zu tief gebohrt - was nun?

Gast #5016245
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Hallo,

ich habe in einen Alu-Block (ca. 20 x 20 x 50 mm³) etwa 7 mm von der 
Stinseite entfernt zu tief gebohrt (3 mm Loch ca. 6 mm tief).
Dabei habe ich eine Querbohrung mit M5-Gewinde leicht angeritzt.

Wie kann man die Bohrung (gas-)dicht bekommen?

Was habt ihr für Vorschläge?
Harz oder Kleber möchte ich vermeiden.

Viele Grüße Maik
Gast #5016287
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Maik schrieb:
> Aber ich habe in meiner Bastelwerkstatt kein entsprechendes Material,
> als Presse könnte mir nur der Schraubstock dienen.

Das hätteste auch gleich schreiben können.

> Könnte man bleihaltiges oder bleifreies Zinn verwenden?

Und wie soll das eine dichtende Verbindung mit dem Alu eingehen?

Nimm das oder lass es.
http://www.ebay.de/itm/Presto-Haftstahl-125g-Dose-/302262164921?hash=item46603a9db9:g:zlYAAOSwB-1Y1Qb5
Beitrag #5016945 wurde von einem Moderator gelöscht.
#5016948
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Maik schrieb:
> Hallo,
>
> der Vorschlag von Winfried klingt am Besten.
> Aber ich habe in meiner Bastelwerkstatt kein entsprechendes Material,
> als Presse könnte mir nur der Schraubstock dienen.
>
> Könnte man bleihaltiges oder bleifreies Zinn verwenden?
> Habe aber auch keine speziellen Flussmittel für Alu - nur X32-10i.

Es gibt Lötstabe für Aluminum 'schweissen':

https://www.obi.de/zubehoer-fuer-loetgeraete/rothenberger-aluminium-schweissstab-flussmittelumhuellt-rolot-604/p/5502026

https://www.youtube.com/watch?v=3SBfP4_i1Go
Gast #5017354
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Geert H. schrieb:
> Es gibt Lötstabe für Aluminum 'schweissen':

Mit einem Autogenschweißgerät (und dem passenden Flussmittel) kann man 
Aluminium auch richtig schweißen.
Ohne Übung kann man Aluminium aber weder schweißen noch löten.

Thomas schrieb:
> Georg schrieb:
>> Ich habe ein Feinmechanik-Praktikum bei einer Firma gemacht, bei der
>> solche "Reparaturen" zur sofortigen fristlosen Entlassung geführt
>> hätten.
> Tut mir leid das zu hören, Georg.

Manche Kunden haben eben entsprechende Qualitätsanforderungen und das 
meist zu Recht. Wenn der Lieferant die Qualität nicht liefert oder 
mogelt, dann gehen die Folgeaufträge an andere.

P.S.:Ich hatte mal die Gelegenheit einem Schweißer beim verlegen von 
Gasleitungen (doppelwandig, mit Leckageüberwachung) in einem 
Laborgebäude zuzusehen, die Arbeitsqualität und Qualitätssicherung (alle 
Schweißnähte röntgen...) war beeidruckend gut und der Zeitaufwand enorm. 
Der Kunde war bereit den entsprechenden Preis zu zahlen, in Anbetracht 
der Gase (und ihrer Gefährlichkeit) auch kein Wunder.
Man wollte Gasflaschensammlungen im Labor vermeiden, um die, bei einer 
Leckage, im Gebäude austretende Menge zu minimieren. Die üblichen 
Gasflaschenschränke (mit Absaugung) für Innenaufstellung wären nicht 
hinreichend sicher gewesen.
Gast #5018356
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MaWin schrieb:
>>Harz oder Kleber möchte ich vermeiden.
>
> Magie?

Nein, das ist ungeeignet!

Erstens wird das Zeug nicht oder nur sehr langsam fest, daher wird die 
Verbindung nicht gasdicht. Desweiteren ist die schwärzliche Farbe nicht 
schön.
Der Essiganteil kann zu Korrosion fürhen und Kurzschlüsse verursachen.
Langzeitstabil ist es auch nicht, denn es fängt nach einiger Zeit zu 
schimmeln an.
Dann ist es olfaktorisch suboptimal, speziell wenn der Schimmelvorgang 
beginnt.

Nein, nicht gut. Für Suppen ja, als Dichtmasse nein.
Beitrag #5018357 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5018466
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Wieder ein typischer Freitagsthread und jeder steigt drauf ein.

Von Autogenschweissen bis Alulötpaste ist alles dabei. Leute, lasst euch 
einsalzen!

Wenn das Problem echt gemeint ist, nimmt man entweder einen neuen 
Alublock und arbeitet die Bohrungen nach oder schraubt einfach eine 
Schraube eine Nummer grösser rein und bohrt den Rest wieder weg.
#5018595
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Maik schrieb:
> Alu-Block (ca. 20 x 20 x 50 mm³)

Wegschmeißen und neu machen.  Das ist kein Block, das ist ein Stückchen 
von einem Quadratstab.
Was soll so eine blöde Frage? Wegen des kostbaren Materials?
Nenne einen vernünftigen Grund, dass du das "retten" musst, dann kriegst 
du auch einen Vorschlag.

Ach, schon gesehen, war vom Freitag.
Habt ihr so viel Langeweile?
Persönliche Seite #5022090
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Frank T. schrieb:
> Gewinde schneiden, die kürzeste Madenschraube nehmen und verschrauben.
> Evtl. Tropfen Zweikomponenten Kleber dazugeben.

Und wie kriegt er dann die Bohrung wieder enger?


Rote T. schrieb:
> 60° Senker und Bohrung konisch aufweiten, dann mit WIG, sofern
> vorhanden, zuschweissen. Dann Gewinde mit Gewindeschneider nachschneiden

Wie will man denn innen im Material sauber WIG-Schweissen? Die 
Schwießraupe als Füllung? Abgesehen von dem Aufand ergibt das 
Verwerfungen im Material.


Das Einfachste und IMO Beste ist ein verpresster Stift. Den kriegt man 
durch die bestehende Bohrung auch durch:

- Durchmesser für leichte Presspassung berechnen
- ab damit ins Eisfach und runter auf -10 Grad
- Alublock ins Heisswasser und warm machen auf 90 Grad
- Mit Kältemittel auf den Gang zielen, damit sich das Material um das 
Loch zusammenzieht und damit das Loch öffnet
- Zielen und dann rein das Ding bis unten in den Gewindegang
- 2 min Warten bis zum Temperaturausgleich
- Dann beide Gänge  Gewinde neu schneiden  tiefbohren

Es muss wohl nicht erwähnt werden, dass der Stift bitte aus demselben 
Material ist und beides entfettet wurde, damit die Kaltverschweißung 
gelingt und bei Hitzebelastung die thermischen Ausdehnungskoeffizienten 
stimmen.

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