Hallo zusammen,
ich habe kürzlich mein Studium abgeschlossen und möchte gerne ausziehen,
gleichzeitig aber mobil und ungebunden bleiben. Der Gedanke, ein Drittel
meines Gehalts einem Vermieter abzugeben gefällt mir gar nicht,
gleichzeitig kann und will ich mir keine teure Immobilie ans Bein
binden.
Eben bin ich über www.wohlwagen.de gestolpert. Zwischen 60.000 und
120.000 Euro bekommt man eine relativ mobile Wohnfläche mit 20 bis 50
qm.
Was haltet hier von solchen Angeboten?
Ich verfolge das Forum schon länger und wenn man sich auf eines
verlassen kann, dann darauf, dass einem alles madig geredet wird. Ich
meine das als Kompliment, bitte erklärt einem jungen naiven Absolventen,
wieso ein Wohlwagen eine Schnapsidee ist oder zumindest, worauf man auf
jeden Fall achten muss, wenn man so etwas angehen will.
Viele Grüße!
P.S.: Bitte entschuldigt die unfreiwillige Werbung aber ich habe keinen
vergleichbaren Anbieter gefunden.
In den USA nix ungewöhnliches. Trailer oder Mobile Home genannt.
Das Problem ist eine Fläche zu finden, auf der Du das Ding dauerhaft
aufstellen kannst und dort gleichzeitig Strom, Wasser, Abwasser und
Internet verfügbar ist. Das läuft dann auf Campingplatz oder ähnliches
raus und ist alles andere als umsonst.
Absolvent schrieb:> Eben bin ich über www.wohlwagen.de gestolpert. Zwischen 60.000 und> 120.000 Euro bekommt man eine relativ mobile Wohnfläche mit 20 bis 50> qm.>> Was haltet hier von solchen Angeboten?
Für 3000€/m² bekommst du auch eine Immobilie, wenn es nicht gerade erste
Wohnlage nahe Stadtzentrum in München/Hamburg oder Stuttgart sein muss
;-)
Gerd E. schrieb:> Strom, -> Dieselgenerator, AKKU> Wasser, Abwasser ->Fitnessclub> Internet -> Mc Donald ...> Parkplatz -> neben den anderen
Günstiger Wohnanhänger geht auch.
asdf schrieb:> Wo willst du das Ding hinstellen?
Eben!
Der Platz auf einem Campingplatz mit den entsprechenden Anschlüssen für
Strom, Wasser, Abwasser kostet auch einiges.
Habe schon von Leuten gehört, die haben dann im Wohnmobil auf dem
Firmenparkplatz gehaust, wohnen würde ich das nicht nennen.
Geduscht haben sie dann in der Firma, Arbeiter-Umkleide.
Für 60.000€ gibt es eine kleine Eigentumswohnung die auch nicht kleiner
ist, als der "Wohlwagen".
Und kleine Eigentumswohnungen wird man auch schneller wieder los als ein
Einfamilienhaus.
Absolvent schrieb:> bitte erklärt einem jungen naiven Absolventen,> wieso ein Wohlwagen eine Schnapsidee ist oder zumindest, worauf man auf> jeden Fall achten muss, wenn man so etwas angehen will.
Es ist eine Schnapsidee für diesen Preis von 60k€+.
Wie lange hält son Ding, sagen wir 10 Jahre, macht 500€/Monat
Abschreibung, ohne Versicherung, TÜV, etc..
Richtig mobil ist man mit dem Teil auch nicht, eben mal in München,
Stutgart oder Hamburg am Strassenrand parken wird schwierig.
Ralf L. schrieb:> Eben. Ein gebrauchter Lieferwagen ist günstiger und unauffälliger.
wenn auch nicht so geräumig.
Absolvent schrieb:> Der Gedanke, ein Drittel> meines Gehalts einem Vermieter abzugeben gefällt mir gar nicht,> gleichzeitig kann und will ich mir keine teure Immobilie ans Bein> binden.>> Eben bin ich über www.wohlwagen.de gestolpert. Zwischen 60.000 und> 120.000 Euro bekommt man eine relativ mobile Wohnfläche mit 20 bis 50> qm.
Als MINT-Single-Akademiker 1/3 des (Netto)gehalts für die (Warm)miete
ausgeben? Dann lebt man entweder sehr luxuriös oder verdient für die
Region deutlich zu wenig. Sogar in Hochpreisregionen wie Stuttgart kann
man Dank einem Untermieter für ca. 550€ warm wohnen.
