz ziehen? Mit anderen Worten: Was nutzt mir die 
Information, dass zu viel/- wenig Energie im Netz ist?

von Jens M. (jeprotec)


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Peter II schrieb:
> Timo schrieb:
>> Wie sauber detektierst Du die Nullstellen ?
>
> scheinbar so:
>
> http://pc-projekte.bplaced.net/Netzfrequenz/Teiler/teiler.html
>
> ganz schöner aufwand, da hätte man viele Bauteile sparen können, wenn
> man es einfach auf den ADC gibt und den Rest in Software.


Diese Platine ermöglicht die sehr genaue Messung der Netzfrequenz, ist 
sehr unempfindlich gegen andere Signale (Rundsteuersignale und 
Netzrückwirkungen/Oberwellen) und ermöglicht zusätzlich die galvanische 
Trennung vom Netz... gedacht als universelle Vorschalt-Messplatine für 
ähnliche Projekte.
Der Hintergedanke der Schaltung ist eine Messung der Netzfrequenz 
anstatt über eine konventionelle 50Hz-Filterschaltung.
Die Schaltung läuft als Vorschaltplatine an einem meiner 
Netzfrequenzmessungen.

An den Netzfrequenzmessungen verwende ich nur einen Optokoppler zur 
Signalaufnahme.

von Jens M. (jeprotec)


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Baldrian schrieb:
> Das Projekt ist wirklich interessant.
>
> Wenn ich das Gerät erwerbe, welchen Nutzen kann ich aus der genauen
> Bestimmung der Frequenz ziehen? Mit anderen Worten: Was nutzt mir die
> Information, dass zu viel/- wenig Energie im Netz ist?

Ich kann die Netzdynamik  erkären.
Warum brauche wir SmartGrid?
Warum müssen wir Energie speichern?
Warum brauchen wir den Netzausbau?

Die Übertragunsgnetzbetreiber verwenden die Netzfrequenz für die 
Regelenergievermarktung und zur Netzstabilisierung.

Hierzu kann ich die Seite https://www.regelleistung.net/ext/ 
empfehlen...

: Bearbeitet durch User
von Danish B. (danishbelal)


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Wie berechnet man die Regelleistung?

von Baldrian (Gast)


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Jens M. schrieb:
> Baldrian schrieb:
>> Das Projekt ist wirklich interessant.
>>
>> Wenn ich das Gerät erwerbe, welchen Nutzen kann ich aus der genauen
>> Bestimmung der Frequenz ziehen? Mit anderen Worten: Was nutzt mir die
>> Information, dass zu viel/- wenig Energie im Netz ist?
>
> Ich kann die Netzdynamik  erkären.

Schon richtig, aber wo liegt der Nutzen für mich.

> Warum brauche wir SmartGrid?

Wer braucht konkret ein SmartGrid und warum?

> Warum müssen wir Energie speichern?

Wer muss Energie speichern und warum?

> Warum brauchen wir den Netzausbau?

Das kann ich beantworten: Damit die Solar-/Windkraftanlagenbesitzer auf 
Kosten der Allgemeinheit ihre Energie verteilen können und sich 
exorbitante Profite sichern.

>
> Die Übertragunsgnetzbetreiber verwenden die Netzfrequenz für die
> Regelenergievermarktung und zur Netzstabilisierung.
>
> Hierzu kann ich die Seite https://www.regelleistung.net/ext/
> empfehlen...

So richtig klar ist mir die Anwendung nicht, wünsche dir aber viel 
Erfolg.

von Harald W. (wilhelms)


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Jens M. schrieb:

> es gibt immer noch eine bessere Messmethode, ein besseren Zeitgeber usw.

Frequenzzähler mit einer Genauigkeit 10 E-6 und besser sind
Standardmessgeräte, die man schon seit vielen Jahrzehnten
kennt. Mit denen kann man beliebige Frequenzen, also auch
die Netzfrequenz messen. Was ist an Deinem Meßgerät denn
anders oder besser als solche, allgemein bekannte Geräte?

von Wolfgang (Gast)


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Danish B. schrieb:
> Wie berechnet man die Regelleistung?

Im Programm über die Kennlinie, i.e. auf Basis einer festen angenommenen 
Grundlastiner  ...
http://pc-projekte.bplaced.net/Netzfrequenz/Einstellung/einstellung.html

Tatsächlich hängt die Regelleistung von der Grundlast ab
https://www.netzfrequenz.info/regelleistung

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Mit "Projekt" hat das ganze irgendwie nicht zu tun, jedenfalls nicht, so 
wie wir hier den Forenbereich "Projekte & Code" verstehen.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Jens M. schrieb:
> Die Netzfrequenzanzeige zeigt die Abweichung der Energie im Stromnetz
> an.

