Ich will eine unregelmäßige Fläche so mit Widerstandsdraht-Mäandern bedecken und dann in Silikon eingießen, dass die freigesetzte Wärme auf ein 1 x 1 cm-Raster möglichst gleichmäßig auf die Fläche verteilt wird. Die Länge des Drahtes ist vorgegeben, er muss vollständig in Mäandern gelegt werden. Wie fängt man es am geschicktesten an, so eine Drahtführung zu entwerfen?
Teile die Fläche in Rechtecke. Finde einen kreuzungsfreien Weg so dass jedes Rechteck genau einmal durchlaufen wird. Pro Rechteck verlege die der Fläche entsprechende Länge Widerstandsdraht.
Hallo, kommt wohl ein wenig darauf an, wie die unregelmäßige Fläche aussieht. Solange sie aber nicht zu sehr zerschnitten ist würde ich versuchen mich am Verlegekonzept von Fußbodenheizungen orientierten, also den Draht parallel zur Außenkante anfangen zu verlegen und dann als "Spirale" zur Mitte hin und dann entweder mit einem Sprung von der Mitte wieder raus, oder falls das nicht geht wieder als Spirale nach außen (dafür muss die erste "Spirale" natürlich im doppelten Abstand gelegt werden. Eventuell muss der Abstand der Drähte zueinander in den "Ecken" angepasst werden, um eine gleichmäßige Erwärmung zu bekommen. Das hängt aber auch davon ab, wie die Umgebung der "Ecken" und die thermische Isolierung des Silikons nach Außen ist. Gruß Kai
Ich hab mal im Zusammenhang mit beheizten Druckbetten für 3d-Drucker gelesen daß die Erwärmung zum Rand und zu den Ecken hin unterschiedlich ist, deshalb müssen die an den Rändern stärker heizen: http://prusaprinters.org/wp-content/uploads/2016/05/heatbeds.jpg.
Hi Dachte zuerst auch an Druckbett, aber 'unregelmäßige Fläche' schließt Das doch eigentlich direkt aus. Bisher hatte ich nur Drucker mit rechteckig/quadratischem Bett gesehen. Einen, wenn ich mich recht entsinne, war dreieckig, da wurde der Druckkopf aber an drei Linearmotoren geführt. Spiegel beheizen (Anti-Kondensation) wäre auch eher weniger unregelmäßig. Der Ansatz der Fußbodenheizung dürfte bis jetzt am Besten sein, MfG
Mit einer Mischung von Peano- und Hilbertkurven müsste man doch sowas algorithmisch schaffen können ;)
Bifilare Schleife legen, siehe Fußbodenheizung für verschieden Verlegungswege. https://www.google.at/search?q=bifilar+legen&client=safari&rls=en&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwiCpojMqNTTAhWF6RQKHfSBA4sQsAQIMw&biw=1049&bih=575 Fläche (zuvor) auf Millimeterpapier zeichnen, anschließend Abstände empirisch verringern oder vergrößern, bis das Ergebnis passt. Für Topografisch Karten gab es früher Wegmesser mit Rändelrad. http://www.bigtree.de/silva-kartenwegmesser-schwarz-fid-49637.html Je größer der Masstab desto genauer wird die Interpolation. Wenn du es genau machen willst kannst du auch ein Programm schreiben. Namaste
Falls das nicht nur ein theoretisches Projekt ist könntest du dir mal Kohlefaser Rowing statt Widerstandsdraht ansehen. Zu deinem Geometrieproblem kann ich leider nichts beitragen. Geht es um cm^2 oder km^2?
Chr. M. schrieb: > Falls das nicht nur ein theoretisches Projekt ist könntest du > dir mal Kohlefaser Rowing statt Widerstandsdraht ansehen. Das habe ich schonmal probiert - Kohlefaser Rowing sind für derlei Zwecke nicht geeignet. Ich benutze V2A-Litze, wie sie zur Herstellung von Halsketten u. dgl. benutzt wird. > Geht es um cm^2 oder km^2? Das ist für eine prinzipielle Lösung egal, es handelt sich aber um cm²: die "unregelmäßigen Flächen" sollen heizbare Einlegesohlen werden. Winfried J. schrieb: > Bifilare Schleife legen Das ist gut. Die Gesamtlänge des Drahtes läßst sich so leichter gleichmäßig verteilen. Georg A. schrieb: > Mit einer Mischung von Peano- und Hilbertkurven müsste man doch sowas > algorithmisch schaffen können ;) Das Ganze ist eine durchaus reizvolle Aufgabe für eine algorithmische Lösung. Ich bin am tüfteln...