Ich halte von mobilen Minihäusern sehr wenig: Ein dauerhaftes
Single-Leben auf engstem Raum außerhalb jeder Stadt, nicht besonders
attraktiv. Alt werden möchte man so auch garantiert nicht. Hinzu kommt
Stellplatz-bedingt die Erfordnis eines KFZ, worauf man in einer
Stadtwohnung verzichten könnte. Interessanterweise kann man Minihäuser
bisher nicht mieten sondern nur kaufen. Ich schließe daraus, das sich
eine Vermietung nicht rechnet bzw. es keinen Markt hierfür gibt, was den
Wiederverkaufswert erheblich schrumpfen lassen dürfte. Wer sowas also
unbedingt ausprobieren möchte sollte sicherheitshalber erstmal wenig
investieren:
https://www.gartenhaus-hersteller24.de/artikeldetail/gartenhaeuser/Tuindeco/TUI00054/holz-bauwagen-mit-seitentuer.html?gclid=Cj0KEQjw6LXIBRCUqIjXmdKBxZUBEiQA_f50PoYhAXtDKca5CrnnaMXizRBCLx5Z9kRgk3GEKG5AW6QaAl-k8P8HAQ
Genehmigungen, Versicherungen, Strom, Wasser, Abwasser, Internet,
Heizung, Post, Müllabfuhr, Räumpflicht, Steuern... darum muss man sich
im Zweifel erstmal komplett selbst kümmern. Und berufsbedingt mal eben
für 2-3 Jahre ins Ausland ziehen kann man auch vergessen.
Rainer Z. schrieb:> Als MINT-Single-Akademiker 1/3 des (Netto)gehalts für die (Warm)miete> ausgeben? Dann lebt man entweder sehr luxuriös oder verdient für die> Region deutlich zu wenig. Sogar in Hochpreisregionen wie Stuttgart kann> man Dank einem Untermieter für ca. 550€ warm wohnen.
Wer will bitteschön freiwillig einen Untermieter beherbergen? Außerdem
schließen das eh 99% aller Mietverträge aus.
Absolvent schrieb:> Zwischen 60.000 und 120.000 Euro bekommt man eine relativ mobile> Wohnfläche mit 20 bis 50 qm.> Was haltet hier von solchen Angeboten?
Wucher.
Nur geeignet, um unerfahrenen Milliardärssöhnchen die Kohle der Eltern
aus der Tasche zu ziehen.
Für minderwertigen Wohnkomfort, kaum Schalldämmung im Sommer heiss, im
Winter schlecht gedämmt also hohe Heizkosten, und durch das viele Glas
guckt jeder rein. Mit schlechter Ausstattung, man wird schon niemals
freiwillig auf Toilette gehen weil Chemiklo, selten Duschen wegen
Raumfeuchte, und kaum Stauraum haben.
Früher nutzen Vagabunden alte Lastwagen und bauten die selber aus,
braucht man aber auch den teuren Führerschlein Klasse C/CE.
Ich kenne welche, die wohnen das ganze Jahr auf dem Campingplatz in
Ihrem Wohnwagen + "Anbau", kommen so auch auf 80 Quadratmeter
Wohnfläche. Gebühr für die Parzelle auf dem Platz sind rund 1500
Euro/Jahr. Dazu kommt Strom 29 Cent/KWh. Anschluss an Kanalisation, also
eigenes Klo/Bad. Ist halt in Frankreich, grenznah (Elsass). Musst halt
täglich 30 oder 40 Kilometer mit dem Auto fahren (über Land = kein Stau
wie in der Stadt).
Also wenn Du einen Job hast bei Karlsruhe oder Freiburg... wäre es
durchaus eine Möglichkeit. Das hat mit Camping nicht viel zu tun. Man
hat da durchaus Komfort wie in einer normalen Wohnung halt.
ich schrieb:> Für 60.000€ gibt es eine kleine Eigentumswohnung die auch nicht kleiner> ist, als der "Wohlwagen".> Und kleine Eigentumswohnungen wird man auch schneller wieder los als ein> Einfamilienhaus.
Am Arsch der Stadt aber nur!
Echtes Asi-viertel wo um 10 Uhr noch alle schlafen weil sie erst um 4:00
sich auf die Matraze schmeißen!
Es hat schon was wenn man sich nur was zum Schlafen sucht!
