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Forum: Offtopic Nostalgie verbotenerweise


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Autor: Al. K. (alterknacker)
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Hallo
Bin wieder mal beim aussortieren und habe verschiedene Bilder gefunden,
welche verbotener weise ich damals gemacht habe.
Ist 1965/66 in der Schraubenbude in Finsterwalde  auch im Volksmund 
Dusterbusch genannt.
Damals hatte ich so ne kleine Mini Kamera 18*24 mm Schwarz/weis.
Diese konnte heimlich eingesetzt werden, müsste aber mindestens mit 27 
Din
Filmempfindlichkeit geladen sein.
Vielleicht kennt noch einer diese Induktion Erwärmungssmaschine als 
Vorspann einer AEG Presse.
MfG

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Autor: Rote T. (tomate)
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Wie waren die Induktionsöfen damals eigentlich mit Röhren und 
HF-Überträger? Oder schon mit Transistoren?

Autor: Al. K. (alterknacker)
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In den 60zigern der DDR wurden die sogenannten Mittelfrequenz Anlagen
mit Generatoren versorgt, 2400Hz und 8000Hz.
Was du im Bild siehst ist eine Schmiedeerwärmungsanlage 2400Hz mit 2 * 
250Kw
Leistung an den Induktionsspulen als Parallelschwingkreis bei 1600V
Die Aufgenommene Leistung war 2*320Kw bei 6000V.
Alles nur aus dem Langzeitgedächtnis;-))
Die oben gezeigte Anlage war die erste Zusammenarbeit mit der BRD AEG.
Es war eine endlos Stangenerwärmung für die Muttern-presse, glaube M24
Ich habe keine guten Erinnerungen an die fachliche Qualifizierung des 
Monteurs, aber für jedes Zipperlein wurde ein Spezialist von der 
Mutterfirma angefordert, das war damals für mich Neuland..
Man darf aber nicht vergessen das wir alles an der Anlage machen mussten 
oder bei einer Inbetriebnahme kennen sollten.
Elektronik(Anfang keine Transistoren)  ,Thyratrons dann Transduktoren 
Steuerung der Erreger-Regelung der Mittelfrequenzgeneratoren.
Hydraulik,Pneumatik Wasserkühlung und weiteres was zu weit führen würde.
Technologische Prozesse sollte man auch einigermaßen kennen.
Noch nebenbei:
8000Hz wurden unter Anderen bei Härteanlagen,Schmelzöfen mit Grafit 
Tigel genutzt.
Meistens Silber,Gold,Platin auch für Hochtemperaturschmelzen..
Auch zum einschmelzen von Goldmedaillen(z.B. Karl Marx Orden) ,Bestecke,
und weiteres)
Schaltkreise,Transistoren ,Elektronik wurde später auch zur 
Edelmetallgewinnung eingeschmolzen.
Zentrum Halsbrücke

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Autor: Patrick J. (ho-bit-hun-ter)
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Hi

www.mein_kleiner_industriespion.de :)
(gesprochen: 'weh weh weh, mein kleiner Industriespion deh eh' reimt 
sich Das sogar)

Man erkennt leider nicht viel - Korrektur: Ich erkenne Da nicht viel.
Für 50 Jahre alte Fotos aber nicht schlecht.

MfG

Autor: Al. K. (alterknacker)
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Patrick J. schrieb:
> Man erkennt leider nicht viel - Korrektur: Ich erkenne Da nicht viel.
> Für 50 Jahre alte Fotos aber nicht schlecht.

und das heimlich mit 16*24 mm Kamera und 27 Din grobkörnigen Film.
Es war in jeden Falle nicht beruflich förderlich sich beim Fotografieren 
erwischen zu lassen.
Sogar bei solch kleinen Vergehen konntest du Schwierigkeiten mit dem 
Sicherheitssystem der DDR bekommen.
Man muss auch ein wenig die alten Maschinen kennen um sich einigermaßen 
eine Vorstellung zu machen.



Für nicht Belehrbare an diesen Anlagen war,keine 
Ringe,Ketten,Schlüsselbunde, wer es nicht glaubte lernte durch 
Erfahrungen.
Bei Zahnkronen hatte ich damals keine Erfahrung, hatte keine;-))
Das Streufeld war enorm.

: Bearbeitet durch User
Autor: Al. K. (alterknacker)
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Rote T. schrieb:
> Wie waren die Induktionsöfen damals eigentlich mit Röhren und
> HF-Überträger? Oder schon mit Transistoren?

Habe mir die Bilder noch mal in Erinnerung gerufen.
Die Erreger Regelung war Gleichspannung bis 6A Maxbegrenzung.
Haupttransduktor dann ein Vorverstärker mit Transduktor Prinzip.
Dieser wurde mit einer einfachen Transistorschaltung
per Drahtpotentiometer geregelt.
Der MF Generatorstrom und die Generatorspannung wurden per Wandler in 
den Regelkreis eingebunden.

