Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Linsen gießen?


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von lalala (Gast)


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Ich würde gerne mit Optiken herumspielen, und euch fragen ob ihr denkt, 
dass ich mit meinem 3D Drucker eine Form drucken könnte und dann eine 
Linse gießen? Vorschläge für das Gießmaterial?

von Old P. (Gast)


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lalala schrieb:
> Ich würde gerne mit Optiken herumspielen, und euch fragen ob ihr denkt,
> dass ich mit meinem 3D Drucker eine Form drucken könnte und dann eine
> Linse gießen? Vorschläge für das Gießmaterial?

Wenn Dein 3D-Drucker es schaft, spiegelglatte Oberflächen in Deine 
Gießform zu drucken, dann ja. Nur, genau das wird er nicht machen!
Kunststofflinsen werden im Spritzgussverfahren hergestellt oder aber 
ganz konventionell aus einem Rohling geschliffen (bei Brillen z.B.)
Irgendeine Suppe in eine oberflächenverranzte Form zu gießen wird nie 
funktionieren.

Old-Papa

von Larifari (Gast)


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lalala schrieb:
> und dann eine Linse gießen?

Ist denn heut' scho wieder Freitag?

von Ingo L. (corrtexx)


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Old P. schrieb:
> Irgendeine Suppe in eine oberflächenverranzte Form zu gießen wird nie
> funktionieren.
Man befülle einen Luftballon, fülle nach Bedarf Luft ein, lasse die 
Linse härten und entferne den Luftballon => Linse gegossen

von lalala (Gast)


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Old P. schrieb:
> Wenn Dein 3D-Drucker es schaft, spiegelglatte Oberflächen in Deine
> Gießform zu drucken,

Das schafft der natürlich nicht. Ich dachte daran die Oberfläche mit 
Azeton nachzubearbeiten.

von ;o) (Gast)


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Und was ist mit den Lufteinschlüssen und anderen Verunreinigungen?

3D Drucken ist eines der ungeeignetsten Fertigungstechnologien für 
optische Linsen.

von Der Andere (Gast)


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Lohnt sich sowas?
Wenn es dein Ziel ist mit optik zu experimentieren, warum kufst du nicht 
sowas:
https://www.conatex.com/catalog/physik/optik/linsen_prismen_spiegel_gitter_filter/product-set_von_kunststofflinsen_6_st/sku-1122080#.WQHDZdxCRaQ

von fft (Gast)


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lalala schrieb:
> Old P. schrieb:
>> Wenn Dein 3D-Drucker es schaft, spiegelglatte Oberflächen in Deine
>> Gießform zu drucken,
>
> Das schafft der natürlich nicht. Ich dachte daran die Oberfläche mit
> Azeton nachzubearbeiten.

:-) Heutige Jugend...so wenig Phantasie

von lalala (Gast)


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;o) schrieb:
> Und was ist mit den Lufteinschlüssen und anderen Verunreinigungen?
>
> 3D Drucken ist eines der ungeeignetsten Fertigungstechnologien für
> optische Linsen.

Ja. Deswegen ja auch nicht drucken sondern gießen.

fft schrieb:
> :-) Heutige Jugend...so wenig Phantasie

Ein wenig mehr info?

von c.m. (Gast)


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lalala schrieb:
> ;o) schrieb:
>> Und was ist mit den Lufteinschlüssen und anderen Verunreinigungen?
>>
>> 3D Drucken ist eines der ungeeignetsten Fertigungstechnologien für
>> optische Linsen.
>
> Ja. Deswegen ja auch nicht drucken sondern gießen.
>
> fft schrieb:
>> :-) Heutige Jugend...so wenig Phantasie
>
> Ein wenig mehr info?

https://www.youtube.com/watch?v=K6rdHYxvpP4

fazit: lieber fertig kaufen wenn möglich, oder "optische geräte" 
ausschlachten - overhead projektoren, beamer...

von Uhu U. (uhu)


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Linsen kann man auch selbst schleifen - das ist allerdings langwierig 
und bedarf einiger Übung.

Mit einem 3D-Drucker ist da nichts zu holen.

Zum Glück kann man Linsen aber auch kaufen und die sind nichtmal so 
furchtbar teuer, so lange es nicht gerade ganz spezielle sind: 
http://www.ebay.de/sch/i.html?_odkw=linsen&_osacat=0&_from=R40&_trksid=p2045573.m570.l1313.TR2.TRC0.A0.H0.Xlinsen+optik.TRS0&_nkw=linsen+optik&_sacat=0

von Joachim B. (jar)


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Uhu U. schrieb:
> Linsen kann man auch selbst schleifen

dachte ich auch gerade, man kann doch alles in Form schleifen,
aus der miesen selbstgedruckten Form wie aus einem Glasklotz.
Alles eine Frage von Geduld und Möglichkeiten.

Beitrag #4991055 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Joachim B. (jar)


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Beitrag #4991064 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Michael B. (laberkopp)


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Joachim B. schrieb:
> dachte ich auch gerade, man kann doch alles in Form schleifen,
> aus der miesen selbstgedruckten Form wie aus einem Glasklotz.
> Alles eine Frage von Geduld und Möglichkeiten.

Nein.

Sind Luftblasen drin, geht es offensichtlich nicht, und Hohlräume bilden 
sich eigentlich bei jedem Filamentdruck.
Und selbst wenn nur die Dichte und damit der Brechungsindex in dem Klotz 
nicht überall gleichmässig ist, wie das bei abkühlendem Plastik halt so 
ist, wird die Linse nichts.