Der Vorteil im Vergleich zu einer ETW oder einem Haus wäre, dass man so
immer flexibel ist. Das ist heute in Zeiten von Dienstlern und
unsicheren Arbeitsplätzen ein Vorteil. Man lebt im Eigenheim, ohne an
einen Ort gebunden zu sein. Es gibt ja durchaus sehr schöne
Campingplätze und eine Dauermiete ist oft nicht mal so teuer. In der
größten Ausführung bekommt man sogar 96 qm, womit man auch mit Familie
leben könnte. Viele Wohnungen sind auch nicht größer und kostet sogar
nur etwas weniger als 120k Euro. Das ist eine Summe, die man heutzutage
häufig schon an Eigenkapital braucht um sich was kaufen zu können. Man
könnte somit einen 96 qm Wagen bar bezahlen und man lebt ohne Schulden.
Das ist doch Fake!
Wohnmobil, ok. Billiger, mobil, Wäsche und Post bei Muttern, ....
Wohnwagen, Bauwagen, halt was für n 4stellige n Betrag, Hobby, ok.
Aber als Absolvent in einer Gartenhütte, die man für 250 Euro auch
Mieten könnte, und die man ohne Trecker oder LKW nicht bewegen kann?
Mobil? Dann dich lieber den Ramsch in ein Auto packen und nächste Bude
mieten....
Lutz H. schrieb:> Gerd E. schrieb:>> Strom, -> Dieselgenerator, AKKU>> Wasser, Abwasser ->Fitnessclub>> Internet -> Mc Donald ...>> Parkplatz -> neben den anderen>> Günstiger Wohnanhänger geht auch.
Tipp von mir wie ihr Millionäre werdet:
Schreibt einfach mal eine Fibel wie man günstig als Mint`ler mit bißchen
mehr als Min.Lohn im "sauteuren" Gr0ßstädten des Südens über die Runden
kommt.
Titel hätt ich schon:
Life as Guerrilla Mint`ler: low-cost living and work onsite
Megacity-Workplace.
Cha-woma M. schrieb:> Am Arsch der Stadt aber nur!> Echtes Asi-viertel wo um 10 Uhr noch alle schlafen weil sie erst um 4:00> sich auf die Matraze schmeißen!>> Es hat schon was wenn man sich nur was zum Schlafen sucht!
Von der Stadt abhängig.
München oder Stuttgart eher nicht, es sei denn man kauft sich nur eine
Garage.
Aber von 60k€ lässt sich recht lange eine Mietwohnung nehmen, zumal der
Wohlwagen auch ein paar Nebenkosten hat.
Gerd E. schrieb:> In den USA nix ungewöhnliches. Trailer oder Mobile Home genannt.
Allerdings signalisiert man dort mit einer Trailer Park Adresse, dass
man sich fast auf der untersten Stufe der menschlichen Existenz
befindet.
Hierzulande können kommunale Vorbote im Weg stehen, wenn man einen
Dauerwohnsitz auf dem Campingplatz anstrebt. Besonders wenn man den dann
auch als Hauptwohnsitz melden will.
A. K. schrieb:> Hierzulande können kommunale Vorbote im Weg stehen, wenn man einen> Dauerwohnsitz auf dem Campingplatz anstrebt. Besonders wenn man den dann> auch als Hauptwohnsitz melden will.
Gilt auch für Gartenhäuschen.
Aber eine Stadt hat oft wenig dagegen seinen Erstwohnsitz auf einem
Campingplatz anzumelden, wenn man einen Job hat und so der
Lohnsteueranteil in die Stadtkasse fließt.
Besser als die Dauercamper mit Hauptwohnsitz außerhalb.
A. K. schrieb:> Gerd E. schrieb:>> In den USA nix ungewöhnliches. Trailer oder Mobile Home genannt.>> Allerdings signalisiert man dort mit einer Trailer Park Adresse, dass> man sich fast auf der untersten Stufe der menschlichen Existenz> befindet.
In den USA ist vieles anders.
Die unterste Stufe ist ohne Wohnsitz, obwohl - wird das in den USA
überhaupt registriert?
Was braucht man dort für einen neuen Job? festen Wohnsitz?
Nicht ich schrieb:> Die unterste Stufe ist ohne Wohnsitz, obwohl - wird das in den USA> überhaupt registriert?
Es gibt kein Melderegister, aber Führerschein- und Wahlregister.
