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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Warum fordern viele Unternehmen E-Techniker mit CAD-Erfahrung?


Autor: Atmega162 (Gast)
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Hallo,

mir ist aufgefallen, dass bei vielen Stellenausschreibungen für 
E-Technik Absolventen und Praktikanten auch CAD-Kenntnisse gewünscht 
werden. Das Problem ist, dass ich persönlich keinen aus vier mir 
bekannten Unis/FHs kenne, die CAD im Modulhandbuch beinhalten.

Soll man in Zukunft auch noch Datenbanken, Gebäudetechnik und 
Materialwissenschaften als E-Techniker drauf haben?

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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Hallo,

vorteilhaft für ein Unternehmen ist ein Arbeitnehmer, der mehrere 
Spezialisten alter Schule in nur einer einzigen Person vereint, weil 
dieser multidimensionale Experte sich mit nur einem einzigen Gehalt 
zufrieden stellen läßt. Außerdem bietet die Schnittstelle zwischen den 
einzelnen Diziplinen weniger Stolpersteine/Reibungspunkte, wenn diese 
nicht auf mehrere Köpfe verteilt ist.

mit freundlichem Gruß

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Atmega162 schrieb:
> dass bei vielen Stellenausschreibungen für E-Technik Absolventen und
> Praktikanten auch CAD-Kenntnisse gewünscht werden.
Ja, und? Wünschen kann man sich viel...
Aber den Schülern/Studenten sollte das schon zu denken geben, denn 
natürlich kann man sich in diese Thematik selbständig einarbeiten. 
Da braucht man keine Schule. Und die Beherrschung eines CAD gehört zum 
alltäglichen Rüstzeug wie früher der Bleistift.
Und genau das möchte das Unternehmen damit herausstreichen...

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Tobias P. (hubertus)
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Leider ist es oftmals so, dass gerade in solchen Unternehmen die 
Ingenieure garnichts mehr entwickeln dürfen, sondern nur noch 
spezifizieren, administrieren und kontrollieren dürfen. Die schönen 
Arbeiten wie Berechnen, Schema, Layout, Prototypenbau, Test, .. macht 
der Kollege in Indien oder sonst wo. Somit braucht man eig. die CAD 
Kenntnisse nicht ;-)

Autor: Cyborg (Gast)
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Atmega162 schrieb:
> Soll man in Zukunft auch noch Datenbanken, Gebäudetechnik und
> Materialwissenschaften als E-Techniker drauf haben?

Warum so bescheiden? Die Liste lässt sich nach Belieben erweitern.
Da haben Firmen keine Hemmungen. Innerbetrieblich schulen? Ne, dass
muss der Bewerber mit langjähriger Erfahrung (aber trotzdem nicht
zu alt) mit bringen. Meiner Einschätzung nach, haben Arbeitgeber so
hohe Ansprüche, dass sie den Planeten längst verlassen haben.;-b

Autor: Achim S. (achs)
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Mit CAD ist hier meist kein layoutprogramm gemeint, sondern z.b. EPlan 
zum zeichnen von Anschlussplänen.

Autor: Hurra (Gast)
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Lothar M. schrieb:
> Aber den Schülern/Studenten sollte das schon zu denken geben, denn
> natürlich kann man sich in diese Thematik selbständig einarbeiten.
> Da braucht man keine Schule. Und die Beherrschung eines CAD gehört zum
> alltäglichen Rüstzeug wie früher der Bleistift.

Da muss ich teilweise wiedersprechen. Klar, kleine Sachen sollte auch 
der HW-Entwickler können, aber qualitativ hochwertige oder komplexe 
Elektronik braucht Profis für alle Teilbereiche.

Ich hatte neulich eine i.MX6-Platine zu machen. Mit dem DDR3-Layout hat 
unser erfahrenster ECADler lange gekämpft. Ich hätte das in ordentlicher 
Zeit nie hinbekommen. Obwohl ich relativ viele Platinen selber route.
Gleiches gilt für Layouts mit HDMI, USB3, große schnelle Busse, Platinen 
mit >10 Lagen und so weiter.
Sowas ordentlich hinbringen erfordert viel Übung und Erfahrung, das kann 
ein reiner Hardwareentwickler nicht leisten.