Ausserdem wird herausgepresstestes Plastik zu dreckig sein, also 
Fremdeinschlüsse (Staub) beinhalten.

Es gibt nichts dämlicheres, als zu glauben, ein 3d Drucker (auch noch 
Filament) wäre für Alles Mögliche tauglich.

von Harald W. (wilhelms)


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c.m. schrieb:

> fazit: lieber fertig kaufen wenn möglich, oder "optische geräte"
> ausschlachten - overhead projektoren, beamer...

...Billige Fertigbrillen...

von Joachim B. (jar)


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Michael B. schrieb:
> Nein.

pauschal falsch

> Sind Luftblasen drin, geht es offensichtlich nicht,

dann schleift man bis unter die Luftblasen, dürfen halt nicht zu viele 
sein :)

> und Hohlräume bilden sich eigentlich bei jedem Filamentdruck.

lalala schrieb:
> dass ich mit meinem 3D Drucker eine Form drucken könnte und dann eine
> Linse gießen?

wollte er nicht nur die Form fürs Glas machen, irgendeiner ist gerade 
falsch abgebogen, Glas als Filament zum Drucken kannte ich noch nicht.

> Und selbst wenn nur die Dichte und damit der Brechungsindex in dem Klotz
> nicht überall gleichmässig ist, wie das bei abkühlendem Plastik halt so
> ist, wird die Linse nichts.

s.o.

> Ausserdem wird herausgepresstestes Plastik zu dreckig sein, also
> Fremdeinschlüsse (Staub) beinhalten.

ist für eine Form egal.

> Es gibt nichts dämlicheres, als zu glauben, ein 3d Drucker (auch noch
> Filament) wäre für Alles Mögliche tauglich.

wer denkt das? ich nicht, aber vielleicht Menschen die denken das man 
damit Glaslinsen drucken kann.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #4991076 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Linsenkenner (Gast)


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lalala schrieb:

> dass ich mit meinem 3D Drucker eine Form drucken könnte und dann eine
> Linse gießen? Vorschläge für das Gießmaterial?

Optische Linsen werden poliert, nur die Linsen in der Suppe gießt man -
in den Abfluß ...

http://www.astrotreff.de/pop_printer_friendly.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=19034

Beitrag #4991082 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #4991100 wurde von einem Moderator gelöscht.
von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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wenn ich in die "zu verschenken" Börse der nächstgelegenen Stadt 
gucke...
da kannst fast jeden Tag "Fotoschrott" irgendwo abholen.

für lau oder'n Klotz Kaffe.

da kommst mit Leuten ins Gespräch und...

-Och... wolln se nicht auch das alte Radio nitmnehmen?

Beitrag #4991123 wurde von einem Moderator gelöscht.
von lalala (Gast)


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Ich schätze ja üblicherweise dieses Forum und nehme es auch gerne als 
erste Anlaufstelle, da die Antworten häufig eine sehr hohe Qualität 
haben. Dieses Thema scheint jedoch etwas 'zu experimentell' zu sein.

Falls jemand anderes sich dafür interessiert, hier sind zwei links was 
möglich wäre.

http://hackaday.com/2015/11/09/3d-printed-eyeglasses-vr-lenses/
http://www.instructables.com/id/Making-Custom-Lenses/

Beitrag #4991129 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Sebastian (Gast)


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Wer des Finnischen mächtig ist, kann sich hier anschauen, wie's gemacht 
wird: http://www.teknofokus.fi/Foto/Optplo/ppohjalns2.htm
;)

von lalala (Gast)


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Sebastian schrieb:
> Wer des Finnischen mächtig ist, kann sich hier anschauen, wie's gemacht
> wird: http://www.teknofokus.fi/Foto/Optplo/ppohjalns2.htm
> ;)

Schöner Link!

Einmal an alle: ich möchte keine Linsen oder Spiegel schleifen, sondern 
optische Linsen gießen. (und danach vermutlich polieren).
Das einzige was vielleicht noch geschliffen werden müsste ist die 
Gießform. Ich mach einfach mal und halte euch dann auf dem laufenden.
(dauert aber ein wenig).

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Du musst aber ein sehr gutes Oberflächenfinish in der Gussform haben,
damit man NUR noch polieren muss.

wenn ich mir einen "haushalts"3D-Drucker so anschaue bzw dessen 
Druckergenisse...

Ackerfräse...

oder hast Du Zugang zu speziellerem Equipment?

Beitrag #4991152 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #4991154 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #4991164 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Einer der geposteten Links fasst das ganz gut zusammen:


> I then used silicone mold material and waited for
> the result to cure, pulled the master,
> and cast resin copies in its place.
> Finally, endless sanding and polishing created
> a clear-enough lens.
> The hand polished lenses were not impressive.
> Even compared to the mass produced lenses they were very blurry.

Da hat also jemand eine Silikongussform mit dem 3D-Drucker erstellt und 
sich mit Gießharz Linsenrohlinge hergestellt, die auch nach sehr lange 
Schleif- und Polierarbeit eher sehr dürftige optische Eigenschaften 
haben.

von lalala (Gast)


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Joachim B. schrieb im Beitrag #4991152:
> lalala schrieb:
>> Einmal an alle: ich möchte keine Linsen oder Spiegel schleifen, sondern
>> optische Linsen gießen.
>
> und warum schreibst du dann wie dein Nick?
>
> lalala, ist denn heute schon Freitag?
>
> lalala schrieb:
>> Ich würde gerne mit Optiken herumspielen, und euch fragen ob ihr denkt,
>> dass ich mit meinem 3D Drucker eine Form drucken könnte

Ja, da steht 'eine Form drucken'.