Was soll "die Abweichung der Energie im Stromnetz" sein?

Bitte formuliere vollständige, physikalisch sinnvolle Sätze. Energie 
"befindet" sich nicht "im Stromnetz", sondern wird durch dieses 
transportiert. Und wnn man von einer Abweichung spricht, dann sollte man 
eventuell auch mal sagen, was da wovon abweicht.

Tatsächlich zeigt dein "Meßgerät" die Abweichung der Netzfrequenz vom 
Nennwert 50Hz. Das kann jeder Feld-, Wald- und Wiesen-Frequenzzähler.

von Stefan S. (chiefeinherjar)


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Jens M. schrieb:
> .ich gebe zu, dass ich Unterstüzer suche...
> weißt Du eigetlich, wieviel Arbeit so ein Projekt macht?
> Web-Seite gestalten und pflegen,
> Projektdokumentation schreiben, in Deusch und Englisch
> (wirlich teure) Prototypplatinen und Bauteile bestellen,
> die Elektronik bauen, testen und verbessern...
> die Sofware schreiben (für µController und PC)
> dann die Videos, die Fotos usw...

Komisch... Bei mir heißt das Hobby und es gehört dazu, weil ich es gerne 
mache.
Klar würde ich mir gerne mein Hobby finanzieren lassen, wer nicht?! - 
aber so läuft das hier nicht.
Selbstverständlich weiß ich um die Arbeit.
Und wenn dir die Arbeit zu viel wird, stell es eben auf Github - GENAU 
DAZU  ist Github doch eben da! Eben DAMIT dich Leute, die auch teilweise 
ein vielfaches an Fachwissen haben, dich unterstützen können, wenn sie 
es gut finden.
Denn durch mehr Geld wird schlechte Software oder schlechtes Layout 
(Quarz neben dem Controller läuft falsch, unter dem Controller nicht, 
sic!) auch nicht besser.

Nachtrag: da wir hier bei Projekte und Code sind könntest du MINDESTENS 
hier drin Code und Layout vorstellen, denn alleine HIER gibt es einige 
äußert fähige Ingenieure und Informatiker.
Denn dazu ist, wie  Rufus schon angemerkt hat, das Unterforum Projekte 
und Code da.

: Bearbeitet durch User
von Timm T. (Gast)


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Jens M. schrieb:
> der Quarz ist unter dem µController, so erreiche ich eine sehr hohe
> Genaugigkeit (ich hatte in einem Prototyp den Quarz mit kleinen Abstand
> neben dem µController, und schon war die Netzfrequenz ungenauer.

Klingt ja sehr vertrauenerweckend.

von Timm T. (Gast)


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Jens M. schrieb:
> Netzfrequenzanzeige und Anzeige der primären Regelleistung

Warum willst Du Dich für die Entwicklung eines Projektes bezahlen 
lassen, welches es bereits gibt: https://netzsin.us/projekt

von Jens M. (jeprotec)


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Timm T. schrieb:
> Jens M. schrieb:
>> Netzfrequenzanzeige und Anzeige der primären Regelleistung
>
> Warum willst Du Dich für die Entwicklung eines Projektes bezahlen
> lassen, welches es bereits gibt: https://netzsin.us/projekt

Ich gebe Dir recht, auf den ersten Blick sind die Projekte ähnlich. Mein 
Ansatz ist eben ein anderer, aber es geht klar in die selbe Richtung.
Schau dir doch mal die beiden Projekte genauer an. Mein Projekt ist die 
Anzeige (7-Seg-LED) und weniger die Aufzeichnung.
Ich wollte eine einfache nachbaubare Platine zu diesem Thema 
bereitstellen.

@Bezahlen... Ich habe eben das Problem, dass ich noch keine Lizenz für 
die Platine größer 100 X 80mm habe. Und da dachte ich, ich versuch es 
mal über ein CrowdFunding. Ich glaube, wer sich mein Projekt und meine 
Webseite ansieht, der erkennt, dass ich kein kommerzielles Ziel 
verfolge. Aber so eine "Schwarmfinanzierung für Elektronikprojekte" ist 
doch ein Zukunftsmodell und eine Chance. Es ist ja schließlich ein 
Unterschied, wenn ich 4-5 Platinen oder 40-50 Platinen bestelle. Ich 
denke, das Thema ist allzugut bekannt.
Vielleicht sollten wir nochmal einen neuen Beitrag zum Thema 
CrowdFunding starten...

zum Projekt Netzsin.us :
Ich habe bereits einen Prototypen für ähnliche Projekte vorbereitet.
siehe http://pc-projekte.bplaced.net/Netzfrequenz/Teiler/teiler.html
Ich werde dieses Projekt im Sommer ON stellen.

zum Thema Netzfrequenzmessung:
Ich empfehle den Vortag von Mathias Dalheimer zu diesem Thema...
https://youtu.be/yaCiVvBD-xc
ist wirklich spannend!!

von Jens M. (jeprotec)


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Danish B. schrieb:
> Wie berechnet man die Regelleistung?

