Was tun mit HP Deskjet 500?

OP (Firma: vyuxc) #4989583
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Hallo Leute
Beim Ausmisten fand ich kürzlich einen DJ500. Damals als ich ihn 
eingelagert habe hatte er Transportprobleme, also das Übliche bei den 
ollen Dingern.

Gibt es noch irgendeine praktische Verwertung für das Ding außer 
Erhaltung historischer Substanz?

Viele Grüsse,
Michael
Gast
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Michael X. schrieb:
> Beim Ausmisten fand ich kürzlich einen DJ500. Damals als ich ihn
> eingelagert habe hatte er Transportprobleme, also das Übliche bei den
> ollen Dingern.


Den hatte ich auch... im letzten Jahrtausend. :-)

Ich erinnere mich dunkel, dass dieses Papiertransportproblem damals 
recht häufig war. Der Drucker stand überall in der Uni und die Leutchen 
immer am meckern.

Ich habe bei meinem die Walzen mit Ethanol gereinigt, dann ging es 
wieder für ein paar Monate. Bei einem Drucker half das auch nicht mehr, 
da habe ich mit sehr feinem Sandpapier einfach eine Schicht abgetragen, 
dann lief er wieder.

Ich fürchte aber, dass bei deinem Drucker jeglicher Weichmacher in den 
Gummirollen der Walzen weg sein dürfte und eine Reparatur nur sehr 
aufwendig mgl. ist.

Aber: Ausschlachten geht immer, bei den alten HP Druckern war die 
Mechanik noch richtig gut und belastbar.
Gast
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Michael X. schrieb:

> Beim Ausmisten fand ich kürzlich einen DJ500. Damals als ich ihn
> eingelagert habe hatte er Transportprobleme, also das Übliche bei den
> ollen Dingern.

Bei RS gab (gibt) es Gummiwalzenreiniger. Alle sechs Monate damit 
behandeln und es gibt nie wieder Papiereinzug-Probleme.
Gast
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Die Einzugsrolle kannst du Problemlos mit Sandpapier abschleifen.
Das war sogar das offizielle Vorgehen von HP. Man konnte bei denen einen 
Schleifblock bestellen. Der wurde unter die Einzugsrolle gestellt und 
dann wurde diese Rolle einige Zeit laufen gelassen. Anschließen mußte 
man dann noch einige Seiten durchlaufen lassen, damit die ganzen 
Gummispäne raustransportiert wurden.
Gast
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Da gab es doch damals (TM) von HP sogar eine Feldmaßnahme...
Zwei Platten, an einer Langseite ein Gelenk, dazwischen 2 Feldern. Eine 
Platte war mit Stahlwolle versehen und das hat man dann ist den 
Auswurfschacht gelegt. Ich glaube, man musste dann leere Seiten 
"drucken" um die Rollen anzurauhen...
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Michael X. schrieb:
> Gibt es noch irgendeine praktische Verwertung für das Ding außer
> Erhaltung historischer Substanz?

Es gibt offenbar noch Patronen (und damit Druckköpfe)
http://www.ebay.de/itm/original-vhbw-Drucker-Patrone-black-fur-HP-26-/192115957874?hash=item2cbb00e072:g:GbMAAOSwopRYbKmt

Der Drucker hat einen Parallellport. Also braucht man einen Rechner mit 
Parallelport. Die Steuerzeichen sind im Gegensatz zu aktuellen Druckern 
dokumentiert, man kann also einen eigenen Druckertreiber schreiben.

Weniger als Druckertreiber, sondern mehr zur Zweckentfremdung. Also 
bedrucken von Dingen, die nicht Papier sind. Die Mechanik des DJ500 ist 
noch robust und genau. Wenn man den Papiervorschub ersetzt, kann man 
alles bedrucken, mit dem Color Druckkopf des 500C sogar in 3 Farben.

Beispielsweise Platinen bedrucken mit Ätzresist.

