Welches DMM bis 100€?
- Brymen BM231
- Fluke 15b+
Trms ist glaube ich nicht so wichtig, aber MHz Frequenzmessung wäre gut
(haben glaube ich beide nicht?) und solide/qualitativ sollen sie sein.
Super genau ist auch nicht so wichtig. Fluke ist suboptimal, da es keine
Garantie gibt. Andere DMMs?
Markus K. schrieb:> Moin> Ich werfe mal das Uni-T UT61E in den Ring. Gibts beim Chinesen für nen> 50er, oder in einer besseren Version mit GS-Kennzeichnung (mehr> Absicherung) für 79,80 bei Pinsonne
Vorsicht, ich habe bei Pinsonne für ein paar Euro unter Reichelt-Preis
damals die Asiaversion bekommen, also besser das UT61E bei Reichelt
kaufen!
Da kann ich leider nichts zu sagen, ich hab nur eins da gekauft, und das
hatte die bessere Absicherung.
Die ich trotzdem rausgeschmissen, und auf Fluke Niveau aufgerüstet habe.
Mess damit in Oszilloskopen hin und wieder auch auf der HV-Seite rum
(bis 1000V trau ich mich mit dem UT61E). :)
Disclaimer:
Nicht das ich damit jetzt das Bashing starte.....
Für die richtige HV gibts natürlich das passende Werkzeug.
Wenn du Dir nicht im Klaren bist, was DU brauchst, dann kaufe Dir ein
ganz billiges. Zum Beispiel das 9,95 Teil von Contrad. Das ist ein
wirklich gutes Gerät für seine Klasse.
Falls du die Strippen in die Steckdose stecken willst, solltest du mehr
ausgeben, wegen der angemessenen Schutzisolation. Die kosten ab 30 Euro.
Übe erstmal damit. Dann wirst du sehen, welche Funktionen du sonst noch
brauchst, und dann kannst das für DICH richtige Gerät kaufen. Ein
zweites Multimeter wirst du sowieso früher oder später brauchen.
Stefan U. schrieb:> das 9,95 Teil von Contrad.
Welches ist das genau, hast Du da nen Link oder ne Modellbezeichnung?
"Contrad" = "Conrad" ???
> Ein zweites Multimeter wirst du sowieso früher oder später brauchen.
Genau, ich hab 5 oder 6 und brauche ab und an mal 3 gleichzeitig.
Stefan U. schrieb:> Wenn du Dir nicht im Klaren bist, was DU brauchst,
Er sucht einen Frequenzzähler.
Wolfgang R. schrieb:>> Ein zweites Multimeter wirst du sowieso früher oder später brauchen.> Genau, ich hab 5 oder 6 und brauche ab und an mal 3 gleichzeitig.
Und vermutlich, so wie ich, einen Liebling dabei, der meistens benutzt
wird.
Stefan U. schrieb:> Zum Beispiel das 9,95 Teil von Contrad. Das ist ein> wirklich gutes Gerät für seine Klasse.
Ich hatte mal ein 5 Euro Teil. Ist bei 230 Volt explodiert. Nichts
falsch eingestellt, einfach so passiert. Hatte das zum Glück nicht
irgendwo am Körper. Lag auf dem Boden.
War für diesen Messbereich geeignet. Hatte auch schon öfter damit
gemessen. Aber dann einmal zu viel.
Deswegen habe ich ja drauf hingewiesen.
In der Anleitung steht deutlich drin, dass es nicht an die Steckdose
darf. Und die rote Strippe ist auch nicht ohne Grund so dick, dass sie
gar nicht in die Löcher passt. An der Steckdose sind Spitzen von einigen
tausend Volt alltäglich. Das verträgt noch lange nicht jedes Multimeter.
> Kalibriert nach Werksblabla.....
Das Gerät misst wirklich angemessen genau. Ich hab's mit einer
Referenzquelle und zwei anderen sehr viel teureren Voltmetern
verglichen. Und zwar nicht nur eins, sondern einen ganzen Schuhkarton
voll. Die sind ganz sicher kalibriert.
Bei einen 10€ Teil wirds garantiert keine zertifizierte Kalibrierung
geben. Die kostet kräftig 3 stellig.
Und Conrad verwendet "Kalibriert" in letzter Zeit sehr inflationär. Nach
CAT III 250 kalibriert, aha, ahso. Das fehlt dann nur noch "Kalibriert:
nach 1 Pfund Aufschnitt
Stefan U. schrieb:>>> das 9,95 Teil von Contrad.>> Welches ist das genau, hast Du da nen Link oder ne Modellbezeichnung?>> Stellst du dich absichtlich doof um mich aus der Reserve zu locken?>> Da gehst du einfach mal auf die Webseite des Shops, suchst nach> Multimeter und sortierst nach Preis.>> https://www.conrad.de/de/hand-multimeter-digital-voltcraft-vc-11-kalibriert-nach-werksstandard-cat-iii-250-v-anzeige-counts-2000-122999.html>> Oder du gehst in den Laden. Mit etwas Glück klemmt da eins als> Türstopper am Eingang.
Ich hab mir bei "Conrad" [sic!] zuvor die Seite angeschaut und nach
Preis sortiert und genau das selbe Produkt gefunden, aber da der Preis
nicht übereinstimmt und es nicht eindeutig war und "Contrad" mir nicht
bekannt ist, Du aber ein spezielles Teil meintest, hab ich nur
nachgefragt!
Nicht jeder meint irgend etwas böse, aber Dein Verhalten ist echt
dämlich!
Vielleicht bist Du einfach nur zu jung und unerfahren!?!
:-)
---
> Ich hatte mal ein 5 Euro Teil. Ist bei 230 Volt explodiert.
Für 12V-Anwendungen reichen die "billigen" oft, aber selbst wenn sie
baugleich ausschauen kann es technische Unterschiede geben, besonders in
der Verarbeitungsqualität.
Es sollte zumindest kalibrier-/justierbar sein, dann bin ich hierzu
i.d.R, auch mit einer Kommastelle Genauigkeit zufrieden.
Die Frage ist ja "Welches DMM bis 100€?" und das Problem ist, daß man
nicht sehen kann, was ein Teil wirklich wert ist in dem Bereich. Viele
Firmen "branden" auch nur China-Massenware.
Ein 30 Euro Teil kann genauso gut sein wie ein 100 Euro-Gerät oder ein
100 Euro-Teil kann technisch einfach schlecht sein (Sicherheit),
deswegen wäre es gut vorher im Internet nach ausführlichen Rezensionen
zu schauen, welche die Teile auch zerlegen, um dann unabhängig von dem
Kritiker eine eigene Meinung zu bilden (Man muss einfach den Werbe- und
Narzissten-Faktor ausklammern).
Bei der You-Tube einfach mal nach "Multimeter Review" und "teardown"
oder "Multimeter Buyers Guide" usw. schauen.
Grundsätzlich viel zu Technik-Kram machen da z.B.:
"mjlorton" und "EEVblog"
Markus K. schrieb:> Hmm> Conrad Mitarbeiter unterwegs?
Anscheinend
Merke:
Ein Text wie:
Kalibriert nach: Werkstandard CAT III 250V
bzw nach irgendeinen Text der auf dem Multimeter steht, ist kein
Zertifikat. Das ist Müll, nix Wert.
https://www.esz-ag.de/service/faq-reparieren.html
Marko schrieb:> Uni-T ist der größte Chinamüll.
Was nun mal wieder eine Aussage mit dem Wert "Müll".
Es gibt hier viele Leute, die UT benutzen. Mein letzter Test mit einem
UT61-D gegen Fluke-Geräte zeigte keine relevanten Abweichungen bzw.
bewegt sich eindeutig innerhalb der spezifizierten Genauigkeit.
Ob das Ding 30 oder mehr Jahre erreicht, steht auf einem anderen Blatt,
traue ich dem nicht zu. Der eine oder andere hier wird es später mal
berichten.
Peter M. schrieb:> Vorsicht, ich habe bei Pinsonne
Die Bewertung "98,4% Positive Bewertungen" ist für einen gewerblichen
Verkäufer auch nicht gerade glänzend...
Manfred schrieb:> Marko schrieb:>> Uni-T ist der größte Chinamüll.> Was nun mal wieder eine Aussage mit dem Wert "Müll".>> Es gibt hier viele Leute, die UT benutzen. Mein letzter Test mit einem> UT61-D gegen Fluke-Geräte zeigte keine relevanten Abweichungen bzw.> bewegt sich eindeutig innerhalb der spezifizierten Genauigkeit.>> Ob das Ding 30 oder mehr Jahre erreicht, steht auf einem anderen Blatt,> traue ich dem nicht zu. Der eine oder andere hier wird es später mal> berichten.
Das Problem ist nicht ob es "hält", sondern ob man den Messungen trauen
kann. Und selbst wenn man den Messungen jetzt trauen kann, kann man es
noch in 5 Jahren?
Ganz zu schweigen von den kleinen Überraschungen, die Uni-T gerne mal
einbaut. Nimm ein UT139C und versuch die Rippelspannung an einem
Siebelko zu messen. Oder die Restwechselspannung an einer Lichtmaschine.