Lass doch auch die letzte Zeile/Rest von der vorletzten Zeile aus dem 
Zitat nicht weg:
>> und dann eine Linse gießen? Vorschläge für das Gießmaterial?

Was ist das Problem mit meinem Text, oder was ist da so schwer 
verständlich? Wie hättest Du das denn geschrieben?

von Linsenkenner (Gast)


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lalala schrieb:
> Das einzige was vielleicht noch geschliffen werden müsste ist die
> Gießform.

Eben nicht. Zum Grundwissen über das Giessen gehört das das Gussstück 
durch das Abkühlen kleinere Abmasse hat als die Gussform, die Linse 
zieht sich nach dem Giessen wieder zusammen und verändert so ihre Form 
und Oberfläche.

Was Du meinst ist vielleicht Prägen resp. Kaltpressen.

von Joachim B. (jar)


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lalala schrieb:
> ob ihr denkt,
> dass ich mit meinem 3D Drucker eine Form drucken könnte

Der Andere schrieb im Beitrag #4991154:
> Seltsam, im ersten Post steht:

stimmt alle etwas durch den Wind, was interessieren die Blasen in einer 
Form oder die Oberfläche der Form, muss eh nachbearbeitet werden.

Er wollte Linsen nicht mit dem 3D Drucker drucken sondern die Form 
drucken und die Linsen gießen (von mir aus, ich habe mir das ß nur 
abgewöhnt weil es in Dateipfaden und Links manchmal nervt).

Glas in den Filamentdruck zu gießen stelle ich mir auch schwierig vor, 
aber vielleicht macht er noch eine weitere Form aus der Form oder er 
kann das Filament gut isolieren.

Bei genauerer Lesung sieht man das er nach Material fragt, Glas wollte 
er wohl nie nehmen, also Epoxidharz vielleicht?

so und immer noch nicht Freitag.

: Bearbeitet durch User
von Theor (Gast)


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@ lalala

Ich denke, dass Du die Schwierigkeiten sehr unterschätzt. Was an sich 
nicht heisst, dass Du sie nicht meistern könntest. Darüber kann ich 
nicht urteilen.

Zunächst einmal würde ich, wenn ich das selbe vor hätte, recherchieren 
welche Materialeigenschaften und geometrischen Grenzbedingungen jeweils 
welche Auswirkungen auf die Abbildungen haben.

Dann würde ich recherchieren, wie Profis und Hobbyisten, - unabhängig 
vom konkreten Verfahren -, Linsen fertigen. Ich würde daraus extrahieren 
welche Prozess- und Materialparameter von Wichtigkeit sind und wie sie 
sich und die optischen Parameter beeinflussen.

Dann recherchieren, wie und welche Form und Oberflächenparameter mit 
3D-Druck erreichbar sind.


Ich kann nicht sagen, was dabei konkret herauskommt, aber es fallen doch 
drei Punkte auf:

1. Billige Linsen werden im Druckguss hergestellt. Dort gibt die Güte 
der Form die Güte der Linse vor. Es reicht für übliche "Spiel- und 
Haushaltsanwendungen" aber nicht für fotografische, mikroskopische und 
teleskopische Zwecke.

2. Fast durchgängig werden hohe Oberflächengüten im 3D-Druck mit 
Nachbearbeitung des Objekts erreicht.
Das von Dir genannte Verfahren mit dem Aceton scheint mir an sich ein 
sinnvoller Ansatz zu sein. Aus allgemeinen Kenntnissen über 
Oberflächenspannung etc. und eigenen Versuchen mit Aceton und 
ABS-Drucken, weiss ich aber, dass das auch keine einfache Sache ist.
Ich würde damit rechnen, dass die Oberflächenspannung des 
halb-verflüssigten ABS von Gasdichte, Temperatur und Einwirkzeit abhängt 
und damit die Oberfläche und Geometrie des Abgusses beeinflusst. Ich 
kann nicht ad hoc sagen, ob diese Einflüsse eher für oder gegen einen 
Linsengiesser arbeiten, würde aber keines von beidem voraussetzen.

3. Bei einer (eher oberflächlichen Suche) fällt auf (und der hier 
gepostete Link ist ein Beispiel dafür), dass niemand ohne schleifende 
Nachbearbeitung Linsen giesst und das das Ergebnis stark von dem 
verwendeten Materialien, den Verfahren und dem Zeitaufwand abhängt.


In Summe, ist Dein Vorhaben sicher nicht absolut unmöglich. Aber es ist 
sicher sehr aufwendig, erfordert sehr viel Zeit und die Inkaufnahme 
von sehr vielen Fehlschlägen.

Wie gesagt: Informiere Dich ausführlich über das Thema. Nimm es ernst, 
dass dem Vorhaben von einem sehr gemischten Publikum (d.h. von gesundem 
Menschenverstand bis zur technischen Bildung ist alles dabei) eher 
Skepsis entgegengebracht wird und das es kein einfach zu findendes 
Beispiel gibt (allerdings sollte man sich da wirklich mal ein paar Tage 
Zeit für die Recherche nehmen), dass jemand Linsen genau so, wie Du es 
vorhast, angefertigt hat.

Was ist Dir wichtiger? Optische Experimente oder das anfertigen von 
Linsen? Oder gibt es zwingende Gründe, die beides erforderlich machen?

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Thema Blasen vermeiden:
Dazu muss man eine frisch gegossene Linse in eine Vakuumkammer stellen.
entweder so mitsamt der Gussform
oder mindestens jedoch einen fertig gemixten Ansatz wenn 2K 
Vergussmasse.