Der mechanische Umbau zum Einzug grosser glatter Medien ist aber 
aufwändiger als beim Epson Stylus Color 800, dafür ist der Druckkopf 
schneller wechselbar (Ätzresist  Lötstop  Bestückungsgdruck).
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Michael B. schrieb:
> Die Steuerzeichen sind im Gegensatz zu aktuellen Druckern dokumentiert,
> man kann also einen eigenen Druckertreiber schreiben.

Das ist eine recht alte PCL-Variante.

(Und wenn man sich überlegt, was dieser Drucker gekostet hat, als er neu 
war ... uiuiui, dafür bekommt man heute auch ohne Inflationsausgleich 
zwei duplexfähige Farblaserdrucker)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> (Und wenn man sich überlegt, was dieser Drucker gekostet hat, als er neu
> war ... uiuiui, dafür bekommt man heute auch ohne Inflationsausgleich
> zwei duplexfähige Farblaserdrucker)

Damals wollte der Hersteller mit dem Verkauf des Drucker selbst noch 
Geld verdienen. Heute wird der Drucker nur noch als Instrument 
betrachtet, das man dem Kunden quasi schenkt, damit er immer schon brav 
Tinte oder Toner kauft.
Persönliche Seite
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A. K. schrieb:
> Damals wollte der Hersteller mit dem Verkauf des Drucker selbst noch
> Geld verdienen.

Stimmt. Aber der Drucker war hart an der Grenze der Änderung. Die ersten 
Tintenpatronen für den DeskJet 500 waren noch völlig problemlos mit 
einer Spritze selbstbefüllbar (Pelikan 4001 und etwas Isopropanol), bald 
aber kamen "high-capacity"-Patronen auf, die Tintenbeutel enthielten, 
die beim Nachfüllversuch gerne inkontinent wurden und das Druckerinnere 
mit Tinte fluteten.
Gast
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Michael X. schrieb:
> Gibt es noch irgendeine praktische Verwertung für das Ding außer
> Erhaltung historischer Substanz?

Zerleg das Ding in seine Bestandteile(falls es verschrottet werden 
soll).Schrauben,Zahnraeder,Optokoppler,Motoren,mechanische Teile - alles 
zum Teil sehr gut weiterverwertbar.
Gehaeuse kann entsorgt werden.
Die entnommenen Bauteile nehmen nicht viel Platz weg.....
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Michael X. schrieb:
> Witzig was in Druckern für Exotenhardware verbaut wird. Im ebenfalls
> stillgelegten PagePro6 werkelt ein i960.

Embedded war der alles andere als ein Exot, sondern im 32-Bit Sektor 
ziemlich verbreitet. Grad in besseren Druckern, alternativ zu AMDs 
29000ern.

Das war wie der von DEC übernommene StrongARM kein eigenständiger 
Mikrocontroller, sondern ein Mikroprozessor. Intel hatte in beiden 
Fällen den im Embedded-Markt wichtigen Sektor von Prozessoren für 
kundenspezifische Chips ignoriert - auf genau diesem Weg ist ARM gross 
geworden.
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Michael X. schrieb:
> ARM hat keine Prozessoren gebaut sondern Lizenzen verkauft. Da ist schon
> ein Unterschied zu Intel, die eigene Fabs haben.

Natürlich. Aber dadurch haben sie so lange einen aufkommenden Markt 
ignoriert, bis sich die reinen Mikroprozessoren für den Embedded-Markt 
nicht mehr lohnten. Erst wurde i960 durch StrongArm/XScale ersetzt, dann 
wurden letztere an Marvell verkauft.

Jahre später haben sie dann versucht, den Blackbox-Markt mit x86 wieder 
zu gewinnen. Merkten dann aber, dass sie sich dadurch selbst Konkurrenz 
machten, indem billige Blackbox-Atoms auch in anderen teureren Märkten 
landeten.

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