Höhensonne 222 - Quarzglasbrenner

Gast #5019907
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Guten Abend,

Ich möchte meine eigenen Platinen Ätzen und manche nun meine ersten 
Erfahrungen. In den Foren habe ich gelesen dass ein "Gesichtsbräuner" 
für den anfang gut geeignete ist. Einen solchen habe ich nicht gefunden 
dafür:

- Höhensonne 222
http://www.aixsellent.de/EtopeBilder4/Hanau22206102014SS--2-.JPG

Dies wurde früher für Medizinische zwecke genutzt. Hat einen eingebauten 
Quarzglasbrenner ( mittlere Lampe ) und zwei IR Heizstäbe ( Links und 
Rechts ).

Zum Belichten möchte ich nur die Quarzlampe benutzen wenn möglich. 
Getrennt einschalten kann ich diese leider auch nicht.

Da ich Online kein Schaltplangefunden habe, habe ich dies Anhand der 
Verdratung aufgezeichnet ( Anhang ). ( Gut möglich das die verwendeten 
Symbole nicht die richtigen sind, falls jemand diese kennt bitte 
linken).

1. Was ist das "Unbekannte" Bauteil ? Siehe Fotos. Was für ein Zweck 
erfüllt dies ?

2. Beim Schalter Messe ich diesen 100Ohm Widerstand, ist es möglich das 
im Schalter selbst ein Widerstand verbaut ist ? Oder kommt dies von 
korrodierten Kontakten ?

3. So wie ich das sehe kann ich ohne weiteres die Quarzlampe ohne ohne 
das restliche zugemüse betreiben, richtig ? Natürlich den 20k Widerstand 
wird vorgeschaltet. Ist der Kondensator auch erforderlich ?

4. Ich habe keine Erfahrung bezüglich Quarzlampen. Es hiess das diese 
sehr starke UV-Strahlung aussenden. Sollte ich ggf noch sonstige 
Sicherheitsvorkehrungen treffen bezüglich der UV-Strahlung (Augen)?

Besten Dank.
Koe
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#5019935
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KoE schrieb:
> Ich habe keine Erfahrung bezüglich Quarzlampen.

Das kann böse enden.

KoE schrieb:
> Es hiess das diese
> sehr starke UV-Strahlung aussenden. Sollte ich ggf noch sonstige
> Sicherheitsvorkehrungen treffen bezüglich der UV-Strahlung (Augen)?

Bei derartigen Quarzbrennern ist Schutzausrüstung sowohl für die Augen 
als auch für die Haut(!) unbedingt notwendig. Schon ein paar Minuten 
ohne Hautschutz reichen für einen fetten Sonnenbrand. Heutzutage werden 
Höhensonnen fast nicht mehr verwendet da die Strahlung als 
Hautkrebsfördernd gilt. Von der Verwendung als Platinenbelichter kann 
ich daher nur dringend abraten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Höhensonne
Gast #5019964
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KoE schrieb:
> Manfred F. schrieb:
>> chon ein paar Minuten
>> ohne Hautschutz reichen für einen fetten Sonnenbrand.
>
> Darum währe es doch optimal um Platinen zu belichten. Kurze dauer.


Nein, zu viel der Strahlung hat zu kurze Wellenlänge. Die Platinen sind 
um die Sichtbarkeitsgrenze am empfindlichsten. Man kann sich auch eine 
Tüte UV-LEDs aus China schicken lassen und eine kleine Leuchte bauen.
Gast #5019983
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KoE schrieb:
> Zum Belichten möchte ich nur die Quarzlampe benutzen

Vergiss es, völlig ungeeignet, die ist gut um UV EPFOMs zu löschen.
10k in Reihe (statt deinrm R1) und 270k zum zündrn (statt deinen 20k).

enn möglich.
> Getrennt einschalten kann ich diese leider auch nicht.

> 1. Was ist das "Unbekannte" Bauteil

Quecksilberschalter, damit beim Umfallen kein Feuer entsteht.

> 2. Oder kommt dies von
> korrodierten Kontakten ?

Eher falsche Vorstellung von der Schaltung.

> 3. So wie ich das sehe kann ich ohne weiteres die Quarzlampe ohne ohne
> das restliche zugemüse betreiben, richtig ?

Siehe oben

> 4. Ich habe keine Erfahrung bezüglich Quarzlampen. Es hiess das diese
> sehr starke UV-Strahlung aussenden. Sollte ich ggf noch sonstige
> Sicherheitsvorkehrungen treffen bezüglich der UV-Strahlung (Augen)?

Hartes UV C.
Gast #5019986
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KoE schrieb:
> habe ich gelesen dass ein "Gesichtsbräuner"
> für den anfang
Ich habe Platinen mit einer Höhensonne belichtet, zwischen zwei 
Glasplatten gelegt. Da mir der Kram zu warm wurde, noch ein Lüfter aus 
einem Heizlüfter danaben. Erst später kamen dann UV-Leuchtstoffröhren, 
kühler und komfortabler.

Manfred F. schrieb:
> Bei derartigen Quarzbrennern ist Schutzausrüstung sowohl für die Augen
> als auch für die Haut(!) unbedingt notwendig. Schon ein paar Minuten
> ohne Hautschutz reichen für einen fetten Sonnenbrand. Heutzutage werden
> Höhensonnen fast nicht mehr verwendet da die Strahlung als
> Hautkrebsfördernd gilt. Von der Verwendung als Platinenbelichter kann
> ich daher nur dringend abraten.
Warum eigentlich bin ich nicht schon seit 40 Jahren tot und habe 
Platinen belichtet, ohne mir die Fratze zu verbrennen? Ich kann es 
verstehen, ohne youtube-Anleitung und App kann man heutzutage nicht mehr 
selbst nachdenken und die Nase weit genug weg halten. Und was in 
Wikipedia steht, gilt bibelartig als richtig, alles klar.
#5019994
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3 oder 4 Stück 18 Watt LSR im Abstand von 5-8 cm in ein Holzgehäuse
ca. 20cm hoch, dieses auskleiden mit zerknitterter Alufolie (Holzleim)
und eine bruchfeste Glasplatte darüber, dazu ein Deckel mit
dünnem Schaumstoff zum Anpressen und fertig ist das Belichtungsgerät...