Ich spreche nämlich aus Erfahrung. Das UT139C zeigt in diesen Fällen nur
SCHEISSE an. Weil der Eingang, selbst wenn man auf Wechselspannung
umschaltet, nicht Wechselspannungsgekoppelt ist. Da haben sich die
gerissenen Schlitz ... äh, Schlitzohren einen Kondensator eingespart.
So könnte man beim Test einer Lichtmaschine darauf kommen, dass die ja
nicht kaputt ist, also schmeisst man 100€ für eine neue Batterie raus,
dann womöglich noch 500€ für ein neues Motorsteuergerät, weil die
Lichtmaschine kanns ja nicht sein, die hat man ja mit dem tollen Uni-T
getestet. Ich habs zum Glück noch rechtzeitig gemerkt. Mein Mißtrauen
gegenüber diesem Chinaschrott hat mir viel Geld gespart.
Uni-T: einmal und nie wieder. Denn wenn ein Multimeter Mülll anzeigt,
dann kann das viel mehr kosten, als wenn man sich gleich ein richtiges
Gerät gekauft hätte. Penny wise and pound foolish.
Marko schrieb:>> Es gibt hier viele Leute, die UT benutzen. Mein letzter Test mit einem>> UT61-D gegen Fluke-Geräte zeigte keine relevanten Abweichungen bzw.>> bewegt sich eindeutig innerhalb der spezifizierten Genauigkeit.>>>> Ob das Ding 30 oder mehr Jahre erreicht, steht auf einem anderen Blatt,>> traue ich dem nicht zu. Der eine oder andere hier wird es später mal>> berichten.
Wir haben im Büro jede Menge "Müll"-Multimeter seit Jahren im Einsatz.
Für Messungen wie:
Ist VCC vorhanden?
Ist der Wiederstand OK?
Liegt hier ein KS vor.
Wie ist die Diode verbaut?
Wie viel Strom zieht die Schaltung.
usw. reichen die völlig aus.
Von dem Geld was ein Fluke kostet kann ich mir 30 Jahre lang alle zwei
Jahre ein neues "Müll-Multimeter" kaufen.
Wir haben auch ein Agilent und ein Gossen-Metrawatt Mulimeter da, aber
die holen wir nur raus, wenns um höhere Spannungen geht oder
komplizierte Wechselsignale gemessen werden müssen.
Ansonsten ziehe ich es vor ein billiges MM zu haben bei dem es nicht
tragisch ist, wenns von der Leiter fliegt.
> Das Problem ist nicht ob es "hält", sondern ob man den Messungen trauen> kann. Und selbst wenn man den Messungen jetzt trauen kann, kann man es> noch in 5 Jahren?
Noch nie erlebt, das das eine Thema gewesen wär. Wenn die Spannung in 5
Jahren um 1% von 3,313 auf 3,30 driftet, ist das in 99,9% aller Fälle
völlig egal.
Wenns nicht egal ist hat man so eine spezielle Anwendung, dass auch ein
Kalibiertes DMM vorhanden sein sollte.
...ich nutze Peaktech 2010, reicht lange. Seit Jahren. Und auch bei
häufigstem Nutzen ist, ggü dem Fluke auf der Arbeit, welches ich wenig
nutze, nicht ANDAUERND die scheiß Batterie leer. In Analogie: (Den)
Meisten(s) reicht Bosch grün, es muss nicht immer Hilti sein :)
Klaus.
Klaus R. schrieb:> Meisten(s) reicht Bosch grün, es muss nicht immer Hilti sein :)
Genau, hab mich auch schon oft gefragt, wozu Bastler ein 6-stelliges DMM
brauchen.
Aber das ist sicher der gleiche Grund, warum Fotohobbyisten eine 3000€
DLSR mit einem 2000€ Objektiv benötigen, wo sie doch nur ihre Hunde
damit fotografieren und nicht mal das richtig können.
Fabian F. schrieb:> Liegt hier ein KS vor.
Viel Spaß mit dem Billig Multimeter. Mein fluke reagiert sofort.
Kauf keinen Schrott. Lieber was anständiges da hast du länger Freude
dran.
Hatte früher ein peaktech. Letzter Schrott. Oft defekt, Probleme,
ungenau wenn beleuchtung an. Etc etc.
Hab mir privat ein fluke für ein paar hundert euro gekauft, beste
Investition!
Meckerziege schrieb:> Fabian F. schrieb:>> Liegt hier ein KS vor.>> Viel Spaß mit dem Billig Multimeter. Mein fluke reagiert sofort.
Weil die 0,2s bis das MM piept auch so quälend langsam sind, dass ich 15
mal so viel Geld investieren muss um das auf 0,1s zu drücken...
Ich kann nur jedem raten die Finger von Produkten mit der Bezeichnung
UNI-T zu lassen.
Die Dinger sind echter Mist. Habe schon 3 Stück davon nach ca. 6 Monaten
entsorgen müssen.
Die Abweichung waren nach kuzer Zeit enorm.
DC-Messbereich -0.5V,
AC-Bereich +1.2V
Widerstandsmessung +4 Ohm,
Strom +20mA
Und es lag nicht an den Batterien.
Den Support von UNI-T kann man als nicht existent bezeichnen.
Ein altes DMM von Pollin, 10 Jahre alt, ist immer noch genauer als der
UNI-T Schrott.
Nur noch Fluke und Co.!!!
Also das ut61e hättest doch einfach kalibrieren können? Bin mit meinem
zufrieden. Bin irgendwann zu so nem alten Fluke Tischmultimeter
gekommen, aber das ist seit Jahren weggepackt weil es keinen
Durchgangspiepser hat. Die meisten Messungen mach ich aktuell aber mit
so billigen dt830 Dingern (unter 3,- bei Aliexpress). Die liegen bei mir
immer griffbereit rum. Was besseres müsste ich erst holen gehen... :-)
Fabian F. schrieb:>> Viel Spaß mit dem Billig Multimeter. Mein fluke reagiert sofort.>> Weil die 0,2s bis das MM piept auch so quälend langsam sind, dass ich 15> mal so viel Geld investieren muss um das auf 0,1s zu drücken...Codix schrieb:> Ein altes DMM von Pollin, 10 Jahre alt, ist immer noch genauer als der> UNI-T Schrott.
Hat jemand das PM110 von Pollin und mitbekommen wie sich die Technik
geändert hat?
Die "alten" haben beim Durchgangsprüfer schön "analog" und schnell
gekrächst und die "neuen" zeigen "digital" erst nach vielleicht 2
Sekunden etwas an, so lahm, daß es immer erscheint, als da wäre nix,
aber wenn, dann wunderschön sauber klingend. :-(
Andreas R. schrieb:> Die meisten Messungen mach ich aktuell aber mit> so billigen dt830 Dingern (unter 3,- bei Aliexpress).
Ein "DT 830B" hab ich auch direkt aus China, nur um es zu vergleichen
und da die Dinger niemals "gleich" sind kann ich nicht einmal sagen, daß
es immer Schrott ist, aber meines ist es.
Was aber "billig" und für seinen Einsatzzweck praktisch ist, ist ein
LCD-Einbau-Voltmeter mit eigenem Messeingang (3 Leitungen) für das
Steckbrett.
Kalibriert nach Spannungsreferenz und justiert, Pin und ein Draht als
Ständer dran und wenn die Versorgungsspannung hoch genug ist, dann auch
vom Steckbrett mitgefüttert.
Die Teile sind aber auch nicht alle gleich, auch wenn sie baugleich
aussehen.
Stefan U. schrieb:> In der Anleitung steht deutlich drin, dass es nicht an die Steckdose> darf.
Ich hatte ja auch nicht dieses. Ist auch schon einige Jahre her. Sie
bewarben sogar, dass man damit die Spannung an den Steckdosen messen
könne.
Stefan, mit einem Multimeter kann ich wohl umgehen. Ich glaube es gibt
kaum ein Tag bei der Arbeit, da ich das nicht brauche.
...mit den Flukes ist es wie mit Angelausrüstung und Fotokram - jeder
kauft sich das geilste Zeug, weil "muss". Wrkl brauchen tun es die
wenigstens. Aber cool isses. Und wenn jemand mit der Angel vom Aldi
auftaucht, geht das Gelaber los. Deshalb sitzen wir meist privat in
unseren eigenen Buden, da hat man seine Ruhe. Und falls man dumme
Sprüche braucht, gibt es ja immer noch uC.net ;)
Klaus.
Klaus R. schrieb:> Wrkl brauchen tun es die> wenigstens.
Noch besser: Mein Vater kaufte sich mal eine Rute für 1000 DM und die
Holländer schmissen gut 100 Meter weiter. Dann hat er sich eine solche
Rute für 365 Gulden gekauft. War damals noch deutlich weniger wert, der
Gulden.
Wolfgang R. schrieb:> Andreas R. schrieb:>> Die meisten Messungen mach ich aktuell aber mit>> so billigen dt830 Dingern (unter 3,- bei Aliexpress).>> Ein "DT 830B" hab ich auch direkt aus China, nur um es zu vergleichen> und da die Dinger niemals "gleich" sind kann ich nicht einmal sagen, daß> es immer Schrott ist, aber meines ist es.