Berechung der Regelleistung:

https://www.entsoe.eu/
-> Publications, Operation Handbook
-> A1 – Appendix 1: Load-Frequency Control and Performance

https://www.entsoe.eu/fileadmin/user_upload/_library/publications/entsoe/Operation_Handbook/Policy_1_Appendix%20_final.pdf

siehe dort unter

4. Network Power Frequency Characteristic (Seite 4 / 5)

von Jens M. (jeprotec)


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Harald W. schrieb:
> Jens M. schrieb:
>
>> es gibt immer noch eine bessere Messmethode, ein besseren Zeitgeber usw.
>
> Frequenzzähler mit einer Genauigkeit 10 E-6 und besser sind
> Standardmessgeräte, die man schon seit vielen Jahrzehnten
> kennt. Mit denen kann man beliebige Frequenzen, also auch
> die Netzfrequenz messen. Was ist an Deinem Meßgerät denn
> anders oder besser als solche, allgemein bekannte Geräte?

Ja, du hast absolut recht...
meine Netzfrequenzanzeige ist eigentlich ein sehr einfacher 
Freqenzzähler, allerdings eben auf die 50Hz/60Hz-Netzmessung 
ausgerichtet.
meine Idee war:
einfach nachbaubar (ohne smd-Technik)
universell einstellbar (über eine Software)
preisgünstig
erweiterbar (RS232, 5 Binärausgänge)

...und das ist der Unterschied zum Feld-, Wald- und 
Wiesen-Frequenzzähler...

von Jens M. (jeprotec)


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Ein Nachtrag: Ich komme derzeit unglaublich viele Mails und kann nicht 
alle Forenbeiträge und -Fragen antworten.

Nochmals meine Intention:
Ich wollte für meine Azubis im Umspannwerk/Energieversorgung eine sehr 
einfaches und nettes Projekt anbieten, um die Dynamik des Stromnetzes zu 
zeigen. Dadurch ist dieses Projekt entstanden.
Es wird ein privates, nicht kommerzielles Projekt bleiben mit folgenden 
Zielen:
einfach nachbaubar
universell einstellbar
preisgünstig
erweiterbar
Das Projekt stellt keine Powerquality-Messung dar, sondern ist eben eine 
einfache "Netzfrequenzanzeige mit Anzeige der primären Reglleistung"
Weitere Projektinfos werde ich in den nächsten Tagen ON stellen.

Ich freu mich über jede Art der Unterstützung.

Das Crowdfunding ist für mich ein Versuch. Und vielleicht ist ein 
Crowdfunding für den einen oder anderen Hobbyelektroniker eine tolle 
Möglichkeit, sein Projekt bekannt und realisierbar zu machen.
Ich war überrascht, wieviele Ideen und Elektronik-Projekte auf einer 
CrowdFunding-Seite zu finden sind.

Deshalb die Bitte an euch:
Wenn Ihr jemanden kennt, der sich für dieses Projekt interesieren 
könnte, dann sendet den Link weiter...
Danke

von Timm T. (Gast)


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Jens M. schrieb:
> Ich wollte für meine Azubis im Umspannwerk/Energieversorgung eine sehr
> einfaches und nettes Projekt anbieten, um die Dynamik des Stromnetzes zu
> zeigen.

Aber gerade dann wäre es doch interessant, sich an das Projekt Netzsinus 
ranzuhängen. Die sind bestimmt nicht böse, wenn sie noch ein paar 
Messtellen in Dtland bekommen, zumal er ja auch in dem Bericht andeutet, 
dass man mit an mehreren Stellen gleichzeitig aufgezeichneten und 
korrelierten Messreihen eine Karte der Sourcen und Senken erstellen 
könnte.

Auch scheint es mir sinnvoller, die erfassten Daten offen zur Verfügung 
zu stellen, anstatt sich nur eine Uhr auf den Schreibtisch zu stellen, 
die in 3 Wochen verstaubt und uninteressant geworden ist.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Jens M. schrieb:
> Ich habe eben das Problem, dass ich noch keine Lizenz für
> die Platine größer 100 X 80mm habe.