Auch wenn keine Blasen zu sehen sind, kann in einem Vergussmittel noch 
so einiges an Gasen gelöst sein, das evtl irgendwann wie bei 
Mineralwasser ausperlen will.

von Old P. (Gast)


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Gibt es überhaupt einen glasklaren Kunststoff, der kalt aushärtet?
Übliche Polyester und Epoxy werden eher milchig, auch wenn es bei 
flüchtigem Hinsehen klar erscheint.
Und selbst mit hochwertiger, polierter Form müsste man die Teile dann 
noch nachpolieren.
Irgendein 3D-Ausdruck mit Acetondämpfen oberflächig zu "polieren" ist 
eher ein Schulhofgeschwätz.

Old-Papa

von Ralf (Gast)


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Hier ein Linsenhack (kein Scherz):

Mit einem Locher ein 5mm Loch in eine Kunstofffolie (Schnellhefter) 
lochen und dann vorsichtig einen kleinen Wassertropfen reintropfen 
lassen. Linse fertig.

Nachteil: Linse funktioniert nur waagerecht und verdunstet nach ein paar 
Tagen.

Vorteil: Ich kann schnell mal für meine Versuche verschiedene Stärken 
erzeugen.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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was mich mal interessiert:
wie befestigt man eine Linse, die man polieren will?
und was für eine Mechanik hat man dafür im Heim-Maßstab, die einem einen 
gewünschten Brechungsindex ergeben

(OT)

Ralf schrieb:
> (kein Scherz):

oah wie oft hab ich das alleine heute schon wieder gelesen...
t-online ist wirklich der Weltmeister in Sachen Schpämm-Verteilung.

*ich hab gewonnen,
*Frauen wollten mich erreichen
*unser letztes Meeting
*neue Telefonnummer
.
.
.
etcpp

pfffh

(/OT)

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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● J-A V. schrieb:
> und was für eine Mechanik hat man dafür im Heim-Maßstab, die einem einen
> gewünschten Brechungsindex ergeben

Der Brechungsindex ist eine Materialeigenschaft und nicht von der 
Bearbeitung abhängig.

von J. S. (pbr85)


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● J-A V. schrieb:
> Thema Blasen vermeiden:
> Dazu muss man eine frisch gegossene Linse in eine Vakuumkammer stellen.
> entweder so mitsamt der Gussform
> oder mindestens jedoch einen fertig gemixten Ansatz wenn 2K
> Vergussmasse.
>
> Auch wenn keine Blasen zu sehen sind, kann in einem Vergussmittel noch
> so einiges an Gasen gelöst sein, das evtl irgendwann wie bei
> Mineralwasser ausperlen will.

Wenn man bei Raumtemperatur aushärtet oder bis max. 50°C hat man bei 
Epoxidharz keinerlei Blasen, solange man diese natürlich nicht vorher 
reingemischt hat und das richtige Mischungsverhältnis einhält. Zumindest 
konnte ich Blasenbildung erst bei höheren Temperaturen, so etwa ab 
60-70°C feststellen.


Bei Raumtemperatur geht es aber natürlich mit einer entsprechend 
längeren Aushärtungszeit einher. Aber sonst ist Entgasen bei Unterdruck 
natürlich eine gängige Methode.

Das Problem dürfte hier auch beim Schleifen sein. Um wirklich glatte 
Oberflächen im sichtbaren Spektrum zu erhalten, braucht man schon sehr, 
sehr feine Korngrößen. Hier habe ich gute Erfahrungen mit den feinsten 
erhältlichen Nagelpfeilen gemacht, die ich damals als Jugendlicher von 
meiner Mutter zweckentfremdet habe um plane Epoxidharzflächen zu 
schleifen. Aber hier ist ja auch schon das Problem, dass eine Linse eine 
exakte Wölbung braucht, die man damit wohl kaum hinbekommen kann. Schon 
der kleinste Fehler kann einen riesigen Abbildungsfehler verursachen.

Unterm Strich dürfte es wohl selbst für die fähigsten Privatbastler kaum 
möglich sein. Zumindest in einer Qualität, wo sich das überhaupt lohnt.

: Bearbeitet durch User
von Hugo (Gast)


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E. S. schrieb:
> Hier habe ich gute Erfahrungen mit den feinsten
> erhältlichen Nagelpfeilen gemacht,

Mit denen von Amor? :-)

von J. S. (pbr85)


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Hugo schrieb:
> E. S. schrieb:
>> Hier habe ich gute Erfahrungen mit den feinsten
>> erhältlichen Nagelpfeilen gemacht,
>
> Mit denen von Amor? :-)

Natürlich Nagelfeile ohne P.:D

Genauer gesagt sind es die Feilen, die derart fein sind, dass diese mit 
blossem Auge und den Fingern absolut glatt erscheinen. Damit konnte ich 
vergossene LEDs und andere Epoxidharzflächen wirklich glasklar 
schleifen.

: Bearbeitet durch User
von Hugo (Gast)


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E. S. schrieb:
> Hugo schrieb:
>> E. S. schrieb:
>>> Hier habe ich gute Erfahrungen mit den feinsten
>>> erhältlichen Nagelpfeilen gemacht,
>>
>> Mit denen von Amor? :-)
>
> Natürlich Nagelfeile ohne P.:D
>
> Genauer gesagt sind es die Feilen, die derart fein sind, dass diese mit
> blossem Auge und den Fingern absolut glatt erscheinen. Damit konnte ich
> vergossene LEDs und andere Epoxidharzflächen wirklich glasklar
> schleifen.

