Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik NFC als UART-"Ersatz" zur Datenkommunikation mit AVR ?


von Rush .. (rush)


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Hallo zusammen.

Folgende Ausgangssituation. In einem von außen nicht zugänglichem 
Gehäuse habe ich meinen Sensor mit Auswertelektronik verbaut. Nun möchte 
ich diverse Parameter via NFC konfigurieren, Schaltschwellen etc. bzw. 
diese auch auslesen können. NFC da es mir einerseits kostengünstig 
erscheint und ich als Reader mein Telefon nutzen kann. In wiefern ist es 
möglich auf dem im Gehäuse verbautem AVR ein NFC-Tag zu emulieren? Die 
Daten welche ich vom Handy aus sende müssten dort im EEPROM gespeichert 
werden können wobei es sich nur um max. 10 Byte handelt.

Ich habe mir z.B. den AS3953 angesehen. Wenn ich es richtig verstanden 
habe dann muss an dieses IC noch ein separates EEPROM drauf welches dann 
beschrieben werden kann.

Das möchte ich ja aber nicht.
Ich muss dazu sagen das ich in Sachen NFC noch kompletter Neuling bin. 
Für Anregungen, Ideenvorschläge etc. wäre ich sehr dankbar.

MfG Rush

von Ursus P. (unwichtig)


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Rush .. schrieb:

> Das möchte ich ja aber nicht.
> Ich muss dazu sagen das ich in Sachen NFC noch kompletter Neuling bin.
> Für Anregungen, Ideenvorschläge etc. wäre ich sehr dankbar.
>
> MfG Rush

Servus,

mach lieber ein OPTO-UART darein, wirds viel einfacher. Meiner 
Erfahrungen nach beim NFC und AVR, muss du noch das ganze NFC-handling 
mitübernehmen. Das macht die ganze Sache viel schwieriger. Und du muss 
dann irgendein Terminalprogramm für dein Smartphone schreiben. Zwei 
Große Baustellen auf zwei verschiedenen Systemen.

Mfg aus dem Eneppe-Ruhr Kreis

von A. B. (Gast)


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> den AS3953 angesehen. Wenn ich es richtig verstanden
> habe dann muss an dieses IC noch ein separates EEPROM drauf welches dann
> beschrieben werden kann.

Nein, ein EEPROM ist da schon drin, im Datenblatt steht doch 
ausdrücklich 1kbit EEPROM, und auch im Diagramm sieht man's.

Wenn es unbedingt NFC sein muss, kommt man um zusätzliche Bauteile doch 
sowieso nicht herum, das ganze analoge Frontend ...
Wenn man das nicht diskret aufbauen will, braucht man sowieso ein IC.

Und der genannte Chip macht die Abwicklung auch komplett intern. Das 
EEPROM ist dann wie ein Briefkasten. Unerfreulich ist bei dem die 
Bauform, 0.5 bzw. 0.4 pitch ...

Die Idee mit der Opto-Schnittstelle ist von dem Standpunkt aus bestimmt 
praktikabler.

Dass das Handy eine NFC-Schnittstelle hat, sagt ja erstmal auch nur aus, 
dass diese hardwaremäßig vorhanden ist. Die geeignete Software, um damit 
die eigenen NFC-Tags sinnvoll beschreiben/auslesen zu können, hat man 
damit noch längst nicht.

von Rush .. (rush)


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Das Problem ist dass das Gehäusen nicht lichtdurchlässig ist. Ansonsten 
wäre das sicherlich die bessere Möglichkeit.

Gibt es denn keine Möglichkeit quasi nur die Kopplung von Smartphone 
und, ich nenne es mal der Gegenstelle, per NFC zu realisieren. Im 
Prinzip so wie eine Bluetoothbrücke mit BTM222?

von Pandur S. (jetztnicht)


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NFC sollte als UART konfigurierbar sein, da serielle Kommunikation. Ob 
die NFC Konfiguration des benannten Chips/Modules/geraetes das so kann 
weiss ich leider nicht. Und sonst Bluetooth. Es gibt Bluetooth-UART 
Umsetzer.

von Wilhelm M. (wimalopaan)


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Rush .. schrieb:
x. 10 Byte handelt.
>
> Ich habe mir z.B. den AS3953 angesehen. Wenn ich es richtig verstanden
> habe dann muss an dieses IC noch ein separates EEPROM drauf welches dann
> beschrieben werden kann.
>
> Das möchte ich ja aber nicht.
> Ich muss dazu sagen das ich in Sachen NFC noch kompletter Neuling bin.
> Für Anregungen, Ideenvorschläge etc. wäre ich sehr dankbar.
>
> MfG Rush

Ich nutzte für so etwas die HC-05 BT Module. Das klappt wunderbar. Die 
haben eine UART-Schnittstelle und man kann sie im Host auch als serielle 
Schnittstelle koppeln.

von Rush .. (rush)


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Ok, vielleicht sollte ich meine Umgebung ein wenig präziser schildern 
;-)
Das es handelt sich hierbei um ein berufliches Projekt. Das Gerät soll 
im nachhinein in Serie produziert werden, mit einer Auflage von ca. 
50000 Stk./Jahr.

