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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Optokoppler - kleinster Eingangsstrom


Autor: Torben K. (torbenk)
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K847P - Vierfachoptokoppler

Wie kriege ich denn aus dem Datenblatt entnommen, bei welchem 
Arbeitsstrom der Optokoppler gerade-noch-so noch arbeitet? Ich brauche 
keine Verstärkung oder Frequenzen zu berücksichtigen, sondern nur "JA - 
NEIN" . also ganz easy



http://pccomponents.com/datasheets/VISH-K847P.pdf

Die Eingangsspannung liegt bei 12V, als "Last" schalte ich GND gegen 
einen 10KOhm Pullupwiderstand an VCC 5V.

Danke für die Erklärung des Datasheets :)

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Autor: Teo D. (teoderix)
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Seite 3
IC/IF (IF = 5 mA, VCE = 5 V) CTR 0.5min 1Typ. 6Max
Seite 7, Figure 7. Collector Current vs. Forward Current (Typ.!)

Für mehr Erklärung langst Heute nich :/

Bin ja kein OK Spezialist, aber da gibst sicher besser geeignete, wenn 
das eh nich nur ein zB. war!?

Autor: Clemens L. (c_l)
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Der K847P (ein Klon des PC847, also 4× PC817) arbeitet analog, und ist 
stromgesteuert: wie viel Strom der Ausgang durch lässt, hängt davon ab, 
wieviel Strom du durch die LED sendest. Das Verhältnis dieser beiden 
Werte ist CTR (Current Transfer Ratio).

Das Datenblatt verrät dir, in welchen Grenzen sich der CTR-Wert bewegt, 
aber nur für IF = 5 mA. Für andere Ströme könntest du anhand Fig. 11 
abschätzen, wie weit der CTR reduziert ist, und daraus den möglichen 
Ausgabe-Strom ableiten.

Um über 10 kΩ 5 V abfallen zu lassen, brauchst du mindestens 0.5 mA am 
Ausgang.

Der garantierte CTR-Mindestwert bei IF = 5 mA ist 50%, also würdest du 
dann mindestens 2.5 mA herausbekommen. Das ist mehr als nötig.
Für IF = 1 mA zeigt Fig. 11 ca. 40 %, also ist der mögliche 
Ausgangsstrom dann 40% × 50% × 1 mA = 0.2 mA. Das ist zu wenig.
Für IF = 2 mA zeigt Fig. 11 ca. 70 %, also ist der mögliche 
Ausgangsstrom dann 70% × 50% × 2 mA = 0.7 mA. Mit einem 
Sicherheitszuschlag ist das genau richtig.

Mit einem maximalen VF von 1,3 V brauchst du dann R ≤ (12V-1,3V)/2mA = 
5350 Ω.

: Bearbeitet durch User
Autor: Torben K. (torbenk)
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@ Clemens  heißt das, man muss am Eingang in die LED (mindestens) so 
viel Strom hineinschicken, wie man am Ausgang benötigt?

Also kein Verstärker-Effekt wie bei einem richtigen Transistor?

Autor: hinz (Gast)
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Autor: HildeK (Gast)
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Torben K. schrieb:
> Also kein Verstärker-Effekt wie bei einem richtigen Transistor?

Naja, es gibt auch Typen mit CTR von 300-500%.
Aber du willst ja nur ja/nein am Ausgang, keinen verstärkten Strom. Wenn 
du mehr Empfindlichkeit für den Transfer brauchst, dann kannst du ja den 
Pullup auf der 5V-Seite vergrößern. Das System wird halt langsamer, aber 
je nach Typ werden auch ein paar hundert µA für die LED (oder auch 
weniger) noch reichen, um z.B. 50k an 5V zu schalten.

Autor: Manfred (Gast)
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Torben K. schrieb:
> Arbeitsstrom der Optokoppler gerade-noch-so noch arbeitet?
Das bedeutet einen konstruktiv angelegten Ausfall, wenn der Opto altert 
oder Temperaturänderungen auftreten.

