Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Wieviele Überstunden sind erlaubt?


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von Ing90 (Gast)


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Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage zur Anzahl der erlaubten Überstunden. Ich 
arbeite in einem IG Metall 35h Tarif und mache seit Oktober jeden Monat 
30 genehmigte und ausbezahlte Überstunden. Ich nehme an, dass die 
Überstunden auch seitens Betriebsrat genehmigt werden müssen.

In den letzten Monaten sind damit bereits 240 Überstunden 
zusammengekommen und auch für Mai habe ich bereits 30 Stunden genehmigt 
bekommen.

Ist dies offiziell eigentlich erlaubt? Ich konnte dazu folgendes finden:

"Die tägli­che Ar­beits­zeit kann vorüber­ge­hend auf ma­xi­mal zehn 
St­un­den (oh­ne Pau­se) her­auf­ge­setzt wer­den und dem­ent­spre­chend 
die Wo­chen­ar­beits­zeit auf sat­te 60 (!) St­un­den (6 x 10 
St­un­den), wenn in­ner­halb ei­nes Aus­gleichs­zeit­raums von sechs 
Ka­len­der­mo­na­ten oder von 24 Wo­chen im Durch­schnitt acht St­un­den 
werktäglich nicht über­schrit­ten wer­den (§ 3 Satz 2 Arb­ZG)."

Vorallem diese Passage trifft auf mich ja bereits nicht mehr zu:

[...] ,wenn in­ner­halb ei­nes Aus­gleichs­zeit­raums von sechs 
Ka­len­der­mo­na­ten oder von 24 Wo­chen im Durch­schnitt acht St­un­den 
werktäglich nicht über­schrit­ten wer­den (§ 3 Satz 2 Arb­ZG)."

Vielen Dank!

von Dagobert Tump (Gast)


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Ing90 schrieb:
> [...] ,wenn in­ner­halb ei­nes Aus­gleichs­zeit­raums von sechs
> Ka­len­der­mo­na­ten oder von 24 Wo­chen im Durch­schnitt acht St­un­den
> werktäglich nicht über­schrit­ten wer­den (§ 3 Satz 2 Arb­ZG)."

Wieso? Werktag = Montag bis Samstag. Also 48h pro Woche sind erlaubt.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Ing90 schrieb:
> Ist dies offiziell eigentlich erlaubt? Ich konnte dazu folgendes finden:

Ja, du kannst 13 h pro Woche Mehrarbeit bis zum Ende deines Lebens 
leisten!

Je nach Arbeitsgericht kannst auch noch  neben den regulären 
Arbeitswochen a 48h noch jeden Werktag der ein  Feiertag ist, als 
Ü-Stunden mitnehmen.
Weil du ja 6 Wochen Urlaub hast, kannste dann da drauf auch noch im Jahr 
288 Ü-stunden zusätzlich schieben.

Also mit deinen 30 Ü-stunden pro Monat, biste ech noch weit vom 
Zulässigen entfernt!

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Dagobert Tump schrieb:
> Wieso? Werktag = Montag bis Samstag. Also 48h pro Woche sind erlaubt.

Durchgängig!

von Sebastian S. (amateur)


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Ich finde es bemerkenswert, dass ein erwachsener Mensch sich nicht 
getraut seinen Vorgesetzten, etwas so einfaches, zu fragen wie: "Wie 
lange"?
Nein, dazu braucht er Gleichgesinnte und Paragraphen;-)

von Mike B. (mike_b97) Benutzerseite


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Sebastian S. schrieb:
> Ich finde es bemerkenswert, dass ein erwachsener Mensch sich nicht
> getraut seinen Vorgesetzten, etwas so einfaches, zu fragen wie: "Wie
> lange"?

Nennt man das jetzt "fehlende soziale Kompetenz" oder "kein Arsch in der 
Hose"?

Im Ernst, geh hin und frag deinen Vorgesetzten, dir wird keiner den Kopf 
abreissen.

von Jemand (Gast)


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Hallo

na ja:

IG Metall Tarif hört sich erst mal nach einen prinzipiell fairen Betrieb 
an.

Das bedeutet aber leider lange noch nicht das es die direkte 
Vorgesetzten inklusive einiger "Kollegen" auch sind.

Bezahlte Überstunden sind ja finanziell was feines, einige Extraeuros 
mehr für das Hobby, um irgendwas schneller ab zu zahlen, sich einen 
extra Urlaub zu leisten,... kann ja jeder gebrauchen.
Dementsprechend sind Überstunden natürlich gar nicht mal so schlecht, 
aber irgendwann reicht es erst mal mit der Arbeit, aber die (sichere) 
Möglichkeit immer wieder Überstunden machen zu können ist trotzdem sehr 
angenehm.

Jetzt kommt der Knackpunkt bei entsprechenden Vorgesetzten:
Einmal Nein gesagt, weil man keinen Bock hat (ja keinen Bock, nicht 
irgendwelche Verpflichtungen oder sonstige "erlaubte" Gründe) und schon 
darf man auf seine schöne Überstunden erst mal für längere Zeit 
verzichten, so nach den Motto "Alles oder Nichts".

So sollte und darf es offiziell nicht sein ist es aber doch viel zu oft.

Also ist es doch nicht so einfach zum Vorgesetzten zu gehen, wenn man 
seine Vorteile behalten will.

Jemand

von Manfred (Gast)


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Jemand schrieb:
> Bezahlte Überstunden sind ja finanziell was feines, einige Extraeuros
> mehr für das Hobby, um irgendwas schneller ab zu zahlen, sich einen
> extra Urlaub zu leisten,... kann ja jeder gebrauchen.
Erstmal erzeugen die Überstunden eine überproportionale Abgabenlast, ein 
Grund zum Ärger.

Und dann kommt irgendwann "Viel Geld in der Tasche, aber keine Zeit 
mehr, es auszugeben".

von Lutz H. (luhe)


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Cha-woma M. schrieb:
> Wieso? Werktag = Montag bis Samstag. Also 48h pro Woche sind erlaubt.
>
> Durchgängig!

Ja,

Bei einer vereinbarten wöchentlichen Arbeitszeit von 0 sind 48 
Überstunden pro Woche möglich, bei einer vereinbarten wöchentlichen 
Arbeitszeit von 48h keine mehr.

von Cyblord -. (Gast)


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Manfred schrieb:
> Erstmal erzeugen die Überstunden eine überproportionale Abgabenlast, ein
> Grund zum Ärger.

Wieso? Man zahlt eh schon Spitzensteuerlast und ist über den 
Beitragsbemessungsgrenzen von KK und Rente. Was soll da überproportional 
sein? Liegt man unter den Grenzen kriegt man zuviel Gezahltes zurück.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Lutz H. schrieb:
> Bei einer vereinbarten wöchentlichen Arbeitszeit von 0 sind 48
> Überstunden pro Woche möglich, bei einer vereinbarten wöchentlichen
> Arbeitszeit von 48h keine mehr.

Stimmt so nicht!

