Forum: Offtopic Android-Apps spionieren euch mit Ultraschall aus


von pegel (Gast)


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von egbert (Gast)


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pegel schrieb:
>
> ...blablabla auf huffpost-Niveau...
>
> Darum bin ich Linux Benutzer, und habe kein Handy.

[X] Du hast etwas gelesen, aber den technischen Zusammenhang nicht 
verstanden
[X] Dein angebliches "Schnüffel-Android" basiert auf einem 
"NixNutx"-Frickelsystem. Du wirst demnach wohl auch "mit Ultraschall 
abgehört"
[X] Dein Aluhut sitzt nicht richtig

von Gero (Gast)


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Bei golem.de hört sich dass dann schon relativierter an...
1
Bislang unterstützt kein Fernsehsender in Europa das Verfahren.
https://www.golem.de/news/fernsehwerbung-230-android-apps-unterstuetzen-tracking-per-ultraschall-1705-127654.html

Wenngleich sie die 230 apps leider nicht namentlich nennen. Aber die 
sthen (weshalb auch immer) auch nicht in der verlinkten Studie der TU 
Braunschweig.

Die Apps die namentlich genannt wurden sind
- 100000+ SMS Messages
- McDonalds Philippines
- Krispy Kreme Philippines
- Pinoy Henyo
- Civil Service Reviewer Free

Im übrigen ein (Ur-)alter Hut, dass sowas techn. möglich ist, war 
bereits vor Jahren klar.  Allerdings muss die app aktiv sein, Zugriff 
aufs Micro haben, Der TV sowie der Sender sowie der laufen Spot müssen 
das unterstützen und dann wissen die immer noch nicht wer Du bist!

von TomH (Gast)


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Wieso sollte die App im Handy nicht wissen, wer ich bin?

von (prx) A. K. (prx)


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TomH schrieb:
> Wieso sollte die App im Handy nicht wissen, wer ich bin?

Das weiss sie. Aber bisher weiss sie noch nicht, welchen Fernsehkanal, 
welche Sendung und welchen Werbespot du gerade siehst. Mit eindeutigen 
Ultraschallcodes in der Sendung und im Spot ändert sich das.

von Gero (Gast)


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TomH schrieb:
> Wieso sollte die App im Handy nicht wissen, wer ich bin?

Weil Du dann vom Webetreibenden weder Werbung per Post, SMS oder mail 
bekommst.
Sie haben einfach nur eine UUID vom Smartphone und können darauf 
zurückschließen dass Du am 10.05.2017 um 10:14Uhr die Werbung von Dr 
Beckmanns Badreiniger auf RTL2 geschaut hast! -es handelt sich hierbei 
um einen einseitigen Informationskanal ohne dass man an Dich Rückmeldung 
(in Form von weiterer Werbung) senden kann.

Ausserdem weiß der Werbende immer noch nicht, ob Du zur Zielgruppe 
gehörtst - kann ja sein Du interessierst Dich garnicht für Badreiniger 
und warst während der Werbung abwesen.
Die TU Braunschweig schreibt ja dazu dass das alles unsichere Faktoren 
sind, welche die Kosten nicht rechtfertigen.

Es ist doch viel einfacher zu schauen, wo Du mit Deinem Chrome-Browser 
und googleID herum surfst - dazu hat dann googleAdds wenigstens gleich 
mailadresse und meist noch Alter und Wohnort für Dich parat...

von (prx) A. K. (prx)


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Neben der Werbung gibt es noch andere Branchen, die ein Interesse daran 
haben könnten. Wenn wir eine künftige Welt betrachten, in der jeder Film 
getaggt wird und alle legalen Kunden über den Verkaufsvorgang per Abo 
oder Pay-per-View zugeordnet werden können. Und über dein Handy Ort und 
Code des laufenden Films erfasst werden, du aber in der Datenbank 
legaler Kunden nicht auftauchst. Nur so als Beispiel.

von Ordner (Gast)


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A. K. schrieb:
> Wenn wir eine Welt
> betrachten, in der jeder Film getaggt wird und alle legalen Kunden über
> den Verkaufsvorgang per Abo oder Pay-per-View zugeordnet werden können.
> Und über dein Handy Ort und Code des laufenden Films erfasst werden, du
> aber in der Datenbank legaler Kunden nicht auftauchst.

Ja dann ist Schluss mit illegal Filme schauen - echt traurig, so was. 
Dann muss man wie zu Opas Zeiten den eigenen A* heben und zum Nachbarn 
gehen um tolle Stories zu hören.

SCNR

von (prx) A. K. (prx)


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Ordner schrieb:
> Ja dann ist Schluss mit illegal Filme schauen - echt traurig, so was.
> Dann muss man wie zu Opas Zeiten den eigenen A* heben und zum Nachbarn
> gehen um tolle Stories zu hören.

