Forum: Offtopic Strömung einfärben


von Kolja L. (kolja82)


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Hallo Chemiker

Um einen Praktikumsversuch etwas anschaulicher zu gestalten,
suche ich eine Möglichkeit Wasser kräftig einzufärben.
Der eingefärbte Wasserstrahl strömt in einen großen Speicher aus Glas
und die (temperaturabhängige) Verteilung soll sichtbar gemacht werden.

Abforderungen an das Färbemittel sind:

weitesgehend ungiftig
kräftige Färbung
wenn möglich nicht lichtstabil
(so entfärbt sich der Speicher von selbst)

Gruß Kolja

von Wolfgang (Gast)


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KMnO4

von Bastian W. (jackfrost)


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von Cyborg (Gast)


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Tinte, Kaliumpermanganat oder Lebensmittelfarbe würde ich versuchen.

von Kolja L. (kolja82)


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Die sind aber alle sehr lichtbeständig :-(

von Wolfgang (Gast)


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Bastian W. schrieb:
> https://de.m.wikipedia.org/wiki/Methylenblau

R 22 Gesundheitsschädlich beim Verschlucken

Kolja L. schrieb:
> weitesgehend ungiftig

von Kolja L. (kolja82)


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Wolfgang schrieb:
>> https://de.m.wikipedia.org/wiki/Methylenblau

Hab gerade gelesen, dass, wenn man es in Pralinen versteckt, der Urin 
grün wird :-)

von Ralf (Gast)


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Milch

von nachtmix (Gast)


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Etwas Phenolphthalein zugeben.
Die wässerige oder saure (Essig oder Zitronensäure) Lösung ist farblos, 
durch Alkali (Kernseife, Natriumcarbonat, NaOH) färbt sie sich rot.
Das kann man beliebig oft "umpolen".
https://de.wikipedia.org/wiki/Phenolphthalein

von Teo D. (teoderix)


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Kolja L. schrieb:
> Wasserstrahl strömt in einen großen Speicher aus Glas
> und die (temperaturabhängige) Verteilung soll sichtbar gemacht werden.
> ...
> (so entfärbt sich der Speicher von selbst)

Hmmm... Schwebeteilchen, LASER-Fächer?

von Kolja L. (kolja82)


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nachtmix schrieb:
> Phenolphthalein

Geile Idee, aber

EU-Gefahrstoffkennzeichnung [5] aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) 
[6]
Giftig
Giftig
(T)
R- und S-Sätze   R: 45​‐​62​‐​68
S: 53​‐​45
Zulassungs­verfahren nach REACH

besonders besorgnis­erregend[7]: krebs­erzeugend (CMR)

lt. Wikipedia

von MaWin (Gast)


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Uranin aka Fluorescein, leuchtend gelbgrün

von nachtmix (Gast)


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Kolja L. schrieb:
> Giftig
> Giftig
> (T)
> R- und S-Sätze   R: 45​‐​62​‐​68
> S: 53​‐​45
> Zulassungs­verfahren nach REACH
>
> besonders besorgnis­erregend[7]: krebs­erzeugend (CMR)


Da steht aber auch:
Bis zur Entdeckung einer möglicherweise karzinogenen Wirkung wurde 
Phenolphthalein mehr als hundert Jahre lang als Abführmittel verwendet. 
Die kleinen Mengen, die beim Einsatz als Indikator verwendet werden, 
sind jedoch nicht gefährlich.
(Hervorhebung durch mich)
Ich sehe das auch so.

Wenn du so besorgt bist, solltest du auch kein Knäckebrot, keine Pommes, 
keine Kartoffelchips und kein paniertes Schnitzel mehr essen, denn beim 
Backen bildet sich bekanntlich Acrylamid, das ähnlich eingestuft ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Acrylamid

von nachtmix (Gast)


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P.S.:
Wenn du doch Phenolphthalein verwenden willst, solltest du die 
Änderungen des pH-Wertes mit einigen Tropfen einer starken Säure (HCl, 
oder H2SO4) bzw. einer starken Base (NaOH) bewirken, den das gibt einen 
schärferen Farbumschlag als bei schwachen Säuren bzw. schwachen Basen

von Forist (Gast)


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Kolja L. schrieb:
> Um einen Praktikumsversuch etwas anschaulicher zu gestalten,
> suche ich eine Möglichkeit Wasser kräftig einzufärben.

Was genau macht dabei der µC bzw. die Digitalelektronik? ;-)

> "Für alle Fragen rund um Mikrocontroller und sonstige digitale Elektronik."

von Icke ®. (49636b65)


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Rote-Bete oder Blaubeersaft. Entfärbung ggfs. mit Wasserstoffperoxid.

von Matthias L. (limbachnet)


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Wolfgang schrieb:
> KMnO4

Färbt sehr schön und wurde Jahrzehnte verdünnt als Desinfektionsmittel 
eingesetzt, aber es bildet beim Oxidieren wasserunlöslichen Braunstein, 
der dann ausfällt und unten im Becken herumliegt.

Und man bekommt es nicht mehr so einfach wie früher, weil man damit auch 
was zünden kann...

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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MaWin hatte dieselbe Idee, Fluorescein wurde schon 1877 zum Nachweis 
unterirdischer Wasserströme verwendet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fluorescein#Uranin

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