Torben K. schrieb:
> heißt das, man muss am Eingang in die LED (mindestens) so
> viel Strom hineinschicken, wie man am Ausgang benötigt?
Die Antwort ergibt sich hieraus:
Teo D. schrieb:
> CTR 0.5min 1Typ. 6Max

Es kann sein, dass doppelt so viel Strom rein muß oder es kann sein, 
dass ein sechstel genügt - das ist der Streubereich derartiger 
Bauelemente.

Autor: Torben K. (torbenk)
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Manfred schrieb:
> Die Antwort ergibt sich hieraus:
>> CTR 0.5min 1Typ. 6Max
Kann ja sein, dass du das verstehst, ich bin nicht in der glücklichen 
Lage.

Manfred schrieb:
> Das bedeutet einen konstruktiv angelegten Ausfall, wenn der Opto altert
> oder Temperaturänderungen auftreten.
Nein. Das bedeutet, wissen zu wollen, wo die Grenzen sind bzw. wie man 
das im Datenblatt erkennt. Ich traue mir bei allem schlechten englisch 
zu, auch englisch zu lesen (wenn es sein muss), aber Datenblätter finde 
ich zuweilen sogar dann unverständlich, wenn es nichts zu übersetzen 
gibt, z.B. 'CTR 0.5min 1Typ. 6Max' vielleicht fehlen da auch einfach nur 
Leer- oder Satzzeichen und die Begriffe (z.B. CTR) muss man auch erst 
kennen. Ich will aber nicht meckern, nur mal so am Rande bemerkt.

Mit CTR und diesen Dingen habe ich mich noch nicht befasst, ich gebe es 
ja zu. Wenn ich OK verwendet habe (immer denselben Typen, nämlich K847P) 
habe ich dafür gesorgt, dass ca. 5-10mA an Strom fließen, hat immer 
gefunzt. Erst in diesem Fall mit der ext. LED und mit oder ohne 
1K-Pullup hat mich interessiert, wo denn die Grenzwerte sind, und im 
Datenblatt lese ich, so leid es mit tut, nirgendwo etwas von 
'LED-Strom'.  'IF' ja, steht aber 'Emitter' dabei, also ausgangsseitig. 
Oder ich bin zu blöd, das zu verstehen.

Danke nochmal für eure Tipps

: Bearbeitet durch User
Autor: Carl D. (jcw2)
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Torben K. schrieb:
> Mit CTR und diesen Dingen habe ich mich noch nicht befasst, ich gebe es
> ja zu. Wenn ich OK verwendet habe (immer denselben Typen, nämlich K847P)
> habe ich dafür gesorgt, dass ca. 5-10mA an Strom fließen, hat immer
> gefunzt. Erst in diesem Fall mit der ext. LED und mit oder ohne
> 1K-Pullup hat mich interessiert, wo denn die Grenzwerte sind, und im
> Datenblatt lese ich, so leid es mit tut, nirgendwo etwas von
> 'LED-Strom'.  'IF' ja, steht aber 'Emitter' dabei, also ausgangsseitig.
> Oder ich bin zu blöd, das zu verstehen.

Emitter bezieht sich hier auf den "Sender", d.h. die LED. Mit einem 
Transistor-Emitter hat der Begriff nicht zu tun. Sein Gegenspieler wird 
"Detektor" genannt, der "Empfänger" des LED-Lichts.
If ist der "Flußstrom", also der Strom durch die LED.
CTR (current Transfer rate) ist schlicht die Stromverstärkung. 1mA 
LED-Strom erzeugen einen Ausgangsstrom zwischen 0,5mA...6mA.

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Torben K. schrieb:
> Mit CTR und diesen Dingen habe ich mich noch nicht befasst
Dann hast du jetzt einen der wichtigsten Parameter eines OK 
kennengelernt.

BTW: der CTR ist ja nicht irgendwie geheim oder so. Und man findet auch 
einiges, wenn man Optokoppler und CTR zusammen in Google eingibt:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Optokoppler

Autor: Torben K. (torbenk)
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Danke an alle für die Hinweise. Das hat mir wirklich weiter geholfen.

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