Das war nur ein weiteres Beispiel. Das ist nämlich der Weg in eine Welt, 
in der formale Beschränkungen staatlichen Handelns wirkungslos werden, 
weil die staatlichen Organe das, was sie wissen wollen, aber offiziell 
nicht selbst ermitteln dürfen, im globalen Informationsmarkt legal 
einkaufen können. Die Behörden dürfen nicht ohne fallbezogenes Interesse 
tracken. Aber Daten von Unternehmen einkaufen, die das routinemässig bei 
allen tun, das dürfen sie (siehe Banken-CDs).

Das müssen auch nicht nur die eigenen "white hats" sein. In letzter Zeit 
gab es mancherlei Berichte von Beeinflussung unseres privaten Handelns. 
In alter Tradition werden die Russen damit assoziiert, was man nun 
glauben kann oder auch nicht. Je mehr man über dich weiss, desto 
gezielter kann man dich beeinflussen - oder auch erpressen. Und daran 
könnten auch Leute Interesse haben, die du trotz völlig legalen Handelns 
nicht so gern am Hals hast. Ob nun die "Russen", oder die 
gewerbsorientierte Cyber-Mafia.

von min (Gast)


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> Darum bin ich Linux Benutzer, und habe kein Handy.
Android ist auch Linux. Aber von Google.

>> Wieso sollte die App im Handy nicht wissen, wer ich bin?
Das wissen die eh schon. Interessant ist, wo du bist. Was Du bist. Und
wie sie dich dazu kriegen, so zu sein wie sie dich als Konsumenten gerne 
hätten.
Dazu wird dein (Konsum)Verhalten ausspioniert und Dir dann natürlich
gaaanz zufällig personalisierte Werbung eingeblendet. z.B. im Supermarkt 
oder beim Einkaufsbummel.
Die modernen Androids werten inzwischen zwei Mikrophone aus, mit denen 
durchaus auch eine ungefähre Geräuschortung im Raum möglich ist.

von min (Gast)


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In Verbindung mit den Lagesensoren / Magnetkompass im Handy reichen 
wahrscheinlich schon zwei Mikrophone zur genauen Positionsbestimmung der 
Geräuschquelle.

von (prx) A. K. (prx)


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min schrieb:
> In Verbindung mit den Lagesensoren / Magnetkompass im Handy reichen
> wahrscheinlich schon zwei Mikrophone zur genauen Positionsbestimmung der
> Geräuschquelle.

Mehrere Mikrophone haben sie oft schon, mindestens zur Störunterdrückung 
bei Telefonie. Weiss nur nicht, ob man da auf App-Ebene rankommt.

von Martin K. (maart)


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Mit der Bielefeld-App bestimmt.
Wo sollte der Nutzen liegen, wenn man weiß, woher das Geräusch relativ 
zum Handygehäuse herkommt?

von (prx) A. K. (prx)


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Martin K. schrieb:
> Wo sollte der Nutzen liegen, wenn man weiß, woher das Geräusch relativ
> zum Handygehäuse herkommt?

Du siehst zu wenig Krimis, besonders von der CSI-Sorte. ;-)

Die Orientierung des Handys kennt das Gerät selbst. Wenn du weisst, wer 
wo steht und woher der Schuss kam...

von Jeffrey L. (the_dude)


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A. K. schrieb:
> Und über dein Handy Ort und
> Code des laufenden Films erfasst werden...

min schrieb:
> Die modernen Androids werten inzwischen zwei Mikrophone aus, mit denen
> durchaus auch eine ungefähre Geräuschortung im Raum möglich ist.

min schrieb:
> In Verbindung mit den Lagesensoren / Magnetkompass im Handy reichen
> wahrscheinlich schon zwei Mikrophone zur genauen Positionsbestimmung der
> Geräuschquelle.



Und genau hier sollte dann endlich mal das Hirn einschalten! - Ich meine 
jetzt nicht Euch beiden sonden generell den mündigen Handy-user der 
sonst auch immer alles selber bestimmen möchte!

Wenn ich mir eine neue App installiere wird erstmal kontrolliert, auf 
was die app eigentlich zugreift und dann werden entsprechend die 
Zugriffe erlaubt oder verboten! - wieso soll eine Shopping-App auch auf 
das Adressbuch oder den Standort zugreifen dürfen?
Btw. kann man ja auch gleich abwägen ob man die App überhaupt benötigt 
weil man auch gut und bequem mit Firefox für android auf Amazon, ebay 
und Co zugreifen kann.

Die älteren Generationen tuen sich da doch etwas schwer, das sehe ich an 
meinem Vater. Dem ist eher wichtig, dass das Zeug funktioniert. Ich bin 
ja aber schon froh wenn der Sohnemann von sich aus erkennt, dass er das 
nächste Gratisspiel doch nicht installiert weil nahezu der gesamte 
Handyspeicher zum Hersteller übertragen wird...

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