Die sogen. 'Elektret' Kondensatormikrofone haben eine mit dem Elektret
Effekt auf der Membran bzw. der Gegenelektrode 'eingefrorene' Spannung
und benötigen deswegen im Gegensatz zum klssischen Kondensatormikrofon
keine zusätzliche Vorspannung des Kondensators.
https://de.wikipedia.org/wiki/Elektret
Allerdings haben diese Kapseln immer einen FET mit eingebaut, um sehr
hochohmig die Kapsel abzunehmen und werden deswegen mit einer niedrigen
Speisespannung aus dem Mikrofoneingang der Soundkarte versorgt -
praktisch jede Soundkarte und viele Camcorder liefern diese Spannung.
Elektretmikrofone, die ohne Speisung aus dem Mic Eingang auskommen,
haben deswegen eine Batterie.
Alte Geräte wie Kassettenrecorder oder Tonbandgeräte, sowie eben auch
einige Camcorder liefern die Speisespannung nicht, dafür die Batterie.
Matthias S. vielen Dank für die Info. Ich brauche also zur Verwendung an
der Soundkarte kein Mikrofon mit zusätzlicher Batterie. Das Modell mit
Batterie würde mir also wie ich dich verstanden habe keinen Vorteil
bringen.
Matthias S. schrieb:> Allerdings haben diese Kapseln immer einen FET mit eingebaut
Nein, ich habe hier einige Elektretmikrophonkapseln ohne. Der
Impedanzwandler muss nahe des Mikrofons dazu gebaut werden.
> und werden deswegen mit einer niedrigen> Speisespannung aus dem Mikrofoneingang der Soundkarte versorgt -> praktisch jede Soundkarte und viele Camcorder liefern diese Spannung.
Das nennt sich "Phantomspannung" und liegt zwischen 9 und 48 V.
Uhu U. schrieb:>> und werden deswegen mit einer niedrigen>> Speisespannung aus dem Mikrofoneingang der Soundkarte versorgt ->> praktisch jede Soundkarte und viele Camcorder liefern diese Spannung.>> Das nennt sich "Phantomspannung" und liegt zwischen 9 und 48 V.
Nö. Phantomspeisung ist etwas völlig anderes und wird für echte
Kondensatormikrofone benutzt. Das hat nichts mit der niedrigen
Speisespannung für Elektretmikros zu tun. Das klassische
Kondensatormikrofon polarisiert Membran und Gegenelektrode mit einer
hohen Spannung und erfasst Abstandänderungen mit einem hochohmigen
Röhren- oder FET Eingang. Eine Abart des Kondensatormikrofones ist das
HF-Kondensatormikrofon, das eine aus einem Oszillator erzeugte HF
Spannung an die Kapsel anlegt.
Diese Bauarten benötigen Phantomspeisung oder ein Speisegerät, um die
Elektronik zu betreiben.
Ein Elektretmikrofon der kleinen handelüblichen Bauart benötigt nur die
niedrige Speisespannung von 3-9V und die heisst auch nicht
Phantomspeisung, sondern ist genaugenommen eine Tonaderspeisung.
hier mal ein forumsstrang zu dem thema :
http://www.tonthemen.de/viewtopic.php?t=2045
in D gibt es sogar eine DIN dafür:
die DIN 45 596 und IEC 60268-15 spezifiziert das und besagt, daß 48 V,
24 V oder 12 V als speisespannung vorhanden sein sollte, die über
Widerstände von 6,8 kOhm, 1,2 kOhm bzw. 680 Ohm eingespeist wird.
Hinzu kommt, daß es sich um Symetrische NF-quellen handelt (
studiotechnik, wegen der unterdrückung von gleichtaktstörungen ).
Aufgrund der kurzen leitung und reduzierter qualitätsanforderung, haben
die PC micros i.d.r elektretkapseln.
Und auch hier gibt es eine DIN: Tonaderspeisung T 12 ist in DIN 45595.
