H-Pegel (5V) bei fehlemden VCC schädlich für ICs ?

OP #5021188
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Wenn VCC (5V) ausfällt, ist es dann schädlich für die Chips, wenn noch 
Eingänge an + geschaltet sind?


Details: Neben VCC gibt es noch 12 V. Über einen Spannungsteiler (siehe 
Eingangsbeschaltung) sollen die Chips (HCT) bestimmte Pegel des 
12V-Kreises abfragen. Jetzt ist mir aufgefallen, dass ich es nicht 
verhindern kann, wenn VCC ausfällt, dass die Pegel des 12V-Kreises 
weiter anliegen. Der Theorie nach soll man ja keine Eingänge mit H 
beschalten, wenn VCC fehlt.  Verhindern kann ich das nicht (der 
12V-Kreis ist ein Kfz-Stromkreis) und daher die Frage, ob ich mir damit 
ggf. die Chips zerstöre? Der Wicderstandswert ist eigentlich hoch genug, 
dass ich keine Probleme vermute, aber genau wissen tue ich das gerade 
nicht .. ?
Angehängte Dateien:
#5021202
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Torben K. schrieb:
> Wenn VCC (5V) ausfällt, ist es dann schädlich für die Chips, wenn noch
> Eingänge an + geschaltet sind?

Hängt vom IC ab. Im Datasheet steht in den Abs Max die Maximalspannung 
drin. Steht da beispielsweise Vcc+0,3V drin, dann sieht es schlecht aus. 
Steht da jedoch ein absoluter Wert drin, wie 5,5V bei TTLs, dann ist es 
zulässig.

> Details: Neben VCC gibt es noch 12 V. Über einen Spannungsteiler (siehe
> Eingangsbeschaltung) sollen die Chips (HCT) bestimmte Pegel des
> 12V-Kreises abfragen. Jetzt ist mir aufgefallen, dass ich es nicht
> verhindern kann, wenn VCC ausfällt, dass die Pegel des 12V-Kreises
> weiter anliegen.

Was zu Folge hat, dass durch die Schutzdioden der HCs Strom nach Vcc 
fliesst. Je nach Widerstand und Stromverbrauch kann es dazu führen, dass 
die Schaltung durch Eingänge parasitär weiterbetrieben wird.

Zulässig ist das jedoch bei den 4049 und 4050, da deren 
Eingangsbeschaltung keine Schutzdiode nach Vcc hat, sondern anders 
begrenzt wird. Da sind an den Eingängen bis 15V zulässig. Das ist 
allerdings nicht in jedem Datasheet korrekt widergegeben, manchmal 
schlägt der copy-and-paste Fehlerteufel zu.
OP #5021286
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hmm ... bei 20K fließen max. 0,6mA rückwärts in den Chip. Da sehe ich 
zwar keine akuten Probleme, aber elegant sieht natürlich anders aus. Ich 
kann die 12V Bordspannung ja nicht abklemmen, wenn die IC-Schaltung 
keinen Strom hat. Wie soll ich das denn jetzt machen? Eine saubere 
Schaltung lässt sich wohl nur mit Optokopplern realisieren. Oder hat 
jemand eine Idee?
Gast #5021308
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Manfred schrieb:
> Es ist nicht definierbar und damit zu vermeiden.

Hä - die Spannungen sind dabei soetwas von definiert ...
Und im Datenblatt finden sich klare Aussagen, auch zur Überschreitung 
der Eingangspannung:
1
Limiting Values
2
V_CC   supply voltage                                            0.5 ... +7 V
3
IK     input clamping current    V_I<0.5V or V_I>V_CC+0.5V [1]   20 mA
4

5
[1] The input and output voltage ratings may be exceeded if the input 
6
    and output current ratings are observed.
(Firma: matzetronics) #5021314
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Wenn du in der Folgeschaltung nur wissen willst, ob da ein 12V Kreis 
aktiv ist oder nicht, dann kannst du mit Optokopplern den Kreis abfragen 
und das ganze Problem löst sich in Wohlgefallen auf.
Als Nebeneffekt kannst du dir die Eingangsschutzschaltung nahezu ganz 
sparen - es bleibt der Vorwiderstand für die LED im Optokoppler und ein 
Pullup/Pulldown auf der Seite mit den HCT Bausteinen.
Gast #5021390
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Der Rückstrom kann bewirken, dass die ganze Schaltung ohne 
Spannungsversorgung komplett oder teilweise weiter läuft. Es hängt sehr 
davon ab, wie hoch die Betriebsspannung (die eigentlich 0V sein sollte) 
in diesem Fall ist.

Bei Schaltungen mit Mikrocontroller bewirkt der Rückstrom manchmal, dass 
der Controller bei Einschalten seiner Spannunsgversorgung nicht korrekt 
resetted.

Eine ganz simple Lösung dagegen ist, in ausgeschaltetem Zustand die 
Versorgungsleitungen fast kurz zu schließen:
1
                        Schalter
2
Netzteil +5V o------------o\
3
                            \o---------o VCC Zur Schaltung
4
                +--[===]--o
5
                |   5 Ohm
6
                |
7
GND          o--+----------------------o GND

Das Problem kannst du mit Dioden ganz einfach verhindern:
1
                          +5V
2
                           o
3
                           |
4
                          |~| 10k
5
                          |_|
6
          1N4148 100 Ohm   |      10k
7
Eingang o---|<|--[===]-----+-----[===]----o Eingang des µC
8
12V                        |            
9
                          === 100nF     
10
                           |            
11
 GND    o------------------+
#5021524
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Matthias S. schrieb:
> Wenn du in der Folgeschaltung nur wissen willst, ob da ein 12V Kreis
> aktiv ist oder nicht, dann kannst du mit Optokopplern den Kreis abfragen
> und das ganze Problem löst sich in Wohlgefallen auf.

Dafür brauchst Du noch nicht mal nen Optokoppler - denn dessen 
Hauptfunktion, die galvanische Trennung, ist hier nicht nötig.

Es reicht einfach ein NPN-Transistor. Hinter den 12V-Eingang einen 
Vorwiderstand, z.B. 47K, und damit dann auf die Basis des NPN.
(Firma: matzetronics) #5021759
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Gerd E. schrieb:
> Dafür brauchst Du noch nicht mal nen Optokoppler - denn dessen
> Hauptfunktion, die galvanische Trennung, ist hier nicht nötig.

Im Kfz trotzdem nützlich, klein und billig.

Torben K. schrieb:
> Optokoppler in Reihe mit LED und Z-Diode müsste doch auch funktionieren:

Jo, mit 2 LED in Reihe hast du aber den Ansprechpegel sowieso schon 
erhöht, die Z-Diode ist vermutlich überflüssig.
OP #5021779
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Gerd E. schrieb:
> Es reicht einfach ein NPN-Transistor. Hinter den 12V-Eingang einen
> Vorwiderstand, z.B. 47K, und damit dann auf die Basis des NPN.

Ich finde, Optokoppler sind (viel) freundlicher beim Printlayout. Ich 
habe noch nie verstanden, dass der Emitter nicht in der Mitte sein kann. 
Da wo er ist, stört er fast immer, jedenfalls mich und bei digitalen 
Schaltungen.
Beitrag #5022559 wurde von einem Moderator gelöscht.

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