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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik OP Offsetdrift korreliert, wenn in einem Gehäuse?


Autor: Phil (Gast)
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Hallo,

weiß jemand ob die Offsetdrift in einem Doppel-OP korreliert sind? Also 
bringt es einen Vorteil, wenn die Spannung ZWISCHEN zwei OP Ausgängen 
relevant ist einen Doppel-OP einzusetzen?

Konkret zB 2x OPA277 vs 1x OPA2277

mfg

Autor: U. M. (oeletronika)
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Hallo,
> Phil schrieb:
> weiß jemand ob die Offsetdrift in einem Doppel-OP korreliert sind? Also
> bringt es einen Vorteil, wenn die Spannung ZWISCHEN zwei OP Ausgängen
> relevant ist einen Doppel-OP einzusetzen?
> Konkret zB 2x OPA277 vs 1x OPA2277
ich würde meinen, dass es zumindest eine erhöhte Wahrscheinlichkeit 
dafür gibt, dass sich die Drifteigenschaften innerhalb eines Chips 
gleichen, weil diese den exakt gleichen Prozessparametern unterlagen.

Da die Offestdrift aber Effekte 2. und 3. Ordnung sind, gibt es dafür 
keine Garantie.

Wenn es auf minimale Drift ankommt, warum benutzt du dann nicht einen 
OPV-Typ, der noch deutlich weniger Drift hat? z.B. AD857x
http://www.analog.com/media/en/technical-documenta...

Gruß Öletronika

: Bearbeitet durch User
Autor: Phil (Gast)
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Vielen Dank für die Info!

Autor: Axel S. (a-za-z0-9)
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Phil schrieb:
>
> weiß jemand ob die Offsetdrift in einem Doppel-OP korreliert sind?

Sind sie nicht.

Da hättest du mit ein bißchen nachdenken selbst drauf kommen können. 
Schon dIe Offsetspannung selber und auch deren Drift sind das Resultat 
fehlender Korrelation bei Bauteil-Kennwerten (in einem OPV). Wieso 
sollte die Korrelation zwischen den OPV besser sein als innerhalb eines 
OPV? Wenn der Hersteller das hinkommen würde, dann könnte er die OPV 
auch gleich besser machen.

Autor: Georg (Gast)
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Phil schrieb:
> bringt es einen Vorteil, wenn die Spannung ZWISCHEN zwei OP Ausgängen
> relevant ist einen Doppel-OP einzusetzen?

Zumindest den, dass beide Zweige annähernd die gleiche Temperatur haben, 
also Temperatureffekte weitgehend unterbleiben. Dafür gibt es ja z.B. 
Doppel-FETs für Präzisions-Eingangsstufen.

Georg

Autor: Axel S. (a-za-z0-9)
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Georg schrieb:
> Phil schrieb:
>> bringt es einen Vorteil, wenn die Spannung ZWISCHEN zwei OP Ausgängen
>> relevant ist einen Doppel-OP einzusetzen?
>
> Zumindest den, dass beide Zweige annähernd die gleiche Temperatur haben,
> also Temperatureffekte weitgehend unterbleiben. Dafür gibt es ja z.B.
> Doppel-FETs für Präzisions-Eingangsstufen.

Welche "zwei Zweige"? Bei einem Doppel-OPV sind die Transistoren beider 
Eingangsstufen auf einem Chip und damit praktisch auf der gleichen 
Temperatur. Außerdem sind die Bauteile auch jeweils identisch. 
Abweichungen von der Symmetrie sind unbeabsichtigt  und führen zu 
besagten Offset-Spannungen und deren Drift.

Autor: Georg (Gast)
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Axel S. schrieb:
> Welche "zwei Zweige"?

LESEN!! Es geht um einen Doppel-OPV, also um 2 Operationsverstärker. 
Näheres über "doppelt" z.B. im Wiktionary. Hat mit dem Dopplereffekt 
wenig zu tun.

Georg

Autor: Axel S. (a-za-z0-9)
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War ja klar, daß du das nicht verstehst.

Autor: Lurchi (Gast)
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Bei den besseren Typen wird schon versucht über Symmetrie den Offset und 
die Drift in 1. Näherung auf 0 zu bringen. Da bringt ein Doppel-OP in 
der Regel keinen Vorteil. Die beiden OPs sind schließlich an 
verschiedenen Bereichen des Chips. Bei Typen, die nicht auf kleinen 
Offset getrimmt sind (z.B. NE5534) kann es ggf. noch eine merkliche 
Korrelation geben.

Autor: Possetitjel (Gast)
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Phil schrieb:

> weiß jemand ob die Offsetdrift in einem Doppel-OP
> korreliert sind?

Davon würde ich mal ausgehen. (Haupteinflussgröße
wird ja die Temperatur sein.)

Allerdings bedeutet das etwas anderes, als Du
schätzungsweise erwartest. Der Korrelationskoeffizient
kann kann nämlich im Bereich -1...0...+1 liegen.

> Also bringt es einen Vorteil, wenn die Spannung
> ZWISCHEN zwei OP Ausgängen relevant ist einen
> Doppel-OP einzusetzen?

Das würde nur funktionieren, wenn der Korrelations-
koeffizient in der Nähe von +1 liegt.

Er kann aber auch -1 betragen; auch dann sind die
Größen noch korreliert.

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