Schon klar, aber das sah so lustig aus, daß ich mir diese Bemerkung 
nicht verkneifen konnte :-)

Danke übrigens für den Tipp!

von Joachim B. (jar)


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ich weiss nur das ich mit Sidol (altes Messingputzmittel) eine LCD 
abdeckung wieder glasklar polieren konnte.

von Schreiber (Gast)


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Linsenkenner schrieb:
> lalala schrieb:
>> Das einzige was vielleicht noch geschliffen werden müsste ist die
>> Gießform.
>
> Eben nicht. Zum Grundwissen über das Giessen gehört das das Gussstück
> durch das Abkühlen kleinere Abmasse hat als die Gussform, die Linse
> zieht sich nach dem Giessen wieder zusammen und verändert so ihre Form
> und Oberfläche.

Wie oben schon geschrieben wurde: Im kostenoptimierten Bereich werden 
Linsen mit Spritzgießen hergestellt. Die Linsen werden dann so verbaut 
wie sie aus der Form fallen.
Das gilt für normale Linsen wie auch für Fresnel-Linsen.

von Mani W. (e-doc)


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lalala schrieb:
> Ich dachte daran die Oberfläche mit
> Azeton nachzubearbeiten.

Und die sieht dann Wie aus?

von J. S. (pbr85)


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Mani W. schrieb:
> lalala schrieb:
>> Ich dachte daran die Oberfläche mit
>> Azeton nachzubearbeiten.
>
> Und die sieht dann Wie aus?

Ein halbgares Ei?:D Also das Eiweiß...

Schreiber schrieb:
> Linsenkenner schrieb:
>> lalala schrieb:
>>> Das einzige was vielleicht noch geschliffen werden müsste ist die
>>> Gießform.
>>
>> Eben nicht. Zum Grundwissen über das Giessen gehört das das Gussstück
>> durch das Abkühlen kleinere Abmasse hat als die Gussform, die Linse
>> zieht sich nach dem Giessen wieder zusammen und verändert so ihre Form
>> und Oberfläche.
>
> Wie oben schon geschrieben wurde: Im kostenoptimierten Bereich werden
> Linsen mit Spritzgießen hergestellt. Die Linsen werden dann so verbaut
> wie sie aus der Form fallen.
> Das gilt für normale Linsen wie auch für Fresnel-Linsen.

Das Problem ist hier doch, bei der Gussform auch eine ähnliche 
Oberflächengüte zu erreichen. Ein darauf spezialisiertes Unternehmen 
kann das, zur Not auch mit Nachbearbeitung der Gussform. Aber aus einem 
3D-Drucker eine fertige Gussform zu kriegen, dürfte wohl unmöglich sein, 
damit es optischen Zwecken im sichtbaren Bereich genügt.

: Bearbeitet durch User
von Mani W. (e-doc)


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E. S. schrieb:
> Mani W. schrieb:
>> lalala schrieb:
>>> Ich dachte daran die Oberfläche mit
>>> Azeton nachzubearbeiten.
>>
>> Und die sieht dann Wie aus?
>
> Ein halbgares Ei?:D Also das Eiweiß...

Schmierig, klebrig und völlig losgelöst von der Erde, Major Tom?

von Cyborg (Gast)


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● J-A V. schrieb:
> wie befestigt man eine Linse, die man polieren will?

Zentrisch Spannen wie auf einem Drehbank- oder Drechselbankfutter?

E. S. schrieb:
> Das Problem dürfte hier auch beim Schleifen sein.

Ist ein Frage der Körnung und des Schleifmittels.
Will man sphärisch (Kugelabschnitt) schleifen, muss
auch der Schleifkörper sphärisch-negativ sein.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Rufus Τ. F. schrieb:
> ● J-A V. schrieb:
>> und was für eine Mechanik hat man dafür im Heim-Maßstab, die einem einen
>> gewünschten Brechungsindex ergeben
>
> Der Brechungsindex ist eine Materialeigenschaft und nicht von der
> Bearbeitung abhängig.

ich hab Euch nur getestet,
das sollte Brennweite heissen ;)

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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E. S. schrieb:
> Genauer gesagt sind es die Feilen, die derart fein sind, dass diese mit
> blossem Auge und den Fingern absolut glatt erscheinen. Damit konnte ich
> vergossene LEDs und andere Epoxidharzflächen wirklich glasklar
> schleifen.

Lichtwellenleiter von Meterware abschneiden...
Die Schnittkante ist dann böse rauh.
Dafür mit der Schnittkante auf Papier polieren.
-wird auch spiegelblank.

von butsu (Gast)


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Wenn es nicht primär um Optikexperimente geht, sondern um die 
Herausforderung der Herstellung einer Linse im Gußverfahren, warum 
nicht?

Mit FDM werden sich selbst mit extremer Nachbearbeitung keine 
ausreichenden Oberflächen erreichen lassen. Ein STL-Teil lässt sich 
dagegen mit vertretbarem Aufwand auf Hochglanz polieren, auch ist die 
Maßhaltigkeit viel besser. Bleibt noch die Frage des geeigneten Harzes 
für die Linse und der Entformung.

Falls es eine spährische, plan-konvexe Linse werden soll, ist es 
trotzdem viel einfacher und vermutlich optisch besser, die Form nicht zu 
drucken, sondern durch Abformung einer gut polierten Kugel (Kugellager-, 
Billard-, Kegelkugel, etc.) aus Silikon herzustellen. Es reicht ja eine 
Halbform. Die Entformung ist dann auch ohne Trennmittel möglich.