Zu dem "Wohlwagen" wirst du eher ein paar Pferde oder nen alten Deutz
brauchen. Höchstgeschwindigkeit 25km/h.
Ansonsten wars das mit der Mobilität:
Ich zitiere mal Flink aus den "Infos" deines Anbieters:
"Zulassung
Laut Auskunft der KFZZulassungsstelle Göttingen sind Anhänger mit einer
bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 25km/h nicht
zulassungspflichtig. Zum Transport auf der Straße sind zur Dokumentation
der Höchstgeschwindigkeit von 25km/h 3 Schilder anzubringen und ein
Wiederholungskennzeichen ( Nummernschild mit identischem Text ) des
ziehenden Fahrzeugs. Gegen Aufpreis kann eine Betrieberlaubnis erwirkt
werden, die eine Straßenzulassung mit eigenem Nummernschild möglich
macht."
"Transport
Kurze Strecken überwindet der Wohlwagen hinter einem
landwirtschaftlichen Schlepper oder z.B. einem Umzugs LKW. In der Regel
findet man leicht einen Landwirt oder Brennholzlieferanten, der den
Wagen gegen eine geringe Gebühr bewegt. Zum Transport über größere
Entfernungen lassen sich Achsen und Deichsel mit geringem Aufwand
entfernen, der Wagen passt dann auf einen Standart LKW mit Plane und
Spriegeln. Aufgrund der großen Anzahl solcher LKW und ihrer Eignung zum
Transport aller Güter entfällt eine Zahlung für den Rückweg, denn eine
Anschlussfracht ist leicht zu finden. Die Anlieferung bis auf Ihren
Standplatz ist in unseren Preisen enthalten, für spätere Transporte über
mehr als 150km empfehlen wir unseren langjährigen Partner mit geschulten
Fahrern, die mit Ver- und Entladung bestens vertraut sind. 2015 kostet
der gefahrene LKW Kilometer 1,10 Euro, die Strecke Frankfurt – Berlin
also ca. € 600,-, erheblich preiswerter als auf einem Tieflader. XL und
Multi benötigen 2 LKW. So reist der Wagen allseitig geschützt und
gelangt sauber an sein Ziel."
Also ich hör die Maden schon knuspern ;)
Normal schrieb:> Er kann den Wohnwagen doch stehen lassen. Das machen zumindest die> meisten Dauercamper so.
Dann kann er auch gleich einen kleine Wohnung kaufen. Machen viele
Menschen so.
Für 60-120k€ sollte er in so ziemlich jeder Stadt eine vergleichbare
Wohnung in einer Lage finden, in der es auch Campingplätze gibt.
Und in den allermeisten Städten ist eine Wohnung eine Geldanlage, die
ziemlich sicher nicht direkt an Wert verliert. Was man von so einem
Mobil... eher nicht erwarten kann denke ich.
Cha-woma M. schrieb:> ich schrieb:>> Für 60.000€ gibt es eine kleine Eigentumswohnung die auch nicht kleiner>> ist, als der "Wohlwagen".>> Und kleine Eigentumswohnungen wird man auch schneller wieder los als ein>> Einfamilienhaus.>> Am Arsch der Stadt aber nur!> Echtes Asi-viertel wo um 10 Uhr noch alle schlafen weil sie erst um 4:00> sich auf die Matraze schmeißen!>> Es hat schon was wenn man sich nur was zum Schlafen sucht!
Wollepark Delmenhorst:
https://www.youtube.com/results?search_query=wollepark
Ist aber zentral gelegen.
Thorsten Thorstensen schrieb:> Und in den allermeisten Städten ist eine Wohnung eine Geldanlage, die> ziemlich sicher nicht direkt an Wert verliert.
Vorgestern im SPON: `Bundesbank warnt vor Immobilienblase in Deutschland
`"Die Ampel steht auf Gelb": Deutschland droht der Bundesbank zufolge
eine gefährliche Immobilienblase. Banken gingen zunehmend riskante
Geschäfte ein - und die Preise steigen rasant.´
Thorsten Thorstensen schrieb:> Und wat macht man dann bitte in Delmenhorst? Das ist doch quasi an sich> schon am Arsch (von Bremen) oder hab ich was verpasst?
So ist es!
Delmenhorst ist nur für zwei Sachen bekannt:
* Schrott-Immobilien (Nazi-Hotel & Wollepark)
* Sarah Connor
A. K. schrieb:> Es gibt kein Melderegister, aber Führerschein- und Wahlregister.
Nö, die Sozialverischerungsnummer, die ist die Nummer mit der du in den
USA alles melden kannst!
