Hallo Leute !
Vorweg: Ich wollte ein billiges regelbares Netzteil welches mindestens
10A Strom und mindestens 20 V abgeben kann ohne große Ansprüche - daher
ein "Labornetzteil" aus China.
Aber was ich mir damit eingehandelt habe, hat mich aus "aus den Socken
gehauen". Als neugieriger Bastler muß man natürlich einmal das
Innenleben begutachten - das war ein Glück. Die Befestigung Platine
wurde vergessen und war "fliegend" im Gerät - gehalten von den Drähten
(siehe Bild). Weiters war die Befestigungsschrauben des Trafos nicht
festgeschraubt.
Ich will also hiermit nur sagen das ich den Leitspruch meines Opas nicht
befolgt habe der immer gesagt hat "Wer billig kauft, kauft teuer" !!!
Achja: Funktionieren tut's wenigstens - dem Preis (87,00 Eu)
entsprechend
Vielleicht wurde das Gerät vor dem Verpacken zum Versand nicht fertig
und man wollte es später fertigstellen? Oder die Fachkraft für
Verschraubungen wurde unvermittelt krank? Oder fehlgeleiteter Ausschuß,
zweite Wahl?
Zum Glück geht das Teil und man kann es in Eigeninitiative
fertigstellen.
MfG
Kinese schrieb:> nixwasigenau schrieb:>> Ich wollte ein billiges regelbares Netzteil>> Das hast du ja jetzt. Wo ist das Problem?
Ja, ich hab jetzt ein billiges regelbares Netzteil - aber es hätte auch
fatal enden können wenn z.b. die lose Print mit dem Gehäuse in Kontakt
gekommen wäre und einen Kurzschluß gemacht hätte - dann hätt ich
eventuell nur ein unbrauchbares. - aber hättiwari ....
Kinese schrieb:> nixwasigenau schrieb:>> Ich wollte ein billiges regelbares Netzteil>> Das hast du ja jetzt. Wo ist das Problem?
Nirgends.
Er hat auch gar nicht gesagt, daß er jetzt ein Problem hat, sondern ein
immerhin fast total fertiges Netzteil.
Leg Dich einfach wieder hin, Kinese...
@ nixwasigenau:
Danke für die Bilder. Interessante Einblicke! Schreib doch noch die
genaue Bezeichnung von dem Bausatz in den Thread, damit über die
(Google-)Suche der Sachverhalt leicht für jedermann auffindbar ist.
Mike B. schrieb:> Solange das Teil irgendein europäisches "Güte"siegel hat, also sowas wie> CE z.B., ist doch alles gut!> Ich weiss gar nicht was du dich so aufregst...
Zeig mir eine Zeile wo ich mich aufreg - im Gegenteil ich bin diesmal
"gut gefahren" und wie schon einige feststellten Preis/Leistung = OK !!!
nixwasigenau schrieb:> Zeig mir eine Zeile wo ich mich aufreg - im Gegenteil ich bin diesmal> "gut gefahren" und wie schon einige feststellten Preis/Leistung = OK !!!
pssst: das war Ironie! ;)
Hallo
so etwas sollte man mal den hochqualifizierten(...) Zollbeamten um die
Ohren hauen (und zwar gerne auch mal wortwörtlich) die einen
Riesenterror machen wenn kein CE Pickerl und/oder eine deutschsprachige
Anleitungen bei einen privat "Importierten" Produkt beiliegt.
Aber kaum ist der "richtig" bedruckte tote Baum beiliegend oder
Druckschwärze in der richtigen Form aufgebracht (CE Logo) ist alles in
bester Ordnung...
Typische Papierkrämerseelen - leider das wird ja einen vielen anderen
Bereichen sehr ähnlich gehandhabt (z.B. Falsche Form, oder Farbe eines
Hinweisschilder und schon meckert der Arbeitssicherheit, kein Formular
was sich sowieso niemand durchliest, schon ist so manches Produkt fast
Illegal...) was dadurch an Arbeitszeit- und Kapital sinn arm "verbrannt"
wird möchte ich eigentlich gar nicht wissen...