Ich hab im Büro ein OWON B35. Ist auch klassische China Ware, aber das
Piept weniger als 0,3s nachdem sich man einen KS erzeugt.
Codix schrieb:> Die Abweichung waren nach kuzer Zeit enorm.> DC-Messbereich -0.5V,
Im 2,2V-Messbereich oder bei 220V?!
> AC-Bereich +1.2V> Widerstandsmessung +4 Ohm,
Bei 10 kOhm?
> Strom +20mA
Im 10A-Messbereich?
Ohne Bezugsbasis, also Angabe des Messbereichs sind solche Abweichungen
maßlos und damit wirklich sinnlos.
Hab mir zum gelegentlichen Nachschauen so eine ad584 Volt Referenz
geholt. Danach sehen sogar die 3,- Dinger gut aus. Würde die Referenz
selbst aber gerne mal mit nen guten Multimeter messen.
Peter M. schrieb:> Ohne Bezugsbasis, also Angabe des Messbereichs sind solche Abweichungen> maßlos und damit wirklich sinnlos.
Für die meine Angaben anscheinend nicht verstehen wollen:
Die Differenzen waren von grundsätzlicher Natur!
Gmeinhin als Offsetfehler bekannt!
Erst denken, dann meckern!
Klaus R. schrieb:> ...mit den Flukes ist es wie mit Angelausrüstung und Fotokram - jeder> kauft sich das geilste Zeug, weil "muss".
Da ist leider dummes Geschwätz. Wenn ich nicht alle halbe Jahr ein neues
DMM kaufen will, weil das toll UNI-Tätterä gerade meint mich beim
Messwert verarschen zu müssen, dann macht ein Fluke und Co. Sinn.
Wenn ich 4x UNI-T Schrott kaufe, dann habe ich einmal ein Fluke bezahlt.
Und das Fluke tut es in 5 Jahren immer noch besser als ein UNI-T es
jemals können wird.
Ich habe hier ein uraltes FLUKE 8050A. Das lasse ich jedes Jahr
kalibrieren.
Die Jungs vom Kalibrierservice sagen mir jedes Mal wieder, dass die
Abweichungen marginal waren. Irgend wo an der 3. Stelle hinter dem Komma
im
20 V Bereich.
Das ist für mich Qualität die sich auszahlt.
Codix schrieb:> Für die meine Angaben anscheinend nicht verstehen wollen:>> Die Differenzen waren von grundsätzlicher Natur!> Gmeinhin als Offsetfehler bekannt!>> Erst denken, dann meckern!
Für diejenigen, die nicht verständlich schreiben wollen:
Wieso schreibst Du nicht, worauf sich Deine Abweichung bezieht?
Vielleicht hast Du die Messkabel nicht kurzgeschlossen?
Wieso schreibst Du nicht, welche Geräte Probleme bereitet haben sollen?
Wieso schreibst Du pauschal "die Geräte von Uni-Trend..."?
Codix schrieb:> Klaus R. schrieb:>> ...mit den Flukes ist es wie mit Angelausrüstung und Fotokram - jeder>> kauft sich das geilste Zeug, weil "muss".>> Da ist leider dummes Geschwätz. Wenn ich nicht alle halbe Jahr ein neues> DMM kaufen will, weil das toll UNI-Tätterä gerade meint mich beim> Messwert verarschen zu müssen, dann macht ein Fluke und Co. Sinn.> Wenn ich 4x UNI-T Schrott kaufe, dann habe ich einmal ein Fluke bezahlt.> Und das Fluke tut es in 5 Jahren immer noch besser als ein UNI-T es> jemals können wird.>> Ich habe hier ein uraltes FLUKE 8050A. Das lasse ich jedes Jahr> kalibrieren.> Die Jungs vom Kalibrierservice sagen mir jedes Mal wieder, dass die> Abweichungen marginal waren. Irgend wo an der 3. Stelle hinter dem Komma> im> 20 V Bereich.> Das ist für mich Qualität die sich auszahlt.
Stellen wir mal fest - der erste hier, der sein gerät wirklich
kalibrieren lässt
Peter M. schrieb:> Codix schrieb:>> Für die meine Angaben anscheinend nicht verstehen wollen:>>>> Die Differenzen waren von grundsätzlicher Natur!>> Gmeinhin als Offsetfehler bekannt!>>>> Erst denken, dann meckern!>> Für diejenigen, die nicht verständlich schreiben wollen:>> Wieso schreibst Du nicht, worauf sich Deine Abweichung bezieht?> Vielleicht hast Du die Messkabel nicht kurzgeschlossen?> Wieso schreibst Du nicht, welche Geräte Probleme bereitet haben sollen?>> Wieso schreibst Du pauschal "die Geräte von Uni-Trend..."?
Ich begreife es auch nicht wie die werte zusammenkamen
Das Peaktech 3430 scheint eine Art UT61E-Variante zu sein.
Die krumme Count-Zahl von 22000 weist auf den Cyrustek-Chip hin, der
auch im UT61E verbaut ist.
Marko schrieb:> Nimm ein UT139C und versuch die Rippelspannung an einem> Siebelko zu messen. Oder die Restwechselspannung an einer Lichtmaschine.> Ich spreche nämlich aus Erfahrung. Das UT139C zeigt in diesen Fällen nur> SCHEISSE an. Weil der Eingang, selbst wenn man auf Wechselspannung> umschaltet, nicht Wechselspannungsgekoppelt ist. Da haben sich die> gerissenen Schlitz ... äh, Schlitzohren einen Kondensator eingespart.
Das müsste man doch aber am Messwert leicht erkennen können? Was hat es
denn angezeigt?
Ich habe sowohl beruflich als auch privat ein paar Uni-T 61B im Einsatz
(alle von Reichelt). Um mal schnell hier und dort zu schauen ob die
Versorgungsspannungen da sind, sind die völlig ausreichend.
Wenn eines davon einen Offset von 0,5V hätte, dann wäre es ganz
offensichtlich defekt. In so einem Fall (den es bei mir aber noch nie
gab) würde ich das Gerät bei Reichelt und nicht bei Uni-T reklamieren.
Ich sehe da kein Problem.
Und ob das Gerät einen großen Offset hat kann ja jeder leicht selber
testen. Schwieriger ist es da schon, wenn der Messwert einen Gain Fehler
hat. Und da würde ich mir dann überlegen ob ich bei begrenztem Budget
ein Fluke kaufe, dass ich nicht verifizieren kann oder lieber ein paar
billigere Geräte, die ich ab und zu gegeneinander prüfen kann.
Und zur Qualität: Das Keysight 34461A (ein 1000€ DMM) kam damals auch
defekt hier an und musste getauscht werden. So etwas kann immer mal
passieren. (Austausch erfolgte übrigens auch durch den Distributor und
nicht durch Keysight direkt).
> Und zur Qualität: Das Keysight 34461A (ein 1000€ DMM) kam damals auch> defekt hier an und musste getauscht werden. So etwas kann immer mal> passieren. (Austausch erfolgte übrigens auch durch den Distributor und> nicht durch Keysight direkt).
Aber das hätte im Funktionstest oder spätestens bei der Kalibrierung
auffallen müssen.
Und da Keysight das sicherlich an einen Auftragsfertiger auslagert, ist
es deren versagen.
Bei Uni-T würde ich bezweifeln, das die überhaupt testen.
Der Defekt des Keysight war ein Wackler der unter einigen Umständen dazu
führte, dass das Gerät neugestartet ist. Man konnte es so sicher
kalibrieren (wurde es ja auch, es ist ja ein Zertifkat mit Messwerten
dabei).
Und ich denke schon, dass die Uni-T Multimeter abgeglichen (um nicht von
kallibrieren zu sprechen..) werden. Ansonsten würde man doch viel zu
teure Bauteile benötigen. Das heißt es muss da auch etwas geben, was die
Werte zurückliest. Von daher denke ich, das dieser Offset Fehler auch
erst später auftrat, aber bei den spärlichen Informationen zu diesem
Fehler ist es wohl nicht sinnvoll da zu spekulieren.
Danke für eure Antworten. Wie gesagt, es muss nicht super genau sein und
ein bisschen driften ist ok.
Ein UNI-T käme mir auch vorher nicht in Frage. Ich hatte vorher ein
PeakTech 2010, ist jetzt nicht besser, aber das hat gehalten bis ich es
weggegeben habe, weil bei jemandem ein 10€ noname Ding gleich kaputt
gegangen ist. Ich will trotzdem kein UNI-T weil Dave vom EEVBlog sich
sehr negativ zu den UNI-Ts geäußert hat, und das Fluke 15b war noch
"built to price" (aber dennoch Fluke-typisch solide) (Jemand, dessen
Name mir nicht einfällt, hat das 15b?15b+? bei youtube mit HV getestet
und es hat all die anderen deutlich teureren Geräte überlebt).
Ein teureres Brymen verkauft Dave ja selber, insofern dachte ich, dass
ein Brymen qualitativ auch noch ok sein sollte?
