E-Mail Fußnote (disclaimer)

OP #5006218
Lesenswert?

Wie Sie wissen, können über das Internet versandte E-Mails unter fremdem 
Namen erstellt oder der Inhalt verändert werden. Aus diesem Grund sind 
unsere als E-Mail verschickten Nachrichten grundsätzlich keine 
rechtsverbindlichen Erklärungen.


Ist die Fußnote in einer E-Mail rechtens?
Soweit ich informiert bin ist auch eine E-Mail rechtsverbindlich.
Es sei denn es handelt sich um solche Sachen wie Kaufverträge für ein 
Haus, o.ä.
#5006840
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Ich empfehle die Verwendung von DKIM, SPF und DMARC. Damit kann man 
nachweisen, ob die Mail verändert wurde (DKIM) und ob sie vom eigenen 
Server kam (SPF+DKIM). Mit DMARC kann man dann noch andere Mailserver 
anweisen, Mails die den SPF und DKIM check nicht bestehen nicht 
anzunehmen (wobei google & co. sich nicht daran halten), und einen 
Report für jede empfangene Mail zurück zu senden (Machen so ziemlich 
alle mail server). Nur bei Mailing listen ist DMARC etwas problematisch. 
und man braucht einen erfahrenen Sysadmin+eigenen Mailserver um es 
einzurichten.

GPG finde ich auch noch ganz net. Viele meiner Mails sind mit PGP 
signiert. Wenn man erstmal ein paar PGP keys hat können andere einem 
dann sogar verschlüsselte Nachrichten schreiben.


Das Hauptproblem bei Fussnoten wie der von dir gezeigten ist, das ein 
Scammer diese natürlich auch einfach weglassen kann, wiso sollte er 
diese auch einbauen? Stelle lieber sicher, dass scam mails eindeutig als 
solche Identifiziert werden können.
#5006915
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Rainer S. schrieb:
> Ist die Fußnote in einer E-Mail rechtens?

Du darfst sie verwenden, aber du kannst damit den Empfänger nicht dazu 
zwingen, sich daran zu halten. (Genausowenig wie mit irgendetwas, dass 
ich dir einfach so auf einem Stück Papier in deinen Briefkasten werde.)

> Soweit ich informiert bin ist auch eine E-Mail rechtsverbindlich.

Wenn ich ein Brötchen kaufe, dann ist das auch ohne Papier oder E-Mail 
ein gültiger Kaufvertrag.

(Und wenn ich den Bäcker später verklagen will, dann könnte es schwerer 
werden, die Einzelheiten oder sogar die Existenz dieses Kaufvertrags zu 
beweisen.)

--
Diese Antwort ist kostenpflichtig. Wer sie gelesen hat, schuldet mir 
sofort 42 €.
Gast #5006940
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Clemens hat Recht.

Wenn irgend was in einer empfangenen Mail "rechtsverbindlich" wäre, also 
z.B. auch ein "wichtiger Disclaimer" der mir verbietet den Inhalt weiter 
zu geben oder mich verpflichtet irgend etwas zu tun (Absender 
informieren) oder ähnlicher Blödsinn, dann ist es Clemens Rechnung über 
42 Euro auch.

Das ist also nichts weiter als Spam, Datenmüll o.ä. 
Bandbreitenverschwendung, zumal der "Disclaimer" oft länger ist als der 
eigentliche Inhalt.

Gruß,
Holm
#5006958
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Rainer S. schrieb:
> Wie Sie wissen, können über das Internet versandte E-Mails unter fremdem
> Namen erstellt oder der Inhalt verändert werden. Aus diesem Grund sind
> unsere als E-Mail verschickten Nachrichten grundsätzlich keine
> rechtsverbindlichen Erklärungen.
>
>
> Ist die Fußnote in einer E-Mail rechtens?
> Soweit ich informiert bin ist auch eine E-Mail rechtsverbindlich.
> Es sei denn es handelt sich um solche Sachen wie Kaufverträge für ein
> Haus, o.ä.

Über diese E-Mail würde ich dann keine Kaufverträge abschließen!

Bestellungen laufen oft nur über den Einkauf.
Ich nehme mal an, die haben einen anderen Text dort stehen bzw. man kann 
sich irgendwie absichern.
OP #5008140
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Clemens L. schrieb:
> Rainer S. schrieb:
>> Ist die Fußnote in einer E-Mail rechtens?
>
> Du darfst sie verwenden, aber du kannst damit den Empfänger nicht dazu
> zwingen, sich daran zu halten. (Genausowenig wie mit irgendetwas, dass
> ich dir einfach so auf einem Stück Papier in deinen Briefkasten werde.)

Ich will sie nicht verwenden. Die kommt von der Gegenseite.
#5008160
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Hmmm... ich bekommen den Eindruck, du hast also eine Mail bekommen mit 
einem Inhalt, der für dich Vorteile bringen kann (ggf. wg. Tippfehler im 
Preis?). Jetzt ist da aber dummerweise die Fussnote dran und der Sender 
hat dir ggf. auch schon gesagt, dass da in der Mail was schief gelaufen 
ist.

Wenn dir das ernst ist, dann kann ich nur noch mal sagen: 
http://www.frag-einen-anwalt.de (Ich würde ja 
http://www.rent-a-lawyer.de empfehlen, aber da steht nur "bald 
verfügbar").

Da kommst du eh nicht drum rum, egal was Leute dir hier erzählen. Wenn 
die Gegenseite nicht einknickt oder dir einfach das gibt was du haben 
willsts, weil es denen zu blöd wird bzw mehr kostet, als dass es 
einbringt, dann haben die auch eine Rechtsabteilung...
OP #5008299
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Axel H. schrieb:
> Hmmm... ich bekommen den Eindruck, du hast also eine Mail bekommen
> mit
> einem Inhalt, der für dich Vorteile bringen kann (ggf. wg. Tippfehler im
> Preis?). Jetzt ist da aber dummerweise die Fussnote dran und der Sender
> hat dir ggf. auch schon gesagt, dass da in der Mail was schief gelaufen
> ist.

Nicht so ganz. So 'gewieft' bin ich nicht.

> Wenn dir das ernst ist, dann kann ich nur noch mal sagen:
> http://www.frag-einen-anwalt.de (Ich würde ja
> http://www.rent-a-lawyer.de empfehlen, aber da steht nur "bald
> verfügbar").

Werde ich mal nachschauen, danke für den Tipp.

> Da kommst du eh nicht drum rum, egal was Leute dir hier erzählen. Wenn
> die Gegenseite nicht einknickt oder dir einfach das gibt was du haben
> willsts, weil es denen zu blöd wird bzw mehr kostet, als dass es
> einbringt, dann haben die auch eine Rechtsabteilung...

Manche Sachen kann man auch ohne eine solche Abteilung regeln, finde 
ich. Sonst ist man ja nur am bezahlen...

Clemens L. schrieb:
> Rainer S. schrieb:
>> Ich will sie nicht verwenden. Die kommt von der Gegenseite.
>
> Hast du mit der Gegenseite einen Vertrag abgeschlossen, in dem du dich
> dazu verpflichtest, Anweisungen in Fußnoten zu beachten?

Nein.

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