Umgekehrt wäre der ECADler vermutlich schon and der Stromversorgung des 
i.MX6 verzweifelt.

Ich behaupte:
Wenn der Hardwerker ECAD mitmachen muss, klappt das nur für einfache 
Designs (wie einer Platine mit einem µC und ein paar IOs), nicht aber 
für richtig komplexe Geschichten.

Gleiches gilt übrigens auch für die Firmware. ich bin immer SEHR 
skeptisch, was Stellenanzeigen betrifft, wo Embedded-C UND 
Hardwarekenntnisse gefordert sind. Ich kenne meine Firmware und die der 
Profis in der Firma. Da ist schon ein Unterschied, und einer der nicht 
mit C-Kenntnissen zu tun hat. Das Informatikstudium lernt man nicht so 
"nebenbei" einfach mit.

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Lothar.

Lothar M. schrieb:

> Aber den Schülern/Studenten sollte das schon zu denken geben, denn
> natürlich kann man sich in diese Thematik selbständig einarbeiten.
> Da braucht man keine Schule.

Grundsätzlich richtig.

Allerdings habe ich bei Vorstellungsgesprächen nur ein herablassendes 
Lächeln geerntet, wenn ich zugeben musste, dass ich mir das 
autodidaktisch beigebracht habe und auch keinerlei echte Berufserfahrung 
damit habe. ;O)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Bernd W. schrieb:
> Allerdings habe ich bei Vorstellungsgesprächen nur ein herablassendes
> Lächeln geerntet, wenn ich zugeben musste, dass ich mir das
> autodidaktisch beigebracht habe und auch keinerlei echte Berufserfahrung
> damit habe. ;O)

Schade. Mit mir im Gespräch wäre das ein dicker Pluspunkt gewesen.

Autor: M.Eng. (Gast)
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Atmega162 schrieb:
> mir ist aufgefallen, dass bei vielen Stellenausschreibungen für
> E-Technik Absolventen und Praktikanten auch CAD-Kenntnisse gewünscht
> werden.

CAD-Schulungen sind schweineteuer. Darum kann ich mir Vorstellen, dass 
Firmen gerne Leute wollen, die das Wissen kostenlos von der Hochschule 
mitbringen. Egal, ob es jetzt unbedingt unmittelbar gebraucht wird.

> Das Problem ist, dass ich persönlich keinen aus vier mir
> bekannten Unis/FHs kenne, die CAD im Modulhandbuch beinhalten.

Also die Studentenversion von Autodesk Inventor bekommst du Umsonst über 
die Hochschule. Die von DS SolidWorks kostet 5€ für ein Jahr. Dann 
besorgst dir über die Hochschulbibliothek ein Übungsbuch. Irgendwas in 
die Richtung "kurz und bündig","Crash Kurs" oder ein Video 2 Brain 
Tutorial. Das hast du in 8 - 12 Stunden durchgearbeitet. Dann hast du 
deine CAD-(Grund-)Kenntnisse.

Autor: Alleslernender (Gast)
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CAD-Grundlagen (TZ: mit Zirkel und Lineal umgehen können, Bemassungen 
sinnvoll referenziert platzieren) und Werkstoffkunde muss ein ETechie 
mitbringen.

Ich meine: was da entwickelt wird soll doch auch herstellbar sein? Ja?

Andererseits: kann man ein AnwenderDiplom zu einer CAD-SW vorweisen, so 
wird in 4 von 5 seitens AG daran rumgemekkert dass es auf dem falschen 
Produkt sei...

Autor: Cyborg (Gast)
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Alleslernender schrieb:
> kann man ein AnwenderDiplom zu einer CAD-SW vorweisen, so
> wird in 4 von 5 seitens AG daran rumgemekkert dass es auf dem falschen
> Produkt sei...


Häufig wird noch nicht mal das System, das ein Betrieb benutzt,
angegeben. Auf Anfrage kann es passieren, das man von der HR
abgewiesen wird und man das nicht klären kann. Man solle sich
bewerben und sähe dann ja obs passt. Unnötige Kosten bei Bewerbern
zu versuchen, da haben die keine Hemmungen.

Autor: Zitronen F. (jetztnicht)
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Naja. CAD kennen ..