Normal schrieb:> Er kann den Wohnwagen doch stehen lassen.
will er aber nicht.
Absolvent schrieb:> möchte gerne ausziehen, gleichzeitig aber mobil und ungebunden bleiben
Und Wohnwagen ist es ja auch nicht, der wäre zu billig und den könnte
man ja sogar irgendwo anders hinfahren. ER will ein Mini-Gartenhaus mit
Deixel zum Luxus-Preis.
Thorsten Thorstensen schrieb:> Wer ist das denn?
Die Ex vom Sänger Marc Terenzi. Außerdem hat sie mal Schlagzeilen
gemacht als sie zu einer Einweihung die Nationalhymne 2005 falsch
gesungen hat. https://de.wikipedia.org/wiki/Sarah_ConnorMarek N. schrieb:> Delmenhorst ist nur für zwei Sachen bekannt:> * Schrott-Immobilien (Nazi-Hotel & Wollepark)> * Sarah Connor
War da nicht auch die Geschichte mit dem Pfleger der
Krankenhauspatienten
umgebracht hatte und das nicht gerade wenige?
Volker S. schrieb:> Nö, ein ausrangierter Personenzugwagen der DB oder anderer> Bahngesellschaft dürfte erheblich günstiger sein, Du brauchst dann nur> noch ein Abstellgleis.
Das brauchts nicht zwangsläufig. Es genügt ein Stellplatz im Industrie-
gebiet. Billig wird es letztendlich aber nicht:
http://wohnwaggon.de/
Volker S. schrieb:> Du brauchst dann nur> noch ein Abstellgleis.
Das ist ja jetzt wohl ein Scherz. Du kannst den armen Absolventen doch
nicht einfach so auf's Abstellgleis schieben!
Ein normales Wohnmobil wäre auch besser. Oder Wohnwagen und Zugmaschine,
je nach dem. Allerdings ist die klassische Arbeitswelt in der deutschen
Industrie nicht kompatibel mit dem Vagabundenleben. Entweder mit
Zeitarbeit und du verdienst wenig, oder die Unternehmen suchen einen für
längerfristig. Villeicht geht das besser als Selbstständiger mit
Projektarbeit.
In der heutigen Zeit kann man sich auch WG Zimmer oder möblierte
Wohnungen mieten. Wenn du nicht viel unnötiges Zeug anhäufst ist ein
Umzug auch kein Mammutprojekt.
> Für 60-120k€ sollte er in so ziemlich jeder Stadt eine vergleichbare> Wohnung in einer Lage finden, in der es auch Campingplätze gibt.
ein Dauer-Campingplatz mit Wohnwagen dürfte billiger sein und die Idee
ist schon richtig, weil ja maximale Mobilität seitens der Arbeitgeber
verlangt wird.
Nur leider gibt es Meldegesetze (anders als in USA) und insofern wird
der US-Trend so nicht rüberschwappen.
Wenn sie unbedingt weiter amerikanisieren wollen, dann bitte Änderungen
schaffen, wäre ja auch im Sinne der Arbeitgeber.
> In der heutigen Zeit kann man sich auch WG Zimmer oder möblierte> Wohnungen mieten.
Wenn Du im Ballungszentrum überhaupt noch was bekommst, vor 5 Jahren
kein Thema, aber heute mit immer mehr Zuwanderung? Glaubst Du doch
selbst nicht.
> Wenn du nicht viel unnötiges Zeug anhäufst ist ein> Umzug auch kein Mammutprojekt.
na ja, Wohnwagen geht schneller und ohne Bürokratie.
A. K. schrieb:> S. B. schrieb:>> Wenn Du im Ballungszentrum überhaupt noch was bekommst,>> Ob es in Ballungszentren wohl Campingplätze gibt?
Also auf öffentlichen Grund (öffentliche Straße)kannste jedes
zugelassene Fahrzeug abstellen.
Mußte halt immer wieder vor Ort sein. Das ist halt dann der Haken.
Ansonsten kannste einen Brief vom Ordnungsamt erhalten!
Normal schrieb:> Das hat mit Camping nicht viel zu tun. Man> hat da durchaus Komfort wie in einer normalen Wohnung halt.