Zum Thema Kalibrieren: Soweit ich gelesen habe, lässt sich ein Fluke 15b
noch kalibrieren, aber das neuere 15b+ nicht mehr?
Ich arbeite ab und zu mit HV (bis 2000V) im <1,75mA Bereich (hätte ich
wohl im Anfangspost erwähnen sollen).
Ich denke man sollte sich nicht allzusehr auf diese
Sicherheitsgeschichten bezügl. an der Steckdose messen versteiffen. Das
sollte man mit den meisten 6,5 stelligen Tischmultimetern auch nicht.
Und die sind auch nicht billig.
Für "Messungen" an der Elektroinstallation tut es auch soetwas wie ein
Testboy 40. Kostet nicht viel, ist auf der Leiter praktischer als ein
DMM und hat CAT III 400V.
Und mit 2000V und unter 2mA muss man sich da wohl auch wenig Gedanken
machen. Zudem kannst Du die ja eh nicht direkt messen.
Phil schrieb:> Ich denke man sollte sich nicht allzusehr auf diese> Sicherheitsgeschichten bezügl. an der Steckdose messen versteiffen.
Doch!!!
Denn dann liegt es gerade da in der Nähe, das andere ist vielleicht
gerade im Keller oder Garage und schon misst du mal eben an der
Steckdose.
Wie gesagt, meins ist richtig explodiert.
F. F. schrieb:> Doch!!!> Denn dann liegt es gerade da in der Nähe, das andere ist vielleicht> gerade im Keller oder Garage und schon misst du mal eben an der> Steckdose.> Wie gesagt, meins ist richtig explodiert.
Das Argument kann ich nicht gelten lassen. Wenn man ungeeignetes
Werkzeug nutzt, ist man selber Schuld. Es gibt selten ein Tool das alles
kann und es wird auch fast nie gebraucht. Wenn man leichtsinnig an
solchen Netzen misst, dann hilft einem auch ein gutes Multimeter ab
einem gewissen Punkt nicht mehr.
Hast Du auch ein entsprechendes Scope, falls es gerade mal da ist und
man direkt Netzspamnung messen möchte? Und was machen die Leute die
hochauflösende Multimeter brauchen, die es nicht mit den entsprechenden
Sicherheitsklassen gibt?
Dave stellt also ein UNI-T Gerät schlecht dar und verkauft eine andere
Marke.
Wenn ich Volkswagen verkaufen würde, dann wüsste ich auch, wie ich Opel
schlecht darstelle.
Marko schrieb:> Uni-T ist der größte Chinamüll. Finger weg von Uni-T.
Mein UT-61D habe ich vor ca. 3 Jahren gekauft, weil ich eine Anbindung
zum PC brauchte. Im Vergleich zu meinen Fluke-Zoo vor ein paar Wochen
habe ich keine relevanten Abweichungen sehen könnnen. Das Ding nervt,
weil es sehr langsam ist, mehr aber auch nicht. Das UT-Bashing in diesem
Thread sehe ich als unberechtigt an.
> Kauf dir ein gebrauchtes Fuke 87, das gibts für um die 100€.
Mein 87 (erste Serie) hat gezickt, die Schleifer auf Kohlebeschichteter
Leiterplatte haben leider auch keine unendliche Lebensdauer. Unbenommen
dessen ist das ein sehr praxisgerechtes Gerät und im Alltag mein
Liebling.
Andreas R. schrieb:> Die meisten Messungen mach ich aktuell aber mit> so billigen dt830 Dingern
Du bist Schuld, ich habe gerade ein DT830B und ein DT832 beim Ali
bestellt. Wehe, wenn die nichts taugen, will ich 5,45€ Schadenersatzu
von Dir :-)
Mal ganz ehrlich, für 2,60€ ein DMM incl. Meßleitungen und Versand, das
kann doch kaum mit rechten Dingen zugehen?
Klaus R. schrieb:> ...mit den Flukes ist es wie mit Angelausrüstung und Fotokram -> jeder kauft sich das geilste Zeug, weil "muss".> Wrkl brauchen tun es die wenigstens. Aber cool isses.
Die Frage nach der Herkunft habe ich schon anderweitig im Forum gestellt
und keine Antworten bekommen. Ich bin überzeugt, dass die meisten Leute
Fluke & Co für lau abgestaubt haben. Ich komme aus dem Bereich Prüf- und
Meßtechnik und weiß den Kram zu schätzen, meine Sammlung HP - Fluke -
R&S - Prema hat mich keinen Pfennig gekostet.
Fabian F. schrieb:> Piept weniger als 0,3s nachdem sich man einen KS erzeugt.
Das ist als Durchgangstester total unbrauchbar, Faktor 10 zu langsam. Da
ich das Elend kenne und nicht immer das Fluke 8060A nutzen will, habe
ich einen simplen Durchgangspieper mit einer Li-Batterie gelötet, der
hat keinen fühlbaren Zeitverzug.
Codix schrieb:> Ich habe hier ein uraltes FLUKE 8050A. Das lasse ich jedes Jahr> kalibrieren.
Wie bist Du zu dem gekommen? Musst Du die Kalibrierung bezahlen? Das ist
eine deutlich andere Klasse als " bis 100€"!
Phil schrieb:> Ich denke man sollte sich nicht allzusehr auf diese> Sicherheitsgeschichten bezügl. an der Steckdose messen versteiffen.
Wenn ein Meßgerät den passenden Spannungsbereich anbietet, erwarte ich,
damit an der Steckdose messen zu können, ohne dass es mir um die Ohren
fliegt.
Manfred schrieb:> Wenn ein Meßgerät den passenden Spannungsbereich anbietet, erwarte ich,> damit an der Steckdose messen zu können, ohne dass es mir um die Ohren> fliegt.
Messbereich ist eine andere Sache als mit der Energie klarkommen zu
können, die aus dem Versorgungsnetz kommen kann.
Ein HP 34401A hat auch nur normale Glassicherungen und geht bis 1000V.
Das ist auch vollkommen in Ordnung. Es kommt halt darauf an wo die 1000V
herkommen. Und an mein Uni-T 61B habe ich auch schon oft die vollen 600V
angelegt um es zu überprüfen. Die kamen dabei aber aus dem
strombegrenzenden Kalibrator. Ans Netz würde ich damit nicht gehen.
Manfred schrieb:> Wenn ein Meßgerät den passenden Spannungsbereich anbietet, erwarte ich,> damit an der Steckdose messen zu können, ohne dass es mir um die Ohren> fliegt.
Weshab es mich wundert, dass die üblichen Chinageräte unbedingt 750V
oder 1000V draufpinnen, ohne über ein entsprechendes Innenleben zu
verfügen. Vielen Anwendern aus dem hiesigen Forenpublikum wärs doch
herzlich egal ob 750V oder 250V draufsteht, weil sie kaum jemals mehr
als Kleinspannung messen.
Aber um ehrliche 1000V drauf pinnen zu können, muss u.A. eine
entsprechende Sicherung rein. Die nicht nur den Hersteller einiges Geld
kostet, sondern besonders auch den Anwender, der für die Ersatzsicherung
per Versand fast so viel berappen muss, wie für manches Messgerät.
Wärs da nicht einfacher, bei 08/15-Geräten 250V reinzubauen und
draufzuschreiben? Dann tut es auch eine Feinsicherung und die gibts für
wenig Geld überall.
Phil schrieb:> Ein HP 34401A hat auch nur normale Glassicherungen und geht bis 1000V.> Das ist auch vollkommen in Ordnung. Es kommt halt darauf an wo die 1000V> herkommen. Und an mein Uni-T 61B habe ich auch schon oft die vollen 600V> angelegt um es zu überprüfen.
Die Sicherung sichert m.W. nicht den Spannungsbereich ab, sondern den
Strombereich. Und solange die keinen Grund hat durchzubrennen, sind bei
Strommessung weit und breit keine 600V im Spiel. Erst wenn sie
durchbrennt und 600V trennen muss wird es interessant. Denn das tut die
übliche 5x20 Feinsicherung offiziell nur bis 250V.
Bleiben also die Messwiderstände im Spannungsbereich, die das aushalten
müssen was draufsteht. Und irgendwelche Kriechstrecken.
A. K. schrieb:> Die Sicherung sichert m.W. nicht den Spannungsbereich ab, sondern den> Strombereich. Und solange die keinen Grund hat durchzubrennen, sind da> weit und breite keine 600V im Spiel. Erst wenn sie durchbrennt und 600V> trennen muss wird es interessant.>> Bleiben also die Messwiderstände im Spannungsbereich, die das aushalten> müssen was draufsteht. Und irgendwelche Kriechstrecken.
Das 34401A würde ich trotzdem nicht für Messungen am Netz verwenden (ist
dafür ja auch nicht geeignet). Selbst wenn es nur um Spannungsmessungen
geht (Strom ist ja eh raus) würde ich nicht erwarten, dass es zwingend
mit dem klarkommt, was einem auf dem Netz begegnen kann.