: Bearbeitet durch User
Autor: Mike B. (mike_b97) Benutzerseite
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A. K. schrieb:
> Für nicht Belehrbare an diesen Anlagen war,keine
> Ringe,Ketten,Schlüsselbunde, wer es nicht glaubte lernte durch
> Erfahrungen.

Mit der heutigen Azubi-Generation hätte der Hinweis "keine Handys" 
trotzdem keine Wirkung gehabt...
Da hätte jede Woche einer über ein totes Smartphone gejammert :D

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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A. K. schrieb:
> Das Streufeld war enorm.

Hast du in der Halbleiterei immer noch. Da wird in den Plasmakammern 
teilweise mit mehreren Tesla langsam rotierenden Magnetfeld gearbeitet. 
Das Ergebnis konnte man in der Ära der Röhrenmonitore noch 5 Meter 
weiter sehen, denn das Bild pumpte und waberte durch das rotierende 
Feld.
Da hast du auch große Warnaufkleber, das Leute mit Herzschrittmachern 
sich fernhalten sollen. Da haben schon Leute ihre Essenskarten mit 
Magnetstreifen geleert, wenn sie die um den Hals hängen hatten und an 
der Kammer was gemacht haben :-)

Autor: Mike B. (mike_b97) Benutzerseite
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Gerald B. schrieb:
> A. K. schrieb:
>> Das Streufeld war enorm.
>
> Da haben schon Leute ihre Essenskarten mit
> Magnetstreifen geleert, wenn sie die um den Hals hängen hatten und an
> der Kammer was gemacht haben :-)

Solange EC+Kreditkarte in der Hosentasche das überleben sollten is doch 
alles gut ;)

Autor: Al. K. (alterknacker)
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Schön anzuschauen war es einmal, wie ein Chef an einer Härteanlage zu 
Nahe an die Induktionsspule mit seinen Ringfinger (Mit Ring) kam.
So schnell laufen hat Ihn noch keiner gesehen,um die Hand ins Wasser zu 
bekommen.Er hatte danach einen Ring am Finger, aber ohne Ring.
Mir ist es mit einer Armband Uhr mit Metallarmband passiert.
Man kann sie aber schnell abnehmen.
Die Uhr war aber noch intakt.

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Ich war mal in der Röhre (MRT). Zuvor wurde auch alles mögliche 
abgefragt, wie Implantate, Piercings etc... alles was ich nicht hatte.
ABER - ich hatte irgendwelchen Dreck unterm Fingernagel, der scheinbar 
leitfähig war und auf einmal brühheiß wurde.

Autor: Al. K. (alterknacker)
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Hier etwas Nachschlag
Müsste Ende der 60ziger gewesen sein.


Diese Teile wurden in Schwarzenberg im Waschgerätewerk eingelagert .
Es waren die Teil Materialien für eine Netzfrequenz Induktions- 
Verzinkungsanlage
Die Räumlichkeit zeigt die sogenannte Baufreiheit.
Die Spulen waren im Freiluftlager ,die anderen Teile unter der 
Verzinkerei , wo die Säure Bäder durchtropften.
Habe diese Bilder natürlich heimlich gemacht.
Hatte Jahre später noch Schwierigkeiten mit der DDR Sicherheit .
Konnte aber Film und Bildduplikate abgeben.
Scheinbar waren beide Seiten damit zufrieden, denn ich hatte diese 
Kopien noch.

Möchte aber sagen das diese krasse Einlagerung Einmalig war.
Habe in meinen weiteren Berufsleben nichts schlechteres  gesehen. 
(Ausland ist nicht  inbegriffen)
MfG

Autor: Falk B. (falk)
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@ A. K. (alterknacker)

>Müsste Ende der 60ziger gewesen sein.
>Es waren die Teil Materialien für eine Netzfrequenz Induktions-
>Verzinkungsanlage

Echt? Mit Netzfrequenz? 50 Hz? Also mit fettem Trafo davor und 
drei-vierstelligen Ampere durch die Spulen?

Autor: Mike B. (mike_b97) Benutzerseite
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Wieso wurde sowas nicht verwendet?
Es war doch so ziemlich alles Mangelware, zumindest später, wie konnte 
sowas also ungenutzt rumliegen?
Und selbst wenns nicht genutzt wurde, Stichwort: "Max braucht Stahl", 
war doch trotzdem alles sehr wertvoll...

Autor: Al. K. (alterknacker)
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Falk B. schrieb:
> Echt? Mit Netzfrequenz? 50 Hz? Also mit fettem Trafo davor und
> drei-vierstelligen Ampere durch die Spulen?

Ist eine Drossel.
Jetzt bin ich echt überfragt wie die Teile am Drehstromnetz hingen

Autor: Al. K. (alterknacker)
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Mike B. schrieb:
> Und selbst wenns nicht genutzt wurde, Stichwort: "Max braucht Stahl",
> war doch trotzdem alles sehr wertvoll...