Das "Gesetzt" sagt, im Durchschnitt darf die wöchentliche Arbeitszeit 
innerhalb von 6 Monaten nicht mehr als 48h/Woche betragen.
60h pro Woche ist also nicht "verboten"!
Also 6 Monate sind 26 Wochen.
26 Wochen geben ca. 1248 Stunden!
Rechnen wir noch 6 Wochen Urlaub und 6 Feiertage ein. Dann darf mann auf 
die restlichen 19 Wochen die 1248 Stunden malochen.
Was  wieder 66,5 h Wochenarbeitszeit zulassen würde!
Oha, da werden die IG-Metall Disneybären aber gleich mit ihren 
AZO-Märchen anrücken!

von Cyborg (Gast)


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So wird das Fachkräftemangelproblem elegant gelöst.

von Niemand (Gast)


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> So wird das Fachkräftemangelproblem elegant gelöst.
ich hätte jetzt eingeworfen: dass man so einen Arbeitsplatz locker 
einspart, das ist der Zwang welchen die IGM-Tarife so mit sich bringen, 
irgendwo muß das viele und gute Geld für die Belegschaft ja auch 
herkommen. Oder anders ausgedrückt - eingespart werden!


Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
Datum: 30.04.2017 20:31
deine MilchmädchenRechnerei soll wer bitte verstehen?
An max. 5 Arbeitstagen in der Woche, weil von 6 steht da sicherlich 
nichts drin, sind über einen Zeitraum von xx Tagen / Wochen max. 10 Std. 
täglich möglich, das macht pro Woche 50 Std. max. AZ!
Wie kommst du da auf 60 Std.? Werktage sind von Mo bis Sa., aber im AV 
und im TV steht da sicherlich nichts von 6 Tagen pro Woche drin!
Gehörst du schon zu der Sorte Ausbeutern, die das ihren Malochern so 
verkaufen? ;-)

von Qwertz (Gast)


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Abradolf L. schrieb:
> Manfred schrieb:
> Erstmal erzeugen die Überstunden eine überproportionale Abgabenlast, ein
> Grund zum Ärger.
>
> Wieso? Man zahlt eh schon Spitzensteuerlast und ist über den
> Beitragsbemessungsgrenzen von KK und Rente. Was soll da überproportional
> sein? Liegt man unter den Grenzen kriegt man zuviel Gezahltes zurück.

Das Gleiche wollte ich auch zu den Beitragabemessungsgrenzen schreiben, 
da liegt ein Ingenieur normalerweise eh schon darüber, ausbezahlte 
Überstunden bringen hier also keinerlei Nachteil.

Allerdings ist es bei der Lohnsteuer durch die (nichtlineare) 
Steuerprogression schon so, dass sich der mittlere eigene Steuersatz 
weiter nach oben verschiebt, d.h. man zahlt tatsächlich überproportional 
mehr Steuern. Hier hat Abradolf unrecht.

Insgesamt lohnt sich das Auszahlen meiner Meinung nach aber trotzdem, 
denn nicht zu vergessen: es kommen ja noch mindestens 25% 
Mehrarbeitszuschlag bei genehmigter Mehrarbeit oben drauf. :-)

von Cyblord -. (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Allerdings ist es bei der Lohnsteuer durch die (nichtlineare)
> Steuerprogression schon so, dass sich der mittlere eigene Steuersatz
> weiter nach oben verschiebt, d.h. man zahlt tatsächlich überproportional
> mehr Steuern. Hier hat Abradolf unrecht.

Ich finde den Term "überproportional" deplatziert nur weil sich der 
mittlere eigene Steuersatz durch den Mehrverdienst erhöht. Letztendlich 
befindet man sich halt in der Spitzensteuersatzzone, ob man nun mehr 
Geld durch ne Gehaltserhöhung oder durch Überstunden verdient ist doch 
völlig Wurst, am Ende des Jahres hast ein Jahresbrutto und das ist was 
zählt. "Überproportional" impliziert, dass man durch Überstunden 
schlechter gestellt wäre als durch andere Möglichkeiten um sein 
Jahresbrutto zu erhöhen. Oder würdest du etwa auf mehr Geld verzichten, 
damit du nicht mehr Steuern zahlen musst? ;)

von Dagobert Tump (Gast)


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Abradolf L. schrieb:
> Oder würdest du etwa auf mehr Geld verzichten,
> damit du nicht mehr Steuern zahlen musst? ;)

Komischerweise denken viele Leute tatsächlich so. Auch unter 
Selbstständigen hört man immer wieder, dass Leute sich teures Zeug (z.B. 
einen Neuwagen) kaufen, nur weil sie es von der Steuer absetzen können. 
Dass sie am Ende trotzdem mehr Geld ausgeben, ignorieren sie. Hauptsache 
der Staat bekommt weniger.

von Qwertz (Gast)


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Abradolf L. schrieb:
> Ich finde den Term "überproportional" deplatziert nur weil sich der
> mittlere eigene Steuersatz durch den Mehrverdienst erhöht.

Überproportional bedeutet nichts weiter als dass sich in diesem Bereich 
die Lohnsteuer eben nicht proportional / linear mit dem Mehrverdienst 
erhöht, sondern stärker. Das ist eine Tatsache unseres Steuersystems und 
somit gar nicht deplatziert.

> Letztendlich
> befindet man sich halt in der Spitzensteuersatzzone

Das Thema Spitzensteuersatz solltest du besser noch einmal nachlesen, im 
Bereich 100k brutto p.a. ist man noch weit davon entfernt. Zudem bezieht 
er sich immer nur auf den letzten verdienten Euro, der mittlere 
Steuersatz des zu versteuernden Einkommens ist wesentlich interessanter.

> ob man nun mehr
> Geld durch ne Gehaltserhöhung oder durch Überstunden verdient ist doch
> völlig Wurst, am Ende des Jahres hast ein Jahresbrutto und das ist was
> zählt.

Das ist aus rein finanzieller Sicht natürlich korrekt. Es gibt aber 
einen feinen Unterschied: bei der Gehaltserhöhung muss ich nicht 
unbedingt länger arbeiten, bei den Überstunden schon. :-)

>" Überproportional" impliziert, dass man durch Überstunden
> schlechter gestellt wäre als durch andere Möglichkeiten um sein
> Jahresbrutto zu erhöhen.

Nein, siehe oben.
Übrigens, ein zweiter sozialversicherungspflichtiger "Neben"job wäre vom 
Finanzamt tatsächlich steuerlich begünstigt, allerdings dürfte es einem 
schwer fallen, dort einen ähnlich hohen Stundensatz zu erreichen. ;-)

> Oder würdest du etwa auf mehr Geld verzichten,
> damit du nicht mehr Steuern zahlen musst? ;)

Nein. Ich zahle meine Steuern gerne.

von ich (Gast)


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Cha-woma M. schrieb:
> 26 Wochen geben ca. 1248 Stunden!
> Rechnen wir noch 6 Wochen Urlaub und 6 Feiertage ein. Dann darf mann auf
> die restlichen 19 Wochen die 1248 Stunden malochen.
> Was  wieder 66,5 h Wochenarbeitszeit zulassen würde!

Nein, 10 Stunden pro Tag bzw . 60h pro Woche sind rechtlich Maximum, 
zumindest in Deutschland.