A. K. schrieb:> Aber um ehrliche 1000V drauf pinnen zu können, muss u.A. eine> entsprechende Sicherung rein.
Die maximale Messpannung hat nichts mit der Messkategorie zu tun. (Siehe
oben)
A. K. schrieb:> bei Strommessung weit und breit keine 600V im Spiel. Erst wenn sie> durchbrennt und 600V trennen muss wird es interessant. Denn das tut die> übliche 5x20 Feinsicherung offiziell nur bis 250V.
Das Interessante was getrennt werden muss ist eher der Strom und da
kommen dann die HRC Sicherungen zum tragen. Die 250V Sicherung kann bei
entsprechend niederimpedanten Netzen den auftretenden Strom dann nicht
mehr trennen. Auch wenn über der Sicherung dabei dann gar keine 250V
abfallen. Zudem kann die Sicherung für ihre Umwelt gefährlich werden.
Phil schrieb:> kommen dann die HRC Sicherungen zum tragen. Die 250V Sicherung kann bei> entsprechend niederimpedanten Netzen den auftretenden Strom dann nicht> mehr trennen.
Yep. Aber sind wir da nicht wieder in jenen Bereichen der Elektrik, in
denen diese Geräte sowieso nichts verloren haben? Wenn die 5x20
Sicherungen so untauglich sind, dass die 16A im Sicherungskasten
seelenruhig weiterschlafen, dann könnte man sie ja auch nicht in
normalen Elektrogeräten einsetzen. Aber genau da kommen sie her.
Darauf wollte ich ja oben raus: Warum lügen die Hersteller, dass sich
die Balken biegen, statt einfach draufzuschreiben, dass das Gerät vor
der Steckdose nichts zu suchen hat? Ein Elektronikbastler, der die
Hybris seiner Jugend überlebt hat, der lässt da sowieso die Finger weg.
Der Markt wäre da.
A. K. schrieb:> Yep. Aber sind wir da nicht wieder in jenen Bereichen der Elektrik, in> denen diese Geräte sowieso nichts verloren haben? Wenn die 5x20> Sicherungen so untauglich sind, dass die 16A im Sicherungskasten> seelenruhig weiterschlafen, dann könnte man sie ja auch nicht in> normalen Elektrogeräten einsetzen. Aber genau da kommen sie her.
Mit dem nichts verloren haben bin ich voll bei Dir.
Was die Untauglichkeit der Sicherungen angeht, so sehe ich in Geräten da
schon einen Unterschied. Da bin ich nicht direkt mit einem niederohmigen
Shunt dran sondern mit etwas mehr Kram der normalerweise verhindert,
dass die Ströme gigantisch groß werden.
A. K. schrieb:> Darauf wollte ich ja oben raus: Warum lügen die Hersteller, dass sich> die Balken biegen, statt einfach draufzuschreiben, dass das Gerät vor> der Steckdose nichts zu suchen hat? Ein Elektronikbastler, der die> Hybris seiner Jugend überlebt hat, der lässt da sowieso die Finger weg.
Ja, wenn da eine Messkategorie draufsteht, die es nicht einhält ist das
natürlich böse. Worauf ich hinaus wollte war nur, dass die Spannung
darüber nicht direkt etwas aussagt und es durchaus sinnvoll sein kann
ein Gerät zu haben, dass bis 1000V misst und man damit trotzdem besser
nicht an die Steckdose geht.
Manfred schrieb:> Andreas R. schrieb:>> Die meisten Messungen mach ich aktuell aber mit>> so billigen dt830 Dingern> Du bist Schuld, ich habe gerade ein DT830B und ein DT832 beim Ali> bestellt. Wehe, wenn die nichts taugen, will ich 5,45€ Schadenersatzu> von Dir :-)
Oh Gott! Warum kann ich nur nicht meine Klappe halten? Hast wenigstens
die hochwertige Version mit Durchgangspiepser geordert?
Bei manchen der billigen Dinger war der Durchgangspiepser erst so leise.
Ich fahr dann mal mit 1000er Schleifpapier über die Messspitzen und reib
die danach mit Spiritus ab. Dann waren sie immer prima.
Stefan U. schrieb:> Dave stellt also ein UNI-T Gerät schlecht dar und verkauft eine andere> Marke.>> Wenn ich Volkswagen verkaufen würde, dann wüsste ich auch, wie ich Opel> schlecht darstelle.
Dave Jones wirbt ja mit "strictly opinion", er weist also auf seine
Subjektivität hin.
Allerdings hat er bei Handmultimetern spätestens seit dem Eigenvertrieb
von Brymen-Geräten den letzten Eindruck von Objektivität verspielt.
Wer sich wie ich für Geräte mit hervorragendem Preis/Leistungsverhältnis
interessiert, dem fällt auf, dass das folgende Gerät weder bei Dave
Jones noch in der großen Multimeter-Übersichtsdatei im eevblog Erwähnung
findet:
http://bibo.iqo.uni-hannover.de/dokuwiki/doku.php?id=werkzeuge:brymenmultimeter
Das ist ob des Preises und der Sicherheitsausstattung des Geräts doch
bemerkenswert.
Owon BT35 bei Pollin:
True RMS Bluetooth-Multimeter OWON B35T
http://www.pollin.de/shop/dt/OTUyOTYxOTk-/Messtechnik/Messgeraete/Multimeter/True_RMS_Bluetooth_Multimeter_OWON_B35T.html
Sonst kann man auch auf der Seite von Gossen nach Vorführgeräten gucken,
wobei ich gerade sehe dass deren neues Webseitenlayout düster ist.
Fluke 15-19 lieber nicht, da ist das günstigste nutzbare das 115.
Wenn Du wirklich UNI-T kaufen willst (u serious?), dann schau bei
batronix, da bekommst Du wenigstens die Teile die Du bestellst.
Andreas R. schrieb:>> Du bist Schuld, ich habe gerade ein DT830B und ein DT832 beim Ali>> bestellt. Wehe, wenn die nichts taugen, will ich 5,45€ Schadenersatzu>> von Dir :-)>> Oh Gott! Warum kann ich nur nicht meine Klappe halten? Hast wenigstens> die hochwertige Version mit Durchgangspiepser geordert?
Vom DT830 weiß ich es nicht, kostet 2,60€. Das DT832 ist mit 2,85€
deutlich teurer, aber da steht der Durchgangspieper in der Beschreibung.
Ich weiß noch nicht einmal, wozu ich die gebrauchen will, da mein
vorhandener Zoo groß genug ist - habe vorhin mal fix drei DMM
angeklemmt, um einen China-Wandler grob zu testen.
> Bei manchen der billigen Dinger war der Durchgangspiepser erst so leise.> Ich fahr dann mal mit 1000er Schleifpapier über die Messspitzen und reib> die danach mit Spiritus ab. Dann waren sie immer prima.
Ich habe den Eindruck, dass die Oberflächen von Meßspitzen seit ein paar
Jahren einfach nur noch schlecht sind. Ich vermute, dass das mit dem
Verbot gewisser Stoffe begründbar ist:
http://www.reach-info.de/verordnungstext.htm
Wenn du kein Geld hast, dann kauf dir halt ein Fluke 101. Das ist für
den Chinesischen Markt bestimmt und gibts auf eBay für ca. 40€ aus
China. Hat zwar nur die Grundfunktionen, hat aber die übliche
Fluke-Qualität, ist ultrarobust und hält 13kV ohne Beschädigungen aus:
https://www.youtube.com/watch?v=DBBdhyzGk00
Ausserdem ist es ein gutes Stück kleiner als ein normales Multimeter,
was manchmal ganz nützlich sein kann, da es z.B. in eine Hosentasche
passt.
Marko schrieb:> Hat zwar nur die Grundfunktionen,
Ähm... Keine Strommessung, dafür aber Kapazitätsmessung? Aber soweit
stimmts dann: Probleme mit Sicherung gibts nicht, weil keine nötig. ;-)
> Und an mein Uni-T 61B habe ich auch schon oft die vollen 600V> angelegt um es zu überprüfen.> Die kamen dabei aber aus dem> strombegrenzenden Kalibrator. Ans Netz würde ich damit nicht gehen.> Das 34401A würde ich trotzdem nicht für Messungen am Netz verwenden (ist> dafür ja auch nicht geeignet). Selbst wenn es nur um Spannungsmessungen> geht (Strom ist ja eh raus) würde ich nicht erwarten, dass es zwingend> mit dem klarkommt, was einem auf dem Netz begegnen kann.
Leg noch vom Pfarrer gesegnete Häkeldeckchen drauf.
Dann hält es bestimmt noch länger.
Ersatzweise könnte man es auch einfach im Schrank stehen lassen.
Ich kaufe meine Geräte allerdings zum Messen.
Wer die überteuerten UniT kauft, hat sich ohnehin schon als
K...noob geoutet.
A. K. schrieb:> Marko schrieb:>> Hat zwar nur die Grundfunktionen,>> Ähm... Keine Strommessung, dafür aber Kapazitätsmessung? Aber soweit> stimmts dann: Probleme mit Sicherung gibts nicht, weil keine nötig. ;-)
Naja, Stromzangenadapter sind eh viel praktischer. Seit ich mir welche
zugelegt habe benutze ich die Strommessfunktion meiner Multimeter so gut
wie gar nicht mehr.