Sehr elegant ließe sich eine plan-konkave Linse ganz ohne Form 
herstellen: Transparentes Harz in ein rundes Schälchen gießen und das 
mit der richtigen Drehzahl um die Hochachse rotieren lassen. Die 
Oberfläche ist dann natürlich sogar parabelförmig, und die Brennweite 
lässt sich über die Drehzahl einstellen...

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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butsu schrieb:
> Sehr elegant ließe sich eine plan-konkave Linse ganz ohne Form
> herstellen: Transparentes Harz in ein rundes Schälchen gießen und das
> mit der richtigen Drehzahl um die Hochachse rotieren lassen.

so spiele immer noch den Gedanken durch,
mit einer Betonmischmaschine einen Hohlspiegel zu formen.
Zumindest die Grundform, glatt wird das auch noch lange nicht ;)

-Schwarzen Maurerkübel ins die Öffnung klemmen,
der diese so wie einen Stopfen/Korken verschliesst
und senkrecht nach oben stellen.

Dann Beton rein und bis zur genügenden Aushärtung drehen lassen.

damit nicht der ganze Kübel vollständig mit Beton voll wird,
erstmal Sand rein, dann Stahlmatte(n) drüber dann den Beton rein.
10 bis 20cm dicke aussen sind schon schwer genug.

: Bearbeitet durch User
von Alzheim (Gast)


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Ich habe hier grade einen Flyer der Firma
Multiphoton Optics für ihren LithoProf3d  fs Laser "Drucker".
Die können damit angeblich Mikrolinsen mit einer Oberflächenrauheit von 
kleiner 10nm herstellen.

Riecht sowas für Laserlinsen im zig Watt Bereich? Oer sind gute Optiken 
noch viel genauer.

von butsu (Gast)


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● J-A V. schrieb:
> butsu schrieb:
>> Sehr elegant ließe sich eine plan-konkave Linse ganz ohne Form
>> herstellen: Transparentes Harz in ein rundes Schälchen gießen und das
>> mit der richtigen Drehzahl um die Hochachse rotieren lassen.
>
> so spiele immer noch den Gedanken durch,
> mit einer Betonmischmaschine einen Hohlspiegel zu formen.
> Zumindest die Grundform, glatt wird das auch noch lange nicht ;)

och, wenn du statt Beton Woodsches Metall nimmst, könnte das schon glatt 
werden. Kannst ja erst den Beton-"Spiegel" gießen und dann die 
Oberfläche mit der Legierung bei entsprechend der Dichte angepasster 
Drehzahl verspiegeln. Das spart teueres Metall.
Quecksilber ginge natürlich auch, dann muss der Spiegel aber auch bei 
Benutzung gedreht werden...

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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:D
oder immer tiefgekühlt halten.
wird wohl recht weit unter -39°C sein müssen
um stabil zu sein
;)

von Old P. (Gast)


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butsu schrieb:
> och, wenn du statt Beton Woodsches Metall nimmst, könnte das schon glatt
> werden. Kannst ja erst den Beton-"Spiegel" gießen und dann die
> Oberfläche mit der Legierung bei entsprechend der Dichte angepasster
> Drehzahl verspiegeln. Das spart teueres Metall.
> Quecksilber ginge natürlich auch, dann muss der Spiegel aber auch bei
> Benutzung gedreht werden...

<Scherz-ON>
Alles Irre hier... ;-)
<Scherz-OFF>

Old-Papa

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Old P. schrieb:
> <Scherz-ON>
> Alles Irre hier... ;-)
> <Scherz-OFF>
>
> Old-Papa

das sehe ich als Kompliment an.

von Mani W. (e-doc)


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Old P. schrieb:
> <Scherz-ON>
> Alles Irre hier... ;-)


Bei rotierendem Quecksilber könnte ich das auch so sehen:_)


> <Scherz-OFF>

von butsu (Gast)


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Mani W. schrieb:
> Old P. schrieb:
>> <Scherz-ON>
>> Alles Irre hier... ;-)
>
> Bei rotierendem Quecksilber könnte ich das auch so sehen:_)
>
>> <Scherz-OFF>

naja, die Idee hatte angeblich schon Isaak Newton, tatsächlich 
erfolgreich gebaut wurde sowas aber erst im 19. Jahrhundert. Ist halt 
ein wirklich billiger, genauer Spiegel (der leider nur ins Zenit gucken 
kann...). Und, ja, das wird immer noch manchmal gemacht. Beispiel: Large 
Zenit Telescope in Kanada.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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butsu schrieb:
> Ist halt
> ein wirklich billiger, genauer Spiegel (der leider nur ins Zenit gucken
> kann...)

mir würde da jetzt ein Umlenkspiegel einfallen.
wurde das noch nie versucht?

von Eieiei (Gast)


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Natürlich geht das...