Bei den 10 Stunden pro Tag gibt es ein paar Ausnahmen, aber die treten 
nicht 6 mal pro Woche auf.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Niemand schrieb:
> deine MilchmädchenRechnerei soll wer bitte verstehen?
> An max. 5 Arbeitstagen in der Woche, weil von 6 steht da sicherlich
> nichts drin, sind über einen Zeitraum von xx Tagen / Wochen max. 10 Std.
> täglich möglich, das macht pro Woche 50 Std. max. AZ!

Samstag ist auch ein Arbeitstag!

Ausser du bist als IGM-Disneybär unterwegs.
Dann biste aber Künstler wie der Marco Reus und kassierst Sonntags und 
Feiertagszuschläge steuerfrei!

von Axel L. (axel_5)


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Da der TO schrieb, dass es sich um den IG-Metall Tarif handelt, gilt 
eine 5-Tage Woche und somit maximal 50 Stunden pro Woche bzw. 40 Stunden 
im Durchschnitt.

Mit den 30 Überstunden/Monat und 35 Stunden/Woche liegst Du also ganz 
knapp drüber. Allerdings gibt es im Tarifvertrag meines Wissens noch 
eine Regelung, dass der MA zustimmen muss.

Ich würde mal beim Betriebsrat nachfragen. Bei 270 Überstunden gegen 
deinen Willen finden die das normalerweise nicht mehr so witzig.

Gruss
Axel

von genervt (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Insgesamt lohnt sich das Auszahlen meiner Meinung nach aber trotzdem,
> denn nicht zu vergessen: es kommen ja noch mindestens 25%
> Mehrarbeitszuschlag bei genehmigter Mehrarbeit oben drauf. :-)

Ohne die 25% stehst du aber meist schlechter da.

von Normal (Gast)


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Überstunden können schon mal anfallen, wenn kurzfristig was dringend 
erledigt werden muss. Im vorliegenden Fall zieht sich das schon über 
Monate hin. Das ist für mich nicht mehr kurzfristig, sondern eher ein 
systematischer Fehler bzw. ein Versagen beim Vorgesetzten. Ich würde auf 
jeden Fall meine Bewerbungsunterlagen aktualisieren. Wer weiß, was da 
noch kommt.

von ich (Gast)


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Wir sollten unterscheiden zwischen dem was Tarifverträge vorsehen, also 
einer 5-Tage-Arbeitswoche oder einer 6 Arbeitstage-Woche nach Gesetz.

Axel L. schrieb:
> Ich würde mal beim Betriebsrat nachfragen. Bei 270 Überstunden gegen
> deinen Willen finden die das normalerweise nicht mehr so witzig.

Manche Arbeitnehmer finden auch 150 Überstunden in einem Monat (kein 
Scherz) als geil.

Normal schrieb:
> Überstunden können schon mal anfallen, wenn kurzfristig was dringend
> erledigt werden muss. Im vorliegenden Fall zieht sich das schon über
> Monate hin. Das ist für mich nicht mehr kurzfristig, sondern eher ein
> systematischer Fehler bzw. ein Versagen beim Vorgesetzten.

Alles richtig!

Nur das ist keine Seltenheit!
Was tun? Neuen Job suchen?
Im Süden - Baden Württemberg eher einfach, aber aus einem Job bei einem 
größeren Automobil-Zulieferer in Westfalen, mit Familienanhang und 
Häuschen auf Pump in der Pampas sich weiter zu bewerben - schwierig.

Das sind 270 Überstunden (wat mut dat mut) eher harmlos.

Manche sind mit über 1000 Überstunden, weil sie alles mitgenommen haben, 
um früher in Rente gehen zu können, auch mal six-feet-under gelandet - 
dauerhaft.

Ich erhebe mein Glas auf den tüchtigen, aber leider nicht mehr unter uns 
weilenden, zuverlässigen, tüchtigen und stets rund um die Uhr 
einsatzbereiten ehemaligen Mitarbeiter .....
Nun ist er/sie tot - von uns gegangen - (Pause) - mögen andere seiner 
Einsatzbereitschaft und seinem Vorbild folgen und ihre Überstunden der 
Firma schenken und ins Gras beißen.


Danke im Voraus

Euer allseits geliebter

Chef!

Erlaubt ist alles, was nicht verboten ist oder angezeigt wird!

Alle Überstunden sind erlaubt, sofern DU (!) dich nicht wehrst.
Mit Familie und Immobilienschulden wird das schwierig.

von Carsten H. (Gast)


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Überstunden sind von gesetzlicher Seite generell in beliebigem Umfang 
erlaubt, solange es nicht dazu führt, dass die 50h  Woche und 10h  Tag 
überschritten werden.

Massgeblich ist allein der Vertrag mit dem AN. Sieht der eine pauschale 
Überstundenabgeltung vor, wie bei vielen ATlern, dann kann man da schon 
mal zu 50h verdonnert werden. Das liegt daran, dass oft 
Leistungsvereinbarungen vorliegen und die Aufgabenerfüllung eben soviel 
Arbeit erfordert.

Bei sehr vielen AT-lern kenne Ich das. Die verdienen zwar auch bis 
100.000 brutto und darüber, kommen aber auch auf wenigstens 45h 
Arbeitszeit die Woche.

Um die 50h punktuell nicht zu überschreiten, gehen viele her und stechen 
falsch ab. Und das alles nur, um im Job voranzukommen.

Ich kann das NICHT empfehlen! Ich empfehle klassische Tarifverträge und 
eine GLZ-Regelung für 40h.

Leider führt aber das Aufopfern vieler Mitarbeiter dazu, dass sich die 
Firmen daran gewöhnen, solche Enthusiasten zu haben, die man arbeiten 
lassen kann.

von Normal (Gast)


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Immobilienerwerb, um selber darin zu wohnen und dann noch auf Pump ist 
natürlich sehr dämlich (aber weit verbreitet). Ich weiß nicht, wie die 
Leute durch ein Naturwissenschaftliches Studium kommen und dann, wenn es 
um richtig viel Geld geht, nicht rechnen können. Aber das hat jetzt 
nichts mit dem Thema Überstunden zu tun.

von Karl (Gast)


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Normal schrieb:
> Immobilienerwerb, um selber darin zu wohnen und dann noch auf Pump ist
> natürlich sehr dämlich (aber weit verbreitet).

Klar, besser ist es natürlich, etwas äquivalentes 25 Jahre zu mieten um 
am Ende nicht zu haben!

von Dagobert Tump (Gast)


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Karl schrieb:
> Klar, besser ist es natürlich, etwas äquivalentes 25 Jahre zu mieten um
> am Ende nicht zu haben!

Das Problem ist das Wort "äquivalent". Gemietete Objekte sind meistens 
deutlich günstiger (weil kleiner und weniger luxuriös ausgestattet). Und 
es ist einfacher skalierbar. So oft sieht man 200qm-Häuser mit 1 oder 2 
Bewohnern, weil die Kinder ausgezogen sind. Eine vernünftige Wohnung 
wäre günstiger als alleine die Nebenkosten des Hauses. Der Wert des 
Hauses nützt dann gar nichts mehr.