Ich kann kaum glauben, das dir dieser Platz nicht reicht. Ich habe mit 
der freien Eagle Variante schon ganze BLDC Controller auf dieser Grösse 
untergebracht, und da gehörten die MOSFet Treiber schon dazu, lediglich 
die Endstufen waren ausgelagert. Und da kamen auch keine 0402 Teile vor, 
sondern nur welche, die man auch noch manuell positionieren konnte.
Dir bleibt auch die Möglichkeit, einen 'Doppeldecker' aus Controller und 
(weils so chic klingt) 'Display Shield' zusammenzustecken, dann wird das 
auch kompakter und ist besser für Hutschiene oder Schaltschrank 
geeignet.

von Christian M. (likeme)


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Ein nettes Projekt für einen Blackoutfan wäre z.B. eine 
ZusatzAlarmFunktion ;-)

von Mike M. (mikeii)



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Scnr

von Peter M. (r2d3)


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Hallo Christian M.,

Christian M. schrieb:
> Ein nettes Projekt für einen Blackoutfan wäre z.B. eine
> ZusatzAlarmFunktion ;-)

ich habe vor kurzem die Netzfrequenzanzeige zusammengelötet.
Auf der Platine befindet sich ein Summer, der sich frequenzabhängig 
bemerkbar macht, voreingestellt sind 49,8 Hz und 50,2 Hz.

Danish B. schrieb:
> Wie berechnet man die Regelleistung?

Es gibt die empirische Feststellung, dass zur Zeit +-3000 MW die 
Frequenz zwischen 49,8 und 50,2 Hz stabilisieren.

von Andre G. (andgst01)


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Jens M. schrieb:
> Ich war selbst über die Genauigkeit der Messung überrascht...
> Die Messungen und Tests habe ich mit einem Prüfgerät der Fa. Omicron
> durchgeführt (https://www.omicronenergy.com/de/).

Rein aus Neugier:
Mit welchem Gerät?
Mit einem der CMCs?

von Icke ®. (49636b65)


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Peter M. schrieb:
> Auf der Platine befindet sich ein Summer, der sich frequenzabhängig
> bemerkbar macht, voreingestellt sind 49,8 Hz und 50,2 Hz

Und was tut man, wenn der Summer piept?

von Cyblord -. (cyblord)


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Jens M. schrieb:
> Netzfrequenzanzeige und Anzeige der primären Regelleistung

Ich dachte wirklich das Ding holt sich die Infos aus dem Netz und zeigt 
sie nur Retro an. Das wäre cool.
Aber das misst da irgendwas selbst? Wie unsinnig!

von Christian M. (likeme)


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Icke ®. schrieb:
> Und was tut man, wenn der Summer piept?

das Dieselaggregat anlassen!

von J.-u. G. (juwe)


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Christian M. schrieb:
> das Dieselaggregat anlassen!

Und der stabilisiert dann das Netz wieder?

von Purzel H. (hacky)


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Grausiglichst. Dann soll ich also so eine Anzeige auf dem Tisch stehen 
haben... und falls ich eine zufaellig gewaehlte, zu hohe Abweichung 
feststelle, gehe ich durch's Haus und schalte alles ab und verkrieche 
mich im Keller ? .. oder was ?
Fuer eine einigermassen sinvolle Anzeige wuerde ich den Verlauf auch 
wollen, vielleicht auch das Histogram. Aber eigentlich kann das ein 
Arduino gleich ohne irgendwas zu basteln.

von Andrew T. (marsufant)


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Purzel H. schrieb:
> Fuer eine einigermassen sinvolle Anzeige wuerde ich den Verlauf auch
> wollen,

Richtig, nachdem dieser 6 Jahre alte Thread aus dem Grab geholt wurde:
Ein Ergänzung um eine grafische (Y t) Displayanzeige wäre sicher nun 
hetzutage  günstig ergänzbar.


Netzfrequenzanzeigen der LED Bauart waren schon 1985 total hipp, ich 
hatte damals so eine mit PLL und eine (Riesenhaufen) CMOS ICs 
selbstgebaut. War nett, Auflösung 0,001 Hz
aber der Reiz läßt schnell nach .-)

Heutzutage ist für LED Fans jeder HP 5315A für weniger als 100€ 
gebraucht erhältlich, und macht das mit 7 stelliger Auflösung ganz 
nebenbei.
War damals (1985) halt nicht erschwinglich im Hobbybereich.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Andrew T. schrieb:
> ich
> hatte damals so eine mit PLL

Wozu bräuchte man eine PLL, wenn man die Periodendauer messen könnte?

mfg

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