Moin zusammen, vorweg, ich bin nicht primär Elektroniker, nur auf Hobby-Niveau. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass es hier üblicherweise im A/B (wenn kein Flamewar ausbricht) doch sehr kompetente Antworten rauskommen. Ich habe mich während meinem Studium mit Dokumentation mit allen möglichen Medien und Werkzeugen beschäftigt. Da wir an einer FH sind, kamen da auch entsprechend viele Präsentationen und Vorträge bei rum. Ich habe festgestellt, dass mir das Zeichnen von Infografiken (also nicht das klassische Photoshop, sondern mehr einfache 2D-Grafiken) und das Vorbereiten von Präsentationen und Vorträgen im Studium am besten gefallen hat. Für meinen Arbeitgeber während des Praxissemesters und für meinen Werkstudentenchef habe ich gelegentlich Folien und Infografiken entwickelt. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Außerdem mag ich es, mit Menschen zu kommunizieren, ohne dabei an direkter Front zu stehen (deshalb auch Doku-Bereich). Ich muss sagen, ich würde gerne in diesem Bereich bleiben, weil ich mich dort gut aufgehoben fühle. Am liebsten wäre mir zur Vertiefung ein Praktikum oder ein Werkstudentenjob bei einem Dienstleister, der eben genau das macht. Das Problem ist, dass ich nicht weiß, wonach ich suchen soll. Wo geht ihr hin (wo würdet ihr hingehen), wenn ihr einen professionellen Vortrag halten müsst und jemanden zu Rate ziehen wollt oder einen fertigen Vortrag samt Notizen zum Vorbereiten haben wollt? Wie nennt man so etwas? Zum Verstehen, was ich meine: Ein Beispiel wäre Duarte Inc., die sitzen allerdings in den USA und sind deshalb für ein Praktikum "etwas" umständlich zu erreichen. Außerdem gehören die zu den Top-Adressen in dem Bereich, haben es also wahrscheinlich nicht nötig, jemanden in den Bereich tiefer einzuarbeiten. Mir fehlt eigentlich wirklich nur die Bezeichnung dieses Berufszweigs. Kennt die jemand?
Cicero schrieb: > > Außerdem mag ich es, mit Menschen zu kommunizieren, ohne dabei an > direkter Front zu stehen (deshalb auch Doku-Bereich). > Das ist aber ein großer Widerspruch...
Nene schrieb: > Cicero schrieb: >> Außerdem mag ich es, mit Menschen zu kommunizieren, ohne dabei an >> direkter Front zu stehen (deshalb auch Doku-Bereich). > Das ist aber ein großer Widerspruch... Vielleicht. Ich kann mit einem sehr komplexen technischen System umgehen und muß auch Technkbetreuer der Kunden unterweisen. Graphik, Powerpoint ... kotzen mich an, ich arbeite lieber praktisch am realen System. Nun wird aber gefordert, Papier mitnehmen zu können, was tun? Da kommt der Herr xx zu uns, lässt sich zwei Tage lang von mir das System erklären, nimmt das ganze mit seiner Filmkamera auf und liefert (für teuer Geld) eine Ladung Powerpoint an. Ich muß mir das dann angucken, eine Weile später treffen wir uns erneut zwecks Nacharbeit. Sein Job waren die Präsentationsfolien, an der Front als Hersteller des Systems steht er aber nicht, das mache ich ja. Das ist nun zwiespältig: Herr xx erstellt Unterlagen nach Schema F, ohne das Produkt wirklich zu verstehen. Wie das in der Zielgruppe ankommt, erfährt er nur indirekt - nämlich dann, wenn ich unzufrieden bin. ---- Eine andere Variante ist die Erstellung von Dokumentationen innerhalb der Firma als fester Mitarbeiter. Das Produkt wird entwickelt, es wird getestet, da bin ich recht frühzeitig mit bei. Wenn das System einigermaßen fertig ist, bekommt er den Auftrag, Anleitungen zu erstellen. Dann läuft der arme Kerl durchs Werk, klaubt sich Informationen zusammen und macht das Beste draus, um anschließend zu hören, was er falsch, unvollständig oder unverständlich beschrieben hat und nacharbeiten muß. Das kann interessant sein, birgt aber über die Zeit gesehen eine Menge an möglichem Frustpotential. In der FH hast Du vermutlich Projekte dokumentiert / präsentiert, die Du selbst von Beginn an kanntest. Im "real life" dokumentierst Du Dinge anderer Entwicklergruppen, die Du vermutlich nicht in der Tiefe überschauen kannst. Überlege es Dir gut! Soweit es fachlich passt und Du neben der Technik auch eine deutliche Beziehung zu kaufmännischen Dingen hast: Produktmanagement!