Wenn man sich ein Mehrfamilienhaus baut und darin eine Wohnung bewohnt, 
rechnet sich das sicherlich. Aber ein Einfamilienhaus ist in aller Regel 
teurer als mieten.

von genervt (Gast)


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Ein Porsche ist ja auch teurer als ein Golf....

von Cyblord -. (Gast)


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Karl schrieb:
> Klar, besser ist es natürlich, etwas äquivalentes 25 Jahre zu mieten um
> am Ende nicht zu haben!

Warum sollte man nach 25 Jahre Miete nichts haben? Das für den 
Tilgungsanteil und Renovierungen gesparte Geld legt man vernünftig an 
und hat am Ende keine abgeranzte Hütte voll Investitionsstau in mäßiger 
Lage am Hacken sondern ein solides Finanzpolster mit dem man entspannt 
in den Lebensabend starten kann, z.B. durch den Kauf einer passenden 
altersgerechten Wohnung, die man sich locker leisten kann, weil man sein 
gespartes Geld vernünftig angelegt hat.

von Qwertz (Gast)


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genervt schrieb:
> Ein Porsche ist ja auch teurer als ein Golf....

Das stimmt, aber trotzdem sind bei beiden sehr viele Teile die gleichen!

von genervt (Gast)


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Qwertz schrieb:
> genervt schrieb:
> Ein Porsche ist ja auch teurer als ein Golf....
>
> Das stimmt, aber trotzdem sind bei beiden sehr viele Teile die gleichen!

Ja, die Lichtschalter können gleich sein, sowohl im Wohnklo, als auch im 
Haus, aber der Unterschied kommt von anderen Dingen.

von Qwertz (Gast)


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Abradolf L. schrieb:
> Karl schrieb:
>> Klar, besser ist es natürlich, etwas äquivalentes 25 Jahre zu mieten um
>> am Ende nicht zu haben!
>
> Warum sollte man nach 25 Jahre Miete nichts haben?

Weil die Häuslebauer-Fraktion in ihrer Milchmädchenrechnung immer davon 
ausgeht, dass der Mieter nichts spart, sondern alles für Miete und 
Konsum aus dem Fenster ballert. Dabei hat das eine mit dem anderen 
eigentlich nichts zu tun, außer dass der hypothekenbelastete 
Immobilieneigentümer durch die hohen monatlichen Raten automatisch zum 
"Zwangssparer" wird.

> Das für den
> Tilgungsanteil und Renovierungen gesparte Geld legt man vernünftig an
> und hat am Ende keine abgeranzte Hütte voll Investitionsstau in mäßiger
> Lage am Hacken sondern ein solides Finanzpolster mit dem man entspannt
> in den Lebensabend starten kann, z.B. durch den Kauf einer passenden
> altersgerechten Wohnung, die man sich locker leisten kann, weil man sein
> gespartes Geld vernünftig angelegt hat.

Richtig, so kann man es machen, wenn man das möchte. Vor allem braucht 
man dann gar keinen Kredit mehr dafür aufnehmen.

von (prx) A. K. (prx)


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Ing90 schrieb:
> Ich nehme an, dass die
> Überstunden auch seitens Betriebsrat genehmigt werden müssen.

Solche Fragen gehören zum Job von Betriebsräten.
Weshalb also nicht einfach mal da fragen, statt hier?

: Bearbeitet durch User
von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Qwertz schrieb:
> genervt schrieb:
>> Ein Porsche ist ja auch teurer als ein Golf....
>
> Das stimmt, aber trotzdem sind bei beiden sehr viele Teile die gleichen!

Was viele Porsche Fahrer nicht wissen!

von Dr. A. Fissur (Gast)


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Cha-woma M. schrieb:
> Qwertz schrieb:
>> genervt schrieb:
>>> Ein Porsche ist ja auch teurer als ein Golf....
>>
>> Das stimmt, aber trotzdem sind bei beiden sehr viele Teile die gleichen!
>
> Was viele Porsche Fahrer nicht wissen!

Klar wissen das viele Porsche Fahrer, schau mal in Porsche Foren.

von genervt (Gast)


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Dr. A. Fissur schrieb:
> Klar wissen das viele Porsche Fahrer, schau mal in Porsche Foren.

Woher soll der Cha-woma auch wissen. ;)

von Qwertz (Gast)


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genervt schrieb:
> Qwertz schrieb:
> Insgesamt lohnt sich das Auszahlen meiner Meinung nach aber trotzdem,
> denn nicht zu vergessen: es kommen ja noch mindestens 25%
> Mehrarbeitszuschlag bei genehmigter Mehrarbeit oben drauf. :-)
>
> Ohne die 25% stehst du aber meist schlechter da.

Schlechter als was im Vergleich?
Weniger Geld als ohne Überstunden? ;-)

von Zocker_51 (Gast)


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> Re: Wieviele Überstunden sind erlaubt?

In Deutschland gibt es für Inbetriebnahme in der Regel 56 Std./Woche.
Da spielt die Berufsgenossenschaft nicht mehr mit.

In der Mongolei kannst du jeden Tag 24 Stunden arbeiten und nachts 
nochmal
24 Stunden. Dort gibt es keine Berufsgenossenschaft.

von Ich (Gast)


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Zocker_51 schrieb:
> In Deutschland gibt es für Inbetriebnahme in der Regel 56 Std./Woche.
> Da spielt die Berufsgenossenschaft nicht mehr mit.

56h/Woche auch über 24 Wochen ohne Unterbrechung hintereinander?


Zocker_51 schrieb:
> In der Mongolei

gelten deutsche Rechtsvorschriften nicht

von Zocker_51 (Gast)


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> Autor: Ich (Gast)
> Datum: 03.05.2017 09:14

> Zocker_51 schrieb:
> > In der Mongolei

> gelten deutsche Rechtsvorschriften nicht

Natürlich nicht !

Die gelten nicht mal in Österreich.

von Cyblord -. (cyblord)


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Zocker_51 schrieb:
>> Autor: Ich (Gast)
>> Datum: 03.05.2017 09:14
>
>> Zocker_51 schrieb:
>> > In der Mongolei
>
>> gelten deutsche Rechtsvorschriften nicht
>
> Natürlich nicht !
>
> Die gelten nicht mal in Österreich.

Was aber nicht immer so war...

von genervt (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Schlechter als was im Vergleich?

Schlechter als Jahresgehalt/Jahresarbeitszeit.

von IGM (Gast)


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Ing90 schrieb:
> arbeite in einem IG Metall 35h Tarif und mache seit Oktober jeden Monat
> 30 genehmigte und ausbezahlte Überstunden.
Nutze die Beratung durch Deine Gewerkschaft, dort herrscht Sachkunde.
Schaue in das rote Blatt "Metallzeitung" der IGM vom Mai 2017, da steht 
einiges zum Thema.

von Tom (Gast)


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genervt schrieb:
> Ein Porsche ist ja auch teurer als ein Golf....

von Karl (Gast)


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Abradolf L. schrieb:
> Das für den
> Tilgungsanteil und Renovierungen gesparte Geld legt man vernünftig an
> und hat am Ende keine abgeranzte Hütte voll Investitionsstau in mäßiger
> Lage am Hacken sondern ein solides Finanzpolster mit dem man entspannt
> in den Lebensabend starten kann, z.B. durch den Kauf einer passenden
> altersgerechten Wohnung, die man sich locker leisten kann, weil man sein
> gespartes Geld vernünftig angelegt hat.