Nicht wirklich, fängt schon damit an, dass du deine Klamotten auch im
Winter nach draußen zum trocknen hängen musst. Sowas sieht immer auf
Werbefotos gut aus, aber da hat ja noch keiner dort gelebt :D ..
Cha-woma M. schrieb:> Also auf öffentlichen Grund (öffentliche Straße)kannste jedes> zugelassene Fahrzeug abstellen.
abstellen aber nicht Campen!
Nicht mal Werbeanhänger mit Kupplung dürfen ewig Reklame am Strassenrand
stehen.
In manchen Regionen sind sogar Wohnmobile ausgeschlossen! (evtl. mit
Anwohner Parkgenehmigung, aber das setzt ja in der Nähe einen festen
Wohnsitz voraus)
Rainer Z. schrieb:> Als MINT-Single-Akademiker 1/3 des (Netto)gehalts für die (Warm)miete> ausgeben? Dann lebt man entweder sehr luxuriös oder verdient für die> Region deutlich zu wenig. Sogar in Hochpreisregionen wie Stuttgart kann> man Dank einem Untermieter für ca. 550€ warm wohnen.
Als Ingenieur einen Untermieter? Hackts bei dir?
Wer mit einem Einkommen jenseits von 4000€ sich eine WG antut, der muss
vollkommen bescheuert sein. Mit Freundin okay, aber mit irgendeinem
Untermieter? Ggf. gar einem Arbeiter? WIDERLICHST!
Joachim B. schrieb:> In manchen Regionen sind sogar Wohnmobile ausgeschlossen! (evtl. mit> Anwohner Parkgenehmigung, aber das setzt ja in der Nähe einen festen> Wohnsitz voraus)
Naja, campen in der Pampa, da darf man max. eine Nacht!
In der Stadt auf einen öffentlichen Parkplatz, wenn man immer mal eine
"stellungs" Verlagerung vornimmt. Da wird so schnell keiner zu meckern
anfangen!
Oje. Lieber Threadersteller, wenn Du den Thread wirklich noch verfolgst:
Stell Deine Frage besser in einem Camper-Forum, da haben die Leute
garantiert mehr Ahnung von dem Thema als hier.
Marek N. schrieb:> Jau, hol dir nen Bauwagen, streich den blau an, zieh dir ne Latzhose an> und mach Erklärvideos für Kinder.
Naja, 200000€ per anno gibt`s als Aufwandspauschale.
Is doch was!
Und vom Bundespräsi gibt`s Orden oben drauf!
Was willste mehr?
Eine Lösung wäre es natürlich wenn der Dienstleister den Campingwagen
leihen würde und es als Bestandteil des Gehalts deklariert. Wegen der
Steuervorteile wäre das für alle eine sehr gute Lösung. Dann müssten
auch die Firmen nachziehen und auf dem Werksgelände Stellplätze mit
Stromanschluss bereitstellen. Das wäre die günstigste und flexibelste
Lösung für alle und da könnte ein Ingenieur heute Abend bei Firma Z
aufhören und in der Nacht zu Firma F fahren und dort "andocken" und
morgen früh direkt da arbeiten.
In 5 Jahren das alles dann mit selbstfagrendem Wohnwagen, dann kann ich
mich als Ingenieur sogar ausruhen während des Umzugs, der vom
Disponenten organisiert wird.
Rainer Z. schrieb:> Als MINT-Single-Akademiker 1/3 des (Netto)gehalts für die (Warm)miete> ausgeben? Dann lebt man entweder sehr luxuriös oder verdient für die> Region deutlich zu wenig. Sogar in Hochpreisregionen wie Stuttgart kann> man Dank einem Untermieter für ca. 550€ warm wohnen.
Eine Zwei-Zimmer Wohnung mit Balkon für sich alleine ist heutzutage
Luxus...? Okay, man lernt immer wieder was Neues...
Lu R. schrieb:> Rainer Z. schrieb:>> Als MINT-Single-Akademiker 1/3 des (Netto)gehalts für die (Warm)miete>> ausgeben? Dann lebt man entweder sehr luxuriös oder verdient für die>> Region deutlich zu wenig. Sogar in Hochpreisregionen wie Stuttgart kann>> man Dank einem Untermieter für ca. 550€ warm wohnen.
Su solltest dich als Berater selbstständig machen.
> Eine Zwei-Zimmer Wohnung mit Balkon für sich alleine ist heutzutage> Luxus...? Okay, man lernt immer wieder was Neues...