Der Gießer gießt, der Polier poliert natürlich nicht, der Schleifer 
schleift, der Drucker druckt...

von frank (Gast)


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Ich denke das würde mit etwas Nacharbeit gehen.
Linse "in etwa" mit dem Drucker drucken,
Linse aus die LED legen und mit Sekundenkleber/heisskleber sichern.
Aus Knete einen Wall formen und um die Linse mit etwas Freiraum legen.
2K Silikon mit niedirger sh blasenfrei (unter Vakuum anrühren bzw 
anrühren und dann unter Vakuum "ausgasen" lassen) anrühren und 
einfüllen.
Nach Aushärtung Silikonform entfernen, gedruckten "linsenrohling" 
entfernen.
Mit Modellgips recht flüssig und wieder ohne Bläschen (mit langem Strahl 
eingießen, evtl. nachpinseln) einfüllen und aushärten lassen.
Danach entformen und die Gipsmutterform mit feinstem Schleifpapier 
nacharbeiten.
24 h im Ofen bei 100C trocken lassen.
danach die Gipsmutterform mit Firnis bepinseln, bis nichts mehr 
aufgenommen wird.
Wieder 24h in den Ofen bei 100C
dann den Gipsrohling wieder auf die LED (nötigenfalls unten dafür 
aufbohren), Knete herum und mit 2K Silikon die eigentliche Arbeitsform 
erstellen.

greetings,
Frank

von Pandur S. (jetztnicht)


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Toent interessant. Mach mal & zeig mal.

von lalala (Gast)


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frank schrieb:
> Linse aus die LED legen und mit

was meinst Du mih LED?
warum einr Linse drucken und nicht die erste Form?

von Matthias K. (kannichauch)


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Für Experimente mit Optiken würde ich fertige Linsen empfehlen. Gibt es 
noch diese Kosmos Optik Kästen?
Linsen selbst herstellen, warum?
Besonders kleine, besonders große, nicht sphärische, Effektlinsen, was 
soll es denn genau sein??
Ein Druckteil als Gießform, man kann theoretisch alles.
Man müsste die Stufen mittelnd schleifen. Dazu sollte die Form auf einen 
Drehteller und am besten motorisch angetrieben werden, oder mit 
Drehmaschine.
Der Schleifer wäre am besten ein angeformtes Gummiteil, welches ein 
geeignetes Schleifmittel bekommt. Das mit dem Glätten mit Aceton wurde 
tatsächlich beworben und scheint danach zu funktionieren, aber die 
genauere Kreisform definierend ist das mit Sicherheit nicht.
Ist ein geeigneter Polymer gefunden, ich denke an Polystyrol oder an 
transparentes Gießharz für Schaustücke, ist dann die Frage, wie man die 
Luftblasen heraus bekommt, und überhaupt, wie man das dann sauber 
abformt.
Wie gesagt, man kann theoretischalles, aber dazu müsste man speziell in 
diesem Fall einen längeren Kursus in Kunststoffverarbeitung abgeben.

MfG
Matthias

von H-G S. (haenschen)


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Im Astro-Bereich schleifen sich einige ihre Linsen selber ... die bauen 
sich ausgeklügelte Maschienen dafür.

von Bastler (Gast)


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Hallo

"Im Astro-Bereich..."
Wobei das wohl "nur" ein Teilbereich des Hobbys Astronomie ist und von 
den entsprechenden Leuten aus Spaß an der Sache und Herausforderung 
gemacht wird.
Sowohl wirtschaftlich als auch aus Zeitgründen wird sich das nicht 
lohnen.
Ohne es jetzt 100%ig zu wissen behaupte ich mal das es auch der 
ambitionierteste "Laie" nicht in den Bereich vorstoßen kann in dem es um 
Größen (Öffnungen) und optische Güte geht die es von kommerziellen 
Anbietern nur noch als (sehr teuere) Einzelanfertigung gibt.
Im TV (und wohl auch bei Youtube zu finden) gab es vor mittlerweile wohl 
fast zwei Jahrzehnten einen Beitrag für den Bau eines großen, 
professionellen Spiegelteleskops, also eigentlich "weniger" 
anspruchsvoll als ein gleichwertiges und aus mehreren Gründen wohl nicht 
mehr machbares Linsenteleskop.
Der Aufwand war enorm und nur in Kooperation von Universitäten, 
Forschungseinrichtungen und mehreren hochspezialisierten Firmen möglich 
- schon allein notwendige Transportwege waren alles andere als 
trivial...
Alles was sich in Ebenen darunter abspielt wird die Optikindustrie immer 
deutlich Preiswerter, hochwertiger und garantiert schneller anbieten 
können, wobei Preiswert ab bestimmten Linsengrößen (Teleskopgrößen) und 
hochwertigen optischen Eigenschaften ein relativer Begriff ist - für das 
gleiche Geld bekommt man auch schon ein neues Mittelklasseauto mit 
einigen Extras...

Bastler

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Bastler schrieb:
> Sowohl wirtschaftlich als auch aus Zeitgründen wird sich das nicht
> lohnen.

Richtig - aber das muss es ja offenbar für den OP auch nicht :-)

> Ohne es jetzt 100%ig zu wissen behaupte ich mal das es auch der
> ambitionierteste "Laie" nicht in den Bereich vorstoßen kann in dem es um
> Größen (Öffnungen) und optische Güte geht die es von kommerziellen
> Anbietern nur noch als (sehr teuere) Einzelanfertigung gibt.

Und da muss ich widersprechen. Gerade in Bereichen, in denen 
Einzelanfertigung gefragt ist und Geld (also im Bereich optischer 
Fertigung Zeit) keine Rolle spielt, kann ein Amateur Ergebnisse 
erzielen, die industriellen Erzeugnissen mindestens ebenbürtig, mit 
etwas mehr Zeit sogar besser sind.

In der Industrie hast Du ein Toleranzfeld, das eingehalten werden muss. 
Liegt der Spiegel innerhalb, geht er an den Kunden raus.