Bitte nochmal lesen. Das  stand was äuqivalentes mieten, nicht 
2-Zimmerwohnung mieten. Bei der Miete zahlt man Tilgung, Zinsen, 
Renovierungen und Rendite an den Vermieter. Wie willst du da als Mieter 
Tilgungsanteil und Renovierung sparen?

von Cyblord -. (Gast)


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Karl schrieb:
> Abradolf L. schrieb:
>> Das für den
>> Tilgungsanteil und Renovierungen gesparte Geld legt man vernünftig an
>> und hat am Ende keine abgeranzte Hütte voll Investitionsstau in mäßiger
>> Lage am Hacken sondern ein solides Finanzpolster mit dem man entspannt
>> in den Lebensabend starten kann, z.B. durch den Kauf einer passenden
>> altersgerechten Wohnung, die man sich locker leisten kann, weil man sein
>> gespartes Geld vernünftig angelegt hat.
>
> Bitte nochmal lesen. Das  stand was äuqivalentes mieten, nicht
> 2-Zimmerwohnung mieten. Bei der Miete zahlt man Tilgung, Zinsen,
> Renovierungen und Rendite an den Vermieter. Wie willst du da als Mieter
> Tilgungsanteil und Renovierung sparen?

Üblicherweise ist die monatliche Belastung beim Mieten geringer als beim 
Kaufen (selbiges Objekt), was auch klar ist, da man sich ja kein 
Eigentum kauft. Wenn man für sich entscheidet ob man mietet oder kauft, 
kannst du nur Kaltmiete vs. Zinsen gegenüberstellen, denn das sind die 
beiden Beträge die im jeweiligen Fall "weg" sind und ich nie wieder 
sehe. Was korrekt ist: Die Zinslast ist üblicherweise geringer als die 
Kaltmiete, was ja auch klar ist, da in der Kaltmiete mehr eingepreist 
ist, wie du erkannt hast. Aber als Käufer muss ich jetzt nicht nur die 
Zinslast bedienen sondern auch noch tilgen und Instandhaltungsrücklagen 
bilden, so dass die monatliche Belastung doch höher ausfällt als die 
Kaltmiete eines Mieters bei vergleichbaren Objekten. Zur Überprüfung der 
These kann man ja mal immoscout24 hernehmen und vergleichbare Kauf- und 
Mietobjekte in gleicher Lage checken und mithilfe eines 
Volltilgungsrechners ausrechnen. Was nun beim Käufer die Tilgung ist (= 
Gezwungenes Sparen) hat der Mieter zur freien Verfügung. Der Mieter kann 
nun selbstständig entscheiden was er mit der Kohle macht, ob er sie 
rausschleudert oder gewinnbringend anlegt. Als Mieter bezahle ich auch 
den Luxus von Flexibilität und Verantwortungsfreiheit, darum ist die 
Kaltmiete auch höher als die Zinslast des Käufers. Respektive kann der 
Mieter halt monatlich weniger sparen als der Käufer. Wer am Ende besser 
da steht, lässt sich nicht pauschal beantworten. Klar ein Mieter der all 
sein verfügbares Geld verschleudert wird es nicht sein. Der Käufer, der 
keine Instandhaltungsrücklagen gebildet hat, weil die Rate eh schon hart 
am Limit war, und mit 65 fertig mit abzahlen ist, aber auch nicht, wenn 
er gleich wieder Kredite für Modernisierung aufnehmen darf.
Letztendlich muss man das für jeden Fall individuell betrachten. 
Tatsache für mich zum Beispiel ist, dass ich mir eine Kaufimmobilie mit 
den Parametern meiner jetzigen Behausung (6Z EG, 178m², Garten, Keller, 
Carport+Garage) in unserer Gegend definitiv nicht leisten könnte.

Siehe auch:

https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article164203246/So-viel-ist-Ihr-Wohneigentum-wirklich-wert.html

Manche scheinen also ihr Eigenheim im Wert etwas zu überschätzen.

von Rick M. (rick-nrw)


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Abradolf L. schrieb:
> Der Käufer, der
> keine Instandhaltungsrücklagen gebildet hat, weil die Rate eh schon hart
> am Limit war, und mit 65 fertig mit abzahlen ist, aber auch nicht, wenn
> er gleich wieder Kredite für Modernisierung aufnehmen darf.

Betongold oder Klotz am Bein!

von Pete K. (pete77)


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Ing90 schrieb:
> und auch für Mai habe ich bereits 30 Stunden genehmigt
> bekommen.

35h/Woche und dann noch über 30 Überstunden meckern? Das Problem hätte 
mancher gerne ;-)

Du könntest auch Deinen AG bitten, Dir zeitweise einen 40h oder 42h 
Vertrag zu geben (z.B. für ein halbes Jahr), damit nicht so viele 
Überstunden anfallen. Das wird gerne in Betrieben gemacht, wo es eine 
Kappungsgrenze bei den Überstunden gibt (z.B. 2x im Jahr wird das 
Überstundenkonto auf Null gesetzt).

von Axel L. (axel_5)


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Abradolf L. schrieb:
> Karl schrieb:
>> Abradolf L. schrieb:
>>> Das für den
>>> Tilgungsanteil und Renovierungen gesparte Geld legt man vernünftig an
>>> und hat am Ende keine abgeranzte Hütte voll Investitionsstau in mäßiger
>>> Lage am Hacken sondern ein solides Finanzpolster mit dem man entspannt
>>> in den Lebensabend starten kann, z.B. durch den Kauf einer passenden
>>> altersgerechten Wohnung, die man sich locker leisten kann, weil man sein
>>> gespartes Geld vernünftig angelegt hat.
>>
>> Bitte nochmal lesen. Das  stand was äuqivalentes mieten, nicht
>> 2-Zimmerwohnung mieten. Bei der Miete zahlt man Tilgung, Zinsen,
>> Renovierungen und Rendite an den Vermieter. Wie willst du da als Mieter
>> Tilgungsanteil und Renovierung sparen?
>
> Üblicherweise ist die monatliche Belastung beim Mieten geringer als beim
> Kaufen (selbiges Objekt), was auch klar ist, da man sich ja kein
> Eigentum kauft. Wenn man für sich entscheidet ob man mietet oder kauft,
> kannst du nur Kaltmiete vs. Zinsen gegenüberstellen, denn das sind die
> beiden Beträge die im jeweiligen Fall "weg" sind und ich nie wieder
> sehe. Was korrekt ist: Die Zinslast ist üblicherweise geringer als die
> Kaltmiete, was ja auch klar ist, da in der Kaltmiete mehr eingepreist
> ist, wie du erkannt hast. Aber als Käufer muss ich jetzt nicht nur die
> Zinslast bedienen sondern auch noch tilgen und Instandhaltungsrücklagen
> bilden, so dass die monatliche Belastung doch höher ausfällt als die
> Kaltmiete eines Mieters bei vergleichbaren Objekten. Zur Überprüfung der
> These kann man ja mal immoscout24 hernehmen und vergleichbare Kauf- und
> Mietobjekte in gleicher Lage checken und mithilfe eines
> Volltilgungsrechners ausrechnen.
Machen wir uns nichts vor. Der Vermieter macht in der Regel Gewinn, d. 
h. der Mieter bezahlt nicht nur alle Kosten, sondern auch noch den 
Gewinn des Vermieters. Man kann sich natürlich einbilden, dass alle 
Vermieter nette Menschen sind, die aus reiner Nettigkeit den Mietern ein 
schöne Wohnung unter dem Selbstkostenpreis zur Verfügung stellen und 
jeden Monat Hunderte Euro in den Wind schiessen, meine Erfahrung mit 
Vermietern ist aber eine andere. Sicher mag es die geben, aber die Regel 
kann das nicht sein, sonst wären die Vermieter alle Pleite.