Für ~70€ gibts das Fluke 107. Das hat dann schon Hintergrundbeleuchtung,
Strommessung, Millivolt, Tastverhältnis und Frequenzmessung.
Obi Et Orbi schrieb:>> Das 34401A würde ich trotzdem nicht für Messungen am Netz verwenden (ist>> dafür ja auch nicht geeignet). Selbst wenn es nur um Spannungsmessungen>> geht (Strom ist ja eh raus) würde ich nicht erwarten, dass es zwingend>> mit dem klarkommt, was einem auf dem Netz begegnen kann.>> Leg noch vom Pfarrer gesegnete Häkeldeckchen drauf.> Dann hält es bestimmt noch länger.>> Ersatzweise könnte man es auch einfach im Schrank stehen lassen.>> Ich kaufe meine Geräte allerdings zum Messen.
Ich verwende Geräte wie das 34401A täglich zum Messen von Spannungen
deutlich über 100V. Und trotzdem ist das etwas anderes als damit ans
Netz zu gehen. Aber das scheinen einige hier wirklich nicht zu begreifen
(oder wollen es nicht).
Wenn man das DMM tatsächlich mal für Messungen an der Hausinstallation
nutzen möchte, dann sollte es noch einen niederohmigen Modus haben, so
wie die größeren Fluke. Mit dem hochohmigen Eingang der meisten DMM
misst man ansonsten gerne einfach nur die Leitung die lang genug neben
der Leitung verläuft die man gerade angeschlossen hat.
Steffen,
ich weiß nicht was "niederohmig" sein soll, wahrscheinlich so etwa
10MOhm.
Das ist der Normalfall bei Handmultimetern.
Beim UT61E beträgt der Eingangswiderstand 10MOhm, im 220mV-Bereich
jedoch abweichend >3GOhm.
Das "niederohmige" ist eher der Normalfall.
Danish,
danke, das war mir neu.
Das verlinkte Multimeter hat ja 10MOhm, 1GOhm für den mV-Bereich und für
Wechselspannungen noch einmal "LoZ".
Zitat:
"...
Maximale Eingangsspannung: ±600 Vrms
Eingangsimpedanz: 10 MΩ für alle Bereiche (ACV‐Frequenzgang beträgt 45
bis 400 Hz)
Lassen Sie nach dem Gebrauch des LoZ (niedrige Impedanz) Modus das
Messgerät sich 10 Minuten lang
stabilisieren.
..."
10 Minuten lang stabilisieren?
Was passiert denn da?
Peter M. schrieb:> 10 Minuten lang stabilisieren?> Was passiert denn da?
Ich denke mal es muss abkühlen. Sind ja immerhin ca. 5W an 230V.
Wir hatten damals an der Uni auch ein paar Fluke 117 mit der Lo-Z
Funktion. Sind bestimmt tolle Elektriker DMM, aber für Elektronik sind
die eher nervig gewesen. Der mV Bereich ist standardmässig auf AC und
man muss ihn immer erst umschalten (das führte zu zahlreichen
Fehlmessungen bei einigen Studenten) und auch ansonsten war das
vorhandene Uni-T 61E oftmals hilfreicher aufgrund der höheren Auflösung.
Noch was zu Fluke:
Bei der Arbeit haben wir etliche Fluke 189 in der Elektronikentwicklung.
Bei denen bricht oft dieses Buchsenelement und das muss dann getauscht
werden. Und die DMM haben bei uns wirklich nicht viel auszuhalten.
Extrem nervig ist bei den 189 (weiß nicht wie es bei anderen ist) auch,
dass die sich selbst abschalten obwohl der Messwert sich ändert. Sicher
kann man die automatische Abschaltung übergehen, aber es nervt schon.
Meine Empfehlung für den privat Gebrauch wäre immer noch eine Aufteilung
auf mehrere Geräte:
- wenn man es denn braucht ein gutes gebrauchtes Tischmultimeter (zB ein
HP 3478A) dagegen kann man dann prüfen und es wird immer ausreichend
sein um die Specs der Handmultimeter zu prüfen.
- irgendein günstiges DMM für Elektronikmessungen die ungefährlich sind
- Ein zweipoligen Spannungsprüfer für Arbeiten an der Hausinstallation
Das bekommt man alles zusammen wahrscheinlich für weniger als man für
ein gutes Fluke hinlegen müsste.
Phil schrieb:> Die 250V Sicherung kann bei> entsprechend niederimpedanten Netzen den auftretenden Strom dann nicht> mehr trennen. Auch wenn über der Sicherung dabei dann gar keine 250V> abfallen. Zudem kann die Sicherung für ihre Umwelt gefährlich werden.
Das Hauptproblem bei diesen Sicherung ist, dass sie zwar eventuell noch
AC trennen können, bei höheren DC Spannungen aber dann munter nen
Lichtbogen erzeugen.
Phil schrieb:> Wir hatten damals an der Uni auch ein paar Fluke 117 mit der Lo-Z> Funktion.
Diese Funktion ist sehr praktisch. Hilft auch gegen die esoterischen
Netzfreischalter (5V DC auf Leitung, sobald Leistung entnommen wird,
wird das Netz drauf geschaltet. Saugefährlich die Dinger!). Im Lo-Z
Modus sieht man entweder die 5V DC oder es wird gleich die Umschaltung
ausgelöst.
> Sind bestimmt tolle Elektriker DMM, aber für Elektronik sind> die eher nervig gewesen.
Kommt aufs Multimeter drauf an, Fluke hat auch Multimeter die eben NICHT
Standardmäßig im AC Bereich sind. Das 117er ist ein Elektriker DMM, das
würde ich mir fürs Labor nicht zulegen.
> Der mV Bereich ist standardmässig auf AC und> man muss ihn immer erst umschalten (das führte zu zahlreichen> Fehlmessungen bei einigen Studenten)
Da macht aber nicht das Multimeter, sondern der Student nen Fehler ;-)
> und auch ansonsten war das> vorhandene Uni-T 61E oftmals hilfreicher aufgrund der höheren Auflösung.
Auflösung =/= Genauigkeit.
Ich hab mir letztes Jahr ein Fluke289 gekauft. Ja, das Ding kostet ne
Stange Geld, aber bei mir hat es sich schon gelohnt, verwende es privat
und in der Arbeit (FuE). Ich hab einige spezielle Anwendungen mit extrem
niedrigen Strömen, hohen Widerständen etc., da sind die großen
Messbereiche sehr hilfreich. Der Datenlogger ist auch ganz praktisch.
In der Arbeit haben wir sonst nur Uni-T Geräte, die Dinger fasse ich
nicht mehr an, zuviel schlechte Erfahrung gemacht.
Außerdem haben die Dinger auch ein nerviges Auto-Off, wo mittem WÄHREND
DES MESSENS das Multimeter wild zu Piepsen anfängt und sich dann
abschaltet.
Der Durchgangsprüfer braucht gefühlt 1 Sekunde. Das ist extrem lästig
(Beim Fluke reichen ein paar ms!). Allgemein haben die Uni-T auch so
ihre Probleme, der mV Bereich zickt bei offenen Messleitungen, piepst
und meldet Overload.
Fabian F. schrieb:> Weil die 0,2s bis das MM piept auch so quälend langsam sind, dass ich 15> mal so viel Geld investieren muss um das auf 0,1s zu drücken...
Die Uni-T brauchen bei uns (sind schon ein wenig älter) gefühlt eine
Sekunde und das auch noch recht unzuverlässig. Wenn es piepst, weißt du,
da ist eine Verbindung, falls es nicht piepst, dann kannst du praktisch
keine Aussage treffen.
Das stört, wenn man Leitungsmatrizen durchmessen muss (16*16 auf
Kurzschlüsse). Mit dem Fluke fahr ich da einmal kurz drüber (<1 Sekunde
für 16 Leitungen). Dann sehe ich sofort was Sache ist. Außerdem kann ich
die Pieps-Schwelle des Durchgangsprüfers einstellen, das ist extrem
praktisch, da unsere Kurzschlüsse teils >10kOhm und mehr haben.
Sogar unsere Informatiker-Kollegen lassen an den Uni-T kein gutes Haar
;-)
Ja, für nen Einsteiger mag das Ding schon reichen. Aber ich arbeite VIEL
damit, da reicht mir das nicht. Im Nachhinein gesehen hätte ich mir
damals kein Peaktech (oder gar Uni-T) zulegen sollen, sondern gleich was
richtiges.
Gut, man bekommt schon anständige Multimeter für ein paar WENIGE hundert
Euro, aber die sollte man auf jeden Fall ausgeben!
meckerziege schrieb:>> vorhandene Uni-T 61E oftmals hilfreicher aufgrund der höheren Auflösung.> Auflösung =/= Genauigkeit.
Wenn man sich ansehen will ob ein Regler ruhig bleibt oder ähnliches ist
Genauigkeit oft gar nicht gefragt. Auflösung hingegen schon.
meckerziege schrieb:> Ich hab mir letztes Jahr ein Fluke289 gekauft. Ja, das Ding kostet ne> Stange Geld
Davon haben wir auch einige in der Firma. Aber letztendlich werden die
nur als einfaches Handmultimeter genutzt. Und bei dem Preis bekommt man
ja schon fast ein 6,5 stelliges Tischmultimeter (ich meine ein Keysight
34460A kostet auch nur 800€). Klar ist ein Tischmultimeter nicht immer
praktisch, wenn man irgendwo ist, aber am Platz nutze ich nur
Tischmultimeter.
