Wie Sie wissen, können über das Internet versandte E-Mails unter fremdem Namen erstellt oder der Inhalt verändert werden. Aus diesem Grund sind unsere als E-Mail verschickten Nachrichten grundsätzlich keine rechtsverbindlichen Erklärungen. Ist die Fußnote in einer E-Mail rechtens? Soweit ich informiert bin ist auch eine E-Mail rechtsverbindlich. Es sei denn es handelt sich um solche Sachen wie Kaufverträge für ein Haus, o.ä.
Ich empfehle die Verwendung von DKIM, SPF und DMARC. Damit kann man nachweisen, ob die Mail verändert wurde (DKIM) und ob sie vom eigenen Server kam (SPF+DKIM). Mit DMARC kann man dann noch andere Mailserver anweisen, Mails die den SPF und DKIM check nicht bestehen nicht anzunehmen (wobei google & co. sich nicht daran halten), und einen Report für jede empfangene Mail zurück zu senden (Machen so ziemlich alle mail server). Nur bei Mailing listen ist DMARC etwas problematisch. und man braucht einen erfahrenen Sysadmin+eigenen Mailserver um es einzurichten. GPG finde ich auch noch ganz net. Viele meiner Mails sind mit PGP signiert. Wenn man erstmal ein paar PGP keys hat können andere einem dann sogar verschlüsselte Nachrichten schreiben. Das Hauptproblem bei Fussnoten wie der von dir gezeigten ist, das ein Scammer diese natürlich auch einfach weglassen kann, wiso sollte er diese auch einbauen? Stelle lieber sicher, dass scam mails eindeutig als solche Identifiziert werden können.
Rainer S. schrieb: > Ist die Fußnote in einer E-Mail rechtens? Du darfst sie verwenden, aber du kannst damit den Empfänger nicht dazu zwingen, sich daran zu halten. (Genausowenig wie mit irgendetwas, dass ich dir einfach so auf einem Stück Papier in deinen Briefkasten werde.) > Soweit ich informiert bin ist auch eine E-Mail rechtsverbindlich. Wenn ich ein Brötchen kaufe, dann ist das auch ohne Papier oder E-Mail ein gültiger Kaufvertrag. (Und wenn ich den Bäcker später verklagen will, dann könnte es schwerer werden, die Einzelheiten oder sogar die Existenz dieses Kaufvertrags zu beweisen.) -- Diese Antwort ist kostenpflichtig. Wer sie gelesen hat, schuldet mir sofort 42 €.
Clemens hat Recht. Wenn irgend was in einer empfangenen Mail "rechtsverbindlich" wäre, also z.B. auch ein "wichtiger Disclaimer" der mir verbietet den Inhalt weiter zu geben oder mich verpflichtet irgend etwas zu tun (Absender informieren) oder ähnlicher Blödsinn, dann ist es Clemens Rechnung über 42 Euro auch. Das ist also nichts weiter als Spam, Datenmüll o.ä. Bandbreitenverschwendung, zumal der "Disclaimer" oft länger ist als der eigentliche Inhalt. Gruß, Holm
Rainer S. schrieb: > Wie Sie wissen, können über das Internet versandte E-Mails unter fremdem > Namen erstellt oder der Inhalt verändert werden. Aus diesem Grund sind > unsere als E-Mail verschickten Nachrichten grundsätzlich keine > rechtsverbindlichen Erklärungen. > > > Ist die Fußnote in einer E-Mail rechtens? > Soweit ich informiert bin ist auch eine E-Mail rechtsverbindlich. > Es sei denn es handelt sich um solche Sachen wie Kaufverträge für ein > Haus, o.ä. Über diese E-Mail würde ich dann keine Kaufverträge abschließen! Bestellungen laufen oft nur über den Einkauf. Ich nehme mal an, die haben einen anderen Text dort stehen bzw. man kann sich irgendwie absichern.
Clemens L. schrieb: > Rainer S. schrieb: >> Ist die Fußnote in einer E-Mail rechtens? > > Du darfst sie verwenden, aber du kannst damit den Empfänger nicht dazu > zwingen, sich daran zu halten. (Genausowenig wie mit irgendetwas, dass > ich dir einfach so auf einem Stück Papier in deinen Briefkasten werde.) Ich will sie nicht verwenden. Die kommt von der Gegenseite.
Hmmm... ich bekommen den Eindruck, du hast also eine Mail bekommen mit einem Inhalt, der für dich Vorteile bringen kann (ggf. wg. Tippfehler im Preis?). Jetzt ist da aber dummerweise die Fussnote dran und der Sender hat dir ggf. auch schon gesagt, dass da in der Mail was schief gelaufen ist. Wenn dir das ernst ist, dann kann ich nur noch mal sagen: http://www.frag-einen-anwalt.de (Ich würde ja http://www.rent-a-lawyer.de empfehlen, aber da steht nur "bald verfügbar"). Da kommst du eh nicht drum rum, egal was Leute dir hier erzählen. Wenn die Gegenseite nicht einknickt oder dir einfach das gibt was du haben willsts, weil es denen zu blöd wird bzw mehr kostet, als dass es einbringt, dann haben die auch eine Rechtsabteilung...
Rainer S. schrieb: > Ich will sie nicht verwenden. Die kommt von der Gegenseite. Hast du mit der Gegenseite einen Vertrag abgeschlossen, in dem du dich dazu verpflichtest, Anweisungen in Fußnoten zu beachten?
Axel H. schrieb: > Hmmm... ich bekommen den Eindruck, du hast also eine Mail bekommen > mit > einem Inhalt, der für dich Vorteile bringen kann (ggf. wg. Tippfehler im > Preis?). Jetzt ist da aber dummerweise die Fussnote dran und der Sender > hat dir ggf. auch schon gesagt, dass da in der Mail was schief gelaufen > ist. Nicht so ganz. So 'gewieft' bin ich nicht. > Wenn dir das ernst ist, dann kann ich nur noch mal sagen: > http://www.frag-einen-anwalt.de (Ich würde ja > http://www.rent-a-lawyer.de empfehlen, aber da steht nur "bald > verfügbar"). Werde ich mal nachschauen, danke für den Tipp. > Da kommst du eh nicht drum rum, egal was Leute dir hier erzählen. Wenn > die Gegenseite nicht einknickt oder dir einfach das gibt was du haben > willsts, weil es denen zu blöd wird bzw mehr kostet, als dass es > einbringt, dann haben die auch eine Rechtsabteilung... Manche Sachen kann man auch ohne eine solche Abteilung regeln, finde ich. Sonst ist man ja nur am bezahlen... Clemens L. schrieb: > Rainer S. schrieb: >> Ich will sie nicht verwenden. Die kommt von der Gegenseite. > > Hast du mit der Gegenseite einen Vertrag abgeschlossen, in dem du dich > dazu verpflichtest, Anweisungen in Fußnoten zu beachten? Nein.
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