> Was nun beim Käufer die Tilgung ist (=
> Gezwungenes Sparen) hat der Mieter zur freien Verfügung. Der Mieter kann
> nun selbstständig entscheiden was er mit der Kohle macht, ob er sie
> rausschleudert oder gewinnbringend anlegt. Als Mieter bezahle ich auch
> den Luxus von Flexibilität und Verantwortungsfreiheit, darum ist die
> Kaltmiete auch höher als die Zinslast des Käufers. Respektive kann der
> Mieter halt monatlich weniger sparen als der Käufer. Wer am Ende besser
> da steht, lässt sich nicht pauschal beantworten. Klar ein Mieter der all
> sein verfügbares Geld verschleudert wird es nicht sein. Der Käufer, der
> keine Instandhaltungsrücklagen gebildet hat, weil die Rate eh schon hart
> am Limit war, und mit 65 fertig mit abzahlen ist, aber auch nicht, wenn
> er gleich wieder Kredite für Modernisierung aufnehmen darf.

Nun, ich finde es schon interessant, dass bei der Diskussion um die 
Erbschaftssteuer immer nur von Ommas klein Häuschen und nie über Ommas 
klein Aktienpaket gesprochen wird. Tatsache ist, dass die Leute, die 
kein Häuschen haben, in der Realität auch sonst nix haben. Die riesigen 
Summen, die die Mieter spätestens bei Renteneintritt angespart haben 
müssten, existieren nicht. Sieht man auch eindrucksvoll bei den 
weltweiten Reichtumsrankings, die Deutschen Mieter stehen dramatisch 
schlechter da als Spanier, Griechen oder Italiener, die vor allem mit 
ihrem Wohneigentum punkten können.
Man kann jetzt lange darüber reden, woran das liegt, aber die Tatsache 
bleibt bestehen.


>
> Siehe auch:
>
> 
https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article164203246/So-viel-ist-Ihr-Wohneigentum-wirklich-wert.html
>
> Manche scheinen also ihr Eigenheim im Wert etwas zu überschätzen.
Naja, solche Beiträge findet man immer mal, eine Woche später schreibt 
der Mann das Gegenteil. Wenn ich mir ansehe, zu welchen Summen hier im 
Umland Häuser verkauft werden, ist eher das Gegenteil der Fall.

Gruss
Axel

von Cyblord -. (Gast)


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Axel L. schrieb:
> Machen wir uns nichts vor. Der Vermieter macht in der Regel Gewinn, d.
> h. der Mieter bezahlt nicht nur alle Kosten, sondern auch noch den
> Gewinn des Vermieters.

Bei privaten Vermietern (nicht Wohnungsbaugesellschaften) liegt die 
Bruttorendite bestenfalls bei 3-5% (muss die Quelle dafür noch 
raussuchen, das ist was ich kürzlich gelesen habe), gerne auch mal bei 
+- 0%. Fette Gewinne sehen für mich anders aus.

EDIT: Hier das was ich gelesen habe: 
http://www.finanzen.net/nachricht/private-finanzen/wohnungen-und-ihre-rendite-private-vermieter-ohne-renditen-3933473

Axel L. schrieb:
> Sicher mag es die geben, aber die Regel
> kann das nicht sein, sonst wären die Vermieter alle Pleite.

Man geht nicht pleite nur weil man mit seinen Vermietungen keinen oder 
kaum Gewinn macht. Wird halt dann quersubventioniert übers Gehalt. Und 
Mieter sind ja auch nicht immer die braven Schäfchen.

Axel L. schrieb:
> Nun, ich finde es schon interessant, dass bei der Diskussion um die
> Erbschaftssteuer immer nur von Ommas klein Häuschen und nie über Ommas
> klein Aktienpaket gesprochen wird.

Du wunderst dich in D ernsthaft, dass niemand über Ommas Aktienpaket 
redet? Ich denke warum das so ist, kannst du dir selbst beantworten, das 
traue ich dir zu ;)
Abgesehen davon, wenn ich ein Aktiendepot zur Altersabsicherung aufbaue 
ist es durchaus ein Szenario, dass ich das parallel zur Rente auch 
wieder abschmelze, so wie man es vorher sparplanmäßig aufgebaut hat. 
Dann gibt es natürlich auch nichts zu vererben.

Axel L. schrieb:
> Die riesigen
> Summen, die die Mieter spätestens bei Renteneintritt angespart haben
> müssten, existieren nicht. Sieht man auch eindrucksvoll bei den
> weltweiten Reichtumsrankings, die Deutschen Mieter stehen dramatisch
> schlechter da als Spanier, Griechen oder Italiener, die vor allem mit
> ihrem Wohneigentum punkten können.

Ja sie sind örtlich an ihre zweifelhaften Hütten in der Pampa gebunden 
und dürfen ihr Arbeitslosendasein fristen, ob das eine bessere Aussicht 
ist?

Axel L. schrieb:
> Man kann jetzt lange darüber reden, woran das liegt, aber die Tatsache
> bleibt bestehen.

Das ist korrekt. Warum das so ist? Parallel zur Reichtumsverteilung in 
Europa (ich weiß auf welche Statistik du dich stützt, die ist mir 
bekannt) gibt es parallel dazu eine für Konsumausgaben; rate mal wo dort 
die Deutschen angesiedelt sind ;) Meine sehr vereinfachte These für die 
jetzigen Baldrentner bis dato ist: Der deutsche Mieter hat nicht 
vorgesorgt, sondern sich auf "Die Rente ist sicher" verlassen. Ich nehme 
mir das als warnendes Beispiel wie mans nicht machen sollte. In 
Geldbelangen halte ich das Gros der Deutschen für inkompetent, sonst 
wären sie nicht Schlusslicht bei den Vermögenswerten.

von Axel L. (axel_5)


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Abradolf L. schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> Machen wir uns nichts vor. Der Vermieter macht in der Regel Gewinn, d.
>> h. der Mieter bezahlt nicht nur alle Kosten, sondern auch noch den
>> Gewinn des Vermieters.
>
> Bei privaten Vermietern (nicht Wohnungsbaugesellschaften) liegt die
> Bruttorendite bestenfalls bei 3-5% (muss die Quelle dafür noch
> raussuchen, das ist was ich kürzlich gelesen habe), gerne auch mal bei
> +- 0%. Fette Gewinne sehen für mich anders aus.
>
> EDIT: Hier das was ich gelesen habe:
> 
http://www.finanzen.net/nachricht/private-finanzen/wohnungen-und-ihre-rendite-private-vermieter-ohne-renditen-3933473

Selbst bei einer Rendite von 1% zahlt der Mieter mehr als der 
Eigentümer. Wobei immerhin 25% der Befragten eine Rendite von 5% 
erzielen, das muss man als Mieter mit der Anlage des Geldes erstmal 
erreichen.