-Du hast dir von einer geklauten Kopie mal die Demos angeshen.
-Du hast's mal auf U-Toob gesehen.
-Du hast gehoert, dass es CAD auf U-Toob zu sehen gibt
-Ein Kollege hat's mal auf U-Toob gesehen, und davon erzaehlt.
-Ein Kollege hat gehoert, dass es CAD auf U-Toob gibt.

Autor: Ordner (Gast)
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Alleslernender schrieb:
> CAD-Grundlagen (TZ: mit Zirkel und Lineal umgehen können, Bemassungen
> sinnvoll referenziert platzieren) und Werkstoffkunde muss ein ETechie
> mitbringen.
>
> Ich meine: was da entwickelt wird soll doch auch herstellbar sein? Ja?
>
> Andererseits: kann man ein AnwenderDiplom zu einer CAD-SW vorweisen, so
> wird in 4 von 5 seitens AG daran rumgemekkert dass es auf dem falschen
> Produkt sei...

Weil AnwenderDiplom einer CAD-Soft und Grundkenntnisse technisches 
Zeichnen nicht dasselbe sind.

Um mal ein hinkendes Beispiel zu geben, ein Anwenderdiplom in Word für 
Windows bedeutet nicht, das der "Diplomant" damit auch eine brauchbare 
Arbeitsanweisung bspw für die Endprüfung in der Produktion damit 
verfassen kann.

Auf "Gemecker" von wegen falscher Soft würde ich antworten mit:
a) "Bei bedarf lasse mir von der hiesigen CAD-Abteilungen die technische 
Zeichnung als PDF generieren und per Email zu schicken."
b)ich mach eine grobe Handskizze mit Bemassung von der Kaffeetasse auf 
dem Bewerbertisch und zeige so das ich ohne CAD-Prog mit der 
Konstruktion reden kann.

Merke: "Gemecker" bei der Bewerbung ist nur ein Test ob der Proband auch 
gegen Widerstände in den eigenen Reihen Lösungen entwickeln kann.

Autor: Zitronen F. (jetztnicht)
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Viel Wichtiger wie das CAD ist was dahinter ist. Das Dahinter zu lernen 
ist viel aufwendiger, und dauert laenger wie das CAD selbst. Und ist 
auch nicht Subject des Studienganges.

Autor: Ordner (Gast)
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Sapperlot W. schrieb:
> Und ist
> auch nicht Subject des Studienganges.

Heute vielleicht, zu meinen ET-Diplomgang in den 90ern gehörte noch 
Technisches Zeichnen und Grundlagen Mechanikfertigung. Dazu 
Industriepraktika und Abschlussarbeit.

Und warum soll der Studiengang überhaupt die einzige Wissensquelle sein? 
In der DDR wurde technisches Zeichnen und Grundlagen Metallverarbeitung 
in der 10-Jahres Schule gelehrt (Fächer: ESP,TZ,PA,Werkunterricht wer 
kennts noch?). Und mancher hat einen Ingenieur/Schlosser/Schreiner in 
der Verwandtschaft bei dem man sich einige abschauen kann.

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Ordner.

Ordner schrieb:

> Merke: "Gemecker" bei der Bewerbung ist nur ein Test ob der Proband auch
> gegen Widerstände in den eigenen Reihen Lösungen entwickeln kann.


Nöö. Die erwarten eine problemlose Einordnung in eine Hierarchie, und 
dort tritt dieser Fall "theoretisch" schon nicht auf. Wer erkennen 
lässt, dass er seine Vorstellungen auch "gegen Widerstände" 
durchzusetzten gewillt ist, wird im allgemeinen fallengelassen wie eine 
heisse Kartoffel. ;O)

Das Verhalten wird meist als Persönlichkeitsstörung eingestuft, und man 
versucht solche Leute möglichst schnell los zu werden oder gar nicht 
erst einzustellen.

Jedenfalls wurde mir das so bei Bewerbungstrainings erzählt. 
Verklausuliert und mit Euphemismen natürlich, aber wenn ich klar 
nachgefragt habe, wurde es so bestätigt. ;O)

Lesetipp: Machiavelli "Der Prinz"

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
Autor: Feldstecher (Gast)
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Normalerweise füllen die Fachbereiche die Anforderungen in den 
Stellenausschreibungen aus. Da müssen 12 Punkte hin, sonst wirft das ein 
schlechtes Licht auf den Urheber. Und ein bisschen CAD schadet nie...