Und so ein Fluke 289 hat sicher tolle Funktionen, aber schon mal keine
Vierleiter-Widerstandsmessung und die Auflösung ist auch "nur" bei
50.000 Counts. In beiden Fällen hätte so ein altes HP 3478A die Nase
vorn, ebenso bei der Grundgenauigkeit. Aber am Ende muss jeder selber
wissen was er braucht. Es gibt halt nix was alles kann, darum habe ich
mittlerweile auch privat eine ziemliche Sammlung von Messmitteln.
Ich möchte hier auch keinesfalls für Uni-T werben (und ja, das Piepen
beim Abschalten ist echt nervig, vor allem kann man das Ding dann eh
nicht mehr daran hindern). Ich denke nur, dass man sich überlegen sollte
was man braucht und das Budget dann sinnvoll ausgibt.
Also wenn ich mal bedenke:
Für unser Labor ham se ganz tolle Agilent (jetzt Keysight) Multimeter
gekauft und dieser dämlicher durchgangsprüftest dauert so unglaublich
lange Wahnsinn. Und es ist zwar Bluetooth enabled, aber das 1€ Bluetooth
Modul konnte man nicht mehr ins gehäuse packen sondern man muss ein ganz
tolles optisch auf Bluetooth Modul kaufen.
Bluetooth und Speicher bieten bei den Qualitätsmarken leider nur sehr
teure modelle.
Deshalb - ein Blick in die Liste vom eevblog kann nie schaden:
http://www.eevblog.com/forum/testgear/multimeter-spreadsheet/
Andreas R. schrieb:> Hab mir zum gelegentlichen Nachschauen so eine ad584 Volt Referenz> geholt. Danach sehen sogar die 3,- Dinger gut aus. Würde die Referenz> selbst aber gerne mal mit nen guten Multimeter messen.
Dann schreib dabei wo Du bzw diese Referenz sich üblicherweise aufhält.
Hier gibt es genügend Leute mit 6stelligen und auch einige mit
8stelligen Tischmultimetern.
Markus H. schrieb:> Stellen wir mal fest - der erste hier, der sein gerät wirklich> kalibrieren lässt
Kalibrieren bedeutet ja nicht zwangsläufig, das Gerät zur PTB nach
Braunschweig zu schicken. Zunächst mal geht es nur darum, die Abweichung
zu einer bekannten Referenz festzustellen. Das kann auch ein 10
kOhm-Widerstand und eine Lithium-Knopfzelle sein, die man vorher in der
Firma mit einem bekannt guten Multimeter ausgemessen hat.
Bevor ich etwas messe wo ich mich drauf verlassen muss (und sei es auch
nur um vor dem Reingreifen Spannungsfreiheit nachzuweisen) prüfe ich
erstmal mit einer halbwegs bekannten Größe, ob das Ding überhaupt was
sinnvolles anzeigt.
soul e. schrieb:> Dann schreib dabei wo Du bzw diese Referenz sich üblicherweise aufhält.> Hier gibt es genügend Leute mit 6stelligen und auch einige mit> 8stelligen Tischmultimetern.
Ja, das ist eine gute Idee. Bin im Raum Kaiserslautern.
Andreas R. schrieb:> soul e. schrieb:>> Dann schreib dabei wo Du bzw diese Referenz sich üblicherweise aufhält.>> Hier gibt es genügend Leute mit 6stelligen und auch einige mit>> 8stelligen Tischmultimetern.>> Ja, das ist eine gute Idee. Bin im Raum Kaiserslautern.
Raum Bremen würde sich dann wohl maximal per Post anbieten. Aber
vielleicht findet sich ja auch noch einer direkt aus Deiner Nähe.
hab vor einigen Tagen das Video hier gesehen
https://www.youtube.com/watch?v=iFyEqcVpKLI
Das Fluke 114 und 117 solls wohl erheblich günstiger als "Bastelkit"
geben.
Bastelkit zum zusammenlöten wohl deshalb, dass es sich für Profis mit
Stundenlohn nicht lohnt (denke ich)
Wäre auf jeden Fall eine interessante Option und evtl für Studenten
(z.B. noch mich) noch günstiger
Aber ich habe es bisher noch nicht zum Kaufen gesehen
Markus H. schrieb:> Das Fluke 114 und 117 solls wohl erheblich günstiger als "Bastelkit"> geben.
Leider gab es das nur am 01.04. zu kaufen. Aber Fluke fand die Idee so
gut, dass sie Dave Jones als Chief Teardown Officer einstellen wollten.
Andreas R. schrieb:>> Du bist Schuld, ich habe gerade ein DT830B und ein DT832 beim Ali>> bestellt. Wehe, wenn die nichts taugen, will ich 5,45€ Schadenersatzu>> von Dir :-)> Oh Gott! Warum kann ich nur nicht meine Klappe halten? Hast wenigstens> die hochwertige Version mit Durchgangspiepser geordert?
Heute kam hier ein DT-832 in gelb an, 9 Tage nach Bestellung - so fix
habe ich noch nie etwas vom Ali bekommen.
Trotz schlechter Verpackung kam es unbeschädigt an.
Einen Buzzer hat es, recht leise, aber reagiert praxisgerecht schnell -
hätte ich nicht erwartet. Die Leerlaufspannung für Diode / Buzzer
beträgt 3 Volt, der Strom 1,2 mA.
Auf der Internetseite des Anbieters hat es ein CE-Zeichen, das
gelieferte Gerät aber nicht. Laut Prägung auf der Rückseite eine
Sicherung - die ich aber im Gerät nicht sehe.
Die beigefügte Anleitung passt nicht zum Gerät.
Buchsen 4mm, aber ein normaler Stecker ist länger als das Gerät tief
ist.
Mit ein paar Vergleichsmessungen am Labornetzteil (Spannung und Strom)
sieht es ziemlich gut aus, bei AC sind die Abweichungen deutlich größer.
Nehme ich die Angabe im Beipackzettel 2% vom Wert +/-10 Digit, ist es
deutlich innerhalb.
Die Transistorbuchse ist sinnlos belegt, einen TO92-PNP kann man nicht
messen, ohne ihn zu verbiegen. hFE eines NPN-Darlingtons geht nicht, der
hat mehr als 999 und die Anzeige läuft über. Egal, ist mangels
definierter Messbedingungen ohnehin wertlos.
Ich sage mal, für einfache Bastelaufgaben oder mal in der Garage die
Batterie anzugucken reicht es allemal hin.
Vollständige Bilder mit Vergleichsmessung im Anhang als .zip, einzeln
hochladen macht keinen Spaß.
Die Lieferung eines DT-830B steht noch aus, mal gucken, was es für 25ct
weniger so gibt :-) Vielleicht schalte ich dann mal weitere DMMs meines
Zoos zusammen und schaffe einen Überblick der relativen Abweichungen.
Hast die Prüfspitzen mal abgerieben? Meines war danach deutlich lauter.
HFE Wert hab ich bei meinem DT830 schon einige gemessen. Das ging recht
gut.
Ich find immer noch, dass es für so einfache Arduino Basteleien usw
ausreicht. Auch um alte Rechner zu checken, reicht es mir.
Als einziges Multimeter möcht ich es nicht haben, aber als Backup schon
ok.
Andreas R. schrieb:> Hast die Prüfspitzen mal abgerieben? Meines war danach deutlich> lauter.
Nee, da es 4mm-Stecker sind, habe ich vorhandene ordentliche Leitungen
angesteckt.
Ich gucke gerade mal, die mitgelieferten Leitungen sind sehr leicht und
flexibel. Ja, die Dinger kontaktieren richtig schlecht, genauso scheiße
wie bei UNI-T. Dafür sind die wahrscheinlich EU-Reach-kompatibel,
Umweltfreundlichkeit siegt über Funktion.
> HFE Wert hab ich bei meinem DT830 schon einige gemessen.> Das ging recht gut.
Ein hFE hilft mir garnicht, wenn ich die Meßbedingungen nicht kenne und
beeinflussen kann. Schaue in Datenblätter, der Wert ist abhängig von
Strom und Kollektor-Emitter-Spannung. Muß heutzutage wohl in DMMs drin
sein, ich habe das noch nie benutzt und professionelle Firmen wie
Keysight (ex HP) oder Fluke bauen das auch aktuell nicht mit ein.
> Ich find immer noch, dass es für so einfache Arduino Basteleien usw> ausreicht. Auch um alte Rechner zu checken, reicht es mir.
Was habe ich damit ausgesagt:
Manfred schrieb:> Ich sage mal, für einfache Bastelaufgaben oder mal in der Garage die> Batterie anzugucken reicht es allemal hin.> Als einziges Multimeter möcht ich es nicht haben,> aber als Backup schon ok.