Cicero schrieb: > Am liebsten wäre mir zur Vertiefung ein > Praktikum oder ein Werkstudentenjob bei einem Dienstleister, Da wirste dann mit dieser Art Tätigkeit in diesem Status auch nie darüber hinaus kommen. Wenn ein paar bunte Bildchen malen so wichtig wäre, gänbe es nicht unendlich viel schlechte Doku, sowas ist nur ein Kostenfaktor und bringt kein Geld. Du hast auf diesem Posten den Status einer Klofrau und selbst die dürfte mehr verdienen bei sicherem Job und vor der Türe stehen genug "Bildermaler" die sich für Brosamen prostituieren. Ich kenne Eine die hatte Kommunikationsdesign studiert und danach genau in etwa das gemacht was dir im Kopf als Furz herumschwirrt. Ihre Infografiken waren in allen grossen Zeitungen zu finden wie financial times deutschland, Zeit... Die hat das freiberuflich gemacht, verdiente dabei auf Praktikantenniveau. Inzwischen hat sie sich schwängern lassen und ist sie verheiratet, mit einem Ingenieur!, der bringt die Kohle nach jetzt alleine nach Hause, die Almosen die sie verdiente haben zum leben nicht gereicht. Jetzt macht sie nebenbei Illustrationen für Kinderbücher und verdient damit auch nix, ist halt mehr fürs Ego damit man sich nicht eingestehen muss die Zeit mit einem Nutzlosstudium vertrödelt zu haben und voll und ganz vom Geldbeutel des Gatten und den Eltern abhängig zu sein. Und du denkst ernsthaft darüber nach mit so nem Hirngespinst Geld zu verdienen? Wie alt bist du denn? 15?
Hi, Cicero, > Ich habe mich während meinem Studium mit Dokumentation mit allen > möglichen Medien und Werkzeugen beschäftigt ... und das Vorbereiten von Präsentationen und Vorträgen im Studium am besten gefallen hat. Das ist ein Sackgasse, Cicero! So gut Du bist, ärgern Dich die Fehler derjenigen Entwickler, deren Entwicklungen Du deren Kunden "verschönern" darfst. Halten die Dich aber für nicht gut, wollen sie das selbst machen. Außerdem - eine Präsentation, die wie eine Predigt abläuft oder wie ein Werbespot, die taugt im Ingenieurberuf nichts. Die soll die Zuhörer beindrucken und sie könnte etwas sein für einen Vertriebsmann. Das Entscheidende an der Präsentation kommt nach ihr, wenn die Fachleute unter dem Publikum zum Fachmann in der Bütt kommen und mit ihm ihre Probleme diskutieren wollen, wie die mit den vorgestelltem Material gelöst werden könnten - aber Du bist ja bloss der Prediger! Eine Alternative könnte der Trainer/Berater sein, der den Entwicklern hilft, ihre Scheu vor Präsentationen zu überwinden und sich im Publikum frei zu schwimmen. Aber ich fürchte, das trauen sich sehr viele "Berater" zu, die auch noch tolle Referenzen aufzeigen können. Cicero, wir Ingenieure sind dazu da, Produkte zu entwickeln, die besser funktionieren als die Besten auf dem Markt. Wer das kann, de, hören die Fachleute unter den potenziellen Kunden selbst dann gern zu, wenn er stottert. Denn die interessiert nicht die Körbchengröße der Sprecherin, uach nicht das hinreißende Äußere des Redners, sondern die beste Lösung ihrer eigenen Probleme. Ciao Wolfgang Horn
>wir Ingenieure sind dazu da, Produkte zu entwickeln, die besser >funktionieren als die Besten auf dem Markt. Dann muß es wirklich einen Haufen grottenschlechter Ingenieure geben. Was bzw. wo entwickelst du eigentlich zur Zeit?