Dazu noch ein Zeitrelais oder einfache 555er Schaltung mit Relais und
Taste zum Aktivieren der Belichtung...

Ca. 2 min. belichten wird wohl schnell genug sein, ohne Sonnenbrand!


Für das Gehäuse sind 19mm Novopan oder 16-20mm Birkensperholz zu
empfehlen, wobei Birkensperrholz optisch gut kommt...
Gast #5020000
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MaWin schrieb:
> Hartes UV C.
Glaube ich nicht, UV-C ist kurzwellig und dient dem Zweck der 
Keimtötung. Photochemisch wirksam und auf der Haut anzuwenden ist UV-A, 
das relativ langwellige.

Bei einem derartigen Strahler wird es natürlich unerwünschte kurzwellige 
Anteile geben, soweit der Hersteller eine geeignete Glasorte verwendet 
hat, sind die nicht sonderlich stark.
#5020058
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KoE schrieb:
> . So wie ich das sehe kann ich ohne weiteres die Quarzlampe ohne ohne
> das restliche zugemüse betreiben, richtig ?

Falsch.
Die IR-Heizer dienen als Vorwiderstand.
Wenn du es ohne versuchst, explodiert der Brenner evtl. und du atmest 
ein Näschen voll Quecksilberdampf ein.
Soll nicht so gesund sein.

Ich habe früher öfter Platinen mit solchen und ähnlichen Brennern 
belichtet, aus einem Abstand von vielleicht 40cm.
Der Vorteil ist, dass durch die kleine Lampe in grossem Abstand recht 
scharfe Konturen entstehen, aber sonst überwiegen die Nachteile.
Insbesondere sind manche Kunststofffolien und evtl. auch Glassorten für 
das kurzwellige UV dieser Lampen fast undurchsichtig.
Die UV-Leuchtstofflampen der Gesichtbräuner sind deutlich 
anwendungsfreundlicher.
Gast #5020853
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MaWin schrieb:
> Vergiss es, völlig ungeeignet, die ist gut um UV EPFOMs zu löschen.
> 10k in Reihe (statt deinrm R1) und 270k zum zündrn (statt deinen 20k).

Könntest du mir erklären wie du diese Werte gekommen bist ? Währe sehr 
hilfreich.

Der R1 existiert gar nicht. Ich habe den Schalter geöffnet und da war 
überall Fett auf den Kontakten. Ich denke daher kommen die 100 Ohm. Dazu 
habe ich bemerkt das der Braune Kabel gar nicht geschaltet wird.


Mfg Koe
Angehängte Dateien:
Gast #5020861
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KoE schrieb:
> Könntest du mir erklären wie du diese Werte gekommen bist ? Währe sehr
> hilfreich.
>
> Der R1 existiert gar nicht. Ich habe den Schalter geöffnet und da war
> überall Fett auf den Kontakten. Ich denke daher kommen die 100 Ohm. Dazu
> habe ich bemerkt das der Braune Kabel gar nicht geschaltet wird.

Hoppla, diese Rechtschreibfehler....

Könntest du mir erklären wie du auf diese Werte gekommen bist ? Währe 
sehr
hilfreich.

Der R1 existiert gar nicht. Ich habe den Schalter geöffnet und da war
überall Fett auf den Kontakten. Ich denke daher kommen die 100Ohm. Dazu
habe ich bemerkt das, dass Braune Kabel gar nicht geschaltet wird.
#5020920
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Eine Hg-Quarzlampe hat eine Brennspannung von etwa 60 V und eine 
Zündspannung  von etwa 90 V. Deine Lampe leuchtet also mit etwa 1,7 A.
Sie arbeitet aber auch mit kleineren Stömen, eine (etwas kleinere) 
Spektrallampe hat üblicherweise 1 A und wird über eine einfache Drossel 
direkt am Netz betrieben.
Statt einer Eizeldrossel kann man auch mehrere 
Leuchststofflampendrosseln parallel schalten, um in die Gewgend von 1 A 
zu kommen, 60 W Leistung langen dicke. Damit entfällt die Wärmestrahlung 
der Vorwiderstände.

Der Brenner ist aus Quarzglas und läßt die ganze Strahlung zwischen 180 
und 2600 nm durch. Also abschirmen und mit guter Sonnenbrille oder 
Schweißbrille arbeiten.

Gruß   -   Werner
#5020938
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KoE schrieb:
> Könntest du mir erklären wie du diese Werte gekommen bist

Man will zum EPROM-Löschen nicht die volle Leistung der UV-Lampe, aber 
man will möglichst viel 254nm Licht.

Da bei höheren Druck im Kolben das Licht geblockt wird, betreibt man ihn 
mit eher 1 Watt deutlich kühler, dafür sind die genannten Bauteilwerte 
passend.

Dein Schaltplan ist noch nicht ganz in Ordnung, der Schalter S2 
überbrückt die UV-Lampe.

Wenn du die Lampe mit 1.5A (90 Watt) betreiben würdest, wird sie zu 
heiss.

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