WS2812B über Max485 und 6N137 ansteuern

Gast #5009796
Hallo,

ich habe ein Frage bezüglich der Potentialtrennung einer größeren 
WS2812B LED Installation.
Die Netzteile der LEDs sollen wegen der Leitungslänge von 60m Cat6 nicht 
direkt galvanisch mit der Steuerschaltung verbunden werden.
Als Datenübertragung über diese Leitungslänge verwende ich RS485, Sender 
und Empfänger fest auf der Platine Verdrahtet (also keine 
Richtungsumschaltung).
Der Schirm des Netzwerkkabels ist mit Erde verbunden (nicht Masse der 
Netzteile sondern richtige Erdung über eine Leitung zum 
Hauptpotentialausgleich da die Leitung außen verläuft), ein Drahtpaar 
ist für die RS485 zuständig.
Funktioniert auf dem Labortisch mit einem ewig langen Netzwerkkabel zum 
testen auch super.

Der Empfangende Max485 soll den Datenstrom für die LEDs über einen 6N137 
an die LEDs weiterreichen. Der RO-Pin (=Datenausgang) des Max485 wird 
über einen Widerstand von 330 Ohm mit der Kathode der Optokoppler-LED 
Verbunden. Der andere Pin der Opto-LED geht auf Vcc. So gibt es viele 
Schaltungen im Netz. Der Max485 kann aber laut Datenblatt am Ausgang nur 
4mA liefern. Ist das nicht etwas knapp für den Optokoppler? Wenn ich mit 
dem Strom etwas höher gehe (so Richtung 6mA) nimmt der Max mir das nicht 
übel und geht kaputt?
Macht es Sinn einen Treiber hinter den Max zu schalten der den 
Optokoppler mit genug Strom versorgt?
Datentakt wären 800khz, ich vermute mit einem Transistor in 
Emitterschaltung dürfte ich da schlechte karten haben oder nicht?

Bitte um Hilfe von den Profis bevor ich was baue und naher Frust habe 
weils nach ein paar Stunden aussteigt.

Grüße
Rolle
Rolle schrieb:
> Der Max485 kann aber laut Datenblatt am Ausgang nur
> 4mA liefern. Ist das nicht etwas knapp für den Optokoppler?

das kannst Du doch auf dem Steckbrett mal eben ausprobieren (3mA, dann 
4mA anlegen und gucken, ob er durchschaltet). Wenn es nicht reicht - < 
1MHz sollte kein Problem sein für einen normalen Transistor / TTL..
Rolle schrieb:
> Der Max485 kann aber laut Datenblatt am Ausgang nur 4mA liefern. Ist
> das nicht etwas knapp für den Optokoppler?

Der 6N137 garantiert einen Schwellenstrom von höchstens 5 mA, in der 
Praxis ist die Schwelle aber weit niedriger. Wenn du einen größeren 
Pullup-Widerstand benutzt und garantieren kannst, dass der Optokoppler 
nicht bis auf 85 °C erhittzt wird, dann läuft er auch mit einem 
kleinerem Strom.

Und es gibt auch andere Optokoppler, z.B. H11L1 (da wird es aber mit der 
Geschwindigkeit knapp) oder TLP2361.

> Wenn ich mit dem Strom etwas höher gehe (so Richtung 6mA) nimmt der Max
> mir das nicht übel und geht kaputt?

Das Datenblatt spezifiziert einen bestimmten Spannungsabfall (VOL, VOH) 
für einen Strom von 4 mA. Bei einem größeren Strom wird der 
Spannungsabfall halt größer (und nicht mehr garantiert). Aber solange du 
die zulässige Gesamtverlustleistung nicht überschreitest, ist das 
harmlos.
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