Nicht so beim ambitionierten Amateur. Der wird auch noch den letzten 
kleinen Fehler rauspolieren, einfach weil er nicht nur einen guten, 
sondern einen perfekten Spiegel haben möchte und diese Leute meist auch 
Pedanten sind. Der Amateur hat gegenüber der Industrie den großen 
Vorteil, dass er geduldig sein kann. Die Optik muss nicht "morgen raus", 
man kann das Glas immer wieder abkühlen lassen und die Eigenschaften des 
Rohlings in Ruhe studieren (kein Rohling ist absolut homogen) usw.

Die Messmethoden dazu sind sehr einfach, preiswert und stehen denen der 
Industrie nur in sofern nach, dass die Interpretation der Messergebnisse 
nicht so schnell und einfach möglich ist und es dafür Erfahrung braucht.

Irgendwann kommt man natürlich an mechanische Grenzen, bei denen dann 
größere Maschinen und Hilfe der Industrie etc. nötig sind. Aber 
hervorragende 25- und 50-Zöller haben schon viele Gruppen und auch 
Einzelamateure hergestellt. BTDT.

> Alles was sich in Ebenen darunter abspielt wird die Optikindustrie immer
> deutlich Preiswerter, hochwertiger und garantiert schneller anbieten
> können, wobei Preiswert ab bestimmten Linsengrößen (Teleskopgrößen) und
> hochwertigen optischen Eigenschaften ein relativer Begriff ist - für das
> gleiche Geld bekommt man auch schon ein neues Mittelklasseauto mit
> einigen Extras...

Wie gesagt: schneller sicherlich, preiswerter nur dann, wenn man seine 
Zeit berechnet (was aber die wenigsten tun, die das hobbymäßig 
betreiben) und hochwertiger nicht unbedingt.

Zum OP: wenn man keine Ahnung von Seidelschen Summen und Glaschemie etc. 
hat, würde ich für einfache Experimente alte Optiken (Ferngläser, 
Fotoapparate etc.) zerlegen - da hat man vernünftige Linsen.

Kunststofflinsen machen nicht wirklich Spaß, das Material ist viel zu 
inhomogen und hat schlechte optische Eigenschaften.

von H-G S. (haenschen)


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Die Linsenschleifer aus dem Astro-Bereich haben Methoden, Abweichungen 
anzuzeigen. Ich weiss nicht mehr genau wie es ging aber bestimmt mit 
Lichtstrahlen.

von Thomas Z. (tezet)


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H-G S. schrieb:
> Die Linsenschleifer aus dem Astro-Bereich haben Methoden, Abweichungen
> anzuzeigen. Ich weiss nicht mehr genau wie es ging aber bestimmt mit
> Lichtstrahlen.

Ja mit Interferenzmuster kann man die Abbildungsgenauigkeit aufzeigen.

Wenn ich hobbytechnisch eine Linse herstellen wöllte, dann nähme ich 
einen passenden Rundstab aus Acryl. Ein Stück davon in die Bohrmaschine 
spannen und mit Feile und Schleifpapier in Form bringen. Dann mit einer 
Gasflamme polieren. Feddisch.
Aber Brechungsindex und Güte zu treffen wäre ein Sechser im Lotto. (Für 
Letzteres würde ich mich eher entscheiden.)

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Thomas Z. schrieb:
> Ja mit Interferenzmuster kann man die Abbildungsgenauigkeit aufzeigen.

Zum Beispiel. Es gibt noch einige andere interessante und trotzdem 
einfache Methoden.

Wer sich dafür interessiert, dem kann ich
"Optical Shop Testing" von Daniel Malacara empfehlen.

Sehr gut, aber nicht billig ;-)

Hat mir in der Vergangenheit schon oft geholfen.

> Wenn ich hobbytechnisch eine Linse herstellen wöllte, dann nähme ich
> einen passenden Rundstab aus Acryl. Ein Stück davon in die Bohrmaschine
> spannen und mit Feile und Schleifpapier in Form bringen. Dann mit einer
> Gasflamme polieren. Feddisch.

:-)
Das dürfte zumindest von der Homogenität des Linsenmaterials her eine 
der besseren Methoden sein.

Wenn man eine Drechsel-/Drehbank hat, könnte das sogar recht gut 
funktionieren, indem man den Stichel/Meissel/Polier an einer Stange 
achsmittig montiert und dann hin und her schwenkt. Der (einstellbare) 
Radius des Gestänges ergibt dann den Sphärenradius.

> Aber Brechungsindex und Güte zu treffen wäre ein Sechser im Lotto. (Für
> Letzteres würde ich mich eher entscheiden.)

Mit dem Gestänge könnte man das schon deutlich deterministischer 
gestalten :-)

von Hp M. (nachtmix)


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Die teils komplizierten Oberflächen von Brillengläsern werden heute im 
Handumdrehen auf CNC-Präzisionsdrehmaschinen hergestellt: 
https://www.zeiss.de/vision-care/de_de/eye-care-professionals/optisches-wissen/optisches-basiswissen/brillenglas-fertigung/so-entsteht-ein-brillenglas.html

von H-G S. (haenschen)


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Thomas Z. schrieb:
> Wenn ich hobbytechnisch eine Linse herstellen wöllte, dann nähme ich
> einen passenden Rundstab aus Acryl. Ein Stück davon in die Bohrmaschine
> spannen und mit Feile und Schleifpapier in Form bringen.

So ungefähr hat ein Autofahrer neben der Bäckerei geparkt, sein Auto 
aufgebockt, einen Reifen abmontiert, den Motor laufen lassen und mit der 
Feile die sich drehende Bremsscheibe plangeschliffen!

Solche Menschen sieht man selten, aber es gibt sie doch  :-)

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