Nach H-IV sollen 45qm reichen!
Eine Zwei-Zimmer Wohnung mit Balkon (8qm) würde dann schon mit 50qm zu
groß sein.
(Balkon wird mit 8qm/2=4qm angesetzt).
visionär schrieb:> Eine Lösung wäre es natürlich wenn der Dienstleister den> Campingwagen> leihen würde und es als Bestandteil des Gehalts deklariert. Wegen der> Steuervorteile wäre das für alle eine sehr gute Lösung. Dann müssten> auch die Firmen nachziehen und auf dem Werksgelände Stellplätze mit> Stromanschluss bereitstellen. Das wäre die günstigste und flexibelste> Lösung für alle und da könnte ein Ingenieur heute Abend bei Firma Z> aufhören und in der Nacht zu Firma F fahren und dort "andocken" und> morgen früh direkt da arbeiten.>> In 5 Jahren das alles dann mit selbstfagrendem Wohnwagen, dann kann ich> mich als Ingenieur sogar ausruhen während des Umzugs, der vom> Disponenten organisiert wird.
Wobei das mit den Stellplätzen auf dem Werksgelände doof ist.
Unternehmen beschäftigen flexibel. In Krisen, also dann wenn man keine
Leiher braucht, zahlen die Unternehmen den (teuren) ungenutzten
Stellplatz. Und in Boomzeiten reicht er eventuell nicht. Das schränkt
dann schon die Flexibilität ein.
Am besten wäre es, wenn der Staat grosse überirdische Parkhäuser baut,
speziell für mobile Wohnungen. Da wäre allen geholfen, zumal die Leiher
dann den Wohnungsmarkt nicht mehr belasten würden. Allerdings müsste der
Staat dann das Meldegesetz reformieren, aber das sollte im Zuge der
Digitalisierung möglich sein.
Die ANÜs müssten dann nur noch Wohnmobile kaufen und den Leihern
zuteilen. Dann wäre auch das recht günstig. Könnte man dann quasi als
Mietanteil berechnen.
Cha-woma M. schrieb:> Nach H-IV sollen 45qm reichen!> Eine Zwei-Zimmer Wohnung mit Balkon (8qm) würde dann schon mit 50qm zu> groß sein.> (Balkon wird mit 8qm/2=4qm angesetzt).
MINT sollte gesetzlich als Tierart eingestuft werden. Dann gibt es
Vorschriften für artgerechte Haltung und damit verbesserte
Haltungsbedingungen bzgl Auslauf (Wohnfläche) und Freilandhaltung
(Balkon). Zudem gibt es dann eine politische Lobby die sich kümmert
(Grüne, Tierschutzpartei).
permutz schrieb:> Die ANÜs müssten dann nur noch Wohnmobile kaufen und den Leihern> zuteilen. Dann wäre auch das recht günstig. Könnte man dann quasi als> Mietanteil berechnen.
Das wäre als Käfighaltung abzulehnen. Der fröhliche MINTler will auch
mal in einem Außengehege gackern, scharren und picken.
Balkon wird zu 25% angerechnet!
Nur als Ausnahme erlaubt Din auch 50%.
Du machst aus der Ausnahme Standard und verschlechterst sich freiwillig
als Bürger.
Warum tust du das? Leidest du gern?
Ach weh,
Bei "Gebäuden" oder Aufstellung länger als 2 Jahre darüber nachdenken,
das z.B. auch für Baucontainergebäude als Büro der komplette EnEV Unfug
gilt.
Been there, done that. 1,5kg Papiernachfordrung durch das Bauamt als
Ergänzung zum eingereichten Mindestbauantrag. Vom Schallschutznachweis
bis Parkplätze.
Die Containerhersteller, die z.B. firmenanbauten, Schulanbauten und nun
leerstehende "Asylanten"Wohnheime bauen - machen den Innenausbau oft
erst nach Aufstellung der transportablen Module. Die Dämmung ist nicht
ohne, bei der EnEV bist Du schnell bei 15-20cm nötiger Dämmstärke. Das
kommt dann i.d.R. nachher mit Trockenbau und Rigips rein. Wird bei Umzug
der Containergabäude dann i.d.R. ganz nachhaltig rausgerissen und
neugemacht... .
Und dauerhaft im Wohnwagen hausen - kann gehen - wird aber der böse
Nachbar oder ein anderer Fiesling wohl höchstmotoviert bemeutern.