D.h. klar sollte man bis nach dem Studium mal eine Platine entworfen 
haben, mit welchem Programm ist recht egal. Ob das privat oder im Rahmen 
einer Studienarbeit etc. ist auch egal. Das ist wie mit den Kenntnissen 
in Word und Excel. Man muss halt wissen, dass das eine eine 
Textverarbeitung und das andere eine Tabellenkalkulation ist~


PS: Ich setze voraus, es handelt sich um eine Stelle für 
Berufseinsteiger.

Autor: Ordner (Gast)
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Bernd W. schrieb:
> Lesetipp: Machiavelli "Der Prinz"

Kein Tipp für mich, ich lasse mich ganz sicher nicht durch einen Autor 
der seit 500 Jahren tot ist durch das heutige Industriezeitalter lenken.

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Hurra schrieb:
> ich bin immer SEHR skeptisch, was Stellenanzeigen betrifft,
> wo Embedded-C UND Hardwarekenntnisse gefordert sind.
Eine der Besten in dieser Richtung ist ganz hier in der Nähe zu finden:
https://www.mikrocontroller.net/jobs/softwareentwi...
Ein "Softwareentwickler" der FPGAs machen und können soll. Eher bringe 
ich einem Hardwerker das dafür nötige Quäntchen hardwarenahe Software 
bei...

Ordner schrieb:
> ich lasse mich ganz sicher nicht durch einen Autor der seit 500 Jahren
> tot ist durch das heutige Industriezeitalter lenken.
Wenn man sich an diesen speziellen Autor nach 500 Jahren noch erinnert, 
dann könnte es wert sein, sich den mal anzusehen. Denn 
erstaunlicherweise funktionert auch noch "gebt dem Volk Brot und 
Spiele". Und das ist noch älter...

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Ordner.

Ordner schrieb:

>> Lesetipp: Machiavelli "Der Prinz"

> Kein Tipp für mich, ich lasse mich ganz sicher nicht durch einen Autor
> der seit 500 Jahren tot ist durch das heutige Industriezeitalter lenken.

Grundsätzlich ist jeder Philosoph kritisierbar, auch Machiavelli, aber 
das Alter der Publikation spielt dabei eher keine Rolle. ;O)

Und wir Menschen im heutgen Industriezeitalter verhalten uns vermutlich 
fatalerweise nicht wesentlich anders als Menschen während der 
neolitischen Revolution vor über 7500 Jahren.

Der Lesetipp mit Machavelli war so Ende der 80er Jahre der Tipp eines 
Dekans der Uni Duisburg auf die Frage, wo denn die politische Ausbildung 
der Studenten bliebe. Der Mann war und ist tief in der 
Industriegesellschaft verwurzelt.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Atmega162 schrieb:
> mir ist aufgefallen, dass bei vielen Stellenausschreibungen für
> E-Technik Absolventen und Praktikanten auch CAD-Kenntnisse gewünscht
> werden.

Kann daran liegen, dass die Firmen immer nur Standarttexte in den 
anzeigen  verwenden.

Autor: Nop (Gast)
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Ordner schrieb:

> Merke: "Gemecker" bei der Bewerbung ist nur ein Test ob der Proband auch
> gegen Widerstände in den eigenen Reihen Lösungen entwickeln kann.

Merke: Firmen, bei denen man nicht nur gegen die Tücken der Technik, 
sondern auch noch gegen die Firma selber Lösungen entwickeln müßte, 
sollte man meiden. Da stimmt mit der Firmenkultur grundsätzlich was 
nicht, und das ist Managementversagen.

Damit meine ich jetzt allerdings nicht die üblichen technischen 
Diskussionen, in denen Vorschläge auch kritisch hinterfragt werden. Das 
ist normaler Teil der Entwicklung und verhindert idealerweise 
kostspieligen Blödsinn schon im Frühstadium.

Autor: fpga (Gast)
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>Eine der Besten in dieser Richtung ist ganz hier in der Nähe zu finden:

Man beachte das Bübchen als Personalleiter...

Pah..

Gruß

Autor: SpinningMeat (Gast)
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Achim S. schrieb:
> Mit CAD ist hier meist kein layoutprogramm gemeint, sondern z.b. EPlan
> zum zeichnen von Anschlussplänen.