>
> Axel L. schrieb:
>> Sicher mag es die geben, aber die Regel
>> kann das nicht sein, sonst wären die Vermieter alle Pleite.
>
> Man geht nicht pleite nur weil man mit seinen Vermietungen keinen oder
> kaum Gewinn macht. Wird halt dann quersubventioniert übers Gehalt. Und
> Mieter sind ja auch nicht immer die braven Schäfchen.
Wie Dein Link zeigt, wird da nichts quersubventioniert. Die machen fast 
alle ordentliche positive Renditen.

>
> Axel L. schrieb:
>> Nun, ich finde es schon interessant, dass bei der Diskussion um die
>> Erbschaftssteuer immer nur von Ommas klein Häuschen und nie über Ommas
>> klein Aktienpaket gesprochen wird.
>
> Du wunderst dich in D ernsthaft, dass niemand über Ommas Aktienpaket
> redet? Ich denke warum das so ist, kannst du dir selbst beantworten, das
> traue ich dir zu ;)
Aktien sind ja nur ein Beispiel, Mieter haben allenfalls mal eine 
Kapitallebensversicherung oder Begräbnissversicherung von 20.000€, die 
ihnen irgendwann mal ein Versicherungsvertreter aufgeschwatzt hat.


> Abgesehen davon, wenn ich ein Aktiendepot zur Altersabsicherung aufbaue
> ist es durchaus ein Szenario, dass ich das parallel zur Rente auch
> wieder abschmelze, so wie man es vorher sparplanmäßig aufgebaut hat.
> Dann gibt es natürlich auch nichts zu vererben.
>
Ich kenne auch keinen Mieter, der zum Renteneintritt nennenswert 
Vermögen hat. Das zeigen ja auch die Reichtumsrankings. Die deutschen 
Mieter haben zu keiner Zeit irgendwelches nennenswertes Vermögen.


> Axel L. schrieb:
>> Die riesigen
>> Summen, die die Mieter spätestens bei Renteneintritt angespart haben
>> müssten, existieren nicht. Sieht man auch eindrucksvoll bei den
>> weltweiten Reichtumsrankings, die Deutschen Mieter stehen dramatisch
>> schlechter da als Spanier, Griechen oder Italiener, die vor allem mit
>> ihrem Wohneigentum punkten können.
>
> Ja sie sind örtlich an ihre zweifelhaften Hütten in der Pampa gebunden
> und dürfen ihr Arbeitslosendasein fristen, ob das eine bessere Aussicht
> ist?
Immerhin haben die Vermögen, was vielen in den letzten Krisen den Arsch 
gerettet hat. Da hat dann die ganze Familie von Omas Rente in Omas 
Häuschen gelebt und im Garten Gemüse angepflanzt. Der deutsche Mieter 
muss dann beim Amt um sein Hartz 4 betteln und wenn er nicht kuscht, 
sperrt das Amt die Zahlungen und er fliegt aus der Wohnung.


>
> Axel L. schrieb:
>> Man kann jetzt lange darüber reden, woran das liegt, aber die Tatsache
>> bleibt bestehen.
>
> Das ist korrekt. Warum das so ist? Parallel zur Reichtumsverteilung in
> Europa (ich weiß auf welche Statistik du dich stützt, die ist mir
> bekannt) gibt es parallel dazu eine für Konsumausgaben; rate mal wo dort
> die Deutschen angesiedelt sind ;) Meine sehr vereinfachte These für die
> jetzigen Baldrentner bis dato ist: Der deutsche Mieter hat nicht
> vorgesorgt, sondern sich auf "Die Rente ist sicher" verlassen. Ich nehme
> mir das als warnendes Beispiel wie mans nicht machen sollte. In
> Geldbelangen halte ich das Gros der Deutschen für inkompetent, sonst
> wären sie nicht Schlusslicht bei den Vermögenswerten.
Das ist ja alles richtig, nur glaube ich nicht, dass die Griechen, 
Spanier oder Italiener besser mit Geld umgehen können.

Wenn man sich die Renditen aus Deinem Link ansieht, machen die im 
Schnitt 3% Rendite mit den Immobilien. Über die Lebensdauer gerechnet 
ist das eine enorme Summe, die der Mieter dem Vermieter in den Rachen 
schmeißt.

Gruss
Axel

von Cyblord -. (cyblord)


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Axel L. schrieb:
> Selbst bei einer Rendite von 1% zahlt der Mieter mehr als der
> Eigentümer.

Damit erkauft man sich aber auch etwas: Den Luxus relativ unabhängig zu 
sein. Man hat eben keine Klotz am Bein und man muss sich auch nicht um 
Rücklagen usw. kümmern. Und wenn einem die Nachbarn nicht mehr passen 
oder man mal was neues sehen will, oder das Dach vermodert ist, dann 
zieht man aus.

Ein Auto zu leasen ist auch der bequemste Weg ein Auto zu nutzen. Nur 
denken viele Schwachmaten es wäre ein billiger weg. Das ist es nicht. 
Aber es ist ein einfacher Weg und man muss sich weniger Gedanken machen.

Nur Kleingeister denken dass mühsam zusammengestoppeltes Eigentum 
irgendwie besser ist. 10 Jahre auf ein Auto sparen. TOP. Sich für ein 
Haus 40 Jahre an die Bank binden, keine Nachtschlaf mehr haben und am 
Ende das 1,5 fache dafür berappen. Aber irgendwas von Freiheit und 
Eigenheim labern.

Mieten muss man sich halt leisten können.

: Bearbeitet durch User
von Qwertz (Gast)


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Axel L. schrieb:
> Tatsache ist, dass die Leute, die
> kein Häuschen haben, in der Realität auch sonst nix haben.

Da trete ich persönlich aber gerne den Gegenbeweis an.

von Dagobert Tump (Gast)


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Axel L. schrieb:
> Ich kenne auch keinen Mieter, der zum Renteneintritt nennenswert
> Vermögen hat. Das zeigen ja auch die Reichtumsrankings. Die deutschen
> Mieter haben zu keiner Zeit irgendwelches nennenswertes Vermögen.

Die Deutschen sind einfach ziemlich dämlich was Vermögen angeht. Die 
Tatsache, dass fast nur Eigenheimbesitzer ein nennenswertes Vermögen 
haben, bestätigt das.