Momentan haben wir dieses Produkt als rein machanisches Gerät (selbes 
Gehäuse, annähernd selbe Funktionalität, jedoch nicht konfigurierbar) 
auf de Markt wobei das "Innenleben" des Gehäuses in der Produktion 
gerade einmal 50 Cent kostet.

Das das Ganze auf elektronischer Basis natürlich nicht ansatzweise mit 
dem Preis zu verlgeichen ist ist mir klar. Allerdings wollte ich es 
nicht auf die Spitze treiben und noch ein Bluetooth modul integrieren. 
Schöner wäre es mit Sicherheit! Allerdings viel zu teuer, im gegensatz 
zu dem preislichen Aufwand der eigentlichen Elektronik. Auch benötige 
ich keine große Reichweise. Das Gerät soll auch keine dauerhafte 
Verbindung haben. Es soll vom Kunden flexibel konfiguriert werden können 
(heut zu Tage kann man davon ausgehen dass 90% der Nutzer ein 
NFC-fähiges Smartphone besitzt). Die Konfiguration wird auch nur in 
Abhängigkeit vom Verwendungsfall einmalig durchgeführt.

Diese Möglichkeiten habe ich bereits ins Auge gefasst:
- OPTO-UART   -> nicht möglich da Gehäuse lichtundurchlässig
- NRF-Funkmodul oder ähnliche    -> wird ein seperater Empfänger/Reader 
benötigt
- Bluetooth     -> zu teuer

und letztendlich bin ich bei NFC gelandet.

von Jim M. (turboj)


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Rush .. schrieb:
> - NRF-Funkmodul oder ähnliche    -> wird ein seperater Empfänger/Reader
> benötigt
> - Bluetooth     -> zu teuer

Wieso ist BT(LE) zu teuer? Ersetze Deinen ollen AVR durch einen 
NordicSemi NRF52 und Du hast sowohl Bluetooth als auch NFC integriert. 
Beides braucht nur noch Hühnerfutter außenrum.

Ja, der NRF52 ist teurer als der AVR - Du kannst aber ebentuell Geld bei 
der Stromversorgung einsparen, denn der zieht nicht viel Strom. Billiger 
dürfte Dich ein externes NFC Modul auch nicht kommen.

von Frank K. (fchk)


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Es gibt von ST Dual-Interface-EEProms. Das eine Interface ist RFID gemäß 
ISO14443A oder ISO15693, das andere Interface ist I2C.

Damit kannst Du von außen Konfigurationsdaten ins EEPRROM schreiben und 
die intern per I2C lesen.

Die Ansteuerung per I2C ist sehr unterschiedlich zu der von normalen 
EEPROMs, weil der Speicher wegen RFID strukturiert ist.

Aber ansonsten ist das eine sehr günstige Sache mit wenig 
Hardware-Aufwand. Gibts mit 2...64kBit Größe.

Link:

http://www.st.com/en/nfc/st25-dynamic-nfc-tags.html?querycriteria=productId=SC1412

fchk

von Jim M. (turboj)


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Jim M. schrieb:
> Ja, der NRF52 ist teurer als der AVR

Sehe grade, die 256k Flash/32k Ram Variante gibts bei Digkey für weniger 
als 2,50€ pro Stück (in 3000er Einheiten). Das würde ich nicht mehr in 
jedem Falle als "teurer als AVR" bezeichnen wollen.

Und der Flash und Ram ist für normale Anwendungen mit BT LE völlig 
ausreichend, wenn auch das Softdevice kräftig daran knabbert (8k RAM und 
ca. 128k Flash).

von Tiramisu (Gast)


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10 Bytes Konfig?
Bei der Menge an Daten vielleicht ueber Ultraschall bei 19kHz!?
Anm.: Im Markt gibt es eine Handvoll von Keyplayern im
Tracking-/Werbe-Bereich, die Patente haben.

siehe auch 
http://rnd.azoft.com/mobile-app-transering-data-using-ultrasound/

von Tom (Gast)


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Mal eine ganz andere Frage hierzu...
Es handelt sich doch hier um ein Projekt einer Firma die, (bei 50000 
Stück!) auch richtig viel Geld damit verdient und nicht um ein 
Hobbyprojekt! Warum kümmert sich nicht die Firma selber darum und 
investiert an Material, Entwicklungszeit und Ingenieurshirnschmalz?????
...nur mal so am Rande...

von A. B. (Gast)


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Tom schrieb:
> Es handelt sich doch hier um ein Projekt einer Firma die, (bei 50000
> Stück!) auch richtig viel Geld damit verdient und nicht um ein
> Hobbyprojekt! Warum kümmert sich nicht die Firma selber darum und
> investiert an Material, Entwicklungszeit und Ingenieurshirnschmalz?????
> ...nur mal so am Rande...

Dem kann man nur beipflichten. Wenn die Leute allerdings den Hintergrund 
anfangs (absichtlich?!) verschweigen und den gegenteiligen Eindruck zu 
erwecken versuchen ... Einfach dreist.

von Frank K. (fchk)


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Der Fragesteller ist wohl auch wieder erfolgreich verstorben.

fchk

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