Ich weiß nicht, wozu ich das brauche - habe es einfach aufgrund dieses
Threads mal bestellt. Mein Meßgerätezoo besteht aus Geräten, die bei
Umstrukturierungen einer Elektronikfertigung überflüssig wurden und
erheblich besser sind.
Die Elkos sind nun da, damit wird die Tage hoffentlich mein R&S URE
wieder fliegen - 30 Jahre alt, aber wird bei AC mit krummen Kurven jedes
Bastlergerät locker in die Tasche stecken. Wirklich brauchen tue ich es
nicht, aber ich habe es und kann es :-)
Wollen wir zum Ziel oder "ist der Weg das Ziel"?
Ich habe ein paar Dinge nach dem Motto "weil ich es kann" gebaut, die in
der Firma unter wirtschaftlicher Betrachtung niemals durchsetzbar
gewesen wären. Nennen wir es Hobby?
Ich bin mit meinem Philips PM2518 sehr zufrieden, vor langer Zeit
günstig für 25€ inklusive Silikonmessleitungen geschossen, Batterien
halten schon seit Jahren, misst schnell und gut.
Einzig nervig ist die Größe und das Gewicht, 4 Baby Zellen und eine Din
Buchse für 4 Leitermessung bzw. PT100 fordern halt ihren Tribut.
Stromverbrauch ist auch der Wahnsinn, ich tausch die Batterien nur wegen
MHD damit die mir nicht auslaufen, bei den Uni T Gurken muss man alle
1-2 Jahre wechseln weil leer...
Wenn man die Specs vergleicht kommt es sogar gegen die 50-100€ Fraktion
gut an, sprich der Gebrauchtmarkt lohnt sich hier durchaus. Für
einfachste Messungen unterwegs würde ich zum UT136 für 15€ greifen.
Achte drauf, dass eine ggf. vorhandene Autorange-Funktion abschaltbar
ist. Sonst wird sie dich in den Wahnsinn treiben, weil du beim Antippen
eines Messpunktes immer erstmal warten musst, bis sich das Ding auf den
Messbereich geeinigt hat.
Das ist genauso nervig, wie ein Durchgangsprüfer, der über jede Prüfung
mehrere 100ms nachdenkt, bis es endlich den Piepser bedient.
Hallo, TO hier (letzter Post am 24.05.2017 19:05. Danke für die
Antworten.
> Fluke 15-19 lieber nicht, da ist das günstigste nutzbare das 115.
Wieso nicht? Fluke 110, 110 und 170 Serie können nicht wirklich im µA
Bereich messen, das ist mir noch wichtig -- Elektroniker, nicht
Elektriker -- (vor allem DC). Da könnte man evtl. Dave's µCurrent
nehmen(?), aber ungern.
> Wenn Du wirklich UNI-T kaufen willst (u serious?)
Ne (siehe Post vom "24.05.2017 19:05").
>Dave Jones wirbt ja mit "strictly opinion", er weist also auf seine>Subjektivität hin.>Allerdings hat er bei Handmultimetern spätestens seit dem Eigenvertrieb>von Brymen-Geräten den letzten Eindruck von Objektivität verspielt.>>Wer sich wie ich für Geräte mit hervorragendem Preis/Leistungsverhältnis>interessiert, dem fällt auf, dass das folgende Gerät weder bei Dave>Jones noch in der großen Multimeter-Übersichtsdatei im eevblog Erwähnung>findet: [...]
Der Link zeigt doch aber, dass die Brymen-Geräte nicht von schlechter
Qualität sind (zumindest das Gerät im Link).
daybyter, krasse Spezs. für den Preis (sehe aber keine µA-Buchse/"µA"
Angabe (gut, ich habe glaube ich vorher nicht gesagt, dass mir µA
wichtig ist)).
Ich muss sagen, dass ich immer noch zwischen den beiden Geräten aus
meinem TO-Post schwanke (etwas mehr zum Fluke: solide, schönes PCB mit
gleich großen Sicherungen (das + Modell), kann µA, gut in HV-Tests
abgeschnitten (Transient 8KV in allen Schaltstellungen), großes Display;
aber ohne Garantie, rela. teuer und keine besonderen Spezs.).
Hat jemand Bilder vom PCB des Brymen BM231? (oder sind diese gleich der
BM230 Serie?)
PS: Langsam reagierender Durchgangsprüfer kann in der Tat was mit den
Messspitzen zu tun haben.
F. F. schrieb:> Der TO bekommt wohl nie ein Messgerät, solange wie dieser Betrag schon> läuft.
lol ... das hat der bestimmt schon längst. Manche Threads sind eben
Selbstläufer.
Manfred schrieb:> Chris F. schrieb:>> Sieht "interessant" aus.>> Schaue Dir mal den kompletten Satz Bilder aus dem zip an :-)> Der Hersteller scheint http://www.all-sun.com/EN/p.aspx?px=1 zu sein, da> gibt es die auch mit GS-Zeichen!
Habe ich gerade, dafür dass das Teil gegen ein Multimeter mit
hundertfachem Preis antritt sind die Werte in Ordnung.
Grundsätzlich ist das Teil okay, ein asic mit Harzblob und eine
ordentliche Platine. Sieht gut aus. Das wäre was für den <30V Bereich
für Schülerversuche als Streugut.
Im Bereich von "10A unfused" oder "750VAC" dürften aber keine Leute
messen wenn ich nicht genau weiß, dass mich die Angehörigen nachher
nicht verklagen.
Mein Vater hatte mal so ein Baumarktding für ein paar Mark, dass sah
fast genauso aus, war aber bestimmt nicht so fortschrittlich. Ich gucke
demnächst mal, wenn sich das auftreiben lässt poste ich hier auch noch
ein Vergleichsbild.
...so sieht das in einem sehr ähnlichen DMM von Aldi aus, habe ich mal
vor 10J aufm Trödel gekauft und liegt eigentlich nur im Werkzeugkoffer
rum.
Klaus.
Hab grad mal das knapp 2 Jahre altes Owon B35T (Ca 50€) mit einem
"Anständigem" Multimeter verglichen. Referenz; OWON
AA-Batterie: 1,588V; 1,590V
10V-Spannungsregler: 10,04V; 10,08V
230V AC: 223,1V ; 222,9V
Für übliche Bastleranwendungen also völlig ausreichend.
Isolationsabstände auf dem PCB sehen für 250V auch völlig ok aus.
Ich nutze das Owon öfter als das andere, weil das Bluetooth praktisch
ist, wenn man alleine an Schaltschränken arbeitet.
Fabian F. schrieb:> Hab grad mal das knapp 2 Jahre altes Owon B35T (Ca 50€) mit einem> "Anständigem" Multimeter verglichen. Referenz; OWON> AA-Batterie: 1,588V; 1,590V> 10V-Spannungsregler: 10,04V; 10,08V> 230V AC: 223,1V ; 222,9V>> Für übliche Bastleranwendungen also völlig ausreichend.> Isolationsabstände auf dem PCB sehen für 250V auch völlig ok aus.> Ich nutze das Owon öfter als das andere, weil das Bluetooth praktisch> ist, wenn man alleine an Schaltschränken arbeitet.
Wie ist denn deine Erfahrung damit?
Was macht die Batterielaufzeit?
Funktioniert die App mittlerweile vernünftig?
Die Durchgangsprüfer Reaktionszeit ist im EEVBlog Test zumindest nur
gelb und nicht ganz durchgefallen
Markus H. schrieb:> Fabian F. schrieb:>> Hab grad mal das knapp 2 Jahre altes Owon B35T (Ca 50€) mit einem>> "Anständigem" Multimeter verglichen.>> Wie ist denn deine Erfahrung damit?> Was macht die Batterielaufzeit?> Funktioniert die App mittlerweile vernünftig?>> Die Durchgangsprüfer Reaktionszeit ist im EEVBlog Test zumindest nur> gelb und nicht ganz durchgefallen
Die App(V1.2.5) ist rudimentär, funktioniert aber Problemlos (Auch mit 2
MM gleichzeitig)
Ich hab das neueste Android drauf. War nur eine längliche Debatte mit
der IT, nachdem das Programm nicht aus dem Appstore ist, muss man
"unsichere Apps erlauben" vorübergehend einschalten.
Die Akkulaufzeit ist ok. Ich nutzte das DMM recht viel und muss ca. alle
3-4 Monate die Akkus Tauschen. Ich hab aber eigentlich immer einen Satz
volle AA-Akkus im Koffer, von da kein Problem. Bluetooth ist natürlich
ein Akku-Fresser.
Die Reaktionszeit mit den org. Messspitzen ist gruselig. Ich hab andere
Messleitungen dran. Damit geht es recht flott.
Wenn ich z.B ein Signal an einem µC Pin suche kann ich ca. 30 Beinchen/s
"abscannen" um den richtigen Pin zuverlässig zu finden. Für einen
144Pin-µC braucht man also ca. 6 Sekunden im worst case.
Mit dem "anständigen" MM reichen auch 3s, aber ob das den 10- Fachen
Preis Wert ist?
Prellkontakte <0,1s werden nicht zuverlässig in Form von piepen erkannt,
aber man kann sehen, dass das Display kurz zuckt.