Uhu U. schrieb: > die "unregelmäßigen Flächen" sollen heizbare Einlegesohlen werden. Sorgt da eine gleichmäßige Beheizung nicht für ungleichmässige Hitze? Ich gehe mal davon aus das du keine Plattfüße hast, dann müsste doch der Bereich unter dem Fußbogen(?) weniger Wärme los werden, da er nach oben besser isoliert ist, da mist mehr Luft bis zum Fuß. Nach unten ist er wahrscheinlich auch besser isoliert, da ist einfach weniger Andruck. Ich hab das mal bei Handschuhen zum problem werden sehen, in wie weißt das bei schuhen problematisch ist wirst du uns evtl. bald sagen können :)
Dirk D. schrieb: > Ich gehe mal davon aus das du keine Plattfüße hast, dann müsste doch der > Bereich unter dem Fußbogen(?) weniger Wärme los werden, da er nach oben > besser isoliert ist, da mist mehr Luft bis zum Fuß. Besonders gefährdet sind die Zehen, deswegen baue ich 2 Widerstände ein, einen vorne, einen hinten, beide getrennt steuerbar. Es geht auch nicht darum, die Flossen auf 37° zu halten, sondern nur so warm, dass die kritische Temperatur von 2° nie unterschritten wird - sonst gibts Erfrierungen... Etwas wärmer wäre aber durchaus angenehm.
Uhu U. schrieb: > die Flossen auf 37° zu halten, sondern nur so > warm, dass die kritische Temperatur von 2° Mh? Wäre da nicht ein gut durchströmter Pool für die Flossen wesentlich effizienter und leichter regelbar? s.c.n.r. Ich hoffe du machst dann PWM, drei Zonen (Zehen, Mittelfuß, Fersen) getrennt geregelt mit drei Sensoren. ! Der kleine und der große Zeh kühlen am schnellsten aus. Namaste
Winfried J. schrieb: > Wäre da nicht ein gut durchströmter Pool für die Flossen wesentlich > effizienter und leichter regelbar? Das Ding soll mobil sein. (Laufend ist Frost kein Problem, aber auf dem Fahrrad und das über Stunden ein ziemlich übles.) > Ich hoffe du machst dann PWM, drei Zonen (Zehen, Mittelfuß, Fersen) > getrennt geregelt mit drei Sensoren. Nein, nur zwei, wobei der hintere Teil ziemlich unkritisch ist. Nur vorne gibt es einen Sensor. > ! Der kleine und der große Zeh kühlen am schnellsten aus. Nö, der zweite, zumindest wenn er der längste ist. (Ich habe leider schon so einige Erfahrungen mit Frostbeulen und käuflichen heizbaren Einlegesohlen...)
darf man fragen, was du vorhast? Hört sich nicht nach "nur so für den Winter" an.
Uhu U. schrieb: > Winfried J. schrieb: >> Wäre da nicht ein gut durchströmter Pool für die Flossen wesentlich >> effizienter und leichter regelbar? > > Das Ding soll mobil sein. (Laufend ist Frost kein Problem, aber auf dem > Fahrrad und das über Stunden ein ziemlich übles.) he he Ich, meinte schon zwei seperate Pools, für jede Flosse einen, aka Gummistiefel mit Tauchsieder und Umwälzpumpe dran. ;))) Namaste
wo liegt das Problem? so "Unförmig" ist eine Sohle auch wieder nicht erst die linke Hälfte mit Mäandern rauf, dann rechts mit Mäandern runter immer 5mm (ode was auch immer) Abstand zwischen Rand bzw. Drähten.. ist ja keine Fußbodenheizung wo es am Anfang wärme ist als zum Schluss.
Robert L. schrieb: > wo liegt das Problem? Im Detail, wie so oft. Man muss den Draht nämlich vor dem Eingießen irgendwie fixieren, sonst wird das nix. Ich nehme als Unterlage ein Stück Glasfasergewirk, wie es die Maler benutzen, um Risse zu flicken. Dadrauf wird dann der Draht ganz klassisch mit Nadel und Faden angenäht. Das geht ohne eine Zeichnung nicht vernünftig, denn der Draht muss ja genau die vorgegebene Länge haben. Einen Prototypen habe ich mal gebastelt, aber der ist verbesserungswürdig und braucht vor allem einen längeren Draht.
es fehlt also nicht (nur) an der Theorie (abständte, form, ..) sondern an der Praxis.. "Zeichnung" macht man am PC (schon mal was von CAD gehört), dann weißt auch die länge, kannst ausdrucken, schablonen erstellen usw...
Robert L. schrieb: > "Zeichnung" macht man am PC (schon mal was von CAD gehört), dann weißt > auch die länge Au Mann, die Länge ergibt sich nicht aus dem CAD-System, sondern aus dem Ohmschen Gesetz...
>Au Mann, die Länge ergibt sich
und?
dann vergleichst du sie mit der länge auf der Zeichnung..
und hast mal grob eine Ahnung wie weit es fehlt
etwas zu lange wäre auch nicht wahnsinnig dramatisch, da du die
temperatur ja soweiso regelst.. sonst eben abstände ändern..
(bzw. sogar notwendig, damit die Abstände klein und die Wärme überall
regelmäßig ist, ..)
die drähte würde ich mit hitzebestädigem kleber fixieren
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