Ich kenne aber auch einige Gegenbeispiele. Z.B. Mieter die ein 
nennenswertes Aktienvermögen haben. Vor militanten Eigenheimbesitzern 
verschweigen die das aber gerne.

Dann gibt es auch Eigentümer, die trotzdem in einer Mietwohnung leben. 
So ähnlich wird es bei mir demnächst auch aussehen. Ich miete zwar 
nicht, sondern ziehe bei meiner Freundin ein, aber trotzdem wird mir das 
Eigenheim erst einmal nicht gehören und trotzdem habe ich ein durchaus 
nennenswertes Vermögen.

Axel L. schrieb:
> Wenn man sich die Renditen aus Deinem Link ansieht, machen die im
> Schnitt 3% Rendite mit den Immobilien.

3% ist aber ziemlich wenig. Da kann man mit Aktien viel mehr machen, so 
in Richtung 7% ist da normal. Wenn man geschickt in Immobilien 
investiert geht aber auch viel mehr. Ich bin im Moment bei über 5% 
Nettorendite (also nach Kosten, Rücklagen und Steuern).

Cyblord -. schrieb:
> Ein Auto zu leasen ist auch der bequemste Weg ein Auto zu nutzen. Nur
> denken viele Schwachmaten es wäre ein billiger weg.

Am billigsten ist es immer noch gar kein Auto zu haben :)

von Axel L. (axel_5)


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Dagobert Tump schrieb:

>
> Axel L. schrieb:
>> Wenn man sich die Renditen aus Deinem Link ansieht, machen die im
>> Schnitt 3% Rendite mit den Immobilien.
>
> 3% ist aber ziemlich wenig. Da kann man mit Aktien viel mehr machen, so
> in Richtung 7% ist da normal. Wenn man geschickt in Immobilien
> investiert geht aber auch viel mehr.

Das war hier nicht die Frage.

Man natürlich das Geld durchaus besser in Aktien anlegen, dummerweise 
kommt man nicht drum herum, irgendwie eine Behausung zu bezahlen.

Solange Vermieter eine positive Rendite haben, ist der Mieter der 
gefoppte, denn der bezahlt dem Vermieter diese Rendite. Oder was gaubt 
Ihr, wo die her kommt ?

Im Prinzip erkauft sich der Mieter die Flexibilität mit zusätzlichen 
Kosten in Höhe eben dieser Rendite. Auf 30 Jahre gerechnet, sind das 
immense Summen, die sich im dramatisch höheren Wohlstand der Eigentümer 
bei Renteneintritt wiederspiegeln.

Gruss
Axel

von Cyblord -. (Gast)


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Wenn ich in 30 Jahren Miete 270.000€ bezahlt habe und dort 5% Rendite 
eingepreist waren, habe ich 13.500€ Gewinn gebracht. Immens ist was 
anderes, ...

von Dagobert Tump (Gast)


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Axel L. schrieb:
> Man natürlich das Geld durchaus besser in Aktien anlegen, dummerweise
> kommt man nicht drum herum, irgendwie eine Behausung zu bezahlen.

Nur ist die eben sehr viel günstiger als das typische Einfamilienhaus.

Axel L. schrieb:
> Solange Vermieter eine positive Rendite haben, ist der Mieter der
> gefoppte, denn der bezahlt dem Vermieter diese Rendite. Oder was gaubt
> Ihr, wo die her kommt ?

Ein vermietetes Einfamilienhaus bringt kaum Rendite, weil es im 
Unterhalt extrem teuer ist. Solche Objekte werden selten vermietet und 
wenn dann allenfalls zwecks Werterhalt bzw. nicht selten Nostalgie. 
Vermieter die damit Geld verdienen wollen, kaufen sich gut vermietbare 
Wohnungen.

Axel L. schrieb:
> Im Prinzip erkauft sich der Mieter die Flexibilität mit zusätzlichen
> Kosten in Höhe eben dieser Rendite.

Diese Flexibilität spart zehntausende Euro, wenn man sie richtig 
einsetzt.

Axel L. schrieb:
> die sich im dramatisch höheren Wohlstand der Eigentümer
> bei Renteneintritt wiederspiegeln.

Nein. Das liegt einfach nur an der Tatsache, dass ein Eigentümer sich 
selbst zwingt, Kapital aufzubauen. Ein Mieter kann das genauso, hat aber 
nur die Notwendigkeit. Und weil Ottonormalbürger eben total planlos mit 
Geld umgeht, geht das Geld eben drauf.

Ein altes Einfamilienhaus ist aber häufig auch das Gegenteil von 
Wohlstand. Schau dir mal Häuser von älteren Leuten an. Die sind so 
vergammelt, dass jede Hartz-IV-Wohnung eine höhere Wohnqualität bietet. 
Und das liegt daran, dass Eigenheimbesitzer genauso wenig Geld übrig 
haben wie Mieter. Das Haus stellt zwar ein theoretisches Vermögen dar, 
praktisch bringt es aber keinen wesentlichen Wohlstand.

von Cyblord -. (Gast)


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Dagobert Tump schrieb:
> Vermieter die damit Geld verdienen wollen, kaufen sich gut vermietbare
> Wohnungen.

Eben, der Usus dürften Mehrfamilienhäuser sein, dort verteilt sich der 
Gewinn dann auch auf entsprechend viele Mieter, so dass der einzelne 
Mieter nur an einem kleinen Anteil vom Gesamtgewinn beteiligt ist.

von Dagobert Tump (Gast)


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Abradolf L. schrieb:
> Eben, der Usus dürften Mehrfamilienhäuser sein, dort verteilt sich der
> Gewinn dann auch auf entsprechend viele Mieter, so dass der einzelne
> Mieter nur an einem kleinen Anteil vom Gesamtgewinn beteiligt ist.

Genau. Meine Erfahrung ist: Je kleiner die Einheit, desto höher die 
Rendite. Ich habe kleine Appartments, die ich möbliert vermiete. Das hat 
viele Vorteile. Erst einmal ist die Miete höher. Außerdem ist das Risiko 
eines schädlichen Mieters viel geringer. Und selbst wenn, ist der 
Schaden sehr begrenzt. Für die Rendite könnte ich mir locker ein tolles 
Einfamilienhaus mieten und hätte noch Geld übrig. Und das obwohl der 
Kapitaleinsatz um mehrere zehntausend Euro geringer ist. Mal ganz davon 
abgesehen dass ich kein Interesse an einem Klotz am Bein habe.

von Fred (Gast)


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Ich zahl doch andren Leuten kein Geld dafür dass die mich bei sich 
übernachten lassen!

Mach ich beim Sex doch auch nicht.
Klar, kann man sich mal leisten, aber in der Regel gibts das umsonst.

von Qwertz (Gast)


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Fred schrieb:
> Ich zahl doch andren Leuten kein Geld dafür dass die mich bei sich
> übernachten lassen!
>
> Mach ich beim Sex doch auch nicht.
> Klar, kann man sich mal leisten, aber in der Regel gibts das umsonst.

Während ihrer Regel willst du aber vielleicht gar keinen Sex. ;-)

Der Vergleich hinkt so stark, dass ich eine ernsthafte Erwiderung erst 
gar nicht in Betracht ziehe.

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