Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Summer bei gleicher f unterschiedliche Töne


von TM F. (p_richner)


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Hallo zusammen

In einem kleinen Projekt wird ein Summer mit PWM angesteruert. Die 
Frequenz dabei ist ca. 120Hz. Wird jedoch die Impulsdauer verändert, so 
ändert auch die Tonhöhe.
Kann mir jemand erklären, warum bei gleichbleibender Frequenz die 
Tonhöhe ändert(Frequenz mit Oszilloskop gemessen)?
Müsste nicht die Lautstärke vom Summer ändern?

MfG

von Praktikant Ex (Gast)


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Hast du dir mal das Spektrum des erzeugten Tons angesehen? Ich vermute 
mitzunehmender Leistung erhöht sicher Anteil irgendwelcher Oberwellen

von Achim S. (Gast)


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Will dein Summer denn wirklich ein Wechselsignal am Eingang sehen? Oder 
bräuchte er eigentlich ein Gleispannungsversorgung, damit er selbst dann 
auf seiner Resonanzfrequenz losschwingen kann? Im zweiten Fall würdest 
du den Summer mit deiner Ansteuerung nicht summen lassen, sondern 
ständig an und ausschalten (was er vielleicht nicht mag). Zeig am besten 
mal nen Link zum Datenblatt des Summers.

Falls du selbst die Wechselspannung anlegen darfst (also falls der 
Summer nicht nur auf einer Frequenz summen kann sondern viele Frequenzen 
wiedergeben kann):

TM F. schrieb:
> Kann mir jemand erklären, warum bei gleichbleibender Frequenz die
> Tonhöhe ändert(Frequenz mit Oszilloskop gemessen)?

Du misst mit dem Oszi nur die Grundfrequenz deines Signals. Die 
PWM-Spannung besteht jedoch aus einer Überlagerung der Grundfrequenz mit 
vielen Oberwellen. Ja schmaler du die Pulse machst, desto größer wird 
der Anteil der Oberwellen an deinem Signal.

Dazu kommt, dass dein Ohr (und sehr wahrscheinlich dein Summer) für die 
Oberwellen empfindlicher ist als für die 120Hz der Grundwelle. Du hörst 
dann also den steigenden Oberwellenanteil wesentlich besser als die 
120Hz.

von TM F. (p_richner)


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Der Summer ist vom Typ SMA-13
Datenblatt:
http://docs-europe.electrocomponents.com/webdocs/135f/0900766b8135f7aa.pdf

"The   buzzers   have   a   built-in   oscillator
generating  their  working  frequency. "

Das heisst, man ihn nur anschalten und gut ist?

von R. M. (Gast)


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Die haben laut DBL eine Tonfrequenz von 3kHz.
Du machst also damit eine 100% Amplitudenmodulation mit 120Hz 
Rechtecksignal. Dabei entsteht ein buntes Spektrum an Oberwellen, die 
den Klangunterschied ausmachen.
mfG

von Achim S. (Gast)


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TM F. schrieb:
> Das heisst, man ihn nur anschalten und gut ist?

ja

Aber wenn du die Lautstärke modulieren willst, dann kannst du das 
erreichen, indem du ihn mit unterschiedlich hohen Spannungen versorgst 
(zwischen 1,5V und 24V).

Direkt mit PWM auf ihn zu gehen ist also nicht sinnvoll. Aber wenn du 
mit PWM einen Spannungswandler steuerst, der dann eine Gleichspannung 
ausgibt (Höhe der Gleichspannung abhängig vom Duty-Cycle), dann kannst 
du mit der einstellbaren Gleichspannung die Lautstärke des Summers 
variieren.

von TM F. (p_richner)


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Ok vielen Dank für die Antworten.

von S. R. (svenska)


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Achim S. schrieb:
> Direkt mit PWM auf ihn zu gehen ist also nicht sinnvoll.

Aber ein nachgeschalteter Filter (RC-Tiefpass) sollte auch reichen, 
oder?

von Patrick J. (ho-bit-hun-ter)


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Hi

Nur eine Idee:
Auch, wenn der Piezo ein ganz normaler Piezo-Wandler ist, könnten 
Mischtöne durch Ändern des Puls/Pausen-Verhältnis auftauchen.
Wenn ich nur 1% high habe, habe ich einen sehr hochfrequenten ON-Spike, 
unterbrochen jeweils von eine langen Off-Zeit.
Beide Richtungen werden Schwingungen erzeugen, also Töne.
Vll. kann man damit eine Art Schwebung erzeugen ... neue Idee auf der 
ToDo-Liste :/

MfG

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