Du wirst staunen was alles vom guten Material verschrottet wurde um den 
geplanten vorgegebenen Schrottplan zu erfüllen.
Z.B. Cu-Schienen 4*100*4000mm Standard wurden an der Schere zu Cu 
Schrott gemacht
Vieles war logisch nicht zu erklären.

Autor: Al. K. (alterknacker)
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Habe  sogar jetzt meine Kurzreisetaschen entdeckt.
Normale Aktentasche für Unterlagen und Werkzeug und die sogenannten 
Hebammentasche für persönlichen Bedarf.
Mit einen Minimum an Ausrüstung konnte man auskommen.
;-))

Autor: Al. K. (alterknacker)
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Hallo,
habe noch 2 passende Fotos gefunden welche hier bestimmt
besser aufgehoben sind!

Autor: N. A. (bigeasy)
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Al. K. schrieb:
> Schwarzenber_0.JPG

Warum liegt hier überhaupt Stroh... :-D

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Autor: Marek N. (bruderm)
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Und warum hast du ne Maske auf?

Autor: Luca E. (derlucae98)
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Jetzt traut sich keiner die Kommentarkette fortzuführen. :p

Beitrag #5826425 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Da D. (dieter)
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Luca E. schrieb:
> Jetzt traut sich keiner die Kommentarkette fortzuführen. :p

Ich habs versucht ;-)

Autor: Marek N. (bruderm)
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Offensichtlich sind unsere Moderatoren in den Klassikern nicht so 
bewandert xD

Autor: Joe F. (easylife)
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Man kann sich irgendwie schwer vorstellen, dass mit diesen Anlagen 
überhaupt irgendetwas produziert werden konnte.

Autor: Michael K. (tschoeatsch)
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Wieso nicht? Ein Schmied kann mit primitiven Werkzeug tolle und 
qualitativ hochwertige Sachen herstellen, er braucht halt Erfahrung und 
Fingerspitzengefühl.
Wird mit so einer Technik genauso sein.
Neuere Technik versucht halt das zu ersetzen, um per Knopfdruck 
hochwertige Sachen zu liefern, mit Bedienern ohne Qualifikation.

Autor: Al. K. (alterknacker)
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Das war immerhin ziemlich die modernste Technologie der damaligen Zeit!
Noch dazu DDR und BRD (AEG).
Die gleichen Anlagen waren auch nach Bulgarien und anderen Ländern 
exportiert worden auch DDR und BRD als gemeinsames Projekt.
Habe so eine Gemeinschaftsanlage  in Bulgarien damals 6 Monate 
überwacht!

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Mir müsste mal jemand erklären, wofür die kleinen Kükengehege denn 
benutzt wurden. Sieht für mich eher nach Aufzucht von Kleintieren aus 
als nach irgendwas Elektrischem :-P

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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Was du für ein Kükengehege hälst sind Drosselspulen aus massiven Cu um 
Oberwellen abzubauen ohne die Leistung der Thyratrons direkt dort zu 
verheizen.
Namaste

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Danke dir für die Erklärung!

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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hier mal ein 10 KV 1000A Drossel

https://de.wikipedia.org/wiki/Strombegrenzungsdrossel#/media/File:Kurzschlussbegrenzungsdrossel_Hochspannungstechnik.jpg

Im zugehörigen Wikipediaartikel steht auch warum man so etwas als 
Luftspule ausführt zu finden in jedem Umspannwerk.

Namaste

Autor: Mike B. (mike_b97) Benutzerseite
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Michael K. schrieb:
> Wieso nicht?

na weil da kein Arduino/Atmega/sonstwas-µc drin ist
Das kann gar nich funktionieren!
:-P

Autor: Michael K. (tschoeatsch)
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Mike B. schrieb:
> Michael K. schrieb:
>> Wieso nicht?
>
> na weil da kein Arduino/Atmega/sonstwas-µc drin ist
> Das kann gar nich funktionieren!
> :-P

Oh man, stimmt! Ich hab' übersehen, dass da garkein Usb-Anschluß dran 
ist und die blaue poweronled fehlt auch.

Autor: Al. K. (alterknacker)
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Falk B. schrieb:
> Echt? Mit Netzfrequenz? 50 Hz? Also mit fettem Trafo davor und
> drei-vierstelligen Ampere durch die Spulen?

Ohne Trafo am Drehstromnetz, aber die Ampers stimmen, je nach Größe der 
Anlage.



Hier eine Skizze einer Netzfrequenz Induktion Anlage.
Abstimmung des Schwingkreises mittels Kompensationskondensatoren.
Für das anfahren einer kalten Verzinkungsanlage waren noch Anzapfungen 
an der Induktionsspule erforderlich.
Symmetrierkondensatoren und Symmetrierdrossel waren nötig um einen 
einigermaßen gleichen Phasenstrom zu erreichen.
Habe ein wenig im Netz gesucht , aber darüber sehr wenig bis Nichts aus 
den 60/70ern gefunden.

Skizze deswegen aus dem Gedächtnis!

: Bearbeitet durch User
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