Die tonaderspeisung ist i.d.r unsymetrisch.
https://www.elv.de/elektronikwissen/elektret-mikrofone.html
Im Übrigen ist auch das Elektretmikrofon, ein echtes
kondensatormicrophon.
Nur benötigt es eben nicht die ( meist ) 48V an der kondesnsatorplatte.
Die ladungsträger werden durch das Elektret erzeugt.
yo hätte mal ne frage
ich hab ein Neumann tlm 102 und eine apollo twin MKII duo.
ich habe nie phantom power 48 v benutzt doch das mic hat funktioniert.
mein Kollege hat es eingeschaltet und nach ein paar sessions.
ging das Mikrofon nicht mehr ohne 48 v. und hört sich jetzt leise an.
woran könnte das liegen
Naja, passt eigentlich nicht wirklich hierher, aber ich antworte
trotzdem mal.
Das Neumann TLM 102 kann ohne Phantomspeisung nicht arbeiten. Wenn es
also am Apollo funktioniert, liefert das auch Phantomspeisung. Das tut
es auch lt. Beschreibung bei Thomann und da ich keine Anleitung finde
und auch keinen Schalter dafür am Gerät sehe, wird die wohl immer aktiv
sein - es sei denn, die findet sich in einem Software Setup und ist bei
dir aktiviert.
Das es erstmal noch kurz ohne Phantomspeisung ging beim Kumpel, könnte
daran liegen, das es intern noch ein wenig Restspannung in einem
Kondensator gespeichert hatte.
Matthias S. schrieb:> Naja, passt eigentlich nicht wirklich hierher, aber ich antworte> trotzdem mal.> Das Neumann TLM 102 kann ohne Phantomspeisung nicht arbeiten. Wenn es> also am Apollo funktioniert, liefert das auch Phantomspeisung. Das tut> es auch lt. Beschreibung bei Thomann und da ich keine Anleitung finde> und auch keinen Schalter dafür am Gerät sehe, wird die wohl immer aktiv> sein - es sei denn, die findet sich in einem Software Setup und ist bei> dir aktiviert.>> Das es erstmal noch kurz ohne Phantomspeisung ging beim Kumpel, könnte> daran liegen, das es intern noch ein wenig Restspannung in einem> Kondensator gespeichert hatte.
Hallo Matthias,
Hier eine Phantomspeisung für 48 VDC aus meiner "Küche":
"48 VDC Phantom-Speisung für Kondensatormikrofone"
https://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/dcdc48v.htm
Gruss
Thomas
Thomas S. schrieb:> Hallo Matthias,
Wieso ich? Ich habe da so einen kleinen Wandler aus einer alten Sony
Betacam verbaut in einer DI Box - aber das war ja auch gar nicht die
Frage.
Matthias S. schrieb:> Thomas S. schrieb:>> Hallo Matthias,>> Wieso ich? Ich habe da so einen kleinen Wandler aus einer alten Sony> Betacam verbaut in einer DI Box - aber das war ja auch gar nicht die> Frage.
Ja sorry, Du hast Recht. Mein Posting ist am falschen Platz. Ich muss da
nochmals durchlesen.
Gruss
Thomas
Thomas S. schrieb:> Gruss> Thomas
Es freut mich, daß Herr S nach so langer Zeit nach wie vor im Forum
unterwegs ist. Er half mir vor Jahrzehnten mal an entscheidender Stelle
mit einem Hinweis.
mfg
Christian S. schrieb:> Thomas S. schrieb:>> Gruss>> Thomas
Hallo Chhristian,
> Es freut mich, daß Herr S nach so langer Zeit nach wie vor im Forum> unterwegs ist.
So ist es, ich gucke regelmässig hier rein. Einerseite um zusehen ob es
etwas gibt das mich auch interessiert, oder ob ich bei etwas helfen
kann.
> Er half mir vor Jahrzehnten mal an entscheidender Stelle> mit einem Hinweis.
Ohh! Vor Jahrzehnten, sagst Du. grübel
Jetzt bin ich aber gespannt. Kannst Du hier in Kürze schreiben worum es
ging?
Gruss
Thomas