High, Uther (Pendragon) :-) >>wir Ingenieure sind dazu da, Produkte zu entwickeln, die besser >>funktionieren als die Besten auf dem Markt. > > Dann muß es wirklich einen Haufen grottenschlechter Ingenieure geben. Die Entwickler von Bronzekanonen müssen nicht schlecht gewesen sein, nur weil ihnen Krupps Stahlkanonn noch unbekannt waren. Wenn Du die von Dir gescholtenen Entwickler fragst, dann werden die a) Wie die Entwickler von Geschützen aus Bronze entwickelt haben, bevor ihnen entscheidende Patente zur Kenntnis kamen - was bei einem Halbgott wie Dilbert nicht denkbar ist. b) Von ihrem Produktmanagement oder von ihren PHBs auf die falsche Spur gesetzt worden sein: "Reden sie mir nicht dazuwischen! Sie haben zu entwickeln, was unsere Kunden meiner Meinung nach wollen!" c) Deren Entwicklungen durchaus wettbewerbsfähig begannen wie der Bau von Berlin-Brandenburg, aber dann litten sie, weil ihre Bosse weder ahnten, was wirklich wichtig ist, noch einen Teil von ihrer Allmacht abgeben wollten. Da lassen sich bestimmt noch mehr gute Gründe finden, die einen braven Dilbert in die Klapsmühle bringen könnten. Mit anderen Worten: Aufsichtsräte von technologieorientierten Unternehmen brauchen technischen Sachverstand. Und zwar mehr als den, den die Zusammensetzanweisung eines Möbelhauses vermittelt ... Ciao Wolfgang Horn
Wolfgang H. schrieb: > wie der Bau > von Berlin-Brandenburg, Wissen die Berliner schon, dass sie mit Brandenburg fusionieren?
Um im Praesentationsdesign erfolgreich zu sein muss man's anders machen. Man muss dem Arbeitgeber/Kunden einen (1) Nutzen (!) erbringen. Dies geschieht, indem man Abfall, sprich zB ein Markenprodukt, mit tollen Grafiken zum Strassengespraech hoch-hypt, heisst einen wertigen Ausdruck verpasst. Die Grafik kann voelliger Bullshit sein. Wie zB bei einem Haarpflegemittel, oder wars ein Zahnpflegemittel, wo man die Grafik horizontal langzieht. Markenprodukte sind nicht die Besten. Sie werden in extrem hohen stueckzahlen hergestellt, preislich optimiert bis zum Gehtnichtmehr. Dadurch sind die Gestehungskosten extrem tief, was erlaubt bei den Verkaeufern die beste Verkaufsflaeche zu beanspruchen. Die Verkaeufer geben die beste Verkaufsflaeche Produkten mit der hoechsten Marge, mit der hoechsten Rendite. Den hohen Verkaufspreis erziehlt man mit Aufwerten mit Werbung. Im Sinne von : Der Cluuni saugt sich sicher nur den besten Kaffee rein.
Hi WOlfgang Horn, >Cicero Was möchtest du uns eigentlich damit sagen? Daß du Cicero kennst? Oder daß du Cicero mit Cato dem Ältern verwechselst. "Ceterum censeo usw."? >a) Wie die Entwickler von Geschützen aus Bronze entwickelt haben, bevor >ihnen entscheidende Patente zur Kenntnis kamen Bei den Stückgießern, so hießen die "Kanonenentwickler" früher, gab es eine einfache Qualitätssicherung: Die ersten Probeschüsse mußte der "Entwickler" selbst abfeuern. Wenn sich die Kanone mangels Qualität explosionsartig verabschiedete, galt das auch für den Entwickler. >...- was bei einem Halbgott wie Dilbert nicht denkbar ist. Ich weiß nicht, ob du Dilbert gelesen hast. Ein Halbgott ist er bestimmt nicht. >b)..."Reden sie mir nicht dazuwischen! Sie haben zu entwickeln, was unsere >Kunden meiner Meinung nach wollen!".... Ja, der gute alte Persilschein für die Entwickler: Das Management ist an allem schuld. Auch unter dieser Generalamnestie stimmt deine Aussage "wir Ingenieure sind dazu da, Produkte zu entwickeln, die besser funktionieren als die Besten auf dem Markt" unzutreffend. Denn dann entwickeln Entwickler also doch Schund. >c) ...der Bau von Berlin-Brandenburg, ... Da hat die Chawoman schon die Antwort gegeben.