Wenigstens werden so einige Arbeitsplätze erzeugt und die Sozialsysteme
entlastet - schade nur das es eigentlich dringendere Arbeiten und
Aufgaben gäbe die weiterhin liegen bleiben bzw. von Lohnsklaven mit
"schlechter" Bildung (denn die Leute in der "Papier- und Prüfbranche"
benötigen ja mindestens mittlere Reife - besser aber Abitur...)oder
Billiglohnländern erledigt wird - mit entsprechender Motivation und
Qualität...
Jemand
Jemand schrieb:> die einen> Riesenterror machen wenn kein CE Pickerl
Du forderst jetzt ernsthaft, dass jedes eingeführte Produkt vom Zöllner
auf die Einhaltung dt. Normen geprüft wird?
Bitte setzte eine Petition dafür auf!
Hallo
nein natürlich auch nur Ironie-
Aber es sollte den Herren und Damen mal die Augen öffnen das diese
Papierhörigkeit (bzw. mehr ihren Vorgesetzten und den "Erfindern" der
Vorschriften) nicht Blindlinks vertraut werden soll und manchmal auch
der gesunde Menschenverstand gebraut werden sollte ("Fünfe gerade sein
lassen" wo klar erkennbar ist das nur ein Stempel oder Papierstück
fehlt).
Und das kann auch ein nicht technisch gebildeter Zöllner in viele Fällen
(jetzt nicht unbedingt bei einen Elektronischen Produkt) durchaus im
Einzelfall erkennen.
Das das kein Zöllner ernsthaft macht liegt aber wohl an irgendwelchen
Sanktionen welche ihnen Drohen würde ("Wenn aber doch mal..." "Es könnte
ja..." "Mal sehen wen wir verklagen können...")
Jemand
Vorneweg gesagt, so etwas dürfte nicht passieren und Kritik ist auf
jeden Fall angebracht.
Die wirkliche Frage sollte aber lauten: Taugt das Netzteil überhaupt?
Wenn das Design stimmt kann man ja das NT selber auf den gewollten Stand
bringen und die mechanischen Mängel selber beheben. Für einen Praktiker
ist das ja kein Problem und für den Preis könnte man diesen Zustand ggf.
noch akzeptieren.
Was aber nicht akzeptabel ist, wäre ein unzuverlässiges Design und
schlechte elektronische/elektrische Verarbeitung wie Lötstellen,
Verdrahtung usw. Es wäre vollkommen unakzeptabel wenn das NT bei einem
Kurzschluß die Längstransistoren legiert und volle Spannung auf den
Ausgang bringt.
Als 20V/10A NT frage ich mich auch wie die auftretende Verlustleistung
beherrscht wird. Das Gebläse ist nicht unbedingt ausreichend. Es wurde
allerdings nicht erwähnt ob das NT linear arbeitet oder als Schalt
Abwärtsregler und ob irgendwelche Methoden zur Reduzierung der
Auftretenden Verlustleistung angewandt wurden.
Waren die früheren deutschen Hersteller also total bekloppt mit ihren
schweren und großen Aufbauten? Wie schaffen es die ausländischen
Hersteller nur die Gesetze der Physik zu biegen? Irgendwie sieht Vieles
vom Ausland eher unterdimensioniert aus. Dank fehlende Unterlagen kann
man sich auch oft kein gutes Bild von der Qualität des elektrischen
Designs machen und kauft so oft die Katze im Sack.
Deshalb würde ich anstelle lieber das Visier auf ein zeitgeprüftes
gebrauchtes Labornetzteil eines renommierten deutschen oder USA
Herstellers anlegen. Da gibt es oft auch noch ausführliche Schaltbilder
und regelrechte ausführliche Service Handbücher. Meistens lassen sich
solche Geräte noch relativ leicht reparieren. Auch mechanisch sind
solche Geräte meist wirklich gut entworfen. (Ja, ich weiß, es gibt
Ausnahmen)
Bei den importierten NT weiß man ja mangels guter Unterlagen und
Berichte oft nie was man sich da eigentlich zulegt. Die technischen
Daten ergeben oft nur ein sehr abstraktes Bild und wie man weiß ist
Papier oder PDF geduldig;-) Auch wird oft an Stellen gespart, die man
besser traditionell dimensionieren sollte.