Hmm - also der Inventor gehört (hier zumindest) schon zur 
Grundausstattung - zu den Grundvoraussetzungen. Samt den nötigen Skills 
(Kontruktion) - kann das selbst leider nur von "aussen" betrachten und 
bin da nicht so wirklich im Thema.
Layouten und simulieren ist bei den E-Technikern noch viel 
selbstverständlicher.
Aber EPlan? hmmmm - irgendwo in der Produktion angesiedelt. Quasi als 
Beiwerk/Abfallprodukt. Irgendwer malt damit noch Verdrahtungspläne. 
Steinalt, das Zeug..

Autor: Yoschka (Gast)
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Ich bin Hardware Entwickler und Projektleiter.
Ich zeichne Schaltplanskizzen und simuliere Schaltungen, wähle Bauteile 
aus.
Der Layouter zeichnet und layoutet am CAD.
Der Softwerker erstellt die SW.
Ich suche dann die Fehler in SW und HW.
Drumherum kommt noch Angebotserstellung, Kundengespräche und Steuerung 
der Musterproduktion beim Bestücker.
Betreue EMV und andere Tests.

Für Software selber schreiben und HW Layouten ist keine Zeit!
Schuster bleib bei Deinen Leisten.
Btw, ich kann Proggen und Layouten, aber in einer Geschwindigkeit, 
naja...

Jemand der alles macht ist schlicht nicht effizient.

Autor: Nop (Gast)
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Lothar M. schrieb:

> Eine der Besten in dieser Richtung ist ganz hier in der Nähe zu finden:

FPGA/VHDL als "hardwarenahe Programmierung". Ja nee, ist klar. lol 
Zieht sich aber auch so durch den Rest der Anzeige. Technische 
Informatik, aber dann Meß- und Regelungstechnik. Ist ja alles irgendwie 
dasselbe.

Mit dem genannten "viel Know-How" scheint es schon bei der 
Stellenausschreibung zu enden. Kein Wunder, wenn man das Chaos dann im 
Alleingang bewältigen soll, per "selbständiger Arbeitsweise".

Nur geil, solche konfusen Anzeigen, wo eine Firma eigentlich drei 
Stellen bräuchte, aber nur eine genehmigt bekommen hat.

> Wenn man sich an diesen speziellen Autor nach 500 Jahren noch erinnert,
> dann könnte es wert sein, sich den mal anzusehen.

Word, denn die Strategien haben sich nicht geändert. Ich konnte das eine 
oder andere aus dem Buch auch durchaus schon beruflich gut gebrauchen.

Autor: Nop (Gast)
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Nachtrag: Das Ansinnen, man möge als Bewerber doch bitte kostenlos die 
Arbeit von deren HR übernehmen, rundet das Bild nur noch ab. 
Bewerberformular auf deren Homepage ausfüllen, statt einfach eine Mail 
mit Anhängen zu senden. Pfft.

Autor: Tim (Gast)
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> Soll man in Zukunft auch noch Datenbanken, Gebäudetechnik und
> Materialwissenschaften als E-Techniker drauf haben?

Die Fachkräfteschwemme macht es möglich dass Firmen die unmöglichsten 
Dinge fordern. Und es wird sich auch fast immer jemand finden, der die 
Anforderungen zu über 90% erfüllt. Solange das nicht der Fall ist, oder 
sich nicht mindestens 50 passende Bewerber auf die Stelle bewerben 
sodass sich die Firma den vermeintlich besten heraussuchen kann, wird 
eben gejammert es gäbe keine passenden Fachkräfte die ohne nennenswerte 
Einarbeitung gleich loslegen können.

Autor: Tim (Gast)
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M.Eng. schrieb:
> Dann
> besorgst dir über die Hochschulbibliothek ein Übungsbuch. Irgendwas in
> die Richtung "kurz und bündig","Crash Kurs" oder ein Video 2 Brain
> Tutorial. Das hast du in 8 - 12 Stunden durchgearbeitet. Dann hast du
> deine CAD-(Grund-)Kenntnisse.

Das sind aber keine nachweisbaren Kenntnisse, das interessiert den 
zukünftigen Arbeitgeber nicht. Damit kommst du nichtmal bis zum 
Vorstellungsgespräch.

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