>>Cicero >Was möchtest du uns eigentlich damit sagen? Daß du Cicero kennst? Oder >daß du Cicero mit Cato dem Ältern verwechselst. "Ceterum censeo usw."? Habe gerade gesehen, daß der TO so hieß, ich ziehe die Frage hiermit zurück.
Salve, Pendragon, Dein Flame gegen klare Ausdrücke ist auch ein klarer Ausdruck. >>a) Wie die Entwickler von Geschützen aus Bronze entwickelt haben, bevor >>ihnen entscheidende Patente zur Kenntnis kamen > > Bei den Stückgießern, Ist ja nett zu wissen, dass auch Du Dich für die Produktionstechnik im Zeitalter von Sir Francis Drake interessiert hast. Leider überflüssig, weil kein Argument gegen meine Kurzdarstellung einer Nebenwirkung des Fortschritts: Was vor dem Schritt entwickelt wurde, das gilt nach ihm als veraltet. >>...- was bei einem Halbgott wie Dilbert nicht denkbar ist. > > Ich weiß nicht, ob du Dilbert gelesen hast. Ein Halbgott ist er bestimmt > nicht. Oh doch. Ein Gott ist ein erfundenes Wesen mit übermenschlichen Eigenschaften. Dilbert ist als Erfinder ein übermenschliches Genie, ein übermenschlicher Elektronik-Entwickler, ein übermenschlich tüchtiger Programmierer und ein übermenschlich duldungsfähiger Sucher von Leiden, ein übermenschlicher tragischer Held im Entwicklungsslabor. Gerade zum Tag der Arbeit eignet er sich als Vorbild für alle, die sich liebend gern ausbeuten lassen. Hier kehrt sich das Göttliche ins Teuflische um. >>b)..."Reden sie mir nicht dazuwischen! Sie haben zu entwickeln, was unsere Kunden meiner Meinung nach wollen!".... > > Ja, der gute alte Persilschein für die Entwickler: Das Management ist an > allem schuld. Sorry, wer das arbeitsgesetzliche Direktionsrecht ausübt, der ist zumindest verantwortlich für alles Glück und Unglück in seinem Bereich. Ob er dann auch noch schuldig ist, das ist eine andere Frage. > > Auch unter dieser Generalamnestie stimmt deine Aussage >> "wir Ingenieure sind dazu da, Produkte zu entwickeln, die besser >> funktionieren als die Besten auf dem Markt" > > unzutreffend. Denn dann entwickeln Entwickler also doch Schund. Angenommen, eine Person entwickelt ein absichtlich minderwertiges Produkt. Dann sollte sie besser den Beruf suchen, der ihr wirklich gefällt. Angenommen, diese Person tut das nur auf Anweisung - tragisch. Ciao Wolfgang Horn
Sapperlot W. schrieb: > Die Grafik kann voelliger Bullshit sein. Wie zB bei einem > Haarpflegemittel, oder wars ein Zahnpflegemittel, wo man die Grafik > horizontal langzieht. In der Tat! ;)
Sapperlot W. schrieb: > Die Grafik kann voelliger Bullshit sein. Wie zB bei einem > Haarpflegemittel, oder wars ein Zahnpflegemittel, wo man die Grafik > horizontal langzieht. Das ist Alpecin. Und man sieht doch sehr schön, wie die "Wachstumsphasen der Haare" durch das Produkt verlängert wurden. Das hatte doch Hand und Fuß. Es überzeugt. Mach dich bitte nicht lächerlich.
> .. wie die "Wachstumsphasen der Haare" durch das Produkt verlängert wurden.
die Abbauphasen aber auch. Das Integral drueber bleibt gleich.
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