Einer, der alt genug ist, es zu wissen;-)
Gerhard
Du hast das Teil von einem deutschen Händler gekauft.
Es hat einen massiven Mangel, also reklamiere es bitte dort.
Und wenn du eine andere Qualität möchtest, dann gebe auch das Geld dafür
aus.
Gerhard O. schrieb:> Als 20V/10A NT frage ich mich auch wie die auftretende Verlustleistung> beherrscht wird. Das Gebläse ist nicht unbedingt ausreichend.
Na, bei 20V kann man wahrscheinlich schon 10A für ein paar Minuten
entnehmen. Bei 18V wirds dann schon schwieriger ;-))
Das Ding ist unterdimensioniert, keine Frage. Es wurde genau dort
gespart was auch beim Chinesen Geld kostet: Kupfer und Kühlung und
anständige Transistoren.
Michael X. schrieb:> Na, bei 20V kann man wahrscheinlich schon 10A für ein paar Minuten> entnehmen. Bei 18V wirds dann schon schwieriger ;-))> Das Ding ist unterdimensioniert, keine Frage. Es wurde genau dort> gespart was auch beim Chinesen Geld kostet: Kupfer und Kühlung und> anständige Transistoren.
Da hast du sicher recht - deswegen werde ich eine Temperaturüberwachung
einbauen damit mir das Ding nicht in Flammen aufgeht. Da ich die 10A
sowieso nicht für eine Dauerlast benötige, hab ich damit kein Problem.
Für 10A Dauerlast hätte ich sicher was anderes suchen müssen das ist mir
schon klar, aber als Bastler brauch ich kein HighTech Labornetzgerät um
viel Geld.
Sollte es jemand interessiere wie sich das NT bei Belastung verhält,
dann kann ich das gern hier posten.
Michael X. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>>> Als 20V/10A NT frage ich mich auch wie die auftretende Verlustleistung>> beherrscht wird. Das Gebläse ist nicht unbedingt ausreichend.>> Na, bei 20V kann man wahrscheinlich schon 10A für ein paar Minuten> entnehmen. Bei 18V wirds dann schon schwieriger ;-))> Das Ding ist unterdimensioniert, keine Frage. Es wurde genau dort> gespart was auch beim Chinesen Geld kostet: Kupfer und Kühlung und> anständige Transistoren.
Ich wage fast vorauszusagen, daß bei Maximum Strom Einstellung und
plötzlichen Kurzschluß die Längsstransistoren mangels ausreichender SOA
(Safe Operating Area) Bemessung wahrscheinlich das Zeitliche segnen
werden. Auch wenn es Einem intuitiv widerstrebt, den Test sollte man
machen. Es ist besser es gibt Kleinholz ohne teure Last. Jedes LNT mit
Namen muß das aushalten können.
Falls Du diesen Test machen solltest, nicht direkt an den Buchsen - das
gibt an den Kontaktstellen häßliche Verbrennungungen. Nur über Drähte
machen. Es empfiehlt sich auch niedrig anzufangen.
Wieviele und welche Längstransistoren sind dort eingebaut? Gibt es
Trafoumschaltung oder SCR Vorreglung? Dann weiß man auch noch nicht ob
die Transistoren echt der tatsächlichen Typenbezeichnung entsprechen.
Ein wichtiger Test ist auch noch mit einem Oszi zu prüfen ob die
Spannnung beim Abschalten normal absinkt oder momentan auf einen hohen
Wert hochzuckt. Im blog wird davon berichtet. So ein ungewolltes
Hochzucken kann empfindliche Lasten zerstören.
https://www.eevblog.com/forum/reviews/beware-yihua-yh-305d-bench-psu/
Kolja L. schrieb:> Du forderst jetzt ernsthaft, dass jedes eingeführte Produkt vom Zöllner> auf die Einhaltung dt. Normen geprüft wird?
Auf diese Art und Weise könnte man Tausende
